...Ein Klassiker, bereits von Saxon gecovert! Hymnisch, episch, breit, mit vollem Mellotroneinsatz und allgemein üppiger Instrumentierung und unglaublichen Chören kommt dieser lange Epos daher, unendlich erhabend wie auf einer Wolke schwebend...................Eine Kombination aus allen Elementen ... Bericht lesen
Robert Fripp, guitar / Ian McDonald, reeds, vibes, keys / Greg Lake, bass, vox / Michael Giles, drums, vox / Peter Sinfield, words Tracklist: 21st Centu
Gramm Vinyl / Neuware (versiegelt) / LP KCLP1 KING CRIMSON - In The Court Of The Crimson King als 200 Gramm Limited Edition, Neuschnitt vom Original Master
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...........Schrägheit, Experimentierfreude, handwerkliche Perfektion, Mut, lyrische, längere Stücke- all das hat das macht das Genre des Progressive Rock noch bis heute aus. Nur man fragt sich, wie und wann das angefangen hat. Nun, all das ist...........aus dem Nichts entstanden, als sich eine Gruppe von Musikern einfach so zusammensetzte, die vorher noch nichs wirklich nennbares fertiggebracht hatten,und
IN THE COURT OF THE CRIMSON KING
im Jahre 1969 aufnahmen, das später noch Gruppen wie Yes, Jethro Tull und Genesis sehr stark beeinflussen sollte. Nur, was ist es, dass diesen Einfluss ausmacht, was ist es, dass dieses Album so speziell, so aussergewöhnlich macht, und was vor allem verschafft dieser LP diese extreme Vorreiterstellung?
Sehen wir uns doch zuerst einmal das
COVER
an. Am besten wirkt das natürlich bei der Vinylhülle, die ich hier auch vor mir liegen habe- beim CD Cover wirkt das weit weniger eindrucksvoll. Hier sehen wir im fast expressionistischen Darstellungsmodus ein Gesichtm verzerrt im Ausdruck, verzerrt in seiner Haltung..... deutlich erkennbare Pinselstriche und satte Gefühlsfarben sorgen für den Eindruck eines expressionistischen Werks wie Edward Munchs ,,der Schrei", nicht aber für den Eindruck eines Plattencovers. Auch die innenseite ist ähnlich seltsam, ähnlich künstlerisch, bunte Kugeln, ein Mann mit einem riesigen Kopf..........
Hier wird intelektueller Anspruch deutlich, ohne jedoch ins absurde, lächerliche, klischeehafte zu verfallen.
Eine derartige Gestaltung der Tonträgerhülle ist bis heute einmalig, und ich wage einfach mal zu behaupten, dass auch dies einen Teil der Faszination von IN THE COURT OF THE CRIMSON KING ausmacht.
Doch natürlich ist die Musik ja eigentlich viel wichtiger....... Das Ganze beginnt mit leisen, schwer definierbaren Geräuschen, bis dann
21st Century Schizoid Man including Mirrors 7:20
richtig anfängt!!!!!! Ein heftiges,verzerrtes Riffing, hart, laut, schleppend, agressiv, wird begleitet von einer ebenso verzerrten Stimme, agressiv, fordernd, treibend, peitschend. Man selber als Hörer wird aktiv Teil des Prozesses, man kann einfach nicht nur passiv da sitzen und der Musik lauschen, man wird dazu aufgefordert, sich aktiv damit auseinanderzusetzen, man wird erfasst, ergriffen, ob positiv oder negativ, sei jedem einmal selbst überlassen, nur das man erfasst wird steht wohl fest. DIE TOTALE AKTIVE MUSIK! Nie zuvor ist es gelungen, eine derart simple Idee derart komplex, vielschichtig und vielseitig darzustellen, einfach der Wahnsinn........... Ein paar unkenvtionell angebrachte Saxophon/Gitarrensoli machen das Erlebnis vollkommen, perfekt, einzigartig.
Der nächste Titel dagegen........eine Kontrast, eine Entspannung sozusagen.......
I Talk To The Wind 6:05
Ist eine fast ruhige, gemäßigte Ballade............der Gesang ist unverzerrter, harmonischer, liebliche, ja fast zerbrechlich anmutende Flöten unterstützen das harmonische Bild..........eine gewisse Raumatmosphäre stellt sich hier ein, doch verglichen mit dem Opener wird dieses Liedlein wie ein belangloser, konventioneller Durchhänger, was man von
Epitaph including March For No Reason and Tomorrow And Tomorrow 8:47
zum Glück nicht behaupten kann. Auch hierbei handelt es sich zwar um eine Ballade im weitesten Sinne, doch ist diese weit weniger konventionell, weit weniger vorhersehbar, weit weniger lieblich und nett als ,,I Talk To The Wind". Vielmehr geht es hier ähnlich düster wie im Opener zu, auch wenn dieser Eindruck mit gänzlich anderen musikalischen und lyrischen Mitteln erreicht wird. Hier ist es eine düstere, erhabene Atmosphäre, erreicht durch Percussionsinstrumente und das berüchtigte Mellotron sowie eine sehr fein definierte, einnehmende Gesangstechnik. Dies ist in dieser Form wieder einmalig. Die Atmosphäre ist hier was zählt, und genau das lässt sich eben nicht beschreiben, ausser mit Worten wie düster oder melancolisch, die dem wahren Höreindruck aber einfach nicht gerecht werden können.
Moonchild including The Dream and The Illusion 12:11
Der Beginn lässt auf eine weitere, belanglose Popballade schliessen.......doch, dies täuscht, denn später erleben wir spontan improvisierte Musik, die weit weg vom allen sonstigen Bekannten ist............Bilder entstehen dabei im Kopf des Hörers, ähnlich wie bei Entspannungsmusik, vorrausgesetzt, man lässt sich darauf ein. Es ist sicher nichts, um nebenbei bedudelt zu werden,wohl aber, um mit verschlossenen Augen neue Welten zu erfahren.
The Court Of The Crimson King including The Return Of The Fire Witch and The Dance Of The Puppets 9:22
....Ein Klassiker, bereits von Saxon gecovert! Hymnisch, episch, breit, mit vollem Mellotroneinsatz und allgemein üppiger Instrumentierung und unglaublichen Chören kommt dieser lange Epos daher, unendlich erhabend wie auf einer Wolke schwebend...................Eine Kombination aus allen Elementen dieses Albums, zusammengesetzt mit dem hymnischen, bildet den Höhepunkt der LP........aus musikalischer wie lyrischer Sicht. Deshalb möchte ich hier einmal, stellvertrend für die Lyriks der gesamten LP, den Text dieses Titelstücks vorstellen, damit man ungefähr eine Ahnung hat, in welch lyrisch-tiefgreifenden Dimensionen die Musik von King Crimson hier gelangt.
The dance of the puppets The rusted chains of prison moons Are shattered by the sun. I walk a road, horizons change The tournament's begun. The purple piper plays his tune, The choir softly sing; Three lullabies in an ancient tongue, For the court of the crimson king.
The keeper of the city keys Put shutters on the dreams. I wait outside the pilgrim's door With insufficient schemes. The black queen chants The funeral march, The cracked brass bells will ring; To summon back the fire witch To the court of the crimson king.
The gardener plants an evergreen Whilst trampling on a flower. I chase the wind of a prism ship To taste the sweet and sour. The pattern juggler lifts his hand; The orchestra begin. As slowly turns the grinding wheel In the court of the crimson king.
On soft gray mornings widows cry The wise men share a joke; I run to grasp divining signs To satisfy the hoax. The yellow jester does not play But gentle pulls the strings And smiles as the puppets dance In the court of the crimson king.
Einmalig. Dieses Niveau wurde voin King Crimson selber nachher auch nur schwer erreicht, diese unverkrampftheit in Kompisition und Ausführung findet man selten. Dazu eine unglaubliche Innovationskraft und tiefgreifende Lyrik, gepaart mit einer Musik, die ihrer Zeit vorraus war und auch jetzt noch weit voraus ist!
Wer sich von Musik bedudeln lassen will, der soll bitte auch hiervon die Finger lassen........... Es ist Musik, um sich darauf einzulassen und um neue Welten zu entdecken. Und deshalb empfehle ich auch die Zulegung dieses Albums als Vinyl, denn die geremasterte CD Version lässt viel Wärme und Natürlichkeit verschwinden.
IN DIESEM SINNE
.....viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren.
---------- ANMERKUNG:
Die Bewertung der Klangqualität ist in Relation zum Erscheinungsdatum zu sehen.
...Wie üblich dauerte es wieder ainmal sehr lange, bis das neue Album "Killing Ground" von Saxon veröffentlicht wurde. Der Grund lag an einer wiederholten Überarbeitung des Mixes. Der Erstproduzent Nikolo Kotzev leistete hierbei eine unbefriedigende Arbeit. Erst als der neue Producer Herman Frank (Victory) die Arbeit in die Hand nahm, entstand der kernige und rockige Sound auf der neuen CD.
Saxon besinnt sich nun wieder zu den "Solid ball of rock" Tagen. Die wenig moderaten Klänge der "Metalhead" Tage wurden außer Acht gelassen. Dennoch steht ein kräftiger Gitarrensound im Vordergrund. Auch auf den Bass und den Drums wurden beachtet.
Die positive Überraschung schlechthin: Ein Coversong des King Crimson Evergreen "Court of the crimson King". Somit überbrückt Saxon knapp 30 Jahre Rock Geschichte.
Weiterhin gibt es bei "Killing ground...
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...Der Covertext verspricht ehemalige Mitglieder von Genesis (eben Steve Hackett), Yes (??), King Crimson (Ian MacDonald, John Wetton), Asia (John Wetton) und weiteren. Und der Hörer wird nicht enttäuscht. Die paar älteren Herren spielen mit hörbarer Lust Stücke aus ihrer reichen musikalischen Vergangenheit und einigen dieser Stücke tut das Neuarrangement sichtlich gut. Genesis-Klassiker aus der Frühphase (Watcher of the Skies, Firth of Fifth, I know what I like) wechseln mit King Crimson Balladen (In the court of the Crimson King, I talk to the wind) und einigen Hackett-Kompositionen. Spezielles Highlight ist die Akkustikversion des Asia-Klassikers "Heat of the Moment". Die alten Herren können's also noch und es ist nur schade, daß solche Konzerte immer dort stattfinden, wo zumindest ich nicht einfach so hindüsen kann....
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Pro: Hervorragend klingende Live-Scheibe Kontra: nur für Progresive-Rock-Kenner
...Colossus
3. Firth Of Fifth
4. Battlelines
5. Camino Royale
6. The Court Of The Crimson King
7. Horizons
8. Walking Away From Rainbows
9. Heat Of The Moment
CD 2
1. In That Quiet Earth
2. Vampyre With A Healthy Appetite
3. I Talk To The Wind
4. Shadow Of The Hierophant
5. Los Endos
6. Black Light (Acoustic Medley)
7. The Steppes
8. I Know What I Like
9. Firewall (Studio)
10.The Dealer (Studio)
Die Genesis-Stücke:
"Watcher Of The Skies" kommt pompös daher, bringt dem Genesis-Kenner aber nichts wirklich Neues. Vielmehr klingt es fast wie das Original von Genesis.
"Firth Of Fifth" ist zwar genial intoniert, leider aber fehlt (wie auch bei auf der Studio-Version von "Genesis Revisited") das berühmte Keyboardsolo von Tony Banks. Schade!
"Los Endos" klingt genial wie...
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