...
Vor allem aber ist der Name John Barry untrennbar mit einer der erfolgreichsten Filmserien aller Zeiten verbunden: Lange Jahre setzte Barry die Standards für die musikalische Untermalung der James Bond-Abenteuer – 11 der Scores der Reihe stammen aus Barrys Feder, am Score zum ersten Bond-Abenteuer ... Bericht lesen
schaffte den Spaß und die Wortspiele der letzten Bond-Filme mit Roger Moore einfach ab. Er zeigte dem Publikum gleich von Beginn an, dass er Mumm in den Knochen hat: In der Eingangssequenz von Der Hauch des Todes hängt er an einem dahinrasenden Lastwagen, während dieser schmale, mit Kopfstein gepflasterte Straßen hinunterschießt. Er hat einen heftigen Faustkampf mit einem Meuchelmörder zu bestehen, bevor er dann doch noch in den Armen einer Bikinischönheit landet. Der von ihm verkörperte Bond ist unbarmherzig, hart und romantisch. Der Hauch des Todes, dessen Handlung im Tauwetter des Kalten Krieges angesetzt ist, beginnt mit dem Treuebruch des russischen KGB-Generals Koskov (Jeroen Krabbé, Auf der Flucht, Robin Hood - Ein Leben für Richard Löwenherz): Er enthüllt einen Komplott der Sowjets, mit dem sie die Agenten des britischen Geheimdienstes ausschalten wollen. Bond wird beauftragt, Koskovs Vorgesetzten (John Rhys-Davies, Jäger des verlorenen Schatzes, Sliders, der in diesem kurzen Auftritt überaus beeindruckend ist) zu eliminieren. Dabei entdeckt er eine Verschwörung zwischen Koskov und einem amerikanischen Waffenhändler (Joe Don Baker, später Bonds CIA-Kollege in Goldeneye, Der Morgen stirbt nie). Maryam d'Abo gibt in ihrer Rolle als Koskovs attraktive, Cello spielende Freundin ein klassisches Bond-Girl ab: die unschuldige Frau mit Stil, die bald schon ihre naive Schamesröte verliert und zeigt, dass sie auch eine Menge Schneid hat. Die Bösewichte allerdings sind etwas zahm und farblos -- Krabbé ist ein Tölpel und Baker ein Prahlhans -- und Dalton hat noch nicht ganz den Bogen raus, wie man die Spitzfindigkeiten vom Stapel lässt, die zum Markenzeichen Bonds geworden sind. Das Drehbuch jedoch ist geschliffen und hat einen ernsthaften Anspruch. John Glen, der schon bei früheren Bond-Filmen mitarbeitete, liefert Action-Szenen ab, die gar nicht besser sein könnten -- insbesondere der atemberaubende Kampf auf dem Frachtnetz eines durch die Luft jagenden Transportflugzeugs. Glen bringt der Filmreihe jene intelligenten, stürmischen und energiegeladenen Abenteuer zurück, die die Bond-Serie so erfolgreich machten. --Sean Axmaker
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von Spassprediger über James Bond 007: The Living Daylights (John Barry) - Soundtrack 31.01.2011
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
steht im Text
Kontra:
steht in der Überschrift
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Dank des symphonischen Scores zu Kevin Costners Spätwestern „Der mit dem Wolf tanzt“ wurden auch Musikliebhaber auf John Barry aufmerksam, die für gewöhnlich mit Filmmusik nicht viel anfangen können. „Dances with Wolves“ wie auch seine Scores für „Jenseits von Afrika“ und „Frei geboren“ (“Born Free“) wurden mit einem „Oscar“ ausgezeichnet; insgesamt konnte Barry die begehrte Trophäe fünf Mal in Empfang nehmen. Jetzt ist der Brite im Alter von 77 Jahren verstorben.
In seiner rund 50 Jahre umspannenden Karriere hat John Barry zahlreiche Musiken zu Filmen verschiedenster Art geschaffen. John Barry ist z. B. der Mann, der das eingängige Titelthema für die Serie „Die Zwei“ (“The Persuaders“) geschrieben hat. Den Film “Midnight Cowboy“ muss man nicht kennen, das Titelthema wird man trotzdem erkennen. „Das schwarze Loch“, der Ausflug der Disney-Studios ins SF-Genre, verdankt einen nicht unwesentlichen Teil seiner düsteren Atmosphäre den getragenen Streicherklängen, mit denen Barry die Dystopie seinerzeit unterlegte.
Vor allem aber ist der Name John Barry untrennbar mit einer der erfolgreichsten Filmserien aller Zeiten verbunden: Lange Jahre setzte Barry die Standards für die musikalische Untermalung der James Bond-Abenteuer – 11 der Scores der Reihe stammen aus Barrys Feder, am Score zum ersten Bond-Abenteuer „Dr. No“ wirkte Barry ebenfalls mit. Müsste man dasjenige Titelthema nennen, das Barry schon früh unsterblich machte, es wäre sicher „Goldfinger“ (1964). Aber auch Barrys Score für “You only live twice“ (1967) wird weiterleben – 1998 sampelte Robbie Williams das Hauptmotiv für seinen Song „Millennium“.
“The Living Daylights“ zeigt den im Laufe der Jahre immer weiter gereiften Barry in Bestform. Neben dem Titelsong, den die damals auf dem Zenit ihrer Karriere befindliche Boygroup „a-ha“ einsingen durfte, findet sich auf der CD ein zweiter Song: Das Thema von “Where has everybody gone?“ von den Pretenders benutzt Barry leitmotivisch während des ganzen Films, natürlich darf auch das legendäre “James Bond Theme“ nicht fehlen – auf “The Living Daylights“ interpoliert Barry das Stück unter anderem gekonnt in das Stück “Ice Chase“. Der gesamte Score ist ungemein dynamisch und abwechslungsreich, den häufigen Gebrauch von für die Zeit typischen Synthesizern empfinde ich persönlich bei Barry als etwas zeitloser als z. B. bei Bill Contis Score für den 1981er 007-Film „In tödlicher Mission“.
Mit einer Spielzeit von 66 Minuten und 19 Sekunden bietet die CD zudem erheblich mehr Material als der ursprünglich veröffentlichte Plattenschnitt – wer auf der Suche nach einer günstigen Gelegenheit dazu ist, sich mit dem Spätwerk eines der renommiertesten Filmmusik-Komponisten bekanntzumachen, dem kann man “The Living Daylights“ bedenkenlos zum Kauf empfehlen. Auf mich jedenfalls wirkt Barrys 007-Schwanengesang sehr viel inspirierter und spannender als z. B. seine Scores für „Moonraker“, „Octopussy“ und A View to a Kill“ – die sind zwar alle nicht von schlechten Eltern, fallen m. E. im direkten Vergleich mit „The Living Daylights“ aber ab.
R e s ü m e e
Mit John Barry tritt abermals einer der ganz Großen der Filmmusik von der Bühne ab. Jeder Komponist, der heute oder in Zukunft Musik für einen James Bond-Film verfasst, tritt in die Fußstapfen von Barry und wird sein Werk an den Standards messen lassen müssen, die Barry gesetzt hat. Seine nunmehr unwiderruflich letzte Filmmusik zu einem James Bond-Film ist ein Highlight aus einem Schaffenskatalog, der an Highlights keineswegs arm ist – die CD, auf welcher der Score erschienen ist, empfehle ich Interessierten ohne Einschränkung zum Kauf.
Good-night, sweet prince; And flights of angels sing thee to thy rest.
weitere Erfahrungsberichte
Ohne Frage die beste Bond Musik Bewertung für James Bond 007: The Living Daylights (John Barry) - Soundtrackvon
fangroupbenni
Pro: Kontra:
Einer der wohl besten James Bond Soundtracks zu einem der besten 007 Filme:
"Hauch des Todes". Die Musik ist eine raffinierte Mischung zwischen dem
klassischen 007 Theme und einigen 80´er Jahre Hits. Der Titelsong des Filmes
stammt von a-ha und unter a ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
sehr hilfreich
03.07.2000
Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit James Bond 007: The Living Daylights (John Barry) - Soundtrack
Sind Sie Hersteller/Anbieter von James Bond 007: The Living Daylights (John Barry) - Soundtrack ? Klicken Sie hier