James Bond 007: The Living Daylights (John Barry) - Soundtrack

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James Bond 007: The Living Daylights (John Barry) - Soundtrack

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Zum Tod von John Barry

5  31.01.2011

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Dank des symphonischen Scores zu Kevin Costners Spätwestern „Der mit dem Wolf tanzt“ wurden auch Musikliebhaber auf John Barry aufmerksam, die für gewöhnlich mit Filmmusik nicht viel anfangen können. „Dances with Wolves“ wie auch seine Scores für „Jenseits von Afrika“ und „Frei geboren“ (“Born Free“) wurden mit einem „Oscar“ ausgezeichnet; insgesamt konnte Barry die begehrte Trophäe fünf Mal in Empfang nehmen. Jetzt ist der Brite im Alter von 77 Jahren verstorben.

In seiner rund 50 Jahre umspannenden Karriere hat John Barry zahlreiche Musiken zu Filmen verschiedenster Art geschaffen. John Barry ist z. B. der Mann, der das eingängige Titelthema für die Serie „Die Zwei“ (“The Persuaders“) geschrieben hat. Den Film “Midnight Cowboy“ muss man nicht kennen, das Titelthema wird man trotzdem erkennen. „Das schwarze Loch“, der Ausflug der Disney-Studios ins SF-Genre, verdankt einen nicht unwesentlichen Teil seiner düsteren Atmosphäre den getragenen Streicherklängen, mit denen Barry die Dystopie seinerzeit unterlegte.

Vor allem aber ist der Name John Barry untrennbar mit einer der erfolgreichsten Filmserien aller Zeiten verbunden: Lange Jahre setzte Barry die Standards für die musikalische Untermalung der James Bond-Abenteuer – 11 der Scores der Reihe stammen aus Barrys Feder, am Score zum ersten Bond-Abenteuer „Dr. No“ wirkte Barry ebenfalls mit. Müsste man dasjenige Titelthema nennen, das Barry schon früh unsterblich machte, es wäre sicher „Goldfinger“ (1964). Aber auch Barrys Score für “You only live twice“ (1967) wird weiterleben – 1998 sampelte Robbie Williams das Hauptmotiv für seinen Song „Millennium“.

“The Living Daylights“ zeigt den im Laufe der Jahre immer weiter gereiften Barry in Bestform. Neben dem Titelsong, den die damals auf dem Zenit ihrer Karriere befindliche Boygroup „a-ha“ einsingen durfte, findet sich auf der CD ein zweiter Song: Das Thema von “Where has everybody gone?“ von den Pretenders benutzt Barry leitmotivisch während des ganzen Films, natürlich darf auch das legendäre “James Bond Theme“ nicht fehlen – auf “The Living Daylights“ interpoliert Barry das Stück unter anderem gekonnt in das Stück “Ice Chase“. Der gesamte Score ist ungemein dynamisch und abwechslungsreich, den häufigen Gebrauch von für die Zeit typischen Synthesizern empfinde ich persönlich bei Barry als etwas zeitloser als z. B. bei Bill Contis Score für den 1981er 007-Film „In tödlicher Mission“.

Mit einer Spielzeit von 66 Minuten und 19 Sekunden bietet die CD zudem erheblich mehr Material als der ursprünglich veröffentlichte Plattenschnitt – wer auf der Suche nach einer günstigen Gelegenheit dazu ist, sich mit dem Spätwerk eines der renommiertesten Filmmusik-Komponisten bekanntzumachen, dem kann man “The Living Daylights“ bedenkenlos zum Kauf empfehlen. Auf mich jedenfalls wirkt Barrys 007-Schwanengesang sehr viel inspirierter und spannender als z. B. seine Scores für „Moonraker“, „Octopussy“ und A View to a Kill“ – die sind zwar alle nicht von schlechten Eltern, fallen m. E. im direkten Vergleich mit „The Living Daylights“ aber ab.
R e s ü m e e

Mit John Barry tritt abermals einer der ganz Großen der Filmmusik von der Bühne ab. Jeder Komponist, der heute oder in Zukunft Musik für einen James Bond-Film verfasst, tritt in die Fußstapfen von Barry und wird sein Werk an den Standards messen lassen müssen, die Barry gesetzt hat. Seine nunmehr unwiderruflich letzte Filmmusik zu einem James Bond-Film ist ein Highlight aus einem Schaffenskatalog, der an Highlights keineswegs arm ist – die CD, auf welcher der Score erschienen ist, empfehle ich Interessierten ohne Einschränkung zum Kauf.

Good-night, sweet prince;
And flights of angels sing thee to thy rest.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Blagger

Blagger

31.01.2011 16:25

Jo, passt schon. Da aber Filmmusik nicht so meins ist, lass ich wohl lieber die Finger davon.

MissVega

MissVega

31.01.2011 15:13

Ich les das wirklich nur ob Deiner fulminanten Formulierungskünste, ansonsten könntest Du mich mit Doppelnull-Scores wirklich jagen, jawohl!

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