Mit dem Soundtrack zu "The World is not enough" hat der britische Komponist David Arnold nun ein weiteres Mal einen James-Bond-Film musikalisch untermalt. Zuvor war Arnold bereits für den Score zu „Tomorrow never dies“ verantwortlich, an dessen Qualität er offenkundig problemlos ... Bericht lesen
angerichtetes Dilemma bugsiert: Als die langlebigste Kinofilmserie der Welt hat sich James Bond zu einer Figur entwickelt, die ihre Produzenten unbedingt beschützen wollen. Sie versuchen ein Format, das sich im Laufe von fast 40 Jahren entwickelt hat, am Leben zu erhalten, indem sie den Zuschauern das geben, was diese erwarten. Das Problem ist nur, dass auf diese Art und Weise eine Schablone entsteht, die echte Überraschungen ausschließt. Betrachtet man diesen Film sorgfältig, erkennt man, dass sich die Macher dieser Problematik bewusst gewesen sind. Daher haben sie Die Welt ist nicht genug weitaus düsterer und emotionaler gestaltet als seine direkten Vorgänger -- um diese Emotionalität und die damit einhergehende einnehmende Atmosphäre mit dem Showdown vollkommen zu vernichten! Dabei bricht dieser Film die Bond-Formel bereits in seinem starken Prolog, der nicht nur an einem Ort spielt, sondern im spanischen Bilbao beginnt, um schließlich in einem atemberaubenden Actionshowdown in London zu enden, wo gleichzeitig die Hauptgeschichte des Filmes eingeleitet wird. Bond 5.0, Pierce Brosnan, entpuppt sich in diesem Prolog als eine Person, bei der sich Abgründe auftun. Eine Person, die einerseits einen einnehmenden, unverbindlichen Charme versprüht, um auf der anderen Seite ohne jegliche Emotionalität als eiskalter Killer zu fungieren. Diese Widersprüchlichkeit war bislang nur von Sean Connerys Bond bekannt. Nicht nur Bond wird als eine überaus komplexe Persönlichkeit illustriert. Auch sein Gegenspieler Renard (Robert Carlyle) wie auch Elektra King (Sophie Marceau), die Frau, in die sich Bond verliebt, sind für einen Bond-Film überaus komplexe, in sich widersprüchliche, aber dadurch ungemein reale Charaktere. Diese heben den Film schauspielerisch aus dem Meer der Bond-Filme hervor, was vor allem der Inszenierung des Thriller-Experten Michael Apted zu verdanken sein dürfte, der immer dann zu Höchstleistungen aufläuft, wenn er nur seine Figuren inszenieren darf -- jenseits der Pyrotechnik, jenseits der Bond-Schemata. Die Geschichte selbst befasst sich mit dem Bau einer Pipeline von Kasachstan nach West-Europa. Diese Story aber dient nur als Aufhänger für viel komplexere Erzählungen über Verrat, falscher und wahrer Loyalität sowie der Schilderung einer Welt, in der Lügen und Wahrheiten oft näher beisammen liegen, als wir dies wahr haben möchten. Diese interessanten Ansätze werden nun auf zweierlei Art vernichtet. Da sind zum einen die periodisch auftretenden Actionszenen, die in diesem Film dramaturgisch überhaupt keinen Sinn ergeben. Sie wirken vielmehr als seien sie ein Best-Of-Medley der größten Bond-Stunts, die für diesen Film neu aufgelegt wurden -- wie eine Ski-Verfolgungsjagd, die man in dieser Form bereits in mehreren Bond-Filmen gesehen hat. Mit dem Unterschied, dass sie dramaturgisch betrachtet in diesen Filmen einen Sinn ergeben. Sie entbehren jeder Form von Humor, der sie vielleicht noch hätte retten können, was eben auch für den eher überflüssigen, zu sehr in die Länge gezogenen Showdown gilt, der weit hinter der Spannung früherer Bond-Filme zurück bleibt. Den Kardinalfehler begeht der Film jedoch auf der Seite der Charaktere. Schnell erfährt der Zuschauer, dass es zwischen Elektra und Renard eine Verbindung gibt: Renard hat Elektra, als diese noch ein Teenager war, entführt. Irgendetwas ist während dieser Entführung zwischen den beiden vorgefallen. Doch was? Die Antwort auf diese Frage ist vielleicht die große Überraschung des Filmes und damit der in der Beziehung zwischen Bond und Elektra alles entscheidende Moment. Ein Moment, der selbst einen James Bond für immer verändern könnte. Dies aber geschieht nicht, da Bond zuvor mit Doktor Christmas Jones (Denise Richards) noch schnell ein zweiter "Love Interest" zur Seite gestellt wird. Was immer nun also mit Elektra geschieht -- Bond hat ja noch ein Ersatz-Girl an seiner Seite. Die Welt ist nicht genug hätte das Zeug dazu gehabt, ein ganz großer Film zu werden. Indem er sich nicht traut, neue Wege zu beschreiten, hat er diese Chance vertan. --Sam Sutherland
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Erfahrungsbericht von Filfar über James Bond 007: The World Is Not Enough (David Arnold) - Soundtrack 02.08.2000
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
überzeugende Musik + Bonusmaterial
Kontra:
Ein sehr informationsarmes Booklet
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Mit dem Soundtrack zu "The World is not enough" hat der britische Komponist David Arnold nun ein weiteres Mal einen James-Bond-Film musikalisch untermalt. Zuvor war Arnold bereits für den Score zu „Tomorrow never dies“ verantwortlich, an dessen Qualität er offenkundig problemlos anknüpfen konnte. Damit hat Arnold vor allem auch dafür gesorgt, dass der Soundtrack von Eric Serra zu „Goldeneye“ endgültig als bloßer Ausrutscher ohne ernsthafte Wiederholungsgefahr angesehen werden kann.
Der Soundtrack zu „The World is not enough“ besteht aus 19 Titeln mit einer Gesamtlänge von ca. 70 min. Davon entfallen auf die reine Score-Musik ca. 60 Minuten, so dass das Werk von David Arnold auch ausreichend Berücksichtigung gefunden hat. Zusätzlich enthält die CD den US-Movie-Trailer CD-Rom-Bonusmaterial.
Abgesehen von zwei Songs - darunter der Titel-Song „The World is not enough“ der Gruppe Garbage - ist auf der CD ausschließlich der Soundtrack-Score enthalten. Die Songs sind jeweils am Anfang bzw. am Ende des Musikteils platziert und bilden so den Rahmen. Der wurde durch die Musik von David Arnold mehr als gefüllt.
Die Musik wird den Erwartungen, die meines Erachtens an einen James-Bond-Soundtrack gestellt werden können, gerecht:
Es überwiegen die Tracks mit schneller, actiongeladener Musik. Zwischendurch kehrt aber immer wieder Ruhe ein. Das bekannte James-Bond-Thema wird in einigen Tracks auf verschiedene Weise interpretiert. Als weiteres Grundthema ist die Instrumentalversion des Titelsongs erkennbar, die ebenfalls in mehreren Stücken angespielt wird.
Und so legt Arnold bereits in den ersten beiden Tracks nach dem Titel-Song gleich temporeich los. Die beiden Stücke „Show me the Money“ und „Come 007, Your Time is up“ gehen unmittelbar in einander über. Sie untermalen musikalisch den Bond-Auftritt in Barcelona bzw. die Bootsverfolgungsjagd auf der Themse. Die orchestrale Musik ist dabei mit einem modernen Dance-Beat unterlegt, was den 90er-Jahre-Charakter der Musik unterstreicht. Einige Partituren von „Come in 007, Your Time is up“ tauchen dann bei Track 8 „Ice Bandits“ wieder auch.
Für ruhigere Momente stehen beispielhaft die Stücke „Welcome to Baku“, das passenderweise einen leicht asiatischen Touch hat, und „Casino“, das ein wenig Piano-Musik bietet.
Actionträchtiger Höhepunkt dieses Soundtracks ist sicher das Stück “Submarine“, das sich über immerhin mehr als 10 Minuten erstreckt. Allerdings wird hier eine gewisse Melodienarmut besonders deutlich, was jedoch durch den Einsatz von Percussions und Dance-Beat auf gelungene Weise überspielt wird.
Zuvor ist noch der Track „Pipeline“ erwähnenswert, der zwar nicht ganz so bombastisch daherkommt, jedoch nicht weniger Geschwindigkeit aufweist.
Ein Highlight der besonderen Art stellt dann der us-amerikanische Original-Kino-Trailer dar, das als Zusatzmaterial enthalten ist. Hier kann man so oft wie man will ein Kurzfassung des letzten James-Bond-Abenteuers erleben.
Fazit:
Die musikalische Ausrichtung entspricht der Zeit, ohne den Eindruck zu erwecken, dass der Komponist lediglich erfolgreich einen Synthesizer bedienen oder einen Computer programmieren kann. Nachteilig bleibt festzuhalten, dass David Arnold bei den Action-Tracks auf einschlägige Melodien weitgehend verzichtet – allenfalls das berühmte James-Bond-Theme ist als Ohrwurm immer wieder herauszuhören. Aber das kann den angenehmen Eindruck, den die CD hinterlässt, kaum schmälern
Insgesamt ist der Soundtrack interessant und abwechslungsreich.
Pro: Gute Anknüpfung an den Film, daher hervrragend komponiert Kontra: Viele Stücke hören sich gleich an!!
James Bond "The World Is Not Enough"
Soundtrack Ja, in Moment schreibe ich gerne über meine kleine Ansammlung von Soundtracks. Da vor genau einer Woche James Bond " The World I Not Enough " als Free- ...
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15.09.2002
The Sound of Bond Bewertung für James Bond 007: The World Is Not Enough (David Arnold) - Soundtrackvon
rider-of-apocalypse
Pro: Titelsong, alle Stücke in den jeweiligen Filmszenen Kontra: -
...Die von Ian Fleming geschaffene Figur des JAMES BOND ist wohl einer der bekanntesten und populärsten Filmhelden der Kinogeschichte und die „Klassische“ James Bond Theme dürfte wohl eine der bekanntesten Filmmelodien überhaupt sein. Neben dieser unverken ...
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03.10.2000
(03.04.2005)
Perfekter Soundtrack Bewertung für James Bond 007: The World Is Not Enough (David Arnold) - Soundtrackvon
J-Schrader
Eins vorweg: Der Soundtrack ist klasse! Ich höre sehr gerne Soundtracks, und habe mir bereits mehrere gekauft. Und dieser hier stellt alles in den Schatten.
Viele Filme werden durch Musik untermalt, um die Stimmung zu verstärken. Und so wird auch der F ...
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13.01.2001
Bond in Music Bewertung für James Bond 007: The World Is Not Enough (David Arnold) - Soundtrackvon
fangroupbenni
Pro: Kontra:
Der Score zum Millenium Bond ist ja nun schon länger im Handel erhältlich,
jedoch immer noch eine Anschaffung wert. Aus der Feder und dem Computer des bekannten Musikmachers David Arnold stammt die Musik zum 19. Bond
Abenteuer. Und diesesmal ist die ...
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23.06.2000
Gute Musik guter Bond Bewertung für James Bond 007: The World Is Not Enough (David Arnold) - Soundtrackvon
Metallboy
Pro: Sau gute Saoundtracks vom Bond Kontra: nichts
Ist es eigentlich nicht egal welche musik von Bond gespielt wird, ich finde jeden bis jetzt gut, sogar die alten, aber der Haupt soundtrack, den kennt wirklich jeder, letzten hörte meine oma das original Lied im Fernsehen und meinte zu mir, ob ich doch ja ...
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08.08.2000
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