Feste feiern, wie sie fallen…
13.05.2008
Pro:
Gesang, Instrumentation, Texte, Atmosphäre… alles ziemlich geil
Kontra:
Gesang zu leise abgemischt, 2 eher schlechtere Stücke
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 zyankali777
Über sich:
Tatsächlich schon ein zweiter neuer Bericht online. BHs mit viertägiger Wartelist.
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 227 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo… … und willkommen zu einem neuen XIV Dark Centuries Bericht. Wie ihr seht lese ich mir nicht nur noch Gesetze durch, sondern bin meiner Leidenschaft treu geblieben :-) Viel Spaß =) Die Band +++++++
Bio ~~~ Ursprünge von XIV Dark Centuries gehen bis ins Jahr 1994 zurück, wo sich schon ein paar der jetzigen Mitglieder (Michel, Tobi, Rued) zu einer Band zusammenpaarte, mit dem Namen Reifen 14. Nach ein paar Wechseln im Band Line-Up, entstand 1998 endlich die Band XIV Dark Centuries, fast wie man sie heute kennt. Die einzig weiteren Line-Up Wechsel gab es 2000 als man einen neuen Gitaristen mit Namen Tobalt einstellte, welcher auch gleich die ganze Kompositionsarbeit übernahm, und 2002 als man merkte, dass man mit 2 Gitaristen doch besser auskommt. Nach den 2 Demos 1999 und 2002, wurde 2003 das erste richtige Album in Eigenregie auf den Markt gebracht, kurze Zeit später wurde aber ein Plattenvertrag mit CCP-Records aus Österreich, welche die CD diesmal europaweit veröffentlichte. Und von da an geht es bis heute stetig Berg auf mit den Thüringern. Line-Up ~~~~~~ Michel ~ Gesang, Texte Tobalt ~ Gitarre, Musik Uwe ~ Gitarre Marley ~ Bass Tobi ~ Keyboard Rued ~ Schlagzeug
Webseite ~~~~~~~ http://www.xivdarkcenturies.de/ Discogr aphie ++++++++++ 1999 - For Your God (Demo) 2002 - Dunkle Jahrhunderte (Demo) 2003 - ... den Ahnen zum Grusse … (Album) 2004 - Dunkle Jahrhunderte (Album) 2005 - Jul (MCD) 2006 - Skithingi (Album)
Musik +++++ Allgemein ~~~~~~~~ Die Mannen von XIV Dark Centuries, haben sich schon bei der Gründung, ganz groß den Pagan Metal auf die Fahne geschrieben. Pagan (=Heiden, heidnisch) Metal setzt sich aus einer Vermischung von überwiegend Black Metal Elementen, sowie Bestandteile aus der Folk Szene in Vermindung mit vorwiegend germanischen Sagen und Geschichten, zusammen. Also alles in allem eine ziemlich dunkle Angelegenheit, allerdings an vielen Stellen aufgelockert.
Gesang ~~~~~~ Der Gesang bei XDC ist sehr facettenreich. Nach außen hin ist wohl Michels relativ dumpfe und knurrende Stimmlage am Bekanntesten. Diese macht die Stücke scheinbar aggressiv, was noch durch manche Abschnitte verstärkt wird, in denen Michel dem wirklich tiefem "Growlen" verfällt. Im Gegensatz dazu wird vor allem bei akustischen Passagen sehr oft ein kleiner, 3-4 stimmiger Männerchoral eingesetzt, welcher diesen Abschnitten einen sehr episch anmutenden Charakter verleiht. Gitarren ~~~~~~ Wie bei den meisten Metalbands stehen die Gitarren natürlich im Vordergrund und sind neben der Schaffung der Grundstimmung, auch für meist für die Melodieführung zuständig. Allerdings haben wir auch hier wieder eine Zweiteilung zwischen aggressiven Vorstößen der Leadgitarre und den ruhigen und epischen Melodien der akustischen Gitarre. Solos und Fill-in`s sind zwar vorhanden, aber bei den meist langsamen Stücken, nicht wirklich komplex.
Bass ~~~~ Vermutlich aufgrund der ohnehin schon dunklen Atmosphäre in den Stücken, ist der Einsatz meines Lieblingsinstrumentes nicht wirklich notwendig und hier auch kaum herauszuhören. Keyboard und andere melodische Elmente ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Der Einsatz des Keyboards beschränkt sich leider im Wesentlichen auf symphonische Akkorde die das ganze Gitarren- und Drumgestöber unterlegen. Nicht wirklich gut gelungen, aber letztendlich auch nicht wirklich störend. Besser gelungen sind der Einsatz von Folkinstrumenten, wie vor allem hier der Flöte und der Maultrommel. Diese lockern die Stimmung etwas auf und tragen zur ausgefallenen Variation der Stücke bei.
Schlagzeug ~~~~~~~~~ Auch die Drumsection bei XDC ist sehr abwechslungsreich. Es reich vom "Grinden" bis hin zum ruhigen Beckenspiel. Eigentlich recht gut gelungen. Songliste +++++++
1. Auf zur Schlacht / 3:36 / 8von10 2. Bragarful / 3:30 / 9,5von10 3. Julenzeit /4:26 / 6,5von10 4. Rauhnaechte / 3:59 / 6von10 5. Liodhahattr / 1:39 / 9von10 Höreindruck +++++++++
1. Kaum als die CD ihre ersten Runden im CD-Player gedreht hat, schallt mir schon die gesamte Macht der Gitarren entgegen. Kaum Spuren von Melodik, allerdings viel wirres Gitarrenspiel, welches sich zunächst, außer bei manchen Ausläufern, auf 2 Akkorde bezieht. Das wird, vor allem bei den vielen Instrumentalsequenzen mit der Zeit relativ langweilig. Trotzdem finden sich ein paar Variationen in Rhythmus/Melodie und auch schon den Klargesang, als Abwechslung zu Michels Geknurre. Von der lyrischen Seite her sollte ich erklären, dass sich die meisten dieser Stücke auf heidnische Feste und Gebräuche beziehen. Bei "Auf zur Schlacht" lässt sich schon am Titel erkennen, dass die Thematik des Krieges hier verwendet wird: "Starren Blickes stehn sie auf dem Wall Der Wind die Kraft der Goetter bringt Meine Seele sehnt sich nach Walhall Im Durst nach Blut nun fast ertrinkt"
Dies ist auch gleichzeitig die Erklärung für das relativ dumpfe und wilde Gitarrenspiel was trotz zeitweiliger Einfarbigkeit, genau so schnell vorbei ist, wie es gekommen war. Als Einsteiger hätte ich mir eher ein richtig schönes episches Intro gewünscht, aber die Thüringer Mannen wollten schon mal zeigen, dass sie bei weiten keine Folkmetalband sind. 2. "Bragarful" ist als zweites Stück für mich persönlich das Glanzstück dieser Maxi CD. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird hier mit akustischer Gitarre und Flötenspiel eingestiegen. Dieses epische Antlitz wird dadurch noch verstärkt, dass hier zunächst der Klargesang einsetzt wird. Michel wird mit Knurren und Growling lediglich hier im Refrain eingesetzt, zu welchem der Einstieg der kompletten Band, zwischen erster Strophe und erstem Refrain, hinführt. Besonders schön ist an diesem Stück, dass wirklich alle Elemente, die XDC in ihren Stücken verwenden, hier auch vorkommen und sowohl unabhängig, als auch aneinander gebunden zu hören sind. Auch ein richtig schön eingebundenes Gitarrensolo stößt hier durchaus auf Gefallen in meinen Ohren. Das Einzige, was hier einer 10 im Wege steht, ist die nicht wirklich gelungene Abmischung, wobei hier der Gesang, wie auch in allen anderen Stücken, viel zu sehr von den Instrumenten übertönt wird
3. Genauso wie sein Vorgänger beginnt "Jul" auch wieder akustisch, allerdings hier nicht mit der Flöte, sondern eher mit dem Keyboard im Vordergrund. Doch auch hier setzt wieder das Gitarrengrollen nach kurzer Zeit ein. Gesanglich fast nur auf Klargesang bezogen, ist "Jul" etwas heller und auch viel festlicher, es geht ja schließlich um das Julenfest in Thüringen. Die Leadgitarre spielt hier auch in Instrumentalabschnitten die Melodie des Gesangs weiter, welche einem irgendwie zum mitschunkeln anregt. So zieht sich das nun über 4 Minuten hin, leider mit sehr wenig Abwechslung, hin. Hätte man sicherlich noch weitaus mehr draus machen können. 4. "Rauhnaechte" beginnt, anders als die bisherigen Stücke, lediglich mit zunächst noch etwas merkwürdig gespielten Keyakkorden, welche mit der Zeit immer epischer werden. Als Abwechslung gut gedacht, allerdings legt kurz danach Rued an seinem Drumset ordentlich los und wir haben von jetzt auf gleich fast schon einen "Jul"-Klon. Allerdings ist "Rauhnaechte" weitaus schneller und dramatischer gestaltet. Jedoch ist das Stück genauso einfarbig wie sein Vorgänger und ebenso fast frei von Blackmetal Gesang. Man könnte so langsam meinen, Michel hätte keine große Lust aufs Singen gehabt.
5. Als letztes Stück haben wir hier einen vollkommen akustischen Song, welchen den Hörer nach den 4 doch relativ rockigen Stücken, wieder etwas runter kommen lässt. Getragen wird, die doch relativ einfache, Melodie von den Gitarren und der Beat von der Maultrommel und dem Schlagzeug. Während und nach dem recht kurzen Text, setzt auch noch das Keyboard ein, welches nur, wie immer eigentlich, unterstützende und ruhige Akkorde von sich gibt. Der Text vom Hören her niederländisch, aber es handelt sich hier doch um einen altgermanischen Stabreim aus der "Edda " (zwei altnordische Sammlungen von germanischen Götter- und Heldenmythen) "At hyggjande sinne skylet mathr hoesenn vesa, heldr gaetenn at gethe Thas horskr ok thogoll koemmr heimesgartha til, Sjaldan verthr vite vorom"
Ich finde es handelt sich hier um ein gut gemachtes Outro, welches durchaus den melodischen Anteil dieser CD noch mal grundlegend herausfiltert. Fazit ++++ Alles in allem ist die Single schon relativ gut und hätte mir sicher Freude aufs nächste Album gemacht, wenn ich es nicht schon vorher gehabt hätte. Trotzdem hätte man sowohl melodisch als auch aufnahmetechnisch Seite manches noch einen Zacken besser machen können. Ich vermisse persönlich noch den letzten Ruck, damit diese Maxi Single sich komplett in mein Gedächtnis einbrennt.
Ich gebe trotzdem "Jul" 4 Sterne + eine Empfehlung für alle die solche Musikrichtungen hören oder sich das zumindest mal vorstellen können. Vielen Dank schon mal fürs lesen und bewerten - EUer ZYan
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29.06.2008 20:12
Nicht mein Musikstil! LG curly
08.06.2008 11:46
Nicht mein Fall, aber schöner Bericht...LG D.
05.06.2008 11:53
Klasse Bericht!