Erfahrungsbericht über

Keeper of the Seven Keys - the Legacy - Helloween

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Keeper of the Seven Keys - the Legacy - Helloween

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Und Helloween schreitet weiter

4  16.06.2006

Pro:
Klasse Band und Sänger, unterschiedliche Stücke, Duett mit Candice Night

Kontra:
schwächere Stücke, unterschiedlich gute CD ` s

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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zyankali777

Über sich: Ich wünsche euch allen angenehme Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Nebenbei hab ich mal...

Mitglied seit:18.12.2004

Erfahrungsberichte:72

Vertrauende:53

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 92 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich höre schon etwas länger Helloween, habe bis jetzt aber nur die Msr. God Single und das Album Keeper of the Seven Keys - The Legacy. Da ich zur Mrs. God Single schon einen Bericht reingestellt habe, möchte ich euch nun das Keeper-Album dieser genialen Speed-Metal Band vorstellen.

Wer sind Helloween eigentlich?
###############

Der Ausgangspunkt für die Laufbahn von Helloween war die Band Gentry wo Kai Hansen und Piet Sielck zusammen Gitarre spielten. Nach ein paar Jahren kam Ingo Schwichtenberg (drumms) und Markus Grosskopf (bass) dazu. Dadurch nannten die 4 sich in Ironfist um. Piet Sielk verließ allerdings die Band und man ersetzte ihn durch Michael Weikath. Weikath wollte zuerst Hansen in seine Band Powerfool (was ein Wortspiel) holen, aber entschloss sich dann aus Powerfool auszutreten und ging zu Helloween. Durch das neue Mitglied nannten sie sich schon wieder um und zwar in Helloween. Damit war die Band 1984 geboren und ist heute noch eine der erfolgreichsten Metal-Band Deutschlands.
Die Band erweiterte sich nochmals. Bei den späteren Live-Auftrittenmerkte Hansen, das er die Belastung zu singen und gleichzeitig Gitarre zu spielen nicht mehr aushielt. Also kam Michael Kiske in die Band. Im Laufe der Zeit gab es viele Wechsel in der Band, vorallem der Part des Schlagzeugs wurde häufig gewechselt, nachdem Ingo Schwichtenberg wegen seiner Drogensucht aus der Band entlassen wurde (beging zwei Jahre später Selbstmord).

Heute besteht die Band aus:

Gesang: Andreas "Andi" Deris (seit 1994)
Bass: Markus Grosskopf
Gitarre: Michael "Weiki" Weikath
Gitarre: Sascha Gerstner (seit 2002)
Schlagzeug: Daniel "Dani" Loeble (seit 2005)

Was befindet sich auf dem Album?
##################

CD1
****

1. The King for a 1000 Years (8/10)
2. The Invisible Man (8/10)
3. Born on Judgement Day (9/10)
4. Pleasure Drone (9/10)
5. Mrs. God (10/10)
6. Silent Rain (10/10)

CD2
****

1. Occasion Avenue (8/10)
2. Light the Universe (9/10)
3. Do you know what you are fighting for (8/10)
4. Come alive (7/10)
5. The Shade in the Shadow (6/10)
6. Get it up (9/10)
7. My Live for one more day (9/10)

Was hat der Hörer zu erwarten?
################

CD1
****

1.
Das Album beginnt mit dem Stück The King for a 1000 years, welches sage und schreibe 13:56 dauert. Ich frage mich immernoch was eine Band daran reizt, so ein langes Lied zu produzieren. The King for a 1000 years und Occasion Avenue sind wahrscheinlich der Grund warum wir es hier mit einem Doppelalbum zu tun haben. Aber egal. Zum Einstieg erklingt eine dunkle, verzerrte Stimme in unseren Ohren, die von leicht futuristischen Hintergrundgeräuschen begleitet wird. Das bildet einen mysteriösen Eindruck. Das geht dann über in eine Art Engelsgesang, der dann von Deris ruhiger, ja fast schon zarter, Stimme abgelöst wird. Begleitet wird das ganze vom Sound akkustischer Gitarren und eher verhaltenen Bassklängen. Was gleich auffällt sind die sich durch das ganze Lied durchziehenden Keyboardklängen. Der Part des Keyboards wird von Sascha Gerstner und Andi Deris übernommen. Für das ganze Album hat das Keyboard eine wichtige Rolle. Der richtig heftige Metalsound beginnt erst nach etwa 1:45. Deris Stimme wird dadurch auch viel heftiger und der rauchige Charackter kommt zum Vorschein. The King for a 1000 years ist geprägt von vielen unterschiedlichen Soli und Themen, wie auch Singweisen, Schnelligkeit, Chorbegleitung und symphonischer Elemente. Irgendwie muss man die Viertelstunde ja auch vollkriegen. Eigentlich ist es im Kern ein schönes Lied, aber vieleicht dann doch etwas zu lang geraten.

2.
The Invisible Man beginnt mit einem Bass-Solo, welches auch wieder inden Metal Sound von Helloween übergeht. Danach setzen wieder mysteriöse Keyboard und Chorbegleitung im Hintergrund ein. Am Anfang singt Deris langsam und ausschweifend, wwas ein wenig Speed aus dem Lied rausnimmt. Auch hier finden sich wieder ziemlich unterschiedliche Abschnitte genauso wie schöne Pianoklänge. Den größten Teil des Liedes wird Andi von einem kleinem Backgroundchor begleitet. Was zwar gut klingt, aber insgesammt ist das Stück noch nicht genug ausgereift finde ich.

3.
"Written on September 15th 2004 and dedicated to all people in Brasil" ? Das heißt es muss sich wohl auf etwas beziehen, aber ich weis nicht was es sein könnte. Nur soviel kann ich sagen, dass es ein ziemlich trauriges Lied ist. Nach futuristischen Keyboardklängen, kommt auch hier wieder der Bass ins Spiel, welcher auch wieder für den Überlauf in den beliebten Metal-Sound dient. Das Stück ist ziemlich genial komponiert und bringt die gesammte Band zum Ausspielen ihres Könnens. Die endet schließlich in einem Kompakt-Solo von jeweils alles Instrumenten. Wie schon gesagt hat das Lied ein sehr traurigen Charackter mit einem ziemlich aufrührenden Text.

"My mother died close to me
And while I lie sobbin`here
This world`s going down in fear..."

4.
Pleasure Drone beginnt auch wieder mit schnellen Keyboardspiel, was immer mehr ansteigt. Was dann wie so oft auch wieder vom heftigen Gitarrensound verdrängt wird. Die Strophen sind geprägt von ständigen Wechselgesang. Im Zwischenspiel und im Refrain wird Deris Stimme wieder von dem Backgroundchor unterlegt, was sich im Gegensatz zu den Strophen weitaus heftiger anhört. Auch hört man das der Bass wieder eindeutig rauszuhören ist und nicht nur Begleitfunktion hat.

5.
Nach dem Dreiklang einer akkustischen Gitarre, startet auch wieder gleich der heftige Gitarrensound. Mrs. God ist auch wieder ein sehr einfach gestricktes Lied, welches sich sehr genial anhört Andi Deris singt in manchen Abschnitten etwas ruhig, dann aber auch etwas schreiender. Auch hier wird Andi`s Stimme im Refrain von dem Chor begleitet. Das Stück besitzt, wie schon gesagt, nichts wirklich herausragendes, hört sich aber vermutlich genau deswegen einfach gut an und bekommt von mir volle Punktzahl.

6.
Genauso verhält sich es mit dem Lied. Silent Rain stellt meinen persönlichen Favoriten auf dem Album. Hier beginnt der heftige Gitarrensound sofort und wird mit Deris zunächst heftiger, im Refrain aber auch leicht patriotisch wirkender Stimme, komplementiert. Auch Silent Rain bietet wieder das in sich verschmelzende Solo der beiden Gitarristen und eine geniale Chorbegleitung. In der Mitte des Liedes setzt der Rock aus und Deris, hier extra nachbearbeitete, Stimme wird nur von Keyboardakkorden begleitet, was noch etwas patriotischer wirkt. Das Gesammtpacket ist auch wie Mrs. God einfach aber dann doch ziemlich genial.

Die erste CD war schon ziemlich genial, mal sehen ob die zweite dieses Niveau halten kann.

CD2
****

1.
11:05. Schon wieder so ein verdammt langes Lied. Occasion Avenue beginnt damit, dass jemand an seinem Radio herum spielt, um ein richtiges Programm zu finden. Wobei er sich auchaufregt. Naja, dann scheint er es gefunden zu haben und das eigentliche Lied beginnt. Die ersten vier Zeilen werden von Deris ruhiger Stimme vorgetragen, begleitet von zwei akkustischen Gitarren. Das ganze sie so nachbearbeitet worden, das man denkt man hört den Sound durch so ein altes, knackendes Radio. Danach beginnt der Sound von einem ziemlich aggresiven Bass- und Drummschlägen. Deris singt wieder in einem langen, ausschweifenden Ton, ab und zu begleitet und auch unterlegt mit einem ziemlich dramatischen Chor. Für ein so langes Lied wäre es schade wenn keine vielen unterschiedlichen Elemente beherbergen würde. So ist es Gott sei Dank auch hier. Das bleibt aber ziemlich verwirrend, mit einem etwas komisch wirkenden Text, welcher ab und zu mit Teilen aus Nachrichtensedungen aus dem Radio wechselt.

2.
Light the Universe beginnt zunächst ganz ruhig und man muss sich fragen ob das Lied überhaupt schon läuft. Nach dem ein paar Hintergrundgeräusche eintreten, startet das Lied mit einem sehr ruhigen Piano Einstieg. Man merkt schon, dass das Stück etwas ruhiger ist als die vorherigen. Hier singt Andi nicht alleine, sondern bekommt Unterstützung von Candice Night (Blackmore`s Night). Sie singt hier genauso zart wie Deris undhat ebenfalls auch eine rauchigere Stimme. In den Strophen singen sie im Wechselspiel, in der Bridge und dem Refrain singen sie gemeinsam. Durch die Ruhe des Liedes sthehen die Metalinstrumente nicht so sehr im Vordergrund, was zu einer ersten Abwechslung führt. Light the Universe legt mehr Wert auf das Piano und das Duett der beiden.

3.
So richtig aggresive Gitarrenklänge finden wir wieder von Anfang an in Do you know what you are fighting for. Die Spielweise erinnert aber mehr an den Rock unserer vergangenen Jahrzehnte. Deris singt auch hier wieder ruhiger, was etwas tempo aus dem Stück nimmt. Auch hier haben wir wieder ein Kompaktsolo, fast von der gesammten Band. An fürsich bietet das Stück nichts wirklich herausragendes und hört sich zwar gut an, aber doch nicht wirklich überragend.

4.
Come Alvie beginnt mit Tönen einer Art Glücksspielmaschine welches den Sound vorgibt. Danach wird diese Melodieabfolge wieder von der gesammten Band übernommen. Eigentlich ist das Stück auch wieder ziemlich heftig, bietet aber auch ruhigere Stück, welche vor allem auch wieder bassbetont sind. Die Singweise von Deris ist etwas komisch geraten, vorallem was den Refrain betrifft.

5.
The Shade in the Shadow beginnt mit lauterwerdenden mysteriösen Klängen, welche immer mehr von dem Metal-Sound überdeckt werden. Hier singt Deris wieder so wie in den vorherigen Liedern, schön rauchig aber auch facettenreich, und auchwieder mit Chor unterlegt. Durch das Lied ziehen sich schöne Gitarrenriffs, welche aber auch mit der zeit langweilig werden, zusammen mit den vielen Refrainwiederholungen. Vorallem ist nervig das viele Zeilen mit I oder I´m beginnen. Ich finde das Stück nicht wirklich gelungen.

6.
Nach einem herrlichen Drummeinstieg beginnt Get it up auch wieder mit dem Gitarrenrock. Der Gesang ist weitaus melodischer als bei den vorherigen Stücken. Auch schöne Gitarrenübergänge ziehen sich durch das Lied. Es ist im ganzen ein ziemlich kurzes und rockiges Lied, welches wieder mit choralen Elementen begleitet wird.

7.
Mit My life for one more day endet das Keeper-Album auch schon wieder. Das Stück beginnt mit melodiös/dramatischen Gitarrenklängen.Deris singt hier etwas mehr in die heftigere Richtung und verlässt die melodischen Linie des vorherigen Liedes. Hier finden wir mal wieder die Abwechslungsreichen Sequenzen und die Chorunterlegung. Das Gesammtpacket ist mutmachend und auch anstachelnd zugleich. Eigentlich ist es ein schöner Abschluß für das Album.

Wie sieht es mit dem Booklet aus?
#################

Das Album ist in einem hellen Braun gehalten und im Hintergrund sieht man verwaschene Schriftzüge. Im Booklet finden wir die Texte zu den Liedern und Fotos der 5 Kürbisköpfe.

Mein Fazit
##########

Die Band hat sich, aus meiner Sicht, Mühe mit dem Album gegeben, obwohlwir hier auch schwächere Stücke finden. Auch stört mich das eigentlich die besten Lieder auf der ersten CD sind. Desweiteren ist die Tatsache, dass man nicht auf beiden Kopfhörern das selbe hört mindernt, zumindest für mich der meistens nur mit einem Knopf im Ohr herumläuft. An für sich ist es aber eine gute deutsche Band, die auf jeden Fall hörenswert ist.
In wieweit der Name Keeper of the seven Keys nur zur Verkaufssteigernung dient oder inwieweit sich der Wandel der Band zum schlechteren gewendet hat müssen sich Helloween Fans schon selber beantworten, welches schon ein bischen länger dabei sind.

LG Zyan


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
renol

renol

24.10.2008 17:53

ein prima Bericht,glg

metalazzy

metalazzy

20.06.2006 16:23

Die Scheibe hat mein Männe auch, aber so richtig warm werde ich mit "Gesangs"-Metal einfach nicht. Bin halt eher der Brüll- und Groove-Fetischist. Schön beschrieben.

The-Wishmaster

The-Wishmaster

19.06.2006 15:22

So recht bin ich mit Helloween nie warm geworden, aber ich muss mich Mausi68 anschließen, das Duett mit Madame Night macht neugierig...

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