Ein Tribut an den Altmeister der Country Music
23.10.2002
Pro:
die Songs von Johnny Cash
Kontra:
manche Künstler und deren Interpretationen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Pinkifant
Über sich:
Die Zukunft gehört denjenigen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben......
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 135 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Von Fans heiß erwartet wurde die gerade erschienene Tribut-CD "Kindred Spirits: A Tribute To The Songs Of Johnny Cash" (Lucky Dog 86310). Der Titel der CD sagt bereits aus, um was es hier geht: um die Songs von Johnny Cash. Vorgetragen werden sie hier von verschiedenen Künstlern unterschiedlichster Coleur; manche nenne ich die „Unvermeidlichen“, wie Dwight Yoakam, der sich hier mit „Understand Your Man“ einbringt. Und selbstverständlich muss Rosanne Cash dabei sein. Ihr „I Still Miss Someone“ finde ich persönlich mit seinem moderaten Tempo und Rosanne´s offenbar kunstvollem Anspruch eher durchschnittlich. Selbst Vince Gill im Background macht hier nichts interessanter. Altmeister Bob Dylan will auch mal eben „hi“ sagen mit einem lyrischen „Train Of Love“ und Little Richard´s „Get Rhythm“ hätte dieser besser im Hals stecken lassen. Wollte er nicht aufhören zu singen? Ist ihm offenbar gelungen, denn das hier ist eher unkoordiniertes Quietschen.
Wer ist eigentlich Keb’ Mo’? Wahrscheinlich jemand ganz Bekanntes, denn er darf hier den „Folsom Prison Blues“ vortragen. Es ist schon erstaunlich, wie sehr man Songs verunstalten kann. Was soll das hier sein? Trash-Reggae? Konnte Johnny Cash sich denn gar nicht wehren gegen diese Vergewaltigung seiner Songs? In sehr moderatem Tempo bringt Travis Tritt „I Walk The Line“. Gewöhnungsbedürftig zwar, aber dem großen Star Cash auf jeden Fall angemessen. Hank Williams jr. hat die Cash-typischen, galoppartigen Rhythmen des Cash-Gitarristen Luther Perkins in “Big River” zumindest getroffen. Bruce Springsteen trägt, allein zu seiner Gitarre begleitet, „Give My Love To Rose“ vor. Sehr spartanisch, sehr dezent und sehr reell.
Charlie Robison singt den Hit „Don´t Take Your Gun To Town“. Nicht mehr und nicht weniger. Er trägt´s halt vor. Nicht annähernd mit dem Spirit eines Johnny Cash! Das Damentrio Mary Chapin Carpenter, Sheryl Crow und Emmylou Harris geben „Flesh And Blood“ erwartungsgemäß eine sentimentale Prise; gelungene Version! Mit Steve Earles Version von „Hardin Wouldn`t Run” kann ich persönlich nicht so viel anfangen, das klingt mir zu sehr nach Folk und Earles eigenwillige Stimme war sowieso noch nie mein Fall. Geschmacksache, und mein Geschmack ist das hier nicht! Marty Stuart und „Hey Porter“ bilden dagegen erwartungsgemäß eine perfekte Einheit.
Den Schluss der Produktion bildet Janette Carter mit „Meet Me In Heaven“. Aufgenommen wurde der Song in der United Methodist Kirche in Madison. Die alte Dame mit der schon recht gebrechlichen Stimme wird unterstützt von Johnny Cash, der hierbei das einzige Mal auf dem Album selbst vertreten ist, sowie von June Carter Cash, Connie Smith und Marty Stuart. Und zu ganz guter Letzt spielt Marty Stuart in Gedenken an den unvergessenen Luther Perkins ein paar Takte von „I Walk The Line“ für den von Johnny Cash´s Karriere so wichtigen Gitarristen. Luther Perkins nämlich trug durch die von ihm kreierten galoppartigen Rhythmen maßgeblich zu dem Cash-Sound bei.
Klasse ist das Cover. Es zeigt auf Fotos die verschiedenen Künstler bei den Aufnahmen zum Album. Gelungen! Insgesamt ein Album, das zwar gut an den Altmeister erinnert, das mich dennoch nicht durchgehend begeistert. Vielleicht sind die Erwartungen einfach zu groß bei solch einem ehrgeizigen Projekt. Manche Interpretationen der Cash-Songs – und auch die Auswahl der Interpreten - finde ich schlichtweg einfach nicht gelungen! Für eingefleischte Cash-Fans und Sammler dennoch unverzichtbar, besonders aufgrund des bereits genannten Songs „Meet Me In Heaven“, dem einzigen Titel, bei dem „The Man In Black“ persönlich dabei war.
Obwohl ich nicht komplett begeistert bin, erhält das Album von mir noch immer 4 Sternchen. Die Idee allein ist es wert! Pinkifant
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Kindred Spirits: A Tribute to the Songs of Johnny Cash
Seiten: 128, Taschenbuch, Alphascript Publishing
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25.10.2002 12:27
Hier auch schon, "logisch", nochmalgrins...
24.10.2002 15:42
Hmmmm....was soll ich dazu sagen. Johnny covern ? Und nach Deinem Bericht werde ich mir das mit Sicherheit nicht antun, da ich Johnny viel zu sehr mag. Dann doch lieber die Originale...Übrigens, da Du der große Country-Fan und deshalb auch bestimmt eine große "Fachfrau" ist, weisst Du ja sicherlich, an welchem Tag der "Blackman" Geburtstag hat. Genau dies ist nämlich auch der meinige *grins*....Grüßels vom Duffy an minen Lieblingsfanten...
24.10.2002 11:11
Mmmh...das ist nicht ganz meine Musikrichtung! Gruß Knautschbaerchen