Die Massiven aus der Kolchose
08.08.2002
Pro:
guter HipHop
Kontra:
eben aucn nur ein Musik
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 downloth
Über sich:
von @min zu @min, von Disco zu Disco, da groovt der Router, da rockt das backbone
Mitglied seit:21.11.2001
Erfahrungsberichte:499
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Einleitung: Im Jahre 1992 gründen die vier jungen Stuttgarter Wasili Ntuanoglu (Wasi), Jean-Christoph Ritter (Schowi), Joao dos Santos (JU) und Alexander Scheffel (DJ 5ter Ton) eine Band und begannen mit Rappen, DJing, Breaken und Malen (Sprayen). Die Massiven Töne legten im Jahr 1996 mit der Aufnahme "Kopfnicker" ihren ersten Longplayer vor. Wir hören eine deutschsprachige HipHop Scheibe, die mich, wie jedes HipHop Album vor die Frage stellt: Welche Geschichte möchtest du mir erzählen aus deinem Leben. So fügen die Massiven einzelne Elemente ihrer Welt zu einem Mosaik aus Beats und Worten zusammen.
Die Tracks:
Bei "Kopfnicker" krachen die Beats und groovt der Bass; der lockere Flow fließt sanft in unser Ohr und die Massiven zimmern ihre Reimakrobatik und burnen hier den ganz fetten Joint. Die Lyrics zeichnen ein Bild ihrer Selbst, das Selbstverständnis und die Musik "...komm ich brech aus wie der Vesuv und repräsentier wie der Papst im Vatikan..." zeugen von Selbstbewußtsein und Stärke und nimmt uns ein mit einer besonderen, leichten Melancholie. "Nichtsnutz" wirkt dagegen episch und handelt von der Schulzeit und der chronischen Erfolglosigkeit der Kopfnicker, so wird aus den Zeilen hörbar: "...es ist mir aus den Augen abzulesen, ich will aus der Dunkelheit ins Tageslicht..." Der lockere Fluss erschafft daraus die Musik, die zum hellen, klaren Stern werden, wie nach dem Traum greifen und frei sein
Bei "Mutterstadt" sind wir dann ganz inside the scene, die Crew verleiht uns Einblick in ihre Heimatstadt, und selbst wenn man noch nie dort war fühle ich ich mich in diesem Chillout Sound heimisch und wohl, Max und Afrob gesellen sich zur Runde und daraus wird ein locker Chill Nummer und wir werden mit einem herzlich willkommen empfangen in der Urmutter der deutschen guten Laune Musik Kultur "Betäubt und taub" sind wir genau dann, wenn uns alles zu viel wird, der Stress, der Druck, Radio und Fernsehen. Diese nihilistische Lebensauffassung, diese "..Müdigkeit.." kann nur durch die höhere Harmonie, "... den Ton in meinem Ohr..." erreicht werden.
In "Das und dies (remix)" wird ein Beatfundament gesampelt und geloopt; in den Texten halten die Jungs sich einen Spiegel vor Augen und die Texte geben eine zutiefst bürgerliche Auffassung der Gesellschaft wieder. "...was ist im Leben wichtig und was nicht ?..." Bei "Ausbruch" erwacht diese Aufnahme wirklich zu einem coolen Bewußtseinstrip direkt in dich hinein. Wie viel HipHop kannst du verkraften, die Raps jagen in meine Ohren, "..die innere Glut treibt mich an..." heißt es da und es geht wie immer nur eines ums byten, "...wer die Zeit der Reife sucht, der hat keine Zeit für Eifersucht...."
"MC's sehen mich" gibt uns die volle Dosis massiver Therapie und die Jungs glänzen hier mit ganz krassen Cuts an den Turntables. Immer Relaxt und immer noch backstage, ganz wie gewohnt mit gutem Flow und solider Hookline Mit dem "Jurastapark" fühle ich mich irgendwie direkt angesprochen, muss wohl an den Haaren liegen, die Jungs aus der Kolchose geben uns HipHop Technik fürs Ohr; alles in allem gelungen der Track
"Trend II" oder "Ohne Ende '95" gehen irgendwie nicht rein, da fehlt mir einfach die Begeisterung, eher so word verbal Rap, nicht wirklich gut.... "Schoß der Kolchose" inspiriert mit seinen sanften, himmlischen Klängen zu mehr; die Familie der Hip Hop Musik gibt hier ganz massiv und macht gegen Schluss hin noch einmal "..Nägel mit Köpfen..."
Résumé:
Nachdem ich das Album "Kopfnicker" gehört habe, bin ich durchaus begeistert von der Sprachvielfalt und den vitalen munteren Raps. Die Massiven Töne liefern ein alles in allem ein sehr ruhiges und smooves Album mit einem weitestgehend harmonischen Fluss, wenn auch stellenweise zweifelnd oder klagend. Geprägt von all dem positive Glauben an eine gerechte Welt und aufrichtige Menschen. Linkverweise: http://www.massive-toene.de/
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10.08.2002 16:32
Obwohl ich sonst "Deutschem Sprechgesang" nicht unbedingt abgeneigt bin, kann ich dieser Band irgendwie nichts abgewinnen..... MfG Yorke
09.08.2002 11:28
Die Style Liga ist trotzdem besser ;) ..Außerdem gefällt mir Stuttgarter HipHop nicht so ;) Hamburg rulezzz *g*.
08.08.2002 23:18
Wenn ich nur den namen vom album lese.... "kopfnicker" yeah, wie kool.... brrrr garnich mein Fall, ich hasse Hip Hop