celia tiene tumbao
06.02.2003
Pro:
celia, salsa,
Kontra:
- -
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 steven_cuba
Über sich:
ich liebe bamboleo's neue cd!!!! gibt bald bericht darüber!
Mitglied seit:05.08.2002
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HOLA Gerade eben habe ich mal wieder auf lamusica.com und univision.com rumgesurft und durfte höchsterfreut feststellen, dass im März ein "homenaje a celia cruz" Konzert mit Marc Anthony, Gloria Estefan, Jonny Pacheco, Gilberto Santa Rosa u.a. stattfindet. Da hab ich mir gedacht, warum schreibst du eigentlich nicht über die gute Celia? Also....
CELIA: ~~~~~~ 192X, ich schätzte wohl zwischen 1924 und 1926 kam Celia Cruz in (ich glaube) Matanzas auf die Welt. Ihr genaues Geburtsdatum ist besser behütet als ein Staatsgeheimnis. Das nächste bekannte Datum ihrer Karriere ist 1947, als sie den nationalen Musik Talentpreis bekommt. Zu dieser Zeit studierte sie in Havana Gesang, Piano und musikalische Theorie. Kurz darauf hatte sie eigene Radio- und TVshows und spielte in zahlreichen erfolgreichen cubanischen Filmen mit.
In den 50ern kam es dann zu dem Ereignis, welches ihr Leben für immer verändert hat. Die Sängerin von Cubas beliebtester Band "La Sonora Matancera" setzte sich nach Puerto Rico ab und die Gruppe suchte eine neue markante Stimme. Aus allen Bewerberinnen war man von Celia sehr sehr eingängiger Stimme am meisten begeistert und von da an war sei dabei. In diesem Jahrzehnt wurde sie zur beliebtesten Frau Cubas und tourte durch gesamt Lateinamerica. Mai, 1959: Celia ist in México, während Fidel Castro siegreich in Havana einzieht. Celia glaubt nicht, in einem revolutionären Cuba erfolgreich sein zu können und bleibt in Mexico. Ein Jahr später wandert sie ins lateinamericanische Viertel New Yorks aus. Eine folgenschwere Entscheidung. Sie darf seitdem Cuba nicht betreten und obwohl man sie noch immer hoch auf der Insel achtet, hat man ihr das nie ganz verziehen. Hätte sie das nicht getan, wäre ihr Ansehen auf Cuba heute wohl vergleichbar mit Beny Moré(jamás te olvidaremos, Beny!!)
In NY, sie war inzwischen schon weltweit die bekannteste Vertreterin afrocaribischer Musik, traf sie auf den puertoricanischen Percussionisten und Dirigenten Tito Puente, der bis zu seinem TOd 2000 ihr liebster Freund blieb. Mit ihm nahm sie mehrere Dutzend Platten auf und konnte ihre weltweite Karriere erfolgreicher denn je fortsetzen. Anschließend arbeitet sie mit dem Dominikaner Jonny Pacheco und dem Puertoricaner Willie Clón zusammen, deren EInfluss zwar klar in Celias Salsa zu hören war, doch nie den cubanischen Background ganz verdrängen konnten.
Bis heute hat Celia mehr als 80 Platten aufgenommen (noch 15, dann ist es Weltrekord) und ist mit dem grössten Konzert aller Zeiten im Guiness Buch der Rekorde vertreten. Sie hat mit der gesamten Crème de la crème der lateinamericanischen Music zusammengearbeitet: Gloria und Emilio Estefan, Marc Anthony, Tito Puente, Johnny Pacheco, Willie Colón, Pérez Prado, Sergio George, Isidor Infante etc.... Wer einmal ihren unverkennbaren Schlachtruf "Azuuuuuuuuucarrr" gehört hat, wird sie wohl niemals wieder vergessen können. Sie ist meines Erachtens nach die einzig schwarze berühmte EXILcubanerin (ausser Jon Secada), was sie für mich noch sympathischer macht.
In ihrem neuesten Werk vereint sie wieder einmal sämtlich lateinamericanischen Stiöe von Salsa über Cumbia und Rumba bis hin zu SOCA. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
01.La Negra Tiene Tumbao 02.Pa' Arriba No Va 03.Hay Que Empezar Otra Vez 04.Tararea Kumbayea 05.Corazon De Rumba 06.Dejenme Vivir 07.Que Culpa Tengo Yo 08.Mi Mercancia 09.Taita Bilongo 10.Sin Clave No Hay Son ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
01. la negra tiene tumbao *****/***** eine solche Soca-Salsa-HipHop Mischung hätte keiner von Celia erwartet; sie wird von einem Rapper begleitet und schlägt sich sehr gut! sehr gelungenes schnelles Stück; la negra tiene tumbao heisst auf cubanisch soviel wie die schwarze hat rhytmus 02. pa'arriba no va *****/***** jetzt wird sehr karibisch; pa'arriba no va pa' bajo no puede.... Celia singt in diesem fröhlichen schnellen und feurigen Stück über eine Beziehung in der es ständig Streit gibt aber man auch nicht ohne sich kann; pa'arriba no va pa'bajo no puede eben
03. hay que empezar otra vez *****/***** hört sich an wie cuando vengas a mi casa von estrella d'cuba; das liegt wohl am argentinischen Komponisten Victor Daniel; sehr gelungene kolumbianische Cumbia; selten habe ich einen solchen Run auf die tanzflächen erlebt wie bei diesem Lied; einer der höhepunkte; victor daniel ist auch für den Welthit LA VIDA ES UN CARNAVAL (celia/issac delgado) verantwortlich
04. Tararea Kumbayea ***/***** dieses Lied ist mehr ein Lückenfüller für mich; Sicher, es ist ganz tanzbar aber nicht sehr schön, von der Musik und dem text; die Rumba hört sich billig an; einzig die Trompeten finde ich gut
05. corazón de rumba ****/***** hier hat sie leider sergio george rangelassen; ich mag diesen synthesizer-klang gar nicht und die verzerrte Stimmen! Salsa ist doch nicht Pop! ansonsten wäre das Lied schon gut, wie gesagt eine Rumba, deren Melodie ich sehr schön finde, hat aber sehr viel NY-Style
06. déjame vivr *****/***** jetzt wirds (endlich) wieder sehr sehr cubanisch; ein Son, der viele guajira-elemente aufweist; sehr eingängig und vom Tempo auch für Anfänger-Salseros durchaus geeignet, denn der Rhytmus ist sehr deutlich und nicht zu verfehlen
07.Que Culpa Tengo Yo *****/***** NY-Salsa, die typisch für Celia ist und die meisten Salseros dieser Welt erfreuen dürfte; hier ist der Rhytmus schon schwieriger, aber auch schöner und vielschichtiger; ein schönes schnelles Lied 08.Mi Mercancia ***/***** irgendwas stört mich an diesem Lied, ich finde dass das Piano verwirrend ist und gar nicht passt; was hat sich Pacheco dabei nur gedacht? das Lied ist für mich nicht viel besser als wieder ein Lückenfüller
09.Taita Bilongo *****/***** !!!RUMBA!!! jetzt wirds afrocubanisch! Den Text werde ich mir sparen hinzuschreiben, da man ihn als nicht Cubaner eh nicht versteht; erinnert vom Aufbau und Text an ihren OLDIE-HIT Burunganda
10.Sin Clave No Hay Son *****/***** ein Höhepunkt nichmal zum Schluss von isidro infante; das feurigste Lied der CD! einmalig, wie es Lebensfreude vermittelt; ich liebe dieses lied auch wenn der text ganz simpel ist; ab no hay exper.... wird es ein unglaublicher Ohrwurm; Sin clave no hay son ist schwierig zu erklären, es heisst soviel dass es ohne die "Clave" in einer Salsa keinen SON(cubanische Musik) geben kann
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ FAZIT: ~~~~~~
Schönes Album mit 3 Megahits: la negra tiene tumba, hay que empezar otra vez und sin clave no hay son Insgesamt zwar nicht ganz so einmalig wie der Vorgänger "Siempre viviré", aber im Gegensatz zur restlichen derzeitigen Salsa einmalig! celia eben.... SCHREIBT KOMMENTARE!!!
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07.02.2003 09:09
Hmmmm die ist mir völlig unbekannt.Aber dein Bericht macht mich doch etwas neugierig. Vielen Dank :o) CU BANQUO
06.02.2003 20:15
Ich kenn bloß La Vida Es Un Carnaval - scheint, als müsste ich mir mal mehr anhören! Gruß, das Glückshormon!
06.02.2003 15:33
egal, wie alt sie nun wirklich ist, die gute...scheint auf jeden fall noch ziemlich gut bei stimme zu sein...;-) und grinst auf dem cover ziemlich fett in die kamera...