Last night on Earth? Mit diesem Soundtrack gerne...
21.01.2010
Pro:
schöne, düstere, melancholische Songs
Kontra:
die zwei schnelleren Songs mag ich nicht sooo gerne
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Moonspell
Über sich:
...und bald: Hitman Absolution (ps3), Dishonored (ps3), Starcraft II (PC) Corel Painter 12 (software...
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Hallo liebe Leser, nach einem TECHtelmechtel und ein paar Spielen, solls heute mal wieder eine CD sein die ich euch gerne Vorstellen will. Vor nicht allzulanger Zeit hab ich schonmal von einem Album der Band, nämlich "Songs for a dying world" berichtet. Heute solls der ein Jahr später erschienene Nachfolger "Last Night on Earth" sein.
End of Green kommen aus Stuttgart, und sind seltsamerweise immer noch nicht wirklich berühmt. Ja, in der Szene mag ein gewisser Bekanntheitsgrad erreicht sein, aber der wirkliche Durchbruch ist bis heute nicht gelungen, und das nach bereits 17 Jahren Bandgeschichte und 6 sehr guten Alben. Warum das so ist, weiss der Teufel... Ihren Stil bezeichnen End of Green selbst als "Depressed Subcore", eine eigene Bezeichnung ist durchaus angebracht weil sie nirgends so 100%ig reinpassen. Dark Rock, Gothic Rock...nein auch nicht wirklich. Ähnliche Bands fallen mir auch nur sehr wenige ein, HIM ohne Kitsch und Keyboardteppiche, Type o Negative nur eingängiger und mit facettenreicherem Sänger (wenn das mal keine Schläge gibt jetzt), aber so richtig passt das ganze auch nicht. End of Green haben schon ihren eigenen Stil und Sound gefunden, wobei die Alben stets eine Weiterentwicklung zeigen, alle aber stets die Trademarks der Band beinhalten. Vor allem Michelle Darkness´ (aka Michael Huber) wundervolle Stimme beindruckt immer wieder aufs Neue. Mal wirklich sehr tief, mal höher, verträumt, traurig, wütend, verzweifelt, aber immer wunderschön. Ich würde sogar soweit gehen, seine Stimme mittlerweile als meine liebste zu bezeichnen, sie hat eine unglaubliche Wärme und präsenz. Nebenbei singt er auch noch bei der Band "Bury me Deep" und hat Soloalben auf den Markt gebracht.
Diskografie Infinity (1996) Believe My Friend (1998) Songs for a Dying World (2002) Last Night on Earth (2003) Dead End Dreaming (2005) The Sick's Sense (2008)
Die Songs auf "Last Night on Earth" 1. Evergreen 2. Tormentet Sundown 3. Demons 4. Dying In Moments 5. Queen Of My Dreams 6. Tragedy Insane 7. Highway 69 8. Melancholic 9. Emptiness/Lost Control
Evergreen ist ein wirklich guter Opener, der große Einblicke auf die nächsten 50 Minuten bietet. Er beginnt leise, und melancholisch, mit gezupften Gitarren bevor ein Schrei die Stille zerreisst und die Band einsetzt, im schön verträumten Vers wirds wieder ruhiger und diese schöne Melodie von den ersten 30 Sekunden setzt wieder ein. Der Song ist fast ein einziger Refrain, der Text besitzt gerade mal 4 Zeilen die sich fast schon hypnotisch wiederholen, durchsetzt mit einigen härteren Einlagen, die am Anfang mit dem Schrei eingeleitet wurden. Traumhafter Song, hier der Text, dessen wenige Zeilen mir recht gut gefallen. As the angels drown on earth. one wide world was be surround. We are falling, crawling with open veins. this is just the end of all life. You must leave for a long time. you must leave it all still behind. We are falling, crawling with open veins. this is just the end of all life.
Tormentet Sundown hat ein einfaches abgehaktes Gitarrenriff, auf dem der komplette Vers aufbaut, das Hauptohrenmerk liegt wie bei den allermeisten Songs klar auf Michelles Stimme. Im Refrain wird das Riff durchgespielt, nicht mehr abgestoppt, und eine Leadgitarre kommt hinzu. Im Grunde nichts spektakuläres, aber ein doch recht guter Song. Demons ist Song Nummer drei und bringt wie schon einige Nummern auf dem Vorgängeralbum diesen Type o Negative-Touch mit sich. Michelle singt ein wenig tiefer als auf den vorherigen Songs. Die Gitarren sind mit Hall und Chorus belegt, gezupfte Parts und kleine Leadläufe dominieren in erster Linie den Gesamtsound. Der Vers ist ganz ok, baut gute Spannung auf, die sich im Refrain entlädt, er klingt befreit aber auch traurig und geht sehr gut ins Ohr.
Dying In Moments Einer Meiner Lieblingslieder von End of Green überhaupt. Sehr gefühlvoll gesungen, gezupfte Gitarren, eine sehr schöne, romantische aber nicht kitschige Stimmung macht sich breit. Vollmond, laue Sommernacht, die Sterne und der perfekte Soundtrack. Im Refrain wird eine kleine Spur mehr Gas gegeben, dieser dauert aber nicht lang, für mich ist der Vers der eigentliche Refrain, wunderschön. Da mir auch hier der Text sehr gut gefällt, will ich ihn mal reinschreiben.
Sad is the moment all the time. Still be surrounded by pale lights. Sad is the moment when you go. There has nothing changed when all the days are gone. but there's one thing now here in this night, one thing you can't change this life. We are dying in moments when we're alive. Frozen the moment all the time. Sadly my soul I can't avoid. Shine velvet flower on my grave. Dead I will smile my darkest days. Mit Queen Of My Dreams kommt der nächste Gänsehautgarant hinterher. Michelle singt so tief wie auf keinem anderen Track dieser Cd, gleichzeitig aber auch nie so hell und klar. Ein wahres Wechselbad der Gefühle. Instrumentiert ist das ganze recht einfach, nämlich nur mit einer gezupften Gitarre, bis zum Refrain, bei dem kommen noch Schlagzeug und Bass hinzu. Ein langsamer, schöner, trauriger aber hoffnungsvoller Song der total von der wundervollen Stimme lebt.
Kleiner Textauszug: queen of my dreams, beautiful and silver, queen of my dreams, drown in you forever and everlong. You are my queen of day and night. Still be my life andsuicide. Queen of the sun and the light and endless dark.
Tragedy Insane ist das bislang schnellste Lied auf der Cd, aber auch wieder verzweifelt und zugleich schön vorgetragen, nicht mein Topfavorit aber geht dennoch gut ins Ohr. Highway 69 geht nicht vom Gas, erhöht das Tempo eher nochmal etwas. Der rockigste Song bisher, der etwas an The69Eyes erinnert, zumindest an die glamrockigeren Stücke. Solider Song mit ganz gutem Refrain, aber wie schon Tragedy Insane, keins meiner liebsten Songs.
Melancholic könnten im Prinzip alle Songs heißen :) oder zumindest recht viele. Der Vers ist zwar wieder langsamer aber um einige speerigere Elemente als noch auf den ersten Songs angereichert. Der Refrain kommt relativ früh und ist wieder entspannter und befreiter. Die Verse sind generell recht kurz in dem Song, dienen dem Aufbau der Spannung bevor im Refrain wieder losgelassen wird. Ein recht guter Song wenn man ihm etwas Zeit gibt bis er zündet. Emptiness/Lost Control ist knappe 15 Minuten lang und einer der besten Songs die ich jemals gehört hab. Sehr langsam und ruhig beginnt das ganze, mit gezupften Gitarren wieder mal, Michelle singt sehr leise und gefühlvoll dazu, kaum lauter als die Gitarren. Bis man zum Refrain kommt dauert es diesesmal, kein Wunder bei der Songlänge. Das Lied ist eher eine kleine Reise durch Gefühlwelten, eine Geschichte der man gebannt lauscht. Der Refrain zündet dafür so schön, als würde in kompletter Dunkeltheit plötzlich ein Feuerwerk den gesamten Himmel erleuchten und uns immer wieder neue Explosionen noch mehr staunen lassen. Anschliessend behält man die Instrumentierung des Refrains bei, etwas mehr verzerrtere Gitarren und Schlagzeug/Bass dürfen auch mitspielen, ein Gitarrensolo verfeinert das ganze noch und im Anschluss, drückt man gern nochmal die Playtaste um sich das ganze Album nochmal anzuhören, sowie ich es gerade gemacht hab :)
Fazit Klar eines der besten Alben von End of Green. Fast alle Songs sind sehr sehr stark. Gefühlvoll, verträumt, melancholisch, perfekt. Was soll ich noch groß dazu sagen, ich liebe End of Green, und bin immer noch froh darüber dass ich sie damals auf myspace gefunden habe, rein von den Beschreibungen in Musikmagazinen hat mir das nämlich nie zugesagt, ich dachte immer sie wären so ne Art HIM für Arme oder eine der zahllosen glanzlosen Gothic-Bands. Aber sie sind weder das eine noch das andere. Einfach mal Probehören :) zb auf www.myspace.com/endofgreen
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21.01.2010 22:05
da werde ich mal reinhören,sobald es mir besser geht :)
21.01.2010 13:02
hmmm... müsste mir gefallen... zumindest der Beschreibung nach. // btw: "HIM für Arme"... dazu fällt mir ein, dass mir mal zu HIM jemand gesagt hat, das wären "The 69 Eyes für Kinder"... ;-(
21.01.2010 12:52
ich glaube das ist dann doch nichts für mich.