launched - die Beatsteaks heben ab
11.05.2009
Pro:
bessere Soundqualität als auf dem Debüt, klingen fast schon wie die heutigen Beatsteaks
Kontra:
eigentlich gar nichts : )
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 narcotik
Über sich:
Filmfreak, Musikfreak, ansonsten aber en ganz netter Kerl =) Lest ruhig auch meine älteren Berichte,...
Mitglied seit:16.03.2008
Erfahrungsberichte:16
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Im Jahre 1999 erschien das zweite Beatsteaks-Album, diesmal über das niederländische Punk-Label Epitaph, bei dem bereits größen wie The Offspring oder NOFX vertreten waren. In der Regel machen Bands erst bei ihrem dritten Album einen gewaltigen Schritt, bei den Beatsteaks aber war es bereits bei ihrem zweiten Album. Es ist wesentlich melodischer und mehr auf Pop-Punk getrimmt. Insgesamt haben wir diesmal 14 Songs mit einer Gesamtspielzeit von ca. 50min, wobei der letzte Song eigentlich nur 2:58 geht und noch etwa 10min NonSense kommt. Zunächst einmal Zusammenfassungen aller Lieder:
1.) Panic [2:38] Der Song und damit auch das Album beginnt mit einem unverwechselbaren Gitarren-Riff, der bereits stark an die Beatsteaks erinnert. Nach einem Urschrei des Sängers Arnim gehts dann auch schon los. Das Schlagzeug legt ein enormes Tempo vor, der Gesang wechselt von melodischem Singen zu Geschrei und wieder zurück zu melodischem Gesang. Nach der Strophe wird es dann kurz ruhig, die Gitarren setzen aus und man hört nur Gesang, Bass und Hi-Hat. Danach wiederholt sich das Schauspiel. Dann wird nach einem einprägsamen Solo noch einmal voll auf die Kacke gehauen, stimmlich wie auch instrumental. 2.) We have to figure it out Tonight [1:36] Ein sehr melodisches Teil, das die Buletten hier zusammengeschustert haben. Der Song beginnt sehr ruhig mit einer nicht verzerrten Gitarre, dann gehts los mit doppeltem Gesang, im Vordergrund melödisch im Hintergrund Geschrei. Das ganze wiederholt sich dann noch. Es gibt keine besonderen Höhepunkt bei dem Lied, dafür ist es einfach zu kurz geraten, aber dennoch schön anzuhören.
3.) Shut Up Stand Up [2:44] Das Lied klingt schon ganz nach den Beatsteaks von heute. Eine eingängige Gesangsmelodie, perfekte rhythmische Gitarre im Hintergrund und ein Refrain der sofort zum mitsingen animiert. Zudem noch als Höhepunkt eine ruhige Stelle ohne Schlagzeug mit darauffolgendem Solo. Einfach perfekt. 4.) Shiny Shoes [2:59] Beginnend mit einem Gitarrenlauf, geht der Song über in eine ruhige Strophe die hauptsächlich vom Bass geprägt ist. Im Refrain wird der Gitarrenlauf vom Anfang wiederholt und er eignet sich perfekt zum mitsingen. Dann das Ganze nochmal. Gegen Ende gibt es dann noch ein kleines Solo. Keine größeren Höhepunkte, aber ein sehr schönes Lied.
5.) 2 O'Clock [2:58] Eine waschechte Punk-Nummer. Die Gitarren klingen schön rotzig. Der Refrain ist wieder super zum mitsingen. Man merkt das die Beatsteaks bewusst auf den Mainstream zusteuern. In der Mitte gibts dann noch einen kleinen Break, an dem maßgeblich das Schlagzeug beteiligt ist. 6.) Happy Now? [3:51] In meinen Augen eine der härtesten Nummern auf der Scheibe. Wunderschöne dissonante Gitarren im Hintergrund, dazu das diffuse Gebrabbel vom Sänger, das in Geschrei überleitet und kontrastierend der melodische Refrain. Zum Ende hin gehts dann nochmal richtig ab mit Gebrüll und harten Gitarren. Ein sehr schöner Song, vor allem für Freunde der härteren Gangart.
7.) Mietzi's Song [2:44] Nach so einem harten Brocken muss man natürlich mal etwas entspannen und das geht perfekt mit Lied Nummer Sieben. Richtig schön ruhig treibt die Melodie den Song immer weiter vorran, bis er schließlich ziemlich abrupt endet. Nichts besonderes an dem Song. 8.) Excited [1:44] An dem Song urde soundtechnisch jede Menge herumgeschraubt, was man auch sehr hört. Ob es einem gefällt bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Dominiert wird der Song von der Gitarre, die dauernd das selbe spielt. Der Song ist genauso schnell vorbei wie er anfängt.
9.) ...And Wait [3:45] Hier übernimmt ausnahmsweise mal der Bass die melodische Stimmführung der Instrumente, was mir sehr gut gefällt. Die Gesangsmelodie ist nicht ganz so eingängig wie sonst, aber gefällt dennoch sehr gut. 10.) Filter [2:20] Wieder eine schnelle Punk-Nummer, die sofort ins Ohr geht. Zur Mitte hin gibts dann einen rhythmsichen Break, der sich super ins gesamte Lied eingliedert. Zum Ende wirds dann nochmal ruhig, um nochmal voll drauf loszuhauen. Leider ist der Song etwas kurz, aber er schafft es dennoch jede Menge Abwechslung zu bieten.
11.) Fake [3:14] Der Song beginnt mit einer schönen Melodie. Die Strophe selber bieten leider nicht so viel, dafür ist der Refrain sehr einprägsam. Zudem gibt es später noch eine extremst geile ruhigere Stelle mit gemuteter Gitarre. 12.) Go [2:09] Eine sehr schnelle punkige Nummer. Der Song ist vergleichbar mit Excited, gefällt mir von daher auch net ganz so gut. Aber das ist wieder Geschmackssache.
13.) Kings of Metal [4:35] Mein absoluter Anspieltipp. Ein hammer Text, eine super Gesangs- und Instrumentalmelodie. Nach einem ruhigen Intro setzt dann auch das Schlagzeug ein und es wird etwas härter, aber immernoch extremst melodisch und rhythmisch. Dann wirds wieder kurz ruhig, in der Mitte des Songs wird dann so richtig die Sau rausgelassen. Danach gehts dann richtig leise weiter. Mit einer gemuteten ruhigen Rhythmusgitarre, immer Hintergrund immer wieder eine kleine Sologitarre. An dieser Stelle merkt man den Beatsteaks auch wieder ihre extreme detailverliebheit an. Man hört, wie ein Zippofeuerzeug geöffnet wird, wie eine Zigarette damit angezündet wird, selbst den verbrennenden Tabak hört man. Dazu dann noch ein Fingerschnipsen im Hintergrund. So muss ein Song sein, einfach genial. 14.) Schluss mit Rock 'n Roll [2:58 bzw. 12:54] Der Song beginnt mit einer imaginären Radioansage. Es handelt sich hierbei um das einzige deutschsprachige Lied, das wieder extremst den Punk raushängen lässt. Der Refrain ist super eingängig, zudem gibts am Ende im Hintergrund noch ein kleines Solo. Nach dem Song versteckt sich dann noch eine Art Hidden-Track, wobei man nicht wirklich von einem Song sprechen kann, einfach mal anhören, dann wisst ihr bescheid :D
Fazit: Die Beatsteaks sind in den zwei Jahren zwischen ihrem ersten und zweiten Album extrem gereift. Man hört zwar imemrnoch viele Punkanleihen, allerdings ist das Album keineswegs mehr so Hardcore wie das Debütalbum der Buletten. Man merkt bereits sehr gut in welche Richtung es geht, nämlich Mainstream, aber bis dahin erscheint noch ein weiteres Album und zwar Living Targets, das kommerziell kein so großer Erfolg war wie die nachfolgenden zwei Alben, welche die Beatsteaks erst richtig populär gemacht haben. Alles in Allem ist das Album aber sehr empfehlenswert und sollte bei keinem Freund des gute Rock und Punk fehlen.
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13.05.2009 01:51
Beatsteaks sollte das heißen.. das sticks is n Insider ;) Sorry 'bout that!
13.05.2009 01:49
Die Beatsicks sind scho klasse, super Bericht :) lg Luisa
11.05.2009 18:05
Das ist leider gar nicht mein Ding :)