Le quattro stagioni - Antonini, Giovanni (& Il Giardino Armonico) > Vivaldi, Antonio

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Le quattro stagioni - Antonini, Giovanni (& Il Giardino Armonico) > Vivaldi, Antonio

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Sinnliche Reise durch das Jahr

4  11.10.2000

Pro:
farbig, originell

Kontra:
-  -

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Lord_Henchen

Über sich: Ich bin Musikstudent und finde es ganz interessant, mal zu lesen, wie all die Leute "da draußen...

Mitglied seit:03.12.1999

Erfahrungsberichte:47

Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 12 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Selbst Menschen, die ansonsten keinerlei Beziehung zur sog. klassischen Musik haben, hören gern oder kennen zumindest die vier Concerti op.8 von Antonio Vivaldi, wenn auch sicher unter dem Namen "Die Vier Jahreszeiten". Durch ihren sehr schnell zugänglichen Bezug zur Welt der Natur mit ihren Klängen wie Vogelstimmen, Donnergrollen und der geradezu hörbaren guten Stimmung bei strahlendem Sonnenschein haben sie sich eine breite Anhängerschaft geschaffen - das ist heute kaum anders als vor 300 Jahren. Bei einer solch großen Zuhörerschaft versucht sich natürlich jedes Kammerorchester, insbesondere Ensembles mit Originalinstrumenten, an diesem Stück, wobei die Profilierungsversuche oft mehr oder weniger schon dagewesenes wiederholen. Das wird insbesondere dadurch schnell ermüdend, da diese Werke Vivaldis musikalisch nicht unbedingt seine stärksten sind und primär von der reichen Effektepalette leben, die mit Originalität ausdekoriert werden will. Gelungen ist dies dem Ensemble Il Giardino Armonico mit seinem Solisten Enrico Onofri und dem Dirigenten Giovanni Antonini, das sich mit bemerkenswertem Elan an das allzu bekannte Repertoire heranwagt. Allen Einfällen wird freie Bahn gegeben, der Zuhörer bewegt sich in einem Meer von Klangfarben und Artikulationen. Ab und zu wirkt das ganze dadurch gewollt originell und entbehrt einer gewissen rhythmischen und phraseologischen Konzentration, aber darüber kann man angesichts der offensichtlichen Spielfreude der Italiener gut hinwegsehen. Und kaum habe ich im Adagio des "Sommers" ein so geladenes Pianissimo gehört, das sich dann in einem so wilden Gewittersturm entlädt. Wer also mit diesen Concerti Vivaldis Musik kennenlernen will, ist wohl mit dieser Aufnahme gut bedient - als ebenfalls interessante Alternative, die noch mehr Kern im Klang bietet, sei hier die Aufnahme von Giuliano Carmignola (erschienen bei Divox) erwähnt.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
KleinerKrümel

KleinerKrümel

19.10.2000 23:21

Ich werde morgen Abend ins Vivaldi-Konzert gehen. Das wird sicher total schön. :o) Gruß, Krümel

erowyinn

erowyinn

11.10.2000 22:10

eine wirklich großartige meinung. übrigens, ich finde, bei vivaldi klingt alles ähnlich. man erkennt ihn sofort, auch, wenn man das stück nicht sofort erkennt. ich las mal das zitat "vivaldi hat nur ein einziges stück geschrieben. und dieses in x variationen...". trotzdem...der winter ist unvergleichlich schön :-)

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