Über sich:Ich werde wohl wieder desöfteren hier vorbeischauen. :-))) Lust auf Urlaub? http://www.mytrivago.d...
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Jetzt bin ich also aus Jamaika zurück und blicke in den Münchner Himmel. Am liebsten würde ich mich ja zurückbeamen. Da das aber nicht geht, wandern meine Gedanken doch ein wenig zurück an die warme karibische See, den strahlend blauen Himmel und den Strand. Wer jetzt aber denkt, nun folgt ein Reisebericht, den muß ich enttäuschen. Das dauert noch ein Weilchen. Aber auch der heutige Bericht gehört zu Jamaika wie der Rum, die Zigarren und der weltbeste Kaffee. Es geht um den wohl bekanntesten Sohn dieser Insel, um Bob Marley.
Seine Musik hat mich ja schon immer interessiert und fasziniert, so dass ich schon lange mit dem Gedanken spielte, mir eine CD von ihm zu kaufen. Und wie es mal so ist, irgendwann passt einfach alles zusammen. Für mich gab es eben diesen Moment auf Jamaika, wo ich mir das Album „Legend – the best off Bob Marley and the Wailers“ für 12,99US$ kaufte, was auf Grund des aktuellen Umrechnungskurses als nicht teuer bezeichnet werden kann.
Da wir auf unserem Zimmer einen CD-Player hatten, lief diese Scheibe schon im Urlaub ziemlich oft und auch hier in Deutschland versetzt sie mich wieder ins Karibik-Feeling.
„Legend“ kam ursprünglich 1984 auf den Markt. Die mir vorliegende CD-Version wurde 2001 von den zwei original Master Tapes neu eingespielt und wurde von einst 14 Musikstücken um zwei weitere Bonustracks erweitert.
Robert Nesta Marley wird am 6. Februar 1944 im Norden der Karibikinsel geboren. Sein Vater ist ein englischer Marineoffizier, seine Mutter eine junge Jamaikanerin, den Jungen alsbald allein großziehen muß. Mitte der fünfziger Jahre versucht die kleine Familie ihr Glück in Kingston und landet in einem berüchtigtem Armenviertel. Hier lernt Marley seine Freunde Bunny Livingstone und Peter McIntosh kennen, hier bekommt er Gesangsunterricht und gründet zusammen mit seinen Freunden die „Wailing Wailers“. So langsam entwickeln sie sich zu einer der angesagtesten Gruppen in Kingston.
1966 heiratet B. Marley „seine“ Rita, geht aber in die USA, um sich das Geld für ein eigenes Plattenlabel zusammen zu arbeiten – nach nur 8 Monaten kehrt er zurück, als tiefreligiöser Mensch und glühender Anhänger der Rastafaris.
Kurz eine Begriffserklärung: Rastafari ist eine christliche Religion, die ihre Grundsätze aus verschiedenen Kirchen nimmt. Es gibt zwei Figuren von zentraler Bedeutung – Markus Harvey gründet die UNIA, welche in den USA eine wichtige Rolle im Kampf um die Rechte der Schwarzen spielt. Dieser Harvey verkündet, dass einst ein mächtiger König in Afrika die Macht übernehmen und die Unterdrückten befreien wird. Als Haile Selassie in Äthiopien an die Macht kommt, glauben viele Jamaikaner in ihm diesen König zu erkennen. Er ist zwar der typische Tyrann, aber seine Königsbezeichnung „Ras Tafari“ dient dennoch der neuen Religion als Namen und Selassie gilt in ihr nach wie vor als göttliches Wesen. Rastafaris erkennt man an ihrer filzigen Frisur und am Kiffen, welchem eine religiöse Bedeutung zugrunde liegt: Der Rausch soll die Gläubigen vereinen und Gott (oder auch Jah) näher bringen.
Der Durchbruch in Europa und den USA gelingt erst 1972. 1974 kommt es zum großen Streit und die Freunde trennen sich. Marley nennt seine Band in die Wailers um. Mit seinem neuen Album wird Marley zum Weltstar und versucht Ruhe in die Chaos-Politik seines Landes zu bringen. 1976 wird er in seinem Haus in Kingston aber beschossen und leicht verletzt. Unmittelbar danach gibt er ein Benefizkonzert, bei dem es ihm gelingt, den Premierminister und den Oppositionsführer von Jamaika zusammen auf eine Bühne zu bringen.
1977 zieht er sich beim Fussballspielen eine Zehenverletzung zu, die sehr schlecht verheilt und sich bösartig entwickelt. Aus religiösen Gründen weigert er sich aber, den Zeh amputieren zu lassen. Erst ale er 1980 in NY zusammenbricht, erbringt eine genaue Untersuchung Schreckliches ans Tageslicht – einen Gehirntumor. Jetzt endlich will B. Marley sich behandeln lassen. Auch eine umstrittene Naturheilkundebehandlung hier in München hilft nicht mehr. Nur 36- jährig, stirbt er auf dem Weg nach Jamaika am 11.Mai 1981 in Miami. Heute liegt er nahe seines Geburtsortes begraben.
Cover *********
Aber zurück zur CD. Die Cover- Vorderseite ziert ein großes Bild eines nachdenklichen Bob Marley und ist dank Ciao hier auch abgebildet. Im Coverbuch ist der Lebenslauf von Bob Marley in Englisch dargestellt, gefolgt von sämtlichen Songtexten.
Inhalt ********
- Is This Love 3:50 min eine Hommage an das Kiffen – ein lebhafter und unverfrorener Lovesong, ein leidenschaftliches Versprechen.
- No Woman, No Cry live 7:08 min Diese Live-Version wurde bei seinem Londoner Konzert aufgenommen. „No woman, no cry“ heißt nicht etwa „Keine Frau, keinen Ärger“ (stimmt zwar auch +fg+), sondern (frei übersetzt „Frauen sind stark“
- Could You Be Loved 6:57 min
- Three Little Birds 3:00 min
- Buffalo Soldier 4:18 die Ballade erzählt die grausam, ironische Storie eines schwarzen Mannes, der in die US-Army eintrat, um gegen die Indianer zu kämpfen
- Get Up Stand Up 3:17 min Marley ruft alle Unterdrückten auf, aufzustehen und für ihre Rechte zu kämpfen
- Stir It Up 5:30 min
- Easy Skanking 2:57 min
- One Love (People Get Ready) 2:52 min
- I Shot The Sheriff 4:40 min der Song beschreibt das Schicksal eines Marihuanazüchters, der von einem fanatischen Gesetzeshüter verfolgt wird.
Ein Wort zur Klangqualität. Diese ist gut, auch wenn man manchmal nicht ganz überhören kann, daß die Aufnahmen von einem analogen Masterband stammen. Gerade bei der Live-version merkt man dann doch mal leichte Zon-Probleme. Aber man sollte dabei auch bedenken, wie alt diese Aufnahmen sind. Dann kann man mit einem leichten Lächeln locker drüber weg hören.
Fazit ********
Gute Musik muß mich begeistern und ich muß zuhören können. Ich muß aber nicht zu jedem Titel etwas sagen können. Aus diesem Grunde habe ich auch nur bruchstückhaft etwas zu einzelnen Titeln geschrieben. Auch wenn man sicher zu jedem Titel hätte etwas sagen können. Denn schließlich sind die größten Hits von Bob Marley auf dieser CD veröffentlicht. Reggae vom Feinsten und wer nur ein wenig auf Rdiese Musikrichtung steht, sollte diese Scheibe in seiner Sammlung haben. Aber auch für alle anderen finde ich diese CD sehr interessant. Reggae ist Lebensfreude pur und das kommt bei jedem Titel zur Geltung. Man wird förmlich von den Songs mitgerissen, man kann aber auch nur einfach mal die Augen schliessen und träumen. Besonders empfehlenswert ist meiner Meinung nach die Live-Version von „No Woman, no Cry“.
Daten: ********
Hier noch einige Daten, gefunden bei Amazon.de
Erscheinungsdatum: 22. Mai 2002 Label: Island (Universal) ASIN: B0000669JL Format: Audio CD (CD-Anzahl: 1) Preis: 12,99 Euro
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren dieses Berichtes. Ich habe mich wie immer über Euer Interesse gefreut.
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31.05.2005 20:40
prima Bericht zu "genialer" Musik! "Could you be loved" bleibt da meine lebendige Legende! :-) LG Gabi
26.10.2004 11:05
Was soll man dem noch hinzufügen? Meine Freundin wird den Bericht als Marley-Fan verschlingen. Die Legende lebt. Gruß Jürgen
09.10.2004 23:44
ich hab irgendwo eine bob marley kasette die ich glaub ich noch nie angehört hab... irgendwie is Raggae nicht so mein ding