AC/DC sprach es werde Rock...
12.03.2007
Pro:
Genialer old school Hard Rock ohne Ausnahme
Kontra:
Soundqualität ist nicht mehr zeitgemäß (wie auch?)
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 MetalAbu
Über sich:
Danke für die Angebote - aber Leserunden sind einfach zeitlich nicht drin, hab viel zu viel zu tun (...
Mitglied seit:02.03.2007
Erfahrungsberichte:254
Vertrauende:50
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
AC/DC wurde Ende des Jahres 1973 von den Youngbrüdern in Australien gegründet und entwickelte sich zur bekanntesten Hard Rock Band aller Zeiten. (150 Mio. verkaufte Tonträger) Bekannteste Songs: T.N.T. Highway to Hell Hell's Bells You Shook Me All Night Long
Damaliges Line Up: Bon Scott - vocals (1974 - 1980 R.I.P.) Angus Young - lead guitar (seit 1973) Malcolm Young - rhythm guitar (seit 1973) Cliff Williams - bass guitar (seit 1977) Phil Rudd - drums (seit 1974 - 1983, wieder seit 1995) ... und es wurde Rock. Der revolutionäre Sound dieser Band (in den 70er Jahren durchaus revolutionär) ist auf diesem Album perfekt eingefangen.
Bereits der Opener Go Down zaubert mit Sicherheit jedem Liebhaber von gehärteter Gitarrenmusik ein Lächeln auf die Lippen. Sing along Refrain, mörderischer Groove und sowieso genial mitreißende Riffs und Solos der Youngbrüder zeigen von Anfang an wo's langgeht. Auch Dog Eat Dog hat diese Qualitäten und legt sogar noch einen drauf. Das Bassspiel des damals neuen Bassisten Williams entwickelt im Hintergrund zusammen mit den Drums eine hammermäßige Wucht. Zudem kreischt Bon Scott so was von geil, dass es einem regelrecht die Haare aufstellt. Ansonsten kann man nur noch sagen: Luftgitarren raus und ab die Party!
Auch Let There Be Rock ist ein Partygarant. Quasi als Gottesdienstsong für alle Riff Rock Jünger dieses Planeten geschrieben, hat der Song natürlich seinen ganz eigenen Kult. Hier fällt aber zum ersten mal die magere Produktion und der etwas lausige Mix deutlich auf. Der Sound wirkt ein bisschen schwammig und der Bass ist zu weit im Hintergrund, so dass einfach die nötige Power fehlt. Kult ist der Song trotzdem (eine weitaus bessere Version ist auf dem Live Album "If You Want Blood You've Got It" enthalten). Der Bad Boy Boogie hat in etwa die selben Probleme. An sich rockt er locker-flockig aus den Boxen und macht Party ohne Ende, die uralt Produktion sorgt aber auch hier dafür, dass die nötige Power auf der Strecke bleibt. Auch hier sei geraten (auch wenn's ebenfalls schlecht produziert ist) zum genannten Live Album zu greifen. Da hat der Song deutlich mehr Power (allein schon wegen der gut eingefangen Live Atmospäre).
Jetzt ist's aber vorbei mit der Ruhe. Das Problem Child macht mächtig Radau und haut mal so richtig auf den Putz. Der unvergleichliche Kreischgesang von Bon Scott ist einfach wie geschaffen für diesen Text. Und auch ansonsten schert sich die Band nicht gerade um die Schönheit des Songs. Dieser Track ist deutlich kraftvoller als die beiden Vorgänger und gehört zum erdigsten, einfachsten, aber dennoch emotionalsten was der Hard Rock zu bieten hat. Cool. Vorsicht, ihr seid knapp dran an einer Overdose! Und dass Überdosen an sich generell schädlich sind, wissen wir ja. Hier wird eindeutig dafür gesorgt, dass sich der Verstand endgültig verabschiedet und nur noch er Riff Rock der Australier die Kontrolle über den Körper hat. Merkwürdige Bewegungen mit unsichtbaren Instrumenten sind vorprogrammiert! Die Riffs braten richtig groovig und fett aus den Boxen, der Bass drückt schon die ein oder andere brutale Schallwelle auf einen zu und Bon Scott verbreite mit seiner Stimme Dreck in alle Richtungen.
Aber in ärztliche Behandlung dürft ihr wegen der Überdosis noch nicht. Vorher erklärt euch nämlich der nette Herr Scott in seiner liebenswürdig kreischenden Art, dass die Hölle kein schlechter Ort ist. Hell Ain't A Bad Place To Be ist ein überaus bekannter Klassiker. Und zwar zurecht. Diese Aussagen über die Hölle zusammen mit dem - für damalige Zeiten - höllischen Sound macht einfach Laune. Sicher ist so ein Song auch in heutigen Zeiten noch für pubertierende Jugendliche geeignet um beispielsweise den Dorfpfarrer oder die streng katholische Großmutter zu ärgern. *g* Soll heißen: Ein Song, der sich einen scheißdreck um irgendwelche Trends oder sonstwas kümmert und dadurch ein zeitloser Klassiker in Sachen rebellischer Rock Musik ist. Zurück von der Hölle kommt dann der Party Rausschmeißer schlechthin. Whole Lotta Rosie ist natürlich auch einer der AC/DC Klassiker schlechthin und für jede Party ab 0 Uhr hervorragend geeignet um selbst den verklemmtesten Partymuffel zu bewegen. Leider macht auch hier der altertümliche Mix den Sound wieder etwas schwammig. Den Song erkennt man trotzdem und der Partystimmung tut's garantiert keinen Abbruch.
Fazit: Scheißt auf die uralt Produktion! (auf der Remastered Edition müsste er eh besser sein, also besorgt euch diese) Dieses Album macht trotzdem Spaß ohne Ende und ist selbst bei täglichem Konsum nicht gesundheitsschädlich.
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12.03.2007 14:10
Jawoll, Sir. Der Text rockt wie die Mucke von AC/DC.