Erfahrungsbericht über

Lifelines - A-ha

Gesamtbewertung (17): Gesamtbewertung Lifelines - A-ha

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One time to know that it's real

5  04.05.2002 (31.05.2002)

Pro:
Klasse

Kontra:
wer A - ha nicht mag, Finger weg  :  - )

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Wolkenmaus

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:324

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 175 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Take on me – take me on… ein Ohrwurm aus den 80ern, der mir bis heute noch in den Ohren klingt. Dass eine Teenieband aus meiner Jugendzeit auch erwachsen werden kann, zeigte schon das Comeback-Album „Minor Earth – Major Sky“, veröffentlicht am 17.04.2000. Endlich – ein Comeback der Drei, alleine der Hit „Summer moved on“ schlug ein wie eine Bombe. Irgendwie waren sie wohl nie wirklich weg, so kam es mir vor.

A-ha gingen auf Tournee und spielten am 26.11.2000 in München. Profis im Musikgeschäft – keine Frage, klasse Musik, klasse Bühnenshow und Morte Harket sieht ohne Hemd einfach klasse aus. Eigentlich hat er sich bis auf ein paar Falten im Gesicht nicht verändert, die Musik hat Tiefgang bekommen nach all den Jahren, dennoch unverkennbar.

Seither sind fast zwei Jahre vergangen, die CD kann ich auswendig und keine Textstelle oder Musikstück war mehr eine Überraschung für mich… klar, Zeit für eine neue CD. Als ich dann die ersten Takte von „Forever not yours“ im Radio hörte, war sofort klar, A-ha ist wieder da! Ich gebs zu, ich find die Jungs einfach nur klasse. Das schlimmste ist, dass man dieses Lied hört und SOFORT die CD haben muss und trotzdem musste ich mich noch bis 29.04.02 gedulden. Bin ich Fan? Ich glaubs bald… Ich mag die Musik, die ganze Vielfalt darin, die auch besonders auf dem neuen Album „Lifelines“ zum Ausdruck gebracht wird. Und vor allem verbinde ich mit ihrer Musik immer viele wunderbare Erlebnisse aus meiner Jugendzeit, so was hängt nach, das bleibt einem einfach.

…Musik die unter die Haut geht …

„Lifelines“ – Lebenslinien… ein einfacher Titel für eine wunderbare CD. Die CD steht nun schon an der Spitze der Charts, was mich übrigens auch nicht weiter wundert, die PR-Kampagne tut sein übriges dazu. Trotzdem - Morten Harket, Pal Waaktar und Magne Furuholmen zeigen auch in dieser CD wieder eine breite Palette ihres Könnens.

Das Album besteht aus 15 Songs, die allesamt wirklich außerordentlich gut gelungen sind, natürlich sind auch Lieder dabei, die ich persönlich nicht so toll finde. Das würde mich aber niemals davon abhalten, die CD nicht zumindest einmal am Tag zu hören. Während der Vorgänger „Minor Earth, Major Sky“ ein paar mehr Lieder enthielt, die mir nicht so recht vom Stil her gefielen, laufen meiner Meinung nach A-ha mit „Lifelines“ zur Höchstform auf.

Track 1 „Lifelines“… lädt absolut zum Träumen ein. Morten Harkets Stimme ist einfach unverwechselbar und er hat unverkennbar eine besondere Art, Balladen zu singen, wie „Lifelines“ beweist. Der Refrain ist auch mal etwas ganz anderes. Man merkt schon den ersten Klängen dieses Liedes an, dass A-ha auf dem Höhepunkt ihres Könnens stehen. Text und Musik stammen alleine von Magne Furuholmen, der außer diesem Lied noch „White Canvas“, „Dragonfly“ und „Solace“ geschaffen hat.

„Lifelines“ ist als zweite Singleauskopplung vorgesehen und meines Erachtens hätte es auch leicht die erste Singleauskopplung werden können. Ich finde dieses Lied fast noch besser als „Forever not yours“, die erste Singleauskopplung und Track 3 auf der CD. „Forever not yours“ hat einen sehr kommerziellen Touch, somit wundert es mich nicht, dass es als erstes erschien. Schnelle Beats und tolles Klavierspiel, das leider etwas untergeht! Dennoch eine sehr eingängige Musik mit leicht zu verstehendem Text.

Das zweite Lied „You wanted more“ erinnerte mich sofort an “The living daylight”, das Lied, dass A-ha einmal für einen James-Bond-Film beisteuerten. Absolut tanzbare Musik, härtere Klänge und dennoch der unverwechselbare Stil von A-ha. Von ihnen ist man zwar mehr ruhigere Klänge gewohnt und so mag einen dieses Lied zuerst überraschen… ebenso voller Energie steckt Track 6 „Did anyone approach you?“ Da kann man einfach die Füsse nicht mehr stillhalten. Die beiden Lieder zeigen, dass A-ha durchaus auch tanzbare Musik abliefern kann.

Das vierte Lied „There’s a reason for you“ stammt aus der Feder von Pal Waaktaar-Savoy. Mich reißt dieses Lied nicht unbedingt vom Hocker, für mich hat Paul Waaktar immer so seinen ganz eigenen Stil. Dennoch, ein eher ruhigeres Lied, dass irgendwie doch was hat.

Track 5 auf der CD „Time & Again“ ist – was könnte es anderes sein – wieder eine Ballade. Das Lied ist eher ohne Anspruch, dennoch hängt es sich fest und nimmt bereits jetzt einen festen Platz bei meinen Lieblingsliedern von A-ha ein. Ein schönes Lied, bei dem man Träumen und Entspannen kann.

„Afternoon High“ ist so ein richtig schönes fröhliches Dudellied, das lädt zum Mitschunkeln ein und ist für mich sicherlich eines der Lieder, die ich hören werde, wenn die Sonne so richtig schön runter knallt, einfach ein tolles Lied für den Sommer.

„Oranges on Appletrees“ – ein eher ungewöhnliches Stück für A-ha und als 8. Lied auf der CD. Irgendwie weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Lied halten soll, es ist eher eines, dass mir nicht so gut gefällt. Vermutlich deshalb, weil es so A-ha-untypisch ist. Hier hat die Band wohl eher etwas rumprobiert. Der Refrain ist mehrstimmig, das ist für mich doch etwas gewöhnungsbedürftig.

„A little bit“ – Lied 9…leise, ruhig, ein sensibles Lied, das man wieder in die Kategorie „Balladen“ stecken kann. Das ist eins der Lieder, bei dem sicherlich in einem Konzert die Feuerzeuge brennen. Hörenswert!

Danach folgt das Lied „Less than pure“, ein Mittelding zwischen Ballade und tanzbarer Musik, für mich allerdings eher ein unscheinbares Lied.

Der absolute Knaller ist für mich Track 11. Ein Duett, das gabs bei A-ha höchstens mal auf einem Konzert zu hören und zu bestaunen. Annelie Drecker begeleitete A-ha bereits auf ihrer Tournee „Minor Earth, Major Sky“ und schon damals begeisterte ihre Stimme zusammen mit Morten Harket das gesamte Publikum. „Turn the lights down“ – Annelie Drecker und Morten Harket hauchen diesem Liebeslied Leben ein, man fühlt direkt mit. Die Stimmen der beiden harmonieren einzigartig. Das Lied ist absolut nicht kommerziell, würde sich wohl kaum für eine Singleauskopplung eignen, aber für mich ist es mit Abstand eines der besten Lieder auf der CD. Auf dieses Lied freue ich mich besonders, wenn ich am 17.09. A-ha auf ihrem Konzert in der Olympiahalle in München erlebe!

„Cannot Hide“ ist ein sehr rockiges und schnelles Lied, dass einen fast erschlägt, wenn man zuvor noch bei „Turn the lights down“ geträumt hat. Dennoch ein absolut schönes Stück! Highlight in diesem Lied ist französischer Hintergrundgesang, mal was neues und absolut passend.

Erholen kann man sich dann wieder beim nächsten Lied „White Canvas“, wieder eine Ballade, jedoch für mich kein besonders herausragendes Stück, wenn auch durchaus hörbar.

„Dragonfly“ ist das vorletzte Lied auf der CD und für mich wieder eines, dem ich nicht viel abgewinnen kann. Aber auch das gehört zu einer CD, alles gefällt einem mit Sicherheit nicht. Dennoch gibt es für mich auf dieser CD von A-ha wirklich nicht viele Lieder, die mir nur wenig oder gar nicht gefallen.

Das letzte Lied auf der CD – „Solace“ – rundet das ganze Machwerk ab. Eine eingängige gefühlvolle Ballade der drei Norweger. Das haben sie einfach drauf!

Während früher noch das meiste aus der Feder von Paul Waaktar-Savoy stammt, ist es auf dieser CD doch einmal anders. Jeder der Drei ist so gut wie gleich beteiligt und das macht die CD ebenfalls zu etwas besonderem. A-ha hat es einfach geschafft. Das Image der Teenieband sind die Drei mit dieser CD sicherlich endgültig los. Und auch wenn sie schon Anfang der 40 sind, von diesen nicht zu altern scheinenden Musikern können sich viele „neue“ Bands der heutigen Zeit eine große Scheibe abschneiden. Die Musik ist eben noch „handgemacht“ und genau das spricht für den Erfolg von A-ha!

Mein Fazit:
Ich bin begeistert. Tolle Musik, gefühlvoll bis rockig und dazu noch mit Tiefgang. Das Hochglanz-Booklet beinhaltet die Texte der Lieder, das ist für mich eigentlich schon immer wichtig, schließlich muss ich auf dem Konzert im September auch kräftig mitsingen können. Das rot-weiße Cover ist allerdings komplett misslungen, wenn einer weiß, was DAS darstellen soll, der solls mir doch bitte sagen.

Während das Comeback der drei Norweger vor 2 Jahren noch kommerziell ablief und viel Anlass zur Kritik gab, bemerkt man bei diesem Album einfach, dass die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens angekommen ist. Besser geht es kaum noch. Die Jungs von damals sind erwachsen geworden und das kommt auch ihrer Musik zugute! Ich habe absichtlich auf die Bandgeschichte in meinem Bericht verzichtet, das kann jeder selbst auf www.a-ha.com nachlesen und für mich gehört das auch nicht unbedingt zu einem Bericht über eine CD. Also wens interessiert, bitte die entsprechenden Webseiten aufsuchen.

Die CD habe ich mir bei Amazon.de vorbestellt und bekam sie dann für einen Preis von 12,99 Euro zugeschickt.

Absolut empfehlenswert!

„Lifelines“ (A-ha 2002)

One time to know that it’s real,
one time to know how it feels,
that’s all

One call
your voice on the phone
one place
a moment alone
that’s all

What do you see, what do you know?
one sign: what do we do?
Just follow your lifeline through
what if it hurts, what then?
One sign, what do you say?
Don’t throw your lifelines away.

One time
just once in my life
yeah one time
to know it can happen twice

One shot
of a clear blue sky
one look
I see no reasons why
we can’t

One chance
to go back to the point where everything starts
one chance
to keep it together when things fall apart

just one sign
to make us believe it’s true

What do you see, where do we go
one sign: how do we grow?
By letting your lifelines show
what if we do, what then?
One sign – how will I know?
Don’t let your lifeline go.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
KatiKR

KatiKR

08.06.2002 06:43

A-Ha lag damals noch vor meiner Zeit, aber seit sie wieder "on tour" sind, sind sie auch für mich ein Begriff und die Lieder mag ich sehr gern hören. Ich habe letztens ein Interview mit ihnen gesehen, in welchem der Leadsänger (wie heißt er?) sagte, daß sie sich von dem Musikstil der damaligen Zeit haben trennen wollen und müssen, um aktuell sein zu können. Ich finde, das haben sie gut geschafft !! :-) Liebe Grüße, Kati

Colabaum

Colabaum

02.06.2002 13:19

Gelungener Bericht!;o) Liebe Grüße MElli

Colabaum

Colabaum

02.06.2002 13:19

Gelungener Bericht!;o) Liebe Grüße MElli

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