-> LP LIVE IN TEXAS!!! <-
01.05.2011
Pro:
CD und DVD mit schöner Songauswahl, Konzert gut optisch eingefangen . . .
Kontra:
Keine besonderen Features auf der DVD . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Zatzeck
Über sich:
Mitglied seit:17.05.2008
Erfahrungsberichte:423
Vertrauende:50
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 119 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet
Hallo zusammen! Im nächsten Bericht geht es erneut um eine Edition aus meiner Musik-Sammlung.
Diese heisst »«»«»« "LIVE IN TEXAS" »«»«»« und ist von der US-amerikanischen Band »«»«»« LINKIN PARK »«»«»« ! Es ist mir ein kleines Anliegen, diese Live-Kompliation etwas vorzustellen. Es liegt zum einen an der Live-Qualität der Band, zum anderen schwelge ich in Angesicht des aus meiner Sicht eher mittelmäßigen Albums "A thousand suns" aus dem letzten Jahr mit einer sehr eigenwilligen Gestaltung eines Konzept-Albums in der Zeit um die ersten beiden Alben herum.... Nun hatte ich ja zuvor bereits Berichte über die beiden Studioalben "Meteora" und "Hybrid theory" verfasst... Dieses Album enthält neben einer CD einen gelungenen Mitschnitt auf einer DVD...
**** **** **** **** **** **** Inhalt:
1.) Die Songs des Albums im Überblick 2.) Weitere Informationen zu diesem Album 3.) Wie bin ich zu dieser Musik gekommen bzw. zu diesem Album? 4.) Meine Meinung zu einzelnen Songs / Wirkung des Albums 5.) Mein Fazit **** **** **** **** **** ****
1.) Die Songs des Albums zunächst im Überblick: Disk1 (CD)
1. Somewhere I Belong (Live in Texas) 2. Lying From You (Live In Texas) 3. Papercut (Live In Texas) 4. Points Of Authority (Live In Texas) 5. Runaway (Live In Texas) 6. Faint (Live In Texas) 7. From The Inside (Live In Texas) 8. P5hng Me A*wy (Live In Texas) 9. Numb (Live In Texas) 10. Crawling (Live In Texas) 11. In The End (Live In Texas) 12. One Step Closer (Live In Texas) Disk 2 (DVD)
1. Don't Stay (Live In Texas Video) 2. Lying From You (Live In Texas Video) 3. Papercut (Live In Texas Video) 4. Somewhere I Belong (Live In Texas Video) 5. Points Of Authority (Live In Texas Video) 6. Runaway (Live In Texas Video) 7. Faint (Live In Texas Video) 8. From The Inside (Live In Texas Video) 9. Figure.09 (Live In Texas Video) 10. With You (Live In Texas Video) 11. By Myself (Live In Texas Video) 12. P5hng Me A*wy (Live In Texas Video) 13. Numb (Live In Texas Video) 14. Crawling (Live In Texas Video) 15. In The End (Live In Texas Video) 16. A Place For My Head (Live In Texas Video) 17. One Step Closer (Live In Texas Video) **** **** **** 2.) Weitere Informationen zu diesem Album:- Genres: Nu Metal, Crossover
- Label: Warner Music Group Germany
- Die EAN dieser Edition lautet: 0093624862820
- Format: Audio-CD & DVD; 2 Datenträger
- Erschienen ist diese Edition Ende des Jahres 2003 (es ist auch schon wieder so viel Zeit vergangen seit diesem Release...)
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - INFOS ZUR BAND:
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - + Die Internetseite der Band, die meiner Ansicht nach sehr gelungen ist, lautet www.linkinpark.com! - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
+ Gegründet wurde die Band im Jahre 1996, damals noch unter dem Namen "Hybrid Theory"!
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
* Zur Besetzung der Band: - Gesang: Chester Bennington - Rap (MC), Beats, Sampling: Mike Shinoda - DJ, Backing Vocals: Joseph Hahn - Gitarre, Bass, Backing Vocals: Brad Delson - Drums, Backing Vocals: Rob Bourdon
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Ihre Alben im Überblick:
- 2000: Hybrid Theory
- 2003: Meteora
- 2007: Minutes to Midnight
- 2010: A Thousand Suns
**** **** ****
3.) Wie bin ich zu dieser Musik gekommen bzw. zu diesem Album? -> Ich kann es nur ähnlich beschreiben wie zu dem Bericht "Chocolate starfish and the hot dog flavored water" von "Limp Bizkit"... oder ähnlich wie zu Alben der Band "Deftones"... Auch dieses Album erschien noch zu meinen Sturm und Drang-Phasen, was Musik dieser Genres aus Crossover und Nu Metal betrifft. Die Band Deftones, Korn, Linkin Park und wie sie alle heissen gab es seinerzeit noch in erhöter Dosierung... Ganz satt geworden bin ich von dem Zeug nie und ab und an verirren sich Longplayer dieser Schaffenskunst immer noch in CD-Player, Autoradio oder PC... Ich bekenne mich hier in aller Offenheit: ich bin (nach wie vor) ein Fan dieser Musik-Kapelle, und das seit nahezu erster Stunde... Die Independent-Zeiten (die Band hieß damals noch wie das erste Album der Band) habe ich nicht miterlebt. Dafür war die Band noch zu sehr im Untergrund gewesen, war lediglich regional in den USA ein Begriff.
Dieses Album musste ich seinerzeit haben, weil ich die ersten beiden Alben einfach schlichtweg genial fand... Zudem war diese Edition wegen der DVD ein Kaufanreiz. Zum eigentlichen Preis: das müssen um die 15 Euro gewesen sein. Mittlerweile gibt es dieses Album zum Teil etwas günstiger... Ich habe es schon für 9,49 Euro bei "buecher.de" im Internet gesehen und erst vorgestern wieder in Freiburg für 6,66 Euro bei der Drogerie "Müller", die ein nettes CD-Angebot hat. Klasse Preis für ein klasse Album! Andere größere Anbieter werden dem nicht großartig nachstehen und dieses Album vergünstigt anbieten...
Die musikalische Entwicklung der Band ist schon sagenhaft: Waren bei dem ersten Studio- Album noch Schroffheit, Mid-Tempo-Songs und die Abwechslung von Gesang und Rapparts an der Tagesordnung, so entfaltete sich die Band beim Nachfolger "Meteora" und gestaltete die Songs noch abwechslungsreicher und konnte beim jüngsten Album "Minutes to midnight" von sich behaupten, in Sachen Songwriting nochmals eine Schippe drauf zu legen und so richtig erwachsen zu klingen. "A thousand suns" hat zwar 3,4 richtig gute Songs inne, wirkt auf mich aber zu aufgesetzt und zu konzeptionell ausgearbeitet...
Deswegen stürze ich mich auf dieses Live-Album aus dem Jahr 2003... **** **** ****
4.) Meine Meinung zu einzelnen Songs / Wirkung des Albums: ... Nun zum kurzen Einblick eine kleine Einzelcharakterisierung und Einzelbewertung der Songs...
- 1. Somewhere I Belong:
- "Somewhere I Belong" vom zwoten Studio-Album "Meteora" ist ein sehr guter Startsong, wirkt vor allem in den Strophen sehr samtartig, hat aber reichlich Power am Start... Ich kann mich noch erinnern, als diese Single veröffentlicht worden ist und wieder von sogenannten Kritikern Ausverkauf, Softi-Image usw. vorgeworfen worden ist... So ein Quatsch: dabei ist der Song gnadenlos gut... Neider, nichts als Neider... Schleppendes Tempo, in den Strophen gelassen, die Entfaltung folgt im Refrain, perfekte Kombination mit Gesang und Raps - ein wahrer Ohrenöffner aus meiner Sicht... Live ist der Song sehr gut interpretiert (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne von 5 Sternen). _______________________________________
- 2. Lying from You:
-> Dieser Song erinnert mich von der Gestaltung her an das erste Album...Es handelt sich jedoch um einen weiteren Track vom zweiten Album der Band aus den Staaten... Hier offenbart sich der schleppende Gang eines Songs - und gleichzeitig steckt so viel geballte Dynamik dahinter; live ohne jeglichen Makel. Genial: der wiederholt verlockende Mix von Gesang und Rap im Refrain! Perfekt finde ich die Samples, die Technologie, die mit den gewöhnlichen Instrumenten verschmilzt. (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne). _________________________________________
- 3. Papercut:
-> "Papercut" war eine der herausgebrachten Singles vom ersten Album der Amerikaner und geht nach relativ kurzem Einstieg in Form von pulsierenden Beats (einige, eher wenige Sekunden, aber es reicht für eine eindrucksvolle Momentaufnahme) gleich in die Vollen. Kantig geht es los, diese kantige Art bleibt durchgehend erhalten... Die Reime von Mike Shinoda sind gleich recht eindrucksvoll und schnell, der Song kommt an sich aber eher gemächlich daher... Was sehr beeindruckend ist bei diesem Song (wie bei vielen anderen Songs der beiden Alben) ist die Mischung aus Härte und dem Feinsinn für eingängige Melodien (die kommen hier auch nicht zu kurz). Was man schon "damals" entdecken konnte, war das Gespür für feine Samples und elektronische Hinzugaben, die nicht aufgesetzt wirkten...
Kurz zu den Lyrics in Form eines Textauszuges:
"Why does it feel like night today? Something in here's not right today Why am I so uptight today? Paranoia's all I got left I don't know what stressed me first Or how the pressure was fed / but I know just what it feels like To have a voice in the back of my head" Thematisch geht es eindeutig in Richtung Paranoia - knackig beschrieben...
Den absoluten Pluspunkt in diesem kreativen Song sehe ich nach ca. 2 Minuten beginnend, wo nach kurzem Break der gesanglichen Kreativität von Benningten freien Lauf gelassen wird. Dieser schöne Part streckt sich bis zum Ende des Liedes und verliert auch bei der Live-Präsentation nicht an Intensität und auch nicht an der notwendigen Qualität... (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne). _______________________________________ * 4. Points of authority: - Und hier beim 4. Titel "Points of authority" gibt es eine beginnende Variante mit leisem elektronischen Einstieg, wobei die Rap-Komponente zunächst zum Ausdruck kommt.
Wieder wird das Tempo auf dem mittleren Weg ausgelegt. Von der Herangehensweise des Tempos gibt es hier im Vergleich zu den Vorgängern keinen großartigen Unterschied zu verzeichnen. Man könnte meinen, das das öde scheint - jedoch hat jeder einzelne Titel, so wie dieser, eigene Charaktereigenschaften und glänzt auf individuelle Art und Weise.. Was die Texte angeht, werden Leute dargestellt, die meinen, immer richtig zu liegen und daraufhin eindrucksvoll Position bezogen...
Ich habe bezüglich der Lyrics die erste Strophe von Chester Bennington ausgewählt: "You love the way I look at you While taking pleasure in the awful things you put me through You take away if I give in My life My pride is broken"
Der Song will verdeutlichen, dass es hier um die Anfechtung von autoritären Elementen geht, die Besserwisser werden hier angegangen. Allein der lyrische Erguss des Refrains hat so etwas schwermütiges, das schon fast bedrohlich ist. Aber auch das ist meine Welt und diese Gefühle gehören in unsere Welt. Ich hatte zunächst meine Zweifel, dass der Track bei der Live-Präsentation absacken würde in Sachen Qualität; aber meines Erachtens ist das nicht der Fall...
(Meine Einzelbewertung: logischerweise 5 Sterne). _________________________________________ * 5. Runaway: - Beim 5. Song namens "Runaway" wird es allein vom Tempoformat lebendiger. Das ist wahrscheinlich der munterste Song des ersten Albums "Hybrid Theory". Obwohl das zunächst gar nicht der Fall ist... Aber in den Refrains kommt der Song mit viel mehr Drang daher als in den fast schon verhalten daherkommenden Strophen. Die Refrains an sich sind so was von druckvoll, dass ein "Mitgehen" fast schon unvermeidlich ist (vor allem die Endpassage garantiert unweigerlichen Schwung - phantastisch"). Diese Riffs in diesem Part ab 2 Minuten Spielzeit finde ich sehr eindrucksvoll. Etwas eingebüßt hat der Song jedoch bei der Live-Performance...
DENNOCH: Zum "Weglaufen" ist auch dieser Text nicht: Auch hier sind die Lyrics knackig, aber doch eindrucksvoll und markant; der Auszug des erwähnten Refrainparts lautet: "I wanna run away Never say goodbye I wanna know the truth Instead of wondering why I wanna know the answers No more lies I wanna shut the door And open up my mind"
Inhaltlich geht es um die Aufdeckung der Wahrheiten und dem Abbau der Lügen, die einen so begleiten... Alles auf den Punkt gebracht, alles stimmig.
(Meine Einzelbewertung: 4 Sterne von maximal 5 Sternen). _______________________________________ * 6. Faint: -> .... Eine absolut elektrisierende Nummer, die mich von Anfang an zum regelrechten Rasen gebracht hat... Für eigentliche "Linkin Park"-Verhältnisse war das sehr ungewöhnlich und ein ganz neues Feeling offenbarte sich beim Zuhören. Die Nummer ist nach wie vor ein Lieblingstitel von mir, weil so viel Dynamik ausgesprüht wird, die Nummer in 3 Minuten auf den Punkt kommt und einfach eingängig ist. Rock auf der einen Seite als dominantes Element, verfeinert wurde das Ganze noch mit rasenden Rapparts - fertig ist das tempolastige Meisterwerk, das live optimal rüberkommt und vor allem als Song im mittleren Bereich bei dem Album als perfekt scheint (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne von 5 Live-Sternen). _________________________________________
* 7. "From the inside": -> Bei "From the Inside" wird wieder an der Temposchraube gedreht - aber zurück. Der Song ist widerum einer der üblichen Sorte... Schleppendes Format. Die Strophen beherbergen wiederum ein tolles Zusammenspiel von Raps und Gesang und wirken ein um´s andere Mal noch gefühlvoll, ehe im Refrain der Ausbruch beginnt, vor allem im Gesang. Live kommt dieser Ausbruch besser denn je zum Tragen... (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne). _______________________________________ * 8. P5hng Me A*wy: - Ein weiterer guter Song, das Schöne ist das gleichbleibende Tempo von Anfang bis Ende. Klar, in so manchen Passagen wird es wieder ruhiger (eben gefühlvoller in den Strophen...). Das ist schon ein gängiges Schema (Auch der Übergang, wo dann auch noch einmal die Raps mitbegleiten, begeistern mich). Aber das Tempoformat verändert sich dieses Mal, zumindest in meinen Ohren, nicht wirklich. Hier kommt letzten Endes noch einmal gebündelte Dynamik zum Vorschein, die eben in einem fulminanten Refrain ausartet. In Sachen Live-Performance hätte ich jedoch bei dieser CD den Track "Don´t stay" statt diesem vorgezogen, da dieser insgesamt gesehen zu ruhig ausgefallen ist... (Meine Einzelbewertung: 4 Sterne). _________________________________________
* 9. Numb: -> Der Song "Numb" ist genauso eindrucksvoll wie der komplette Rest des Albums (zumindest aus meiner Sicht)... Das ist alles andere als ein stiller Abgang oder eine lauwarme Nummer: Die üblichen Motive, oder "LP"-"Gesetze" gelten hier: hier greift das Bewährte... Sehr einprägsam ist der Refrain. Wieder ein genialer Song - auch live mit allen Feinheiten ausgestattet... (Meine Einzelbewertung: 4,5 Sterne). _______________________________________ * 10. Crawling: - "Crawling" war eine gelungene Singleauskopplung aus dem Album "Hybrid Theory" - und das ganz verdient. Der Song hat teils etwas Melancholisches (in den Strophen ist mir das inbesondere aufgefallen), in diesen kommt so etwas unheimlich Schwermütiges zum Vorschein, während der Song in den Refrains allein schon wegen des Gesanges von Chester Bennington etwas Kämpferisches und fast schon Auflehnendes darstellt...
Generell ist der Song vom Tempo sehr schwerfällig. Es fällt mir aber nicht schwer, mich in diesen Song hineinzuversetzen, da ich eine generelle Ader habe für Songschemen dieser Art habe! Auszug aus dem schwermütigem Textgebilde:
"crawling in my skin these wounds they will not heal fear is how I fall confusing what is real" Insgesamt gesehen einer der besten Songs des gesamten Albums, der auch live keine Spur an der Melancholie verliert... (Meine Einzelbewertung: klare 5 Sterne von maximal 5 Sternen). _________________________________________
* 11. In the end: -> Der Song ist Energie pur, die auch live sehr gut zum Tragen kommt! Linkin Park verkörpert hier die Crossover Elemente auf den Punkt. Rapparts, der charismatische Gesang, zudem das elegante Tempo des Songs. "Linkin Park" haben schon viele tolle Songs veröffentlicht, aber dieser Song verkörpert in der Tat Kraft ohne Ende, ohne aber gefühlvolle Stimmungen zu ignorieren. Der Sprechgesang fügt sich hervorragend in das Lied ein, in Abwechslung mit dem grandiosen Refrain bildet das Lied "In the end" ein tolles Gesamtkunstwerk! Gerade diese Abwechslung, diese gute Kombination hat Linkin Park auch dazu verholfen, sich vom "Rest" der Szene abzuheben. Für mich und meine Frau hat der Song sowieso eine ganz besondere Bedeutung. Dieser Song ist unser gemeinsamer Lieblingssong (ja, so etwas gibt es noch)... Als wir uns seinerzeit kennen lernten, wurde der Song rauf und runter gespielt und dieses Lied gehört somit zu "unserem persönlichen Soundtrack" :-)! Allein diese Piano-Klänge, die in dem härteren Elementen ganz und gar nicht untergehen, eher die tragende Säule in so manchem Songespart bilden, kommt gefühlstechnisch viel rüber... Das ganz besondere Higlight ist die gefühlvollere Variante des Parts:
"I've put my trust in you Pushed as far as I can go And for all this There's only one thing you should know" Wenn dieser Teil des Songs kommt, singt ein Ehepaar in Südniedersachen (mehr schlecht als recht...), aber mit viel Leidenschaft. Ich habe selten einen Song entdeckt, der Kraft und Gefühl so derart vereinen kann...
Weiteres: Dieser Song ist mit einer Spielzeit von 3 Minuten und 36 Sekunden zudem der längste des Albums "Hybrid Theory" gewesen! Der Titel ist einer der erfolgreichsten und einflussreichsten, durfte natürlich nicht bei diesem Live-Album fehlen... Dieser Titel ist der Diamant, ein Herzstück dieses Live-Albums.
(Meine Einzelbewertung: funkelnde 5 Sterne). _______________________________________ * 12. One step closer: - Beim verhältnismäßig kurzen Song "One step closer" setzt man in Form von Härte noch einen drauf: der Gesang ist mir persönlich in so manchem Part zu hart aufgefallen. Aber in Bezug auf die Aussagen des Songs passt diese Härte auch relativ gut...
Deswegen kurz ein Auszug aus dem Text: "Everything you say to me Takes me one step closer to the edge And I'm about to break I need a little room to breathe Cause I'm one step closer to the edge And I'm about to break"
Das ist der Ruf, die Sehnsucht nach mehr Freiheit. Man braucht mehr Luft, ist eben kurz vor dem Abgrund und will sich befreien... Die Texte sind gut zusammengstrickt worden, gut zu verstehen und man kann sich zum Teil indentifizieren und mit diesen auch gut was anfangen...
Bewährte Grundlage ist die Kombination der Raps und des Gesanges. Auch bei der kurzen Spieldauer kommt natürlich die Message des Song klar strukturiert herüber, aus musikalischer Sicht kann man ebenso viel mitnehmen. In einer Live-Performance aber ein gut angesetzter Zeitpunkt aufgrund der Energie und härteren Gangart... Auch aufgrund der Textinhalte ist dieser Track ein guter Schlusspunkt der CD!!! (Meine Einzelbewertung: 4,5 Sterne von maximal 5 Sternen).
_________________________________________ _______________________________________ Zusätzlich zu den enthaltenen Tracks der CD gibt es diese weiteren 5 Tracks auf der DVD der Edition zu bewundern:
* Don't Stay: - "Dont stay" fasziniert mich am meisten durch die Aggression, die dahinter steckt. Das muss ja nicht immer was Negatives sein. Es ist einfach in diesem Sinne ein Weckruf an Ungebetene, nicht zu bleiben. Und das will in etwas aggressiver Form deutlich werden. Eindrucksvoll. Den Song höre ich des Öfteren, weil dieser zum schnellen Abreagieren verleitet. Gerade der Gesang hat es in sich, weil er auch live sehr gut zu einem Set passt. Schade nur, dass der Track auf der CD nicht enthalten ist... (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne). ** With you: - Der Song "With you" beginnt zunächst mit elektronischen Spielereien (sehr gelungen aus meiner Sicht), wiegelt sich wieder zum fast dampfwaltenartigen Song auf in mittlerem Tempo. Die ersten Riffs kommen wiederholt sehr kantig daher, ehe es in der ersten Strophe relativ ruhig wird und die Elektronik in Form von wärmeren Klängen recht gemütlich daher kommt. In diesen Strophen, die allesamt ruhig sind, gläzt Mike Shinoda mit gediegenen Reimen. In den Refrains wird der Song wieder ganz munter. Das liegt an der Herangehensweise mit dominanten Gitarrenriffs und der aggressiveren Sangesart des anderen Frontmannes Chester Bennington. Die Akzente zum Schluss werden wieder in Form der elektronischen Spielereien gesetzt.
Die Lyrics kommen wieder klar definiert und wohl ausgesucht daher. Ich habe den Refrainpart als explizites Beispiel ausgewählt, in dem nun auf Gefühle eingegangen wird und das Ganze in eine eindeutig emotionalere Richtung geht: "It's true the way I feel Was promised by your face The sound of your voice Painted on my memories Even if you're not with me I'm with you"
Echt gelungen. (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne von maximal 5 Sternen).
*** Figure.09: - Bei "Figure.09" kommen wieder die alten "Linkin Park" Elemente bzw. Tugenden zum Vorschein und der Song wird eher Fans der ersten Stunde in Verzückung versetzen können. Bewährt heisst aus meiner Sicht aber auch wieder "perfekt umgesetzt", denn dieser Klang ist toll und mir ist es bisher so ergangen, dass diese Sounds nicht langweilig werden. Der Song ist durch die bewährten Elemente aus Raps / rockigem Gesang / schleppenden Tempo / DJ-Aktionen (Samples) von mir jedenfalls als solide Nummer entdeckt worden: solide heisst für die Qualitätsverhältnisse schon sehr gut. (Meine Einzelbewertung: 5 Sterne). **** By myself: - "By myself" beginnt recht offensiv, aggressiv würde auch passen. Mitunter sind wieder recht ruhige Passagen enthalten, die der einzelnen Strophen, wobei die Reime das tragende Elemente sind. Diese begleiten auch die Refrains im Unterton und leiten diese recht gut ein. Die Strophen arten gesaglich durch regelrechtes Schreien aus - aber vom Gesamteindruck bedeutet das für mich eine ansprechende Darstellung - ja fast schon künstlersiche Darstellung. Textlich ebenfalls etwas dunkler mit Gedanken des Scheiterns ausgedrückt... (Meine Einzelbewertung: 4,5 Sterne).
***** A place for my head: - "A place for my head" hat eine etwas aggressivere Auslegung und diese ist vorrangig im gesamten Song zu spüren. In diesem Umfeld sind auch die Raps beheimatet (sonst war es eher so, dass diese in ruhigeren Tönen herausposaunt wurden)... Diese Verschleppte Taktung ist so richtig gelungen; die Refrains ebenso wegen der brachialen Spielweise von Bass und Gitarren, die den Gipel nach 2/3 erreicht. Vor allem der Part der sich wiederholende Teil von Chester Benninton gefällt mir heutzutage noch sehr gut: "You try to take the best of me Go away" Diese auflehnende und abweisende Haltung findet sich in der erwähnten Spielweise am brachialsten. Genial. Auch live bestens in Szene gesetzt. Wirkt in diesem Fall noch roher, noch "dreckiger"... (Meine Einzelbewertung: brachiale 5 Sterne von maximal 5 Sternen).
_________________________________________ -> Eine gängig interessante und von der Qualität her hochdosierte Crossover / New Metal-CD, die meiner Meinung nach keinen Ausfall zu verzeichnen hat. Die Titel sind für eine Live-Aufnahme bestens herausgefiltert worden seinerzeit. Die DVD ist nahezu die perfekte Ergänzung zu der Compact Disc... die in Sachen Zusammenstellung lediglich aus meiner Sicht den Track "Don´t stay" vermissen lässt.... **** **** ****
5.) Mein Fazit: - Ein sehr gelungenes Live-Album mit vielen unterschiedlichen Einflüssen der ersten beiden sehr erfolgreichen Alben ist "Live in Texas": Der bewährte Crossover ist ein immerwährendes Stilmittel. Zudem spielt vermehrter denn je die elektronische Richtung eine Rolle. Die Songs sind abwechslungsreich ausgefallen. Die Musik ist anspruchsvoll und bis in´s Detail geplant und auch live gekonnt umgesetzt. Das ist ein Querschnitt aus Verspieltheit, dem Drang nach künstlerischem Schaffen und andererseits purer Live-Qualität.
Die DVD kommt öfter zum Einsatz. Sie hat zwar keine besonderen Features wie eine individuelle Einstellung von Kameras... Aber die Fülle an Songs (17 an der Zahl), das gute Live-Feeling und die gute Umsetzung sprechen für sich. Zudem ist die Band relativ nah dran an den Fans... Weitere Motive: - Die Umsetzung ist bis auf wenige Ausnahmen echt gelungen; diese Ausnahmen sind aber dennoch nicht so schlecht ausgefallen: Die Songs sind durchweg um die 3 Minuten lang und bieten so ziemlich alles, was Musik der härteren Gangart zur Leidenschaft, auch bei einem Live-Album, mutieren lassen kann... - brachial, gefühlvoll und euphorisch zugleich! - auch wenn es im Jahre 2008 eine weitere (auch umfangreichere) Live-Performance zu kaufen gab (Road to Revolution-Live at Milton Keynes), so ist diese dennoch zu empfehlen... Der Sound ist bestens eingefangen... - hat perfekten und authentischen Sound anzubieten - wurde optisch im Großen und Ganzen recht gut eingefangen! - enthält die älteren wichtigen Songs - rein instrumental glänzende Umsetzung bei diesem Live-Konzert (vor allem die technischen Sachen kommen besonders gut zum Tragen; die Samples bieten ein tolles Zusammenspiel mit den rockigen Elementen...) - ist optisch gut eingefangen worden, man ist relativ nah dran "zu Hause"... - sollte gute Unterhaltung bieten - hat zum Teil nicht alle Darsteller ganz gerecht eingefangen: im Vordergrund stehen (fast wie selbstverständlich) die beiden Sänger der Band... Aber dieses "Problem" stellt sich bei so gut wie jeder Aufzeichnung im "Live"-Land...
__________________________________________
* Unter´m Strich reicht das aus meiner Sicht dennoch für eine weitere sichere Empfehlung und somit für die Vergabe von > 5 Sternen < !
- - - - - - - - - - Vielen Dank für das Lesen, Kommentieren und / oder das Bewerten von Eurer Seite aus :-)!
Gruß, ®ene´
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bh
18.05.2011 16:20
bestens!!!
16.05.2011 11:00
Linkin Park mag ich auch sehr gerne. Der Bericht ist für mich besonders hilfreich.