Wer hat der Frau nur diesen Shit eingeredet?
11.12.2001
Pro:
die Stimme
Kontra:
die Musik
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 JoeBLN
Über sich:
Wenn ich erstmal meine Spracherkennung habe, gehts mit vielen neuen Berichten weiter. Bitte Geduld b...
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Lobeshymnen über Lobeshymnen habe ich im Vorfeld bei Amazon über dieses Album lesen dürfen. Da konnte ich natürlich nicht mehr an mich halten und habe beim nächsten Promarktbesuch unbesehen zugeschlagen. Aber leider muß ich sagen. Ich kann Euch nicht zustimmen. Dieses Album ist nun wirklich nicht besser als "Believe", geschweige denn ein Meisterwerk.
Was erwartet einen denn nun? Für mich reiht sich ein belangloses Popliedchen ans andere. Und einzig die beeindruckende Stimme von Cher läßt diese Songs manchmal aus dem langweiligen Einheitsbrei rausschauen. Und was tun die Produzenten? In fast allen Songs wird diese vibrierende, dunkle, kräftige Stimme elektronisch verzerrt, verfremdet und der Hörer verarscht. In ketzerischen Augenblicken habe ich sogar schon mal dran gedacht, daß die gute Frau vielleicht gar nicht mehr singen kann. Unter den Textern und Musikern sind übrigens so bekannte Namen wie Chicane, Tracy Ackermann und Diane Warren. Doch auch diese hochkarätige Mannschaft sorgt leider nicht für ausreichend Innovation und Abwechslung. Vermutlich haben die Producer noch mal um der Eingängigkeit und Charttauglichkeit den Schleifstein angesetzt.
Cover und Booklet geben sich im Gegensatz zur Musik sehr erdverbunden und natürlich. Cher posiert in Leder, Pelz und einfachen Stoffoberteilen. Dazu gibt es dunkle und warme Töne von Natur, rustikalem Holz und sympathischen Tieren. Die Schriftart für "Cher" scheint man dann schnell noch in der Gutenbergbibel geklaut zu haben. Das dünne Booklet enthält neben ein paar Fotos die vollständigen Texte der Songs und eine kleine Seite mit Danksagungen. Aber auch hier vermißt man die Spielzeitangaben für die einzelnen Tracks wie eben auch auf der Rückseite des Covers. Die Songs - es gibt nur 12:
1. "The Music's no good without you" dürfte jedem noch schwer im Ohr liegen. Total verzerrte Stimme in stimmigem Groove und eingängiger Melodie. 2. "Alive again" ruhiger Beginn, der in einem trotzig hymnischen Refrain mündet.
3. "(This is) a Song for the Lonely" hat einen flotten Groove mit Gitarrenriffen. Leider schreit Cher einem im Refrain die Ohren unsäglich voll. 4. "A different kind of Lovesong" beginnt ruhig, aber mit tanzbaren Beats und hat einen gefälligen Refrain. Die Stimme wird aber wieder extrem verzerrt.
5. "Rain, Rain" ist eher ruhig und gefällt mir speziell wegen des Refrains, der mich so an die Frühwerke einer gewissen Cher erinnert. 6. "Love so high" ist wieder so ein Zwitter aus ruhigem Korpus und geschrieenem, treibenden Refrain. Nervt auf die Dauer.
7. "Body to Body, Heart to Heart" Hey, es kommt Abwechslung auf. Der Latin Style ist in, also macht Cher da auch mit. Erfrischend, nach dem Einheitsbrei. 8. "Love is a lonely Place without you" ist mit einem flotten, tanzbaren Beat unterlegt. Und obwohl Cher beim Refrain wieder so schreit, kommt das Ganze recht gefällig daher.
9. "Real Love" glänzt mit teilweise stark verzerrter Stimme und fast durchgängigem Geschreie. Dabei kommt der Sound klasse rüber und hätte besseres verdient. 10. "Love one another" kleine Liebeshymne mit E-Gitarre im Refrain. Kommt ganz nett daher. Tanzbar, eingängig, mit positiver Message.
11. "You take it all" Die einzige Ballade des Albums ist auch gleich der einzige Juwel. Stimmig, melodisch, ergreifend - einfach nur schön. 12. "When the Money's gone" Zum Schluß gibt es noch mal zu sattem, in die Beine gehenden Discobeat einen kleinen melodischen und einfallsreichen Lichtblick
Aber dann ist Cher auch schon fertig und ich ehrlich gesagt ziemlich abgenervt und enttäuscht. Fazit: Das Album ist elektronisch so glatt geschliffen und auf Massentauglichkeit getrimmt, daß leider sogar die beeindruckende Stimme von Cher die Songs nicht mehr aufwerten kann. Schade - zwar nicht rund herum aber insgesamt doch ein Flop.
erschienen 2001 bei Warner Music und noch auf PC abspielbar
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22.02.2002 14:53
Hallo Joe, tut mir leid, wenn ich deinen Bericht als w.h. bewertet habe, aber meiner Meinung nach hast du zu viel von deinem eigenen Geschmack reingebracht. Manche mögen die Lieder Geschreie nennen, ich allerdings würde es als lauteres Singen beschreiben. Es ermahnt ja auch niemand Anastacia, wenn sie zu laut singt. OK, ich gebe zu, an manchen Stellen hört es sich nicht soo gut an. Aber in einem Punkt kann ich dir auf keinen Fall zustimmen, undzwar, dass die Stimme immer so verfremdet wurde. Das sitmmt auf keinen Fall, da zum Beispiel bei Body to Body, Heart to Heart ihre Stimme zum vollen Einsatz kommt und auch noch bei mehreren anderen Stücken. Ich bin zwar erst seid kurzem dabei, aber ich bin der Meinung, man soll die Bericht objektiv schreiben. Cu Snoopy
13.01.2002 19:27
Ich erinnere mich noch voll Grauen an so ein komisches Weihnachtslied von Cher, das im vergangenen Jahr auf Antenne Bayern gedudelt wurde. Die älteren Cher-Songs gefallen mir viel besser.
11.01.2002 17:00
Ich mag sie sowieso nicht, zumindest nicht als Sängerin, als Schauspielerin eigentlich schon. Gruß Julia