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"Look What The Cat Dragged In", das Debütalbum der Sleazerocker POISON, ist ein recht sparsam uns trocken produziertes Album, das den einfachen Rock'n'Roll-Faktor stark in den Vordergrund stellt. Die Songs selbst sind ebenfalls eher schlicht gehalten, knallen aber größtenteils recht ordentlich ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von logan über Look What the Cat Dragged in - Poison 29.07.2007
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
nicht so toll
Klangqualität:
annehmbar
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Häufigkeit der Nutzung
nie (wieder)
Dieser Tonträger ist:
Pro:
rockt saumäßig
Kontra:
saumäßig primitiv
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
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"Look What The Cat Dragged In", das Debütalbum der Sleazerocker POISON, ist ein recht sparsam uns trocken produziertes Album, das den einfachen Rock'n'Roll-Faktor stark in den Vordergrund stellt. Die Songs selbst sind ebenfalls eher schlicht gehalten, knallen aber größtenteils recht ordentlich rein. Einer der Hauptsongwriter bei POISON war Gitarrist C.C. DeVille, welcher mit dem hier zu hörenden 'Talk Dirty To Me' gleich einen der größten Hits seiner zukünftigen Combo schrieb, mit dem er noch im Findungsprozess der Band sogar Mitbewerber Slash (später GUNS N' ROSES) ausstechen konnte.
'Cry Tough' läutet das Album gleich stilvorgebend ein, mit laut knallenden Drums, schwer wie Kanonendonner, sparsamer und eher langsamer Instrumentierung und dem hungrigen Gebaren einer Band, die neu am Start ist. Etwas monoton vielleicht, und eigentlich auch nichts wirklich besonderes, aber keineswegs so übel, wie das Album von einigen Kritikern gern geredet wurde, die mit dem Styling der Jungs nicht klarkamen und den sogenannten >Hair Metal< pauschal abqualifizierten. Die Band dürfte es kaum gejuckt haben, schließlich war die Provokation des androgynen Makeups damit aufgegangen.
'I Want Action' ist ein ganz POISON-typischer Song, bietet also Sleazerock galore, mitgrölbar, eingängig, irgendwie boogiemäßig, aber eben mit überdeutlichem Hardrockeinschlag. Bevor 'Play Dirty' in ähnlicher Manier weitermacht und als schmierig langsamer Rocksong die stilistisch Lücke zwischen den ersten beiden Songs füllt, wurde noch schnell die obligatorische Schmachtballade 'I Won't Forget You' eingeschoben: Die erklingt freilich pathetisch ohne Ende, dank der höchst klaren Abmischung sowohl der Gitarren als auch des Gesangs jedoch schneidend genug, um die Metal-Ansprüche der rockbezogenen Fans nicht gänzlich zu unterlaufen.
Nachdem man sich also quasi warmgespielt hat, haut mit dem Titelsong 'Look What The Cat Dragged In' dann schließlich, endlich der erste, deutlich schneller gespielte, Smasher des Albums rein und leitet damit zugleich dessen Höhepunkt ein. Der Song ist eine hedonistische Absturzhymne sondergleichen, rockig, eingängig, ohrwurmig! Den Refrain hat man auch nach Jahren noch im Kopf. Und dann geht's gleich weiter mit dem nächsten Kracher, dem schlüpfrigen 'Talk Dirty To Me', einer echten Granate, und natürlich geht's auch da nicht bloß um's Reden... Vor allem aber legt C.C. DeVille ein echt starkes Solo hin. Und auf der Bühne konnte das Potential dann so richtig ausgeschöpft werden (vgl. den Mitschnitt auf dem rund fünf Jahre später erschienenen Album "Swallow This Live").
Okay, 'Want Some, Need Some' kann man ruhig vergessen, und auch das abgehackte, wiederholungsreiche 'Blame It on You' vermag allenfalls aufgrund des wuchtigen Sounds zu überzeugen, doch von der Achtzigerband POISON sollte man auch weder lyrische Höhenflüge noch feinsinnige Arrangements erwarten. Damit kann '#1 Bad Boy' genausowenig dienen wie seine Vorgänger, aber dafür agiert die Band hier wieder etwas dynamischer, und das bleibt auch so bei 'Let Me Go To The Show', wo POISON noch einmal ein wahres Rock-'n'-Roll-Feuerwerk abbrennen.
Der Produktion hört man an, dass sie nicht viel wird gekostet haben, doch der Sound ist immerhin klar und effizient abgemischt. Effizient ist auch das Songwriting, obschon die Teile eher schlicht gestrickt sind, und stellenweise noch nicht alles ganz so flüssig klingt wie auf späteren Alben. Der Rest ist Geschmackssache. Relevant sind die frühen POISON für mich heute nur noch als Einstiegsdroge in den Hard-'n'-Heavy-Sound im weiteren Sinne. Wer allerdings wirklich auf den Sleaze-Rock / harten Glam-Rock der Achtziger Jahre steht, wird an POISON nicht vorbeikommen und sich über kurz oder lang wohl auch diese Scheibe zulegen müssen.
Verglichen mit dem Nachfolger "Open Up And Say... Ahh!" war die Dichte der Hits anno '86 zwar noch nicht so hoch, dafür knallten diese dann aber um so besser. Alle denen ein oder zwei Scheiben der Band im Schrank genügen, sollten jedoch eher zum oben erwähnten Live-Album und/oder zum Ausnahmealbum "Native Tongue" greifen, welches 1993 nicht zuletzt dank des Einflusses von RICHIE KOTZEN eine zwischenzeitliche Abkehr vom typischen POISON-Sound und Hinwendung zu ernsthafterem Songwriting mit sich brachte.
Anspieltipps: Play Dirty, Look What The Cat Dragged In, Talk Dirty To Me, Blame It On You.
Pro: scherbenklirrender Sound für Asphaltdschungel und Betonwüste Kontra: scherbenklirrender Sound für Asphaltdschungel und Betonwüste
...einen anderen großen Tourkollegen der Band: POISON zu "Look What The Cat Dragged In" Zeiten.
Der Song kommt mit seinem harten Beat und den primitiven doch wirksamen Riffs recht spartanisch rüber, klingt dreckig, fies und funky.
>>Juicy Miss Lucy always diggin' on junk,
she's on the corner talkin' trash with the punks.
Her buried treasure is so easy to see,
cause talk is cheap and so is she. 'Youth Gone Wild'
ist die obligatorische Mitgrölhymne:
Spannungsreich dank verzögernder Hook im dann schon stadiontauglichen Refrain, kaugummiziehendes Gitarren-Solo im Mittelteil, durchweg THE-CLASH-artige Wuchtdrums, sleaziger Gesang zu einem Bass, der unter der Hand ein paar Funk-Anleihen nimmt (die er selbstverständlicherweise nie zurückzuzahlen gedenkt...) und ein wadenbeißendes...
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Pro: knallender, ungeschliffener Rock über soziale Müllkippen und verkrachte Existenzen; als Kaufhausbeschallung & Bravostarschnittsammlermusik undenkbar; Sebastian Bachs Stimme Kontra: limitierte Bandbreite; anstrengender & weniger Hitpotential als das Debütalbum; fällt zum Ende hin etwas ab.
...the wheel 'Creepshow'
ist ein Song, der eher in Richtung POISON zu "Look What The Cat Dragged In" Zeiten geht. Naja, das ist nicht so der Bringer: Poser-/Hairspray-Hardrock ohne besondere Kennzeichen.
Handelt davon, dass sich der Typ verraten und verkauft fühlt, als er seine Alte plötzlich in einer dieser Sensations-Beziehungsmüll-Talkshows erkennt, wie sie über ihn abzieht.
>>Oh no - I saw my baby on the creepshow. Out on - spillin' my guts on the news. Oh no - I caught my woman on the creepshow. Hit me with a shovel 'cause I can't believe that I dug you. 'In A Darkened Room'
ist eine Ballade, wie sie vom Ansatz her auch von den frühen Bon Jovi stammen könnte; allerdings etwas zäher, härter, bluesiger und schleppender.
Ist mir dennoch zu schwülstig.
Schwamm drüber...
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