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im Falle von Lupe Fiasco ist dies aber gar nicht mal so schlimm.
Der gilt nämlich so ungefähr, seit er das erste mal ein Mikro in der Hand hatte, als neue Raphoffnung.
Unter den Fittichen von Jay-Z und Kanye West zauberte er schnell ein erstes Album hervor.
Doch damit begann Lupe´s Pech, ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Senilm über Lupe Fiasco's Food & Liquor - Lupe Fiasco 8. Januar 2007
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung:
so oft wie möglich
Dieser Tonträger ist:
der beste des Künstlers
Pro:
Leckere Häppchen und volle Kost
Kontra:
mit leichten Gewürzproblemen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
** Wieder zurück aus Barcelona gibts jetzt erstmal alten vorbereiteten Schmonz bevor ich euch mit Reiseberichten langweilen werde... Stay tuned... **
Manchmal klebt einem wirklich Scheisse am Schuh... im Falle von Lupe Fiasco ist dies aber gar nicht mal so schlimm. Der gilt nämlich so ungefähr, seit er das erste mal ein Mikro in der Hand hatte, als neue Raphoffnung. Unter den Fittichen von Jay-Z und Kanye West zauberte er schnell ein erstes Album hervor. Doch damit begann Lupe´s Pech, da klaut ihm einer sein Album und stellt es online bevor es überhaupt veröffentlicht wurde und für Lupe ist das Fiasko perfekt. Was tun ? Ganz einfach - mit soviel Talent wie Lupe es hat, spielt er einfach nochmal ein paar neue Tracks ein und macht ein "zweites" Erstes Album.
Lang erwartet und jetzt endlich auf dem Markt "Food & Liquor" - und um es gleich vorwegzunehmen der Junge hat mehr Schachzüge parat als DeepFritz, eine größeren Wortschatz als sämtliche Fremdwörterduden und mehr Wissen als Wikipedia gespeichert... ok, letzteres trifft nicht zu, aber Lupe beweist auf 16 Tracks sein schlaues Reimtalent eindrucksvoll.
Die ersten Tracks wie "Real" und "Just might be okay" saugen noch ein wenig an der pompösen Streicher- und Bläserinszenierung. Deren enthusiastischer Einsatz lenkt unnötig von Lupe´s ab, sorgt aber nur dafür daß man bei "Kick, Push" geradezu in Lupe´s Flow hineinstürzt. Und einmal darin gelandet findet man sich bald in einem stürzend, tosenden Fluss hin zum Niagarafall wieder. Lupe verbindet Philophische Hintergrundgedanken in Storytelling der alltäglichen Sorte, was Sympathie nicht nur dafür weckt.
Das jazzig, Kontrabassgetränkte "Gotcha" zelebriert Früh-90ies Native Tongue-Lyrics während sich "The Instrumental" ganz anderer Aufmerksamkeitserreger bedient. Jonathan Matrangas softe Gesangsstimme deckt das sphärische Spektrum dieses Crossover-angehauchten Beatclappers zur Gänze ab. Legt sich das sanfte Organ über Lupe´s atemlosen Einsatz wird klar wie Rapduetts in Zukunft zu klingen haben. Gemini und Sarah Green stehen Lupe bei "He Say, She Say" zur Seite. Das Storytelling perfide getimt - im streicherverhangenen Wolkenhimmel perlen die Hintergrundstimmen in Fiasco´s Lebensbejahende Lyricwahl.
Nach der Hälfte des Albums beginnt Lupe zum allgegenwärtigen Entertainer zu werden. Es gibt wenige HipHop Alben welche die Aufmerksamkeit vollends auf den Protagonisten lenken können - das gelingt hier mühelos. Das lockerbouncende "Sunshine" scheint selbst froh zu sein, als Untersatz für Lupe´s Sahnefeinen aromastarken Kaffee zu dienen. "Daydreamin", erste Singleauskopplung kopuliert mit der grandiosen Jill Scott und trägt die Consciousrap-Fahne wehend im jazzig, streicherdurchzogenen Wind.
"Cool" - das Highlight! Ferner eine Definition von Coolness, abseits aufgesetzter Posen. So derart wie Lupe diesen Track mit Raps und schrägem Refrain verziert - tritt sämtliche Pseudos in ein Fass und rollt es den Mount Everest hinunter. Das sägend streichende Instrumental moogt mit säuselnden Keyboards im rhytmischen HipHopclub, den Lupe mit Megaphon betritt.
"I used to hate HipHop" stated Lupe zu Beginn von "Hurt me Soul" und beweist wenig später das scheinbar nur mehr er die Liebe zum HipHop wieder erwecken kann. Gangsterstorytelling im Souligen Bademantel vorgetragen - ohne großen Pomp, schlicht aber dennoch unglaublich flowend. So sehr, daß der gute Lupe bei "Pressure" sogar seinen Mentor Jay-Z in den Schatten stellt. Pomp- und Prunk - pumpende Beats und Klaviersamples, gewohnt von Jay-Z und Just Blaze dienen hier als Schlachtplatte für Lupe. Der macht das was Kool Savas immer wollte - zerlegt alle mit nur einer Line. Gut, daß er nach der einen Line noch weiterrappt und Jay-Z´s müde wirkenden Einsatz in die Bedeutungslosigkeit verbannt.
Auf dem Pfad von "Cool" wandelt "American Terrorist". Mexikanische Rhythmen im Blut sorgt dieser lockere Arschwackler für karibische Stimmung - während textlich politische Anklagen erhoben werden. Das was Lupe hier textlich vom Stapel laufen lässt - richtet sich nicht nur gegen die mächtigen sondern auch gegen die "eigenen" Leute. Mit einem schwer bewaffneten Schiff zieht er in den lyrischen Krieg - "Don´t give the black man food, give the red man liquor. Red man fool, black man nigger" Allein mit dieser Line sollte Lupe der Eingang in die Annalen der HipHop-Geschichte gesichert sein.
An diese Leistung kann er mit "The Emperor´s Soundtrack" leider nicht mehr anknüpfen - legt aber grundsolide Sozialkritik zu Choral verpackt vor, während er bei "Kick Push II" selbst weniger motivert wirkt - die kickende Line fehlt hier leider, die er auch dem danksagenden "Outro" nicht mehr beigepackt hat.
"Food & Liquor" - das eine lebenswichtig, das andere der trügerische Freund. Lupe öffnet die Augen und führt uns den trügerischen Freund textlich vor - während seine Raps zum Lebenselixier zu werden scheinen. Werke wie "Cool" und "American terrorists" sind geniale Highlights des besten HipHop Albums des vergangenen Jahres. Lupe Fiasco wurde allen Vorschußlorbeeren gerecht und reiht sich ganz vorne ein...
Pro: Inhalte, Flow, Übersongs Kontra: Etwas Durchschnitt
...Zeit größtem Talent am Mikrofon Lupe Fiasco bestätigt sich dies. In der Vergangenheit wurde er erst von den Plattenfirmen im Stich gelassen und dann tauchten großen Teile des Albums im Internet auf. So zog sich der Schaffensprozess von „FOOD & LIQUOR“ eine gefühlte Ewigkeit hin. Letztendlich kam der 25-jährige bei Atlantic Records unter. Mit Jay-Z als Executive Producer und vielen Vorschusslorbeeren im Rücken konnte schließlich nichts ... ...an der man merkt, dass Lupe ein besonderes Talent hat: Er skatet recht plastisch und mit Wortwitz mit seinen Hörern durch seine Jugend. Bei „I GOTCHA“ merkt man sofort, das The Neptunes hier hinter den Reglern saßen. War dies in den letzten Monaten noch ein eher schlechtes Zeichen, scheinen sie im Verbund mit Lupe Fiasco zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Synthiespuren und vergnügte Töne vom Piano sorgen für ein verspieltes Flair, ...
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Pro: Unglaublicher Flow, Lyrics, Beats, im Prinzip alles Kontra: Ein wenig Durchschnitt
...Album "Food & Liquor" von Lupe Fiasco berichten. Er wird den wenigsten ein Begriff sein, sogar viele selbsternannte Hip Hop-Experten haben noch nie was von ihm gehört.
Und das obwohl Lupe möglicherweise der talentierteste Rapper unter unserer Sonne ist. Erst wurde er in den Staaten als Messias gefeiert und bis zum Himmel gehyped und dann floppt überraschenderweise sein Debüt. Als auch sein zweites Album ("The Cool") nicht den erhofften Erfolg einbringen ... ...schon etwas abschrecken. Man sieht Lupe in der Mitte, wie im All schwebend, während er von den verschiedensten Dingen umkreist wird, vom Ghettoblaster bis zu alten Nintendo-Spielen. Die Rückseite ist wiederum etwas "normaler" gestaltet worden. Das Booklet gibt allerdings weitaus mehr her. Komplett in schwarz-weiß gehalten, teils mit amüsanten Bildern bespickt, wurden hier die Producer-Daten niedergeschrieben.
*~*~*~ Die Tracklist ~*~*~*
01 Intro
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