Jake, Elwood und die Band live in America
06.07.2004
Pro:
die Band, Jake und Elwood
Kontra:
nur 34 Minuten bei einem Live - Album
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Rrambo
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 62 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Sicherlich kennen viele von euch den Film „Blues Brothers“, aber sicherlich wissen nicht alle, dass es auch einige Platten/CD’s der beiden Blues Brothers gegeben hat. „Made in America“ ist eines davon. Geschichte der Blues Brothers Hinter Joliet Jake Blues und Elwood Blues verbergen sich die beiden US-Komiker John Belushi und Dan Aykroyd. John Belushi ist leider schon viel zu schnell gestorben, Dan Aykroyd ist neben den beiden Blues Brothers-Filmen auch aus vielen anderen Film bekannt (u.a. „Ghostbusters“, „Ein Mann ein Mord“). Die Idee der Blues Brothers entstand im Rahmen der TV-Comedy-Show „Saturday Night Live“, der die beiden von 1975-1979 angehörten. Ein Kollege von den beiden wurde zum US-Präsidenten eingeladen und John Belushi und Dan Aykroyd, die beide mit wollten, haben sich einen schwarzen Anzug angezogen, schwarze Hüte aufgesetzt und dunkle Sonnenbrillen aufgezogen und sind als FBI für Arme einfach mitgefahren. Mit diesem Outfit haben sie sich dann mit der Band von „Saturday Night Live“ zu den „Blues Brothers“ formiert. Den hauptsächlichen Gesangspart übernahm Jake Blues, in der TV-Show Experte für Joe Cocker-Imitationen, und es gab 1979 den ersten Auftritt bei „Saturday Night Live“, bei dem (wie auch später) Elwood Blues eher durch „bemühten Sprechgesang“ (oft gehörtes Zitat) auffielt.
Fakten zu „Made in America“ Das Album ist eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 1980. Wie alle anderen Songs covern die „Blues Brothers“ Songs von Bluesgrößen und geben ihren mit Hilfe von John Belushis Gesang und der hervorragenden Band einen modernen Sound. Dieses Live-Album umfasst 10 Songs, die leider insgesamt nur auf 34 Minuten kommen. Für heutige Verhältnisse ist dies sehr wenig. Der Opener „Soul Finger“ findet noch ohne die beiden Blues Brothers statt und man kann es sich so vorstellen wie der Start des Konzerts im Blues Brothers-Film. Die folgenden 5 Songs („Who’s making love“, „Do You Love Me“, „Guilty“, „Perry Mason Theme“ und „Riot in Cell Block No 9“) sind höchstens 3,5 Minuten lang, längere Songs findet man am Ende des Albums allerdings auch nur bedingt. Meine Meinung zur Musik der CD Die beiden Frontmänner und auch ihre Band sind vom Feinsten (sieht man ein wenig von Dan Aykroyd’s Gesangstalent ab). Herausragend ist der Bläsersatz „Blue Lou“ Marini, Tom Malone und Tom Scott, die der Band besonders bei schnellen Songs ihren Stempel aufdrücken. Dazu kommt die Stimme von John Belushi, der sich gesanglich hinter niemandem zu verstecken braucht. Entscheidenden Anteil an dem Sound der Band hat aber sicherlich auch der Bandleader Paul Shaffer(der amerikanische Helmut Zerlett), der neben seiner Hammond auf der Bühne auch hinterher das Album zusammen mit Bob Tischler prägte bzw. produzierte. Die Songauswahl besteht auch meist eher schnelleren Songs, was die CD auch für Partys interessant macht. Einige Songs möchte ich hervorheben: Nach dem Opener findet man „Who’s making love (to you old lady)“ einen dreckigen Song, der zusammen mit ein wenig Bier jede Stimmung heben dürfte. Der einzige ruhige Song ist aus meiner Sicht auch der bekannteste, nämlich Randy Newmans „Guilty“, den Jake Blues mindestens ebenso gut vorträgt wie sein Vorbild Joe Cocker. Als weiteren Anspieltipp möchte ich noch „From the bottom“ im hinteren Teil des Albums nennen. Kommen wir zur Aufnahmequalität. Man sollte nicht die Qualität eines Konzerts aus dem Jahr 2000 erwarten. Der normale Standard von 1980 wurde aber locker erreicht. Man kann ohne wesentlich störende Nebengeräusche auch den Song „Guilty“ genießen.
Fazit Fürs Geld (9,99 Euro bei amazon) bekommt man wenig Musik, denn ein Live-Album könnte sicherlich mehr als nur 34 Minuten vertragen. Allerdings bekommt man auch eine Top-Band und wenn man sich vorstellt, dass neben der musikalischen Qualität auch das Entertainment auf der Bühne mit den beiden Comedians stimmt, dann bedauert man doch, nicht dabei gewesen zu sein. Die Kürze des Albums verbietet es meiner Ansicht nach, alle 5 Sterne zu vergeben. Somit sind für die Musik noch höchstens 4 Sterne möglich, die das Album auch locker bekommen kann.
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18.07.2004 15:18
Schade dass die so kurz ist.
06.07.2004 14:12
Trotzdem gibt es bessere Alben von dieser Band. ;-) Ich habe mittlerweile so einige Alben davon.....
06.07.2004 14:03
10 Euro für 35 min Musik finde ich schon arg übertrieben... LG, Angelika