Ein absoluter Meilenstein des Heavy Metal !
10.10.2008
Pro:
die Songs "Master of Puppets" & "Battery"
Kontra:
Album enthält leider nur acht Stücke
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 Meskalero
Über sich:
blond, kurze Haare, blaue Augen, schlank, ca. 1,80 m groß, Brillenträger
Mitglied seit:20.11.2000
Erfahrungsberichte:321
Vertrauende:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nahc dem ich vor einigen Tagen das neueste METALLICA-Werk "Death Magnetic" vorgestellt habe, hatte ich heute Bock darauf mir wieder einmal eines ihrer älteren Werke anzuhören. Meine Wahl fiel dann auf das etwas ältere Album "Masters of Puppets". Und über diesen Longplayer will ich heute einen Bericht schreiben. Ich denke, daß METALLICA mittlerweile fast jeder Person, die sich ein bisschen mit Musik auskennt, ein Begriff ist. Deshalb möchte ich hier auch nicht unbedingt näher auf die Band und deren Geschichte eingehen. Wer dennoch diesbezüglich etwas mehr wissen will, sollte einfach mal in Ruhe googeln - dann bekommt Ihr bestimmt sogar mehr Infos, als ich hier überhaupt unterbringe kann !
Hier sind jetzt jedenfalls einmal die sich auf "Master of Puppets" befindlichen Songs im Einzelnen: 01. Battery Der Opener dieser Platte scheint eine Live-Aufnahme zu sein, da man doch sehr viel Publikumsgeschrei und Klatschen im Hintergrund hört. Das Intro des Songs klingt auch ziemlich klassisch, da man sehr viele Streicher einsetzt. Doch kaum sind diese sanften Töne verklungen, rockt die Nummer auch schon mit ordentlichem Tempo los. Der Rhythmus geht dank des sehr schnellen Schlagzeugs und der harten Gitarren auch ziemlich gut nach vorne los - dabei hört man aber dennoch immer die Streicher im Hintergrund. Der Gesang hört sich zwar ein bisschen nach Gegrunze an, aber das passt hervorragend zu der düsteren Grundstimmung, die dieser Song verbreitet. Ebenso sollte man auch nicht unerwähnt, daß es zwischendurch immer wieder ein paar sehr schöne Gitarren - bzw. Drumsoli-Einlagen gibt. Dieses Eröffnungsstück macht jedem Metal-Fan definitiv Lust auf mehr in dieses Album zu hören ! Zweitbester Track !
02. Master of Puppets Wie man unschwer erkennen kann ist dies natürlich der Titelsong des Albums, der heute wohl auch zu den wichtigsten Heavy Metal-Klassikern überhaupt zählt. Ich persönlich empfinde diesen Track auch den Besten auf dieser Platte ! Das Intro beginnt auch schon ohne Vorwarnung mit einem ziemlich hart wummernden Schlagzeug und extrem geilen Gitarren. Es dauert zwar etwas bis der Gesang einsetzt, aber sobald dies der Fall ist jagt es Einem absoluten Schauer über den Rücken. Ebenso kann man nach drei - bis viermaligem Hören auch den Rfrain "Master ! Master !" im richtigen Timing mitgröhlen. Und jedes Mal, wenn ich dieses Stück höre, stampfe ich unweigerlich mit den Füßen im Takt mit. Dieser Kult-Song darf definitiv in keiner ordentlichen Heavy Metal-Plattensammlung fehlen. Und auch jüngere Nachwuchs-Bands lassen sich auch heute noch deutlich hörbar von diesem Meilenstein inspirieren ! 03. The Thing that should not be Hier klingt das Intro zu Beginn schon ziemlich düster, so daß man teilweise an einen Horrorfilm erinnert wird. Doch dieser Zustand dauert nur einige Sekunden, da dann schon das Schlagzeug in Verbindung mit Streichinstrumenten einsetzt. Ebenso singt Frontmann James Hetfield hier nicht alleine sondern wird mit einigen Kurz-Einsätzen einer Frauenstimme unterstützt. Vom musikalischen Stil her haben METALLICA hier Speed Metal, Thrash Metal, Gothic Metal und einen kurzen Hauch Death Metal zusammengeworfen. Dementsprechend klingt dieser Track natürlich auch passenderweise absolut düster - ich würde sogar als den düstersten Song aller bisherigen METALLICA-Stücke einordnen. Ebenso ist dies aufgrund der verschiedenen Stil-Elemente natürlich auch das abwechslungsreichste Lied der gesamten Platte ! Solltet Ihr demnächst wieder einmal einen Horror-Film-Abend unter Freunden planen, so ist dies definitiv die passende Begrüßungsmusik dazu !
04. Welcome Home (Sanctuary) Der Anfang zu diesem Stück klingt für METALLICA-Verhältnisse fast schon ziemlich poppig und fröhlich. Musikalisch handelt es sich hier um eine sehr schöne Rock-Ballade, Dementsprechend ist dies logischerweise natürlich auch der ruhigste Song der ganzen Platte. Zwischendurch und im Refrainteil blitzt natürlich auch immer wieder ein bisschen mehr die rockige Ader der Band auf - und genau dieses schöne Wechselspiel zwischen überwiegend sanft und zwischendurch ordentlich hart macht den Reiz und die Faszination dieses Stückes aus. Zwar dauert es hier nach dem Intro einige Sekunden, bis sich ein Gänsehaut-Feeling bei mir einstellt, aber sobald dies der Fall ist, hält dieser Zustand auch bis zum Schluß. Und ich glaube auch, daß "Welcome Home" wohl die einzige Rock-Ballade ist, in der eine Band auch mehrere harte Gitarrensoli miteinfließen hat lassen. Drittbester Song ! 05. Disposable Heroes Wenn ein Song-Intro schon ohne Vorwarnung mit heftigen, schnellen Gitarrenriffs beginnt, dann finde ich das immer schon einmal positiv. Wenn es dann innerhalb des Songs auch innerhalb von über fast zwei Minuten drei verschiedene Riffs gibt, bevor der Gesang einsetzt, dann macht mich das umso mehr neugierig. Wenn dann die Härte stimmt und der Gesang auch noch sowohl zu Sound als auch zum Tempo passt, dann hat man für mich bei einem solchen Song definitiv nichts falsch gemacht. Und wenn mir ein solches Stück auch noch nach mehrmaligem Anhören gefällt, dann ist es einfach gut. Und wenn ich noch nicht erwähnt haben sollte, daß dies der abwechslungsreichste Track der gesamten CD ist, dann sei das hiermit nachgeholt.
06. Leper Messiah Ein kurzes Schlagzeug-Einzählen von ein paar Hundertsel Sekunden eröffnet dieses Stück. Danach heulen ohne Vorwarnung die Gitarren los, welche dem Song auch ein ziemlich mörderisches Tempo mitgeben. Demzufolge ist dies natürlich auch der schnellste Song der gesamten Scheibe. Hier überzeugt vor allem der Gesang von James Hetfield, der nach einer gehörigen Portion Wut im Bauch klingt und auf den Zuhörer auch ziemlich brachial wirkt. Man hat auch manchmal den Eindruck, daß es einen Wettbewerb darüber gibt, ob denn nun die Instrumente oder der Gesang lauter wirken - beides endet jedoch jedes Mal in einem Unentschieden. Anfangs wirken hier die Gitarren auch ein kleines bisschen hölzern und etwas abgehackt, was sich aber im Laufe des Stückes zunehmend ändert und man dann auch doch wieder verstärkt auf coole Gitarrenszenarien setzt. 07. Orion Bei diesem Song kann man sehr lange auf den Gesangseinsatz warten, da es sich hierbei um ein reines instrumentales Stück handelt. Da der Beginn des Stückes hier jedoch fast so ist, wie die etwas längeren Intros bei den bisherigen Stücken, fällt dies erst nach ungefähr drei Minuten auf. Dieses Instrumental klingt ziemlich verspielt, da hier jedes instrumentenspielende Bandmitglied seiner Kreativität und Spielfreude freien Lauf lässt. So ist hier einmal die Gitarre, danach das Schlagzeug und dann auch wieder der dunkle Bass in einzelnen Sound-Sequenzen deutlich herauszuhören. Man schlägt zwischendurch sogar hier auch einige balladeske Klänge an. Dieses Instrumental gehört zu den wenigen, die ich mir gerne mehrmals und auch über einen längeren Zeitraum gerne anhöre, ohne daß es mir zu eintönig oder gar langweilig wird !
08. Damage, Inc. Hier dauert es erst einmal sehr lange, bis man ein Instrument hört. Dieses klingt dann auch zuerst einmal so, als würde es mich Absicht falsch gespielt. Nach weiteren Sekunden hat man dann den Eindruck, daß hier mit einer Flasche über die Gitarre gefahren wird. Ebenso entsteht der Eindruck, daß hier wieder eine Ballade am Start. Doch gerade als man diesen Gedanken zuende denkt, wird es plötzlich ohne Vorwarnung wieder richtig heftig. Ich würde sogar behaupten, daß der letzte Song auch der härteste von allen ist. Auch hier klingt der Sound wieder ultrahart, mächtig wütend und ziemlich furchteinflößend. Musikalisch klingen die diversen Soli in diesem Stück natürlich am Anspruchvollsten. Und auch wenn hier sehr viel authentische Brachialgewalt, sowohl in Stimme als auch Sound, mit im Spiel ist, so fiel mir erst beim zweiten Hördurchgang auf, daß recht wenig gesungen wird. Ebenso ist dieses auch das kürzeste des gesamten Albums, daß es aber dennoch schafft, dem Zuhörer ein weiteres Mal den Schädel zu sprengen ! Nach dem kompletten Durchhören dieses Albums muß erst einmal vorweg sagen, daß ich es als das beste Album von METALLICA überhaupt finde. Hier ist jeder Song eine Klasse und für sich und könnte auch konkurrenzlos alleine dastehen. Ebenso weist diese Platte keine negativen Momente oder Ausfall-Erscheinungen in Form irgendwelcher schlechten Songs auf, da es einfach keine schlechten Songs enthält. Ich musste diesen Bericht sogar zweimal kürzen, da ich zuerst zu jedem einzelnen Song eine komplette Seite geschrieben habe. Kurzum gesagt enthält diese CD alles, was das Herz eines jeden Heavy Metal-Fans begehrt: gnadenlos kultige und geile Songs, die nie langweilig werden, jede Menge toller Gitarren - und Schlagzeugsoli, ordentliche Härte und das richtige Tempo. Und auch klingen die Wut und Authenmtizität mit der die Songs hier vorgetragen werden absolut ehrlich und kein einziges Mal nach Kommerz ! Kurzum muß man einfach sagen, daß dieses Album ein absolutes "Must Have" für jeden Heavy Metal-Hörer ist und keine Plattensammlung in diesem Genre ohne diesen Longplayer als vollzählig bezeichnen werden darf !
"Love it or hate it"- 12 von 10 Sternen !!!!!!
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10.10.2008 10:50
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