Masterplan - Masterplan

Masterplan - Masterplan

von Masterplan

Heavy Metal - 1 - CD - Label: Afm - Veröffentlicht am: 20. Januar 2003 - EAN: 5099751054726 mehr

Gesamtbewertung Masterplan - Masterplan 4 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

... Im Falle Masterplan trifft er bei mir aber definitiv zu. Denn zum einen hatte mich die Vorab-Single „Enlighten Me“ total angefixt, zum anderen überschlug sich die Fachpresse geradezu mit überschwänglichen Kritiken. Und, nicht zu vergessen, die beiden Ex-Helloween-Musiker Roland Grapow und ... Bericht lesen





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Masterplan's rising, dreams will come true!
Erfahrungsbericht von hausfeld über Masterplan - Masterplan
24.01.2003


Produktbewertung des Autors:   

Cover-Design: exzellent 
Klangqualität: ausgezeichnet 
Langzeithörspaß: wird nie langweilig 
Häufigkeit der Nutzung so oft wie möglich 
Dieser Tonträger ist: der beste des Künstlers 

Pro: Lande, Grapow, Kusch, Mackenrott, Eckert
Kontra: nüscht, nix, niente !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Man hört ihn sehr häufig, den Spruch von der „sehnsüchtig erwarteten“ Scheibe von X oder Y. Im Falle Masterplan trifft er bei mir aber definitiv zu. Denn zum einen hatte mich die Vorab-Single „Enlighten Me“ total angefixt, zum anderen überschlug sich die Fachpresse geradezu mit überschwänglichen Kritiken. Und, nicht zu vergessen, die beiden Ex-Helloween-Musiker Roland Grapow und Uli Kusch sowie Ausnahmesänger Jorn Lande bürgen für Qualität.

Also, das Debütalbum von Masterplan erschien am Montag, den 20. Januar 2003. Ich hatte das Glück, schon einige Tage vorher die Promo-CD erhalten zu haben, die seitdem pausenlos in meinem CD-Player rotiert. Der Fünfer zelebriert auf seinem Debüt qualitativ höchstwertigen Metal aus den Kategorien Melodic, Speed und Prog, versehen mit einer kräftigen Prise Modernes, und das ganze eingebettet in eine der besten Produktionen, die ich jemals gehört habe. Da passt einfach alles, was Produzent Andy Sneap da in Grapows eigenem „Crazy Cat“ Studio zusammen geschraubt hat.

Passend zum Cover (siehe oben!) haben sich die Musiker im Booklet den vier Naturgewalten Blaze (Feuersbrunst), Flood (Überflutung), Storm (ääh, muss ich das übersetzen?) und Quake (Erdbeben) zugeordnet. Gitarrist Roland Grapow steht für das Feuer, Keyboarder Axel Mackenrott für die Flut, Bassist Jan S. Eckert für den Sturm, und Drummer Uli Kusch für das Beben. Und Sangesgott Jorn Lande steht über den Dingen, hält alle vier Naturgewalten zusammen – wie passend. Schließlich sind alle vier Musiker absolute Meister ihres Fachs (siehe Bericht zur Enlighten me-Maxi), und Lande als Ausnahmesänger der Oberste Gott unter den Göttern. Lande beherrscht vom bluesigen Hardrock bis zum reinrassigen puren Heavy Metal alle Stile. So, genug geschwafelt, kommen wir zu den einzelnen Tracks:

1. Spirit never dies
=============

Mit „Spirit never dies“ serviert die Aachen-Hamburg-Norwegen-Fraktion gleich einen echten Kracher zum Auftakt. Alleine die überragende Drumarbeit von Uli Kusch verdient es, dafür 15 Euro auszugeben. Der Mann hackt nicht einfach nur den Grundrhythmus, sondern gestaltet – nicht nur! – diesen Song absolut abwechslungsreich. Selbst in straighten Uptempo- und Doublebass-Passagen streut er immer wieder vertrackte Parts ein. Als Schublade würde für den Opener vielleicht Prog-Speed passen, denn zum einen gibt die Band fast während des gesamten Songs tüchtig Gas, zum anderen zeugen aber auch zahlreiche Breaks und höchst anspruchsvolle Passagen von einer extrem hohen Spielkultur und Klasse. Im Refrain wird Landes Stimme gedoppelt, was der Einprägsamkeit natürlich sehr entgegen kommt. Textlich geht der Song in eine sehr optimistisch-positive Richtung – frei nach dem Motto, nichts kann mich stoppen. Und, glaub es mir: Im Falle von Masterplan ist das keine gewagte Aussage! 96 Punkte

2. Enlighten me
===========

Der Titeltrack der Vorabmaxi. Ein satter Groover mit fein schreddernden Gitarren und einem Über-Mega-Super-Chorus. Die Keyboards bilden hier einen exquisiten Teppich, den Landes majestätische Stimme wie ein König beschreitet. Auch Drummer Kusch arbeitet wieder absolut trickreich, und auch Gitarrist Grapow brilliert durch abwechslungsreiches Spiel. Hört nur auf das absolut gefühlvolle und extremst melodische Solo, das bei 3:10 beginnt! Dreh- und Angelpunkt des Songs ist aber der Refrain, den man einfach nicht mehr aus der Rübe bekommt. Landes Stimme ist durchgehend kraftvoll und voluminös, dass man nur staunen kann. Wieso ist dieser Mann nicht schon lange ein Superstar im Metalbereich? 98 Punkte

3. Kind hearted light
===============

Auch dieser Song ist bereits von der Vorabmaxi bekannt. Mit treibenden Keyboards und einem druckvollen Schlagzeug beginnt der Song, der fortan fast durchgehend im Uptempo-Bereich gehalten ist. Kusch hält permanent Double-Bass-Geschwindigkeit und pumpt den Song damit natürlich kräftig nach vorne; und der Songaufbau ist so, wie ich ihn liebe: In den Strophen nur die Rhythmus-Fraktion plus Vocals, im Refrain gesellt sich dann auch die Melodie-Fraktion dazu. Und die leistet hier Großes... Vor allen Dingen Lande pellt sich hier eine Hammer-Gesanglinie nach der nächsten aus dem Hals. Unfassbar, dieser Mensch. Die Keyboards schaffen durch ihre punktuellen, aber doch konstanten Einsätze einen schönen und interessanten Aspekt dieses Songs, der aber erneut von einem überragenden Refrain dominiert wird. 98 Punkte

4. Crystal night
===========

Dass es im Metalbereich nicht immer nur um Aliens, Hobbits, Atomkrieg, Saufen, Ritter oder (bitte Liste beliebig ergänzen) geht, wurde in der Vergangenheit viel zu selten bewiesen. Die Rede ist von Anti-Nazi-Songs – die muckenden Metaller beziehen viel zu selten Stellung. Positiv fällt mir da spontan Running wilds „Bad to the bone“ ein, das aber auch schon deutlich mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat. Also, „Crystal Night“ ist Masterplans eindeutiges Statement zu Nazigesocks und Ewiggestrigen: „We’re not under the same nation – The past has gone – don’t fear the new – It’s your only chance, your only salvation“ oder „Why should we be blond and blue-eyed, chanting a heil, livin a lie“ mögen das belegen. Und der Song ist auch musikalisch sehr eindringlich geworden. Das Grundtempo ist eher schleppend und düster, mit modernen Anstrich und Effekten versehen. Zum Ende hin explodiert er förmlich und Kusch verfällt in Double-Bass-Rhythmus. Muss ich noch erwähen, dass der Refrain mal wieder allererste Sahne ist? Nö? Dachte ich mir! Genial! 98 Punkte

5. Soulburn
========

Ein schleppender Beginn, markante Piano-Passagen markieren den Anfang, und der schleppende und vertrackte Rhythmus hält sich zunächst einmal. Das Keyboard ist in diesem Song, der eigentlich vom Riffing her ziemlich brachial daher kommt, recht dominant. Und während der Refrain hier doch sehr unspektakulär ausgefallen ist („Feel the soulburn – pathfinder“, allein von Lande gesungen, und das recht rau und roh), ist die Bridge der echte Hammer. Eine Wahnsinnsgesangsmelodie, unterstützt von warmen Keyboards – Gänsehaut pur! Insgesamt ein schönes Wechselbad zwischen heftig-hart-roh-modern und sanft-melodiös. Besonders eindringlich: die – so komisch das auch klingen mag – harten Pianoanschläge. 92 Punkte

6. Heroes
=======

So, und jetzt: Hinknien, Kopf nach unten, demütig lauschen! Und Gott dafür danken, dass es einen Sänger wie Michael Kiske gibt. Der Ex-Sänger von Helloween hat ja mit Metal eigentlich nix mehr am Hut, doch des Geldes wegen lässt er sich immer wieder mal als Gastsänger verpflichten. Darüber mag man streiten, mir isses egal – die Motivation, die bei Kiske dahinter steckt, ist wir vollkommen Wurst, solange dabei solche Göttersongs herausspringen! So auch bei „Heroes“, das er mit Lande im Duett sind. Und wie! Lande übernimmt die Strophen, Kiske die Bridges, und gemeinsam wird der Refrain geschmettert. Ernsthaft: Als ich den Song das erste Mal gehört habe, wären mir fast die Tränen gekommen. Grapow und Kusch kokettieren nur bei diesem Song bewusst mit ihrer Helloween-Vergangenheit – und haben mal eben so eine Uptempo-Hymne komponiert, wie sie die Kürbisköpfe seit Jahren nicht mehr auf die Reihe bekommen haben! Melodie pur, eine unglaublich geniale Gesangslinie für Kiske, und ein mega-eingängiger Refrain. Und gleichzeitig so etwas wie die Bandhymne: „We’re the heroes of the new world –Masterplan’s rising, and dreams will come true“ – ok, ziemlich typischer Happy Metal Text, aber ich find’s trotzdem so was von geil... 99 Punkte

7. Sail on
=

Was für ein abwechslungsreicher Song! Was für eine alles überragende Gitarrenarbeit! Der Song steigert sich kontinuierlich, beginnt als verhaltener Rocktrack und endet als lupenreiner Melodic-Speed-Uptempo-Kracher. Hier zeigt Grapow alle Register seines Könnens; und es lohnt sich, auf die Details zu achten! Dank des eingeschobenen Parts bei 3:05 wird kurz das Tempo rausgenommen, um danach wieder in diesen herrlichen locker-fluffigen Double-Bass-Rhythmus zu verfallen. Einzig der Refrain hätte vielleicht noch ein bisschen besser geraten können. Ach, ich fange hier schon an, Erbsen zu zählen... Von der Grundrhythmik her und einigen Chorpassagen ist dieser Song auch noch Helloween-kompatibel. 92 Punkte

8. Into the light
=====

So, es wird Zeit für die erste Ballade... Der Refrain ist mal wieder ein Ohrwurm allererster Kajüte, und rundherum haben die Masterplaner mit einigen modernen Sounds experimentiert. Jaja, das passt schon, Ballade & Moderne. Akustikparts wechseln sich mit Stromparts ab, es gibt große Melodien – alles dabei. Einfach lauschen und genießen! 87 Punkte

9. Crawling from hell
================

Wow! Was für ein Gitarren- und Drumgewitter! Hier geht die Post so richtig ab... doch halt, was ist das für ein gar schröcklicher Refrain? „Monsters and demons – crawling from hell“??? Jungs, ist euch da nix besseres eingefallen? Die 80er Jahre sind doch lange vorbei... *wunder* Das ist echt ein Ärgernis: Musikalisch zählt dieser Song zu den Perlen des Metaluniversums (Double-Bass ohne Ende, große Gitarrenmelodien und ausufernde Soli, dichtgepackt bis oben hin), und dann wird durch so einen strunzdämlichen Refrain alles (na gut, nicht alles, aber vieles!) verhunzt. Und dabei hat der Song auch noch ein oberamtliches Gitarrensolo (3:20, – hätte auch auf die Better than raw von Helloween gut gepasst). Musikalisch wäre hier eine Wertung im oberen 90er Bereich fällig, aber die Monster und Dämonen im Refrain führen natürlich zu einer klaren Abwertung in der B-Note – das ist mir dann doch ein bisschen zu flach... 88 Punkte

10. Bleeding eyes
=============

Nun gut, diesen Aussetzer wollen wir Masterplan gerne verzeihen, wenn das Niveau wieder nach oben geht. Und das tut es! Ein getragenes Stück mit orientalischen Einflüssen lässt unsere Mundwinkel wieder nach oben gehen. Und wieder mal ein Stück mit reichlich Abwechslung und Gegensätzen: Zum einen die orientalischen Klänge, zum anderen moderne Einflüsse; zum einen der getragene Rhythmus, zum anderen brachiale Gitarrenriffs. Der Refrain ist hier Gottseidank wieder in der gewohnten Qualität geraten und rauscht direktemang ins Gehirn. 90 Punkte

11. When love comes close
====================

Hach, und eine wunderschöne Ballade zum Abschluss... *seufz* Viel Geklampfe auf der Akustischen sowie zuckersüße Gesangsmelodien von Lande sorgen für schmelzende Herzen. Ach so, die Gitarren werden doch noch in die Steckdose eingestöpselt. Na, recht so. Das Tempo bleibt aber Balladen-kompatibel, und der Härtefaktor der Gitarrenriffs ebenfalls. Was den Song so außergewöhnlich macht, ist – auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen – die schlichtweg phänomenale Gesangsmelodie von Lande im Refrain, verbunden mit einem sanften Keyboard-Teppich. Ok, der Text erzählt von gebrochenen Herzen und damit nix Neues – aber will man bei einer solchen Melodie noch daran kritteln? Bitte nicht! Die Akustikparts erinnern mich hier übrigens extrem an Lillian Axe (kennt die überhaupt jemand? René, Du vielleicht?), eine der unterbewertetsten (und gleichzeitig besten!) Hardrock-Bands aller Zeiten. Der richtige Abschluss einer überwältigenden Scheibe! 97 Punkte

Fazit: Ich weiß, ich weiß, wir haben erst Januar, da sollte man mit solchen Aussagen vorsichtig sein. Doch wer sollte Masterplan den Titel „Newcomer des Jahres“ streitig machen? Wer auf melodischen Metal irgendwo – als ganz, ganz grobe Richtungsvorgabe – zwischen Maiden, Blaze, Helloween, Dream Theater und Conception steht, der muss hier einfach zugreifen. Zumal die Produktion überhaupt keine Wünsche offen lässt und das Ganze durch die modernen Sounds und den perfekten Klang überhaupt nicht altbacken klingt. Buy or die!
   
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Pro: wunderschöne Sammlung
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...Für den True-Oasis-Fan, der sowieso alle Singles seit 1994 am Start hat, bietet "The Masterplan" absolut nichts Neues. Von der 95er Single "Some Might Say" sind alle drei B-Seiten am Start, wobei "Acquiesce" sicherlich den Status einer A-Seite verdient hätte. Gleiches gilt noch für den abgefahrenen "Swamp Song" auf der "Wonderwall"-Single und für das Live-Beatles-Cover "I Am The Walrus" von der 94er Single "Cigarettes & Alcohol". Dazu gesellen sich noch B-Seiten von "Roll With It", "Don’t Look Back In Anger", "Stand By Me", "Whatever" und "D’You Know What I Mean". Wer diese Singles sein Eigen nennt, hat den "Masterplan" quasi schon im Regal. Denn ausschließlich alle "Masterplan"-Songs sind in völlig unveränderter Single-Form wiedergegeben, was den Kaufanreiz nicht gerade erhöht. Abgesehen davon, daß es außer... Bericht lesen

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Haupteigenschaften

Titel: Masterplan

Künstler: Masterplan

Genre: Heavy Metal

Medium: CD

Set-Inhalt: 1

Veröffentlichungsdatum: 20. Januar 2003

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