...
Als ACCEPT 1985 ihre Scheibe "Metal Heart" an den Start brachten, war Power-Metal angesagt. Keine Musik für Anspruchsvolle? Nun ja, das kann man sehen wie man will.
Die Deutsche Band um den Ausnahmesänger Udo Dirkschneider schraubselte sich jedenfalls ihren eigenen Stil zurecht, ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von logan über Metal Heart - Accept 08.09.2006
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Häufigkeit der Nutzung
selten
Dieser Tonträger ist:
Pro:
guter Hymnenrock
Kontra:
einige Entbehrlichkeiten
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
.
Als ACCEPT 1985 ihre Scheibe "Metal Heart" an den Start brachten, war Power-Metal angesagt. Keine Musik für Anspruchsvolle? Nun ja, das kann man sehen wie man will.
Die Deutsche Band um den Ausnahmesänger Udo Dirkschneider schraubselte sich jedenfalls ihren eigenen Stil zurecht, bediente sich dabei ziemlich dreist beim hymnischen Melodic Metal wie er von Vorreitern wie SAXON und MANOWAR geschaffen wurde, bei traditionellem Hardrock Marke spätere DEEP PURPLE und frühere JUDAS PRIEST, und ergänzte den Sound um etwas mehr Biss und eben die herbe Stimme ihres Sängers, der selbst AC/DC alt aussehen ließ: In den Höhen schneidend, in den Tiefen rasselnd, meist beides zugleich, stets durchdringend, dominant.
An den massiven Groove von Bands wie PANTERA oder die Härte von RAGE kommen ACCEPT freilich nicht heran; dennoch wird im Riffing geklotzt und nicht gekleckert, ohne dass es gleich stumpf werden müsste. Im Gegensatz zu heutigen Bands wie RAMMSTEIN ist ihnen auch das Wort Solo nicht gänzlich unbekannt.
'Metal Heart'
etwa bedient sich hierbei beim alten LUDWIG VAN und jagt ihn durch den Verstärker, dass es eine wahre Freude ist; die Saiten vibrieren, der Chor raunt bombastisch, und dann haut das Schlagzeug auch schon wieder schön durch.
'Midnight Mover'
ist so ein aufgemotzter Rocker mit Neonlackierung und auf die 80er upgedatetem STEPPENWOLF-Flair. Mit einem schmissig-smoothen Refrain in der Grundausstattung und einigen eingebetteten Soli gespickt kann man da in 3 Minuten nicht viel falsch machen, so mein sein Handwerk versteht; und das tun ACCEPT nun mal: Durch und durch solide Wertarbeit. 'Up to the limit' crankt die Gitarren ordentlich rein und setzt auf acdc-eske bzw. priestsche Vokalhöhen, bleibt durchaus flüssig und eingängig, knallt fast durchgehend im oberen Pegelbereich ganz okay, aber bewahrt sich in der Absmischung (im Gegensatz zu vielen aktuelleren Produktionen) noch ausreichend Dynamik.
'Wrong Is Right'
erkennt auf dezente Weise die Existenz damals szeneintern aktuellerer Stile wie Thrash und Speed an, ohne den Bandcharakter von ACCEPT zu verleugnen; dennoch liegt der Querverweis zu METAL CHURCH nahe. (Stellenweise geht der Track fast schon ab wie OVERKILL, allerdings nicht so dreckig, sondern noch eingängiger, flüssiger, und mit einigen Taschentrickspielereien Marke RUNNING WILD versehen. Aber das nur als Randnotiz). Weiter geht's mit einem klassichen Midtempo-Rocker, der auch in ländlicheren Regionen (bierzeltschunkelkompatibel) auf Anerkennung getroffen sein sollte: 'Screaming For A Love-Bite' klingt schon im Titel so, und nicht nur da... - bloß leicht metallisch verchromt. Würde mich nicht wundern, wenn das 'ne Single gewesen wäre; gutes Solo.
'To High To Get It Right'
setzt auf kreischende Gitarren, sonor brummende Bässe und einen satten Schießbudensound. Dazu ein feister Chorus und gurgelnde Vokalakrobatik von Udo, fertig ist die Laube. Ohrwurm mit fast schon klassischer Rock'N'Roll-Struktur. Cuck Berry, cry your heart out.
'Dogs on Leads'
versucht, das ganze etwas epischer angehen zu lassen. Klingt vom Songwriting her irgendwie fast schon 70er-mäßig, obwohl die Produktion natürlich zeitgemäß den warmen Hall der 80er zugeschaltet hat. Erinnert trotzdem etwas an NAZARETH.
'Teach us to Survive'
mit dem gallopierenden Rhythmus und den ausgebremsten Midtempo Bassgitarren verbreitet ein wenig MORRICONE-Flair und eine latent funkige Atmosphäre, macht aber irgendwie mehr den Eindruck einer Fingerübung als eines Songs. Netter Freistil, auch gesanglich, und als kurze Abwechslung auch gelungen.
'Living For Tonite'
haut wieder diesen kommerziellen Grundrhythmus rein, auf dem damals die meisten Kapellen quer durch den Rockgarten tuckerten; nicht unbedingt schlecht, aber doch etwas zu vorhersehbar, und inzwischen daher auch etwas angestaubt: So die Sorte Song, die sich auch locker auf PRIESTs mauem "Turbo"-Album hätte wiederfinden können.
'Bound to Fail'
pluckert ähnlich routiniert drauflos, klingt wie ein melting pot aus allem, was damals rocktechnisch so angesagt war; und das gar nicht mal unmotiviert, also die Nase im Zeitgeist hatten ACCEPT definitiv, surften also immer schön auf dem schäumenden Wellenkamm zwischen traditionellem Handwerk und kommerzieller Avantgarde. Irgendwie der typischste Song des Albums. Gerade den als Rausschmeißer, quasi als Resumé zu wählen, zeugt durchaus von Cleverness. Das große Finale!
Feister Rock, schöne Hymnen, ausreichend Pathos, alles gut mitschunkelbar, hier und da ein schön gedrechseltes Solo, ein durchweg guter Songfluss, keine Griffe ins Klo, eine dicke Produktion sowie durchweg tighte Kurzweil - was will man mehr? Klar, das ist kommerziell gut verträglich, auf jeden Fall Mainstream-Metal - aber eben auch verdammt gut gemacht. Und deswegen hat er sich auch länger gehalten als so manche umetikettierte Fleischportion aus dem Kühlhaus.
Pro: geradliniger Schluckebier-Heavy Metal; druckvoll produziert und sehr melodisch Kontra: Acceptanzproblem: Sänger Udo Dirkschneider ist eine ziemliche Kreischsäge.
Der metallverarbeitenden Industrie kommt in Solingen von jeher eine große Bedeutung zu. Messer, Scheren und andere Schneidwerkzeuge aus Solingen genießen weit jenseits der Stadtgrenzen der Klingenstadt einen guten Ruf. Inwieweit die Stadt im Bergisc ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
sehr hilfreich
01.12.2004
Unplugged? Never! Bewertung für Metal Heart - Acceptvon
Spassprediger
Pro: geradliniger Schluckebier-Heavy Metal; druckvoll produziert und sehr melodisch Kontra: Acceptanzproblem: Sänger Udo Dirkschneider ist eine ziemliche Kreischsäge
Der metallverarbeitenden Industrie kommt in Solingen von jeher eine große Bedeutung zu. Messer, Scheren und andere Schneidwerkzeuge aus Solingen genießen weit jenseits der Stadtgrenzen der Klingenstadt einen guten Ruf. Inwieweit die Stadt im Bergischen ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Das Fünfte Studioalbum der Solinger um Udo Dirkschneider war der kommerzielle Durchbruch der Band. Erstmals wurde die Millionengrenze bei den Plattenverkäufen durchbrochen und die LP tauchte in vielen Ländern in den Charts auf. Leider existieren die s ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
...Daß die Metal Heart auch in den Augen/Ohren der Band selbst eine der besten ist, die ACCEPT jemals herausgebracht hat, zeigt schon die Tatsache, daß sich dieses Album seit seinem Erscheinen als fester Bestandteil der Konzeter von ACCEPT etabliert hat (siehe auch die beiden Live-Alben): Da ist das Titelsong, ´Metal Heart´ mit seinem von Beethovens `Pour Elise`entliehenen Gitarren-Solo, einem der Höhepunkte eines jeden ACCEPT-Konzerts, das ist ´Too High to get it Right´, ´Dogs on Lead´, ´Living for Tonight´ und Screaming for a Love-Bite´, alles Songs, die man unbedingt gehört haben/kennen sollte wenn man HardRock-Fan und im speziellen ACCEPT-Fan ist....
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
...Bei dieser Scheibe gerate ich ins Schwärmen: Eine meiner ersten richtigenHeavy Metal Platten, zur Konfirmation geschenkt bekommen. Da verbinde ich schon mal nette Erinnerungen an die "gute, alte Zeit".
Die deutsche Kultband Accept auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und am beginnenden Ende ihrer Karriere (die Reunion lasse ich mal außen vor...).
1985 erschienen, wurde Metale Heart ein totaler Triumph für Accept: Hohe Chartsplatzierungen, ausverkaufte Tourneen (u.a. Japan) waren der Lohn jahrelanger harter Arbeit.
Metal Heart wurde komplett digital aufgenommen, für 1985 eine Sensation, dementsprechend perfekt, kühl und mitunter steril klingt heute die DDD-CD. Da lobe ich mir schon das erdigere BALLS TO THE WALL.
Aber die Songs von Metal Heart versöhnen:
Der Kulttrack "Metal Heart" enthält alles was man an Accept liebt...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: eine der besten Accept Scheiben, klassischer Metal den man immer hören kann, kaum Schwächen bei immerhin 10 Songs, diese Gitarren! Kontra: wer UDO nicht mag ist eben nicht TRUE genug ^^
...Accept muss man eigentlich nicht gross vorstellen, wer die deutschen Metal-Kings der 80er Jahre nicht kennt hat wirklich ein Stück Musikgeschichte verpasst.
Höre ich da "aber die Scorpions...die echten Kings...!"? Kein Wort mehr! ;)
Accept gibt es inzwischen ja leider nicht mehr, schade eigentlich denn Sänger und Frontmann Udo Dirkschneider kann mit seinem Soloprojekt U.D.O. heute noch Erfolge feiern.
Metal Heart auf jeden Fall ist 1985 erschienen, in der ganz grossen Erfolgsphase der Solinger Metallegende - direkt nach Knallerscheiben wie Breaker, Restless and Wild oder Balls to the Wall.
Playlist
******
1. Metal Heart
2. Midnight Mover
3. Up To The Limit
4. Wrong Is Right
5. Screaming For A Love-Bite
6. Too High To Get It Right
7. Dogs On Leads
8. Teach Us To Survive
9. Living For Tonite
10. Bound To Fall...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich