Love it or leave it...
20.07.2005 (21.07.2005)
Pro:
viele absolute Ohrwürmer
Kontra:
die Abkehr vom Speed - Metal
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 kentbrockmann
Über sich:
Ich bin so wild auf Deinen Erdbeermund, ich schrie mir schon die Lungen wund, nach Deinem weißen Lei...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 98 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
...diese kleine Textzeile aus dem Song "Don't tread on me" könnte als Statement für dieses Album nicht passender sein. Kaum ein Album aus der Heavy-Metal Szene war erfolgreicher für die Masse, aber auch kaum ein Album war umstrittener und auch verhasster als das schwarze Album von Metallica, welches im Jahre 1991 auf den Markt kam und die Charts erstürmte. Zu groß war der Unterschied zu den Vorgängeralben, zu kommerziell sagen die einen. Der Durchbruch und ein Beweis für das musikalische Schaffen der Mannen um James Hetfield und Lars Ulrich sagen die anderen.
Doch wo genau liegt dieser Unterschied zu den Vorgängeralben, die Metallica zu den Urgesteinen des Speed-Metal mitte der 80er Jahre machten? Das Äußere ********** Schon das Cover lässt auf etwas Neues, etwas Anderes schließen. War es einst Gang und Gebe, das Metal Alben mit höchst apokalyptischen Malereien verziert waren, ist es hier einfach die Schlichtheit, die beeindruckt. Das Cover ist lediglich ein schwarzes Nichts, verziert mit einer weichgezeichneten silberscheinenden Schlange und und den undeutlichen Umrissen des Bandlogos. Klappt man das Cover auf, erblickt man neben den Songtexten die 4 retuschierten Portraits der Bandmitglieder James Hetfield, Lars Ulrich, Jason Newstedt und Kirk Hammet. Trotz oder gerade aufgrund dieser simplen Aufmachung fasziniert mich dieses Cover immer wieder.
Das Innere ********** Bereits beim ersten Song "Enter Sandmann" wird auch die musikalische Veränderung mehr als deutlich. Dieser Welthit besticht vor allem durch die nicht mehr so knallharten aber weitaus saubereren Gitarrenriffs. Die Linie wirkt klarer und wahrscheinlich auch durchschaubarer, als bei jedem der älteren Songs von Metallica. Platz zum Headbangen ist nach wie vor genug da, doch wird dieser Platz durchsetzt von sehr ruhigen und fast entspannenden Momente anfangs und in der Mitte des Songs. Diesen Stil setzte Metallica in den weiteren Songs knallhart fort. Kein Song erreicht auch nur annähernd die Geschwindigkeit, die Metallica seinerzeit charakterisierte. Noch etwas fällt jedoch recht schnell auf. Die Melodien sind eingängig, besitzen Ohrwurmcharakter. Hat der Laie bei Alben wie "Master of Puppets" oder "Kill'em all" sicherlich einige Schwierigkeiten einzelne Songs zu differenzieren, so gelten diese Schwierigkeiten bei dieser CD mitnichten. Songs wie "Sad but true" oder auch "Whereever I may roam" sind beste Beispiele dafür. Aber auch die weniger bekannten Songs wie "Of wolf an man", "my friend of misery" und nicht zuletzt "the struggle within" haben eine enorme Klasse. Eine Klasse, die in den unterschiedlichsten Ursachen begründet wird. Sei es ein wundervolles Bass-Intro bei "My friend of misery" oder eine kurze und doch faszinierende Drum-Einlage Lars Ulrichs bei "the Struggle within" Trotz aller Klarheit des Sounds verliert die Musik keinesfalls an Energie, ich meine, sie ist nur etwas anders gebündelt. Selbst das balladenhafte "The unforgiven" weist an manchen Stellen noch einen gewissen Druck auf. Dieser Druck fehlt bei der eigentlichen Ballade "Nothing else matters" völlig. Trotzdem ist dieses Lied wohl mit Abstand das bekannteste und seine Bedeutung hat bis heute nicht nachgelassen, denn dieser Klassiker wird auch gegenwärtig auf diversen Radiosendern gern auf und ab gespielt. Zurecht wie ich meine. Verfiel Metallica bei jedem Versuch, eine Ballade zu starten (z.B. One, the unforgiven, fade to black) immer wieder in die etwas druckvollere Gangart, so bleiben die Jungs hier durchgängig soft. Weiterhin gewinnt die Stimme von James Hetfield hier an extremer Bedeutung. Zeigte sich sein Gesang in meinen Augen bisher eher als Beiwerk zur Komplettierung eines Gesamtwerkes, so dient sie hier einfach als absolute Stütze des Songs. Erst gefühlvoll und dann fast fordernd, entwickelt sich allein durch die Stimme ein Charakter, ohne diesen das Lied meiner Meinung nach nicht überlebensfähig wäre. Übrigens ist dies nicht nur auf dem Album, sondern auch bei jeglichen Live-Auftritten bezeichnend. "Nothing else matters" bleibt aber auch die einzige wirkliche Ballade auf diesem Album und auch in der weiteren Karriere. Ich denke, diese Messlatte hätten sie auch nicht mehr übertreffen können.
Das Allgemeine Love it or leave it! Mehr braucht man als Zusammenfassung eigentlich nicht zu sagen. Dies Album wird sicher immer ein umstrittenes bleiben. Es ist mit Sicherheit das berühmteste Album und trotzdem ist es nicht Metallica, wie es mal war. Eingefleischte Hardcore-Metaller haben zu dieser Zeit frustriert abgewunken und sahen in diesem Album den Anfang vom Ende des berauschenden Heavy-Sounds von Metallica. Nicht ganz so fanatische Hard-Rock Fans mochten dieses Album von Beginn an sehr gerne. Ich zähle mich zu Letzteren. Metallica in der 80ern waren extrem gut und das schwarze Album gehört sicher nicht zu meinen Favoriten dieser Band. Trotzdem liegt mir diese sehr eingängige und vor allem variable CD am Herzen. Jede der insgesamt 5 Singleauskopplungen hat einen gewissen Kultstatus und kommt bei Live-Konzerten extrem gut an. Endlich gewinnt Hetfields Stimme mehr an Bedeutung, die einzelnen Instrumente sind klarer herauszuhören und verschwimmen nicht mehr ein trübes Gewässer. Empfehlen kann ich das Album eigentlich jedem, denn die CD hat Musikgeschichte geschrieben. Vielleicht fallen 2 Songs ein wenig auf diesem Album ab "Holier than you" und "Through the never" aber in seiner Gesamtheit wird diese CD den eigenen perfektionistischen Anforderungen von Metallica gerecht. Auch wenn die Kraft nicht mehr die Ungezügelte vergangener Jahre ist, so ist sie dennoch da. In meinen Augen ist diese die letzte richtig gute CD dieser Band gewesen, alles was danach kam, konnte diese Klasse nicht mehr erreichen. Deshalb Daumen hoch und 5 Sterne, obwohl auch ich eher zu den alten Scheiben der Jungs tendiere.
Exit Light, enter night Tracklist 1.Enter sandman 2.Sad but true 3.holier than you 4.the unforgiven 5.Whereever I may roam 6.Don't tread on me 7.Through the never 8.Nothing else matters 9.Of wolf and man 10.The god that failed 11.My friend of misery 12.The struggle within
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19.07.2011 20:29
Jo, die Scheibe hat einige wirklich gute Nummern, auch wenn meine Lieblingsballade auf nem anderen Album steht (Titel wie One laufen bei mir nicht als solche) Wobei The Unforgiven fast den Titel einheimst, vor allem von Apocalyptica:-)
27.02.2006 13:08
Metallica ist zur Zeit ne Sache für sich!!!GLG WINNIE :-)
20.08.2005 19:14
ist ne tolle Scheibe..........LG Petra