Über sich:leidenschaftlicher jazzfan, literaturfreund & saabfahrer (so jetzt reichts aber mit intimitäten!!!)
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Hört man nach den viel gepriesenen Konzeptalben der 90er ("Lush Life", "Double Rainbow" und "So Near For Far") die etwas unbekannteren Sachen der Zeit davor, wie zB "Mirror Mirror" oder die fast vergriffene "Standard Joe" (auf dem obsuren ital. Red-Label) erscheint einem Joe Henderson erst einmal viel spröder, unnahbarer; er zwingt zum intensiveren Zuhören; "Mirror.." bietet Jazz (Schublade: Post-Hardbop) der feinsten Klasse; erst bei mehrmaligen Zuhören erschließt sich die Musik: fast alles Eigenkompositionen der beteiligten Musiker. Außer Joe und Chick Corea (p) sind das Ron Carter (b) und Billie Higgins (dr). Aber auch der Standard "What´s New" dient nur als Vekikel für lange Improvisationen Joes, zusammengehalten von Chicks meist lyrischem Piano-Stil; Chick ist kein einfacher Begleitpianist; er gibt Joe Ideen weiter, reagiert wiederum darauf, greift Ideen auf oder gibt motivische Kontrapunkte. Übrigens wurde die LP seinerzeit vom Südwestfunk-Jazzredakteur Joachim-Ernst Behrendt produziert und auf dem legendären MPS-Label zuerst veröffentlicht (Nun: Polygram/Verve/Universal-Katalog). Also: eine wirklich gute Jazzplatte, die dem Zuhörer aber intensives Zuhören abverlangt; aber: es lohnt sich (Ebenso empfohlen: "Standard Joe; Nicht vom Billig-Cover abschrecken lassen!!!)
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