Someone else's dreams...
20.03.2009
Pro:
Grandioses viertes Album der Kanadier . . .
Kontra:
Nichts . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 MauriceAC
Über sich:
t.b.a.
Mitglied seit:28.03.2002
Erfahrungsberichte:222
Vertrauende:28
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
>Intro The Dears sind zurück. Vier Jahre Pause sind nun wirklich auch genug. Für ihr neues Album "Missiles" haben sich Murray Lightburn und Natalia Yanchak, die beiden kreativen Köpfe der Band, mächtig ins Zeug gelegt, ja, mag man den Berichten glauben, sogar beinahe das Ende der Band in Kauf genommen: angeblich zerstritt sich Perfektionist mit beinahe sämtlichen am Album beteiligten Musikern während der Aufnahmesession, so dass letztlich nur noch seine Frau Yanchak und er übrig blieben, um "Missiles" fertig zu stellen. Doch die schwierigen Arbeiten an der Platte haben sich gelohnt, denn eins sei vorab verraten: Album Nummer 4 steht seinen von der Kritik in höchsten Tönen gelobten Vorgängern in nichts nach und präsentiert The Dears auf gewohnt hohem musikalischem Niveau…
>Kritik An den Anfang des Album setzt man gleich den ironisch betitelten Song "Disclaimer", der den oftmals zitierten Vergleich der Dears mit den Doves geradezu heraufbeschwört, wäre da nicht das äußerst Doves-untypische Saxophon gleich zu Beginn. Montreal ist eben doch nicht Manchester. Typischer Schwermut Marke Lightburn stellt sich beim zweiten Track, "Dream Job", ein. Düstere Melancholie, wie man sie von den Dears stets gewohnt ist, musikalisch als auch textlich: "They got dreams of taking someone else's dreams away. But we got dreams." Es schließt sich die erste Singleauskopplung der Platte an, "Money Babies", feinster Indiepop, fast gar nicht sperrig, danke.
Zerbrechlich schmiegt sich "Berlin Heart" an den Hörer, bevor The Dears mit "Lights Off" in ganze 8 Minuten vollends betörende und gleichzeitig unfassbar niederschlagende Schönheit aufbrechen. Grandios. Auf "Crisis 1 & 2" fallen die Gesangsparts erstmal auf dieser Platte zum Teil an Yanchak, deren weniger bedrückende, helle Stimme für zumindest vorübergehende stimmliche Abwechselung sorgt. "Demons" lässt The Dears sogleich in die Nähe Radioheads rücken, an deren Sänger Thom Yorke auch Lightburn manchmal stimmlich heranreicht. Auch "Missiles" beweist Lightburns Qualitäten als Sänger, ein Song der zwischen leiser Traurigkeit und Aufruhr springt. "Meltdown In A Major" zeichnet erneut das einzigartige Gefühl verwundbarer Schönheit aus, wie es nur wenige Band und eben perfekt die Dears einfangen können. Mit "Saviour" verabschiedet sich das Album langsam, 12 Minuten Verletzlichkeit und Schwermut, inklusive Orgel und Kinderchor…
>Fazit The Dears ist mit "Missiles" erneut ein großes Album gelungen. Stellenweise gar eine reine Indiepop Platte, stellenweise gewohnt verspielter Dears Sound, liefern Lightburn und Yanchak das bisher wohl beste Album ihrer Karriere ab. Und beweisen gerade mit "Missiles", dass The Dears wohl am besten als Duo funktionieren würden. So schwierig die Aufnahmen wohl waren, so sehr lohnt sich das Endprodukt. The Dears aus Montreal, Kanada, eine sehr spezielle Band, eine sehr gute Band…
>by MauriceAc '09 (zuerst erschienen auf splashmusik.de)
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23.03.2009 00:36
Äh, da hätte ich besser vorher mal genauer aufgepasst. Statt The Dears erwischte ich zunächst The Missiles bei mySpace, und da gab's gar keinen feinen Indiepop, sondern doofen 80er-Jahre-Dorfkirmes-Wave-Techno. :-( Wähhhh! :-DThe Dears behagen mir schon eher.
23.03.2009 00:25
...na, hier wage ich insofern zu widersprechen, als ich gerne auch quer lese um für mich neue Musik zu entdecken. Das hier zum Beispiel ist ein Tipp, den ich gerne zu mySpace weiterverfolge, auch wenn diese Seite gerne mal meinen Broswer in die Knie zwingt.
21.03.2009 18:15
Randinfos wären? Der Sänger heißt so und so? Die Dame am Keyboard heißt xy? Die Musikrichtung ist das und das? Ich denke das ist weder spannend noch sonderlich lesbar. Außerdem frag ich mich eh immer bei den Reviews hier eines: les ich hier wahrlos um etwas über eine mir völlig unbekannte Platte zu erfahren oder les ich gezielt hier etwas zu The Dears mit "Missiles"? Ich denk eher letzteres. Ansonsten macht ciao.de mit seiner Menge an Berichten doch wenig(er) Sinn. Entsprechend geringfügige Ahnung unterstelle ich deshalb immer, sorry. *g* Ach ja: der Review geht Track by Track durch das Album, entsprechend wäre die Tracklist also eh überflüssig bzw. 'ne Wiederholung. Aber jedem seine Meinung, ich bleib bei meinem Text.... ;-)