LENA DID IT!
29.05.2010 (30.05.2010)
Pro:
einige gute Lieder
Kontra:
vieles ist ähnlich, einiges zu "typisch Lena"
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Sylviane
Über sich:
***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in je...
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Gespannt hatte ich Stefan Raabs Show zum Finden des Teilnehmers am Grand Prix verfolgt. Besonders das Finale fand ich interessant. Ich drückte meine Daumen bis sie blau wurden für eine der beiden Teilnehmerinnen und ich verrate Euch, das war NICHT Lena in diesem Fall. Leider half alles Daumendrücken nichts und ich musste mich damit arrangieren, dass Lena uns beim Songcontest vertreten wird, dass Lena die Superstarmedaille aus dem Hause Raab davon getragen hatte und ich gewöhnte mich auch an ihre Art zu singen. Schließlich wippte ich auch mit dem Fuß, wenn "Satellite" im Radio kam, schließlich gefiel mir auch Lenas unkonventionelle Art der Performance, wenn ich sie in welcher Show auch immer, über die Bühne wirbeln sah. Oder wäre rückwärtsgehend, den Blick aber immer nach vorn gerichtet, eher die Bezeichnung ihrer meisten Dance-Moves, ein Bein nach dem anderen hebend. Gewöhnungsbedürftig, aber vielleicht deshalb gerade gut für den Grand Prix. Damit drückt Lena eine gewisse Frische, eine Unverbrauchtheit aus und passt in keine Schublade. Lena ist ein Unikat und so ist auch ihre erste CD My Cassette Player. Kaufort: Ich habe die CD plus DVD bei Tchibo erworben.
Preis: 14.90 Euro kostet dieses Album. Ich denke, dass das ein ganz annehmbarer Preis für die Geschichte ist. Doch gehen wir nun einmal ans Angemachte. Zunächst einmal zum Titel der CD: Ich habe geschmunzelt, im Zeitalter der CD noch vom guten alten Kassettenrekorder zu sprechen, den ICH in meiner Jugendzeit stolz auf meinem Zimmer hatte. Den ich auch viel besser fand als meinen Plattenspieler, weil man dort immerhin schon eine Dauerschleife einstellen konnte und nicht immer wenden musste, wie bei den LPs, die heute ja auch kaum noch einer kennt, obwohl sie ja wieder im Aufschwung sind. Wenn ich dann bedenke, dass Lena gut zwanzig Jahre jünger ist als ich, quasi meine Tochter sein könnte, finde ich den Cassette player noch einmal amüsant. Wir erleben hier eine Zeitreise in die 80ziger, würde ich mal sagen. Lena trifft auf Marty Mc Fly und Dr. Emmett Brown und zisch, sind sie wieder zurück in der guten alten Zeit, als der Kassettenrekorder ein Prunkstück im Jugendzimmer war...
Coverbild: Auch das Coverbild ist meiner Meinung nach auf diese Zeit zugeschnitten. Lena könnte gut den good old 80ties entsprungen sein. Das Outfit, das sie trägt, ist beinahe zeitlos: Jeans, Pulli und Turnschuhe trugen wir damals auch und vor allem die guten alten Kassetten um sie herum entführen uns in die alte Zeit. Mich spricht das Coverbild in dieser Hinsicht an. Es war eine schöne Zeit, ich hatte damals viel Spaß und Lena erinnert mich ein wenig an mich selbst, als ich ein Teenager in den 80zigern war. Insofern passt das schon, obwohl das Cover an sich einfach nur als schlicht zu bezeichnen ist. Es ist mit wenigen Mitteln hergestellt worden und hat dennoch diese Aussagekraft, dass es uns auf eine Zeitreise schickt. Titel: Der erste Titel auf der CD ist natürlich Lenas Grand Prix Song.: SATELLITE Er soll uns einstimmen auf den Wettbewerb und vor allem ist es das Stück, das wir alle schon kennen. Unsere Füße wippen im Takt, wir können es schon mitträllern und identifizieren Lena mit diesem Song. Ich empfand den Song beim ersten Hören eher speziell. Das muss ich zugeben. Zuerst weigerte ich mich ein wenig, ihn anzunehmen, habe ihn sehr kritisch betrachtet. Doch dann irgendwann kam der Moment, wo ich das Gefühl hatte, dieser Song IST Lena. Dieser Song hätte für keinen anderen Interpreten geschrieben werden können, er ist einfach ihr Lied. Und mit dieser Erkenntnis wurde auch meine Einstellung zum Song immer besser. Mitterweile denke ich, dass dieses Lied uns einen guten Platz beim Grand Prix heute abend bescheren kann. Wenn auch nicht den ersten, daran glaube ich nicht, aber unter den ersten 5 sehe ich Lena mit diesem Song schon. Schließlich ist es ja auch so, dass ein Stefan Raab weiß, was er tut und dieser hat Lena schon zu seiner musikalischen Heldin stilisiert.
Der zweite Titel ist der Song, der dem Album den Namen gibt. Es ist ein deutlich langsameres Stück als Satellite, aber wird von Lena auch wieder so typisch gesungen, dass man glaubt, kein anderer Interpret könnte mit diesem Song klar kommen. Leider habe ich den Verdacht, dass der typische Lena-Sound ihr aber die Vielfältigkeit rauben wird, die ich sonst bei Interpreten so liebe. Frei nach dem Motto, kennst Du ein Lied von ihr, kennst Du alle. Und dieses Gefühl wird sich (LEIDER) auch bei den weiteren Songs der CD fortsetzen. Das zweite Stück nennt sich " NOT FOLLOWING ". Er ist dem vorangegangen Song nicht unähnlich. Er ist auch langsam und hat meiner Meinung nach einen nostalgischen Touch. Wir haben es hier also scheinbar auf der ganze CD mit einer Retro-Lena zu tun. Nichts ist wirklich neu, obwohl ihre Art zu singen anders ist,aber es ist nichts neues. Alte Stilmixe werden aufgewärmt. Dafür kann Lena selbst zwar nichts und vielleicht soll es auch ihr Image werden, aber so richtig modern wird sich hier nicht gegeben.
Das dritte Lied trägt den Namen "I LIKE BANG MY HEAD". Hier finden wir einen recht merkwürdigen Stilmix vor. Es soll auf der einen Seite schon vom Text her eher in die Heavy Metal Gegend passen, denn dort wird ja Headbanging praktiziert und setzt auch musikalisch auf einige interessante Effekte. Dennoch kommt ein gewisser Big Band Sound für mein Empfinden rüber, der elektronisch verzerrt wurde. Ein wenig erinnert mich das Ganze auch an Raabs "Wattehattedudeda", mit dem er selbst uns mal beim Grand Prix vertreten hat. Wieder ein Lied, das ein wenig anders ist, anders wie die ganze Figur der Lena. "MY SAME" ist der folgende Titel. Dieser hat wiederum einen altmodischen Touch, erinnert mich an die Musik der 50 ziger Jahre. Dazu kann ich mir gut eine Rita Hayworth vorstellen, wie wir sie im neuen Format von Michael Jacksons "Smooth Criminal" in der This is it Version vorfinden. Eine Frau mit Glamour, mit Stil, irgendwie das komplette Gegenstück zu unserer kleinen Lena. Vielleicht soll es ja so sein, dass gerade dieser Gegensatz Kasse machen soll, die Menschen berühren und um den Finger wickeln. Hier singt ein Mädchen in der Art eines Vamps aus den frühen Tagen. Es hat etwas reizvolles. Für mich ist "My Same" eines der besten Lieder der CD.
Der nächste Titel trägt den Namen "CATERPILLAR". Auch hier sehe ich die großen Hollywoodstars vergangener Zeiten vor meinem geistigen Auge. Eine Schnulze wie sie im Buche steht, Hollywoodkino ebenfalls Marke der guten alten Zeit. Ich mag dieses Lied einfach und mehr muss ich dazu auch nicht sagen, denke ich. "LOVE ME" fordert uns Lena in ihrem nächsten Titel auf. Dieser ist INTERESSANT, sagen wir es mal so. Ich habe hier das Gefühl, dass viele Stile zusammengemischt wurden.Hier finde ich alles vom leicht Rockigem zum Jazzigen hin. Der Song hat Schwung, ist gut tanzbar und sicherlich einer der besseren auf dieser CD. Ich denke, mit dem Lied hätte Lena noch bessere Chancen gehabt als mit Satellite, er ist noch eingängiger, finde ich.
In dem kommenden Lied heißt es "TOUCH A NEW DAY" heißt der nachfolgende Song. Diesen finde ich wiederum nicht so gelungen. Er ist relativ langsam, teilweise wiederholt sich die Melodie sehr stark, so daß man ihn schnell mitsummen kann, um dann wiederum abzubrechen und Lena in eine Art Sprechgesang zu versetzen wie ich es empfinde. Dieser Titel ist einer der magereren Stücke der CD. "BEE" heißt das nachfolgede Stück. Dieses kann ich mir gut in einer Musicalverfilmung der 50ziger Jahre vorstellen. Vielleicht sogar für den Zauberer von Oz, sehe Dorothy mit dem Löwen und der Vogelscheuche am Arm durch die Landschaft hüpfen. Vom Stil her, ist dieser Song wieder einmal hundertprozent Lena und ich denke, keiner kann ihn so interpretieren wie sie.
"YOU CAN´T STOP ME", möchte uns Lena in diesem Lied entgegenrufen. Vielleicht ihr Schlachtruf für Oslo? Das Lied setzt stark auf Rhythmus, erinnert wieder an die guten alten Zeiten und ist auch ansonsten wieder sehr speziell. Könnte man danach Charleston tanzen? Ich weiß es nicht, aber das Lied erinnert mich an diesen Tanzstil. Vielleicht wäre das ein Bühnenoutfit für Lena, Charlestonkleid, Stirnband und kurze Haare. Dabei fällt mir auf, der Charleston kam aus den dreißigern... Wir reisen also noch weiter mit Marty Mc Fly und Emmett Brown in der Zeit zurück. "MR. CURIOSITY" heißt es im nächsten Song. Dieses ist ein ruhiges Stück mit großartiger Pianobegleitung. Es lädt stellenweise so richtig zum Träumen ein. Da ich Klaviermusik sehr gern mag, kann ich für dieses Stück die Bestnote vergeben. Hier sehe ich Lena in Gedanken vor mir an einem Klavier lehnen und dem Pianisten beim Singen schmachtende Blicke zuwerfen. Das Stück gibt also genug Stoff für eine Performance, die vielleicht mal ein wenig anders aussieht als man es von Lena gewohnt ist.
"I WANT YOUR KISS" fordert Lena im kommenden Titel. Auch dieser passt in die Lena-Masche. Er ist nichts Besonders, erfüllt Lenas Gesangsart, reißt mich aber nicht vom Hocker. Man kann es hören, das ja, aber es hätte mir auch nicht gefehlt, wäre es nicht auf der CD vorhanden gewesen. Das letzte Lied nennt sich "WONDERFUL DREAMING". Hier bekam ich nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Das Stück ist zwar langsam, ein wenig jazzig, aber irgendwie bringt Lena es für mich nicht romantisch genug rüber. Ich hatte mir hier doch ein wenig mehr Schmachten in ihrer Stimme gewünscht.
Allgemeines: Ich habe bei der ganzen CD den Eindruck, dass Lena uns in die gute alte Zeit zurückführen möchte. Gefühlt bin ich in den 30ziger Jahren bis vielleicht jungen 60ziger Jahren beim Hören der CD. Dabei habe ich aber die ganz großen Hollywoodstars vor Augen, die diese Art der Musik präsentiert haben in glanzvoller Robe, mit tollen Frisuren, einfach die Vamps, die seinerzeit die Männerwelt verführten. Und was bekomme ich hier als Interpretin? Ein junges, blutjunges Mädchen, das in Jeans und grauem Pullover verzücken will, das nicht auf Sexappeal setzt, sondern auf Natürlichkeit. Lena ist frisch, Lena ist süß und dennoch singt sie diese Musik, die auch eine reife Frau hätte singen können. Lenas Jugend und die jazzige Musik bilden eine interessante Einheit. Dennoch habe ich die Befürchtung, dass man die CD ähnlich wie ANNETT LOUISAN schnell ein Schrankhüter werden konnte. Denn bei dieser Interpretin war ich damals gleich begeistert von ihrem Song "ICH WILL DOCH NUR SPIELEN", der damals im Radio rauf und runter gespielt wurde, so daß sich das nachfolgende Album auch gleich gekauft habe. Allerdings war es dann so, dass die Musik schon beim ersten Hören nicht das hielt, was der erste bekannte Radiosong versprach. Schnell fühlte man sich vom eigentümlichen Stil "genervt" und die CD schlummert nun in der CD-Schublade meines Wohnzimmerschrankes. Und bei Lena habe ich die Befürchtung, dass diese CD bald der von Annett Lousian Gesellschaft leisten wird. Zu anders ist nicht immer gut, kann schnell nervend wirken und all das Innovative überdecken, was man zum Anfang empfunden hatte. Lena wird eine Künstlerin bleiben, die polarisiert. Entweder man liebt sie oder man mag sie nicht. Ich denke, so einfach ist das in ihrem Fall. Ein Zwischending gibt es da wohl nicht, zumindest mit der Zeit nicht, wenn man sich an ihrem Gesangsstil satt gehört hat. Lena ist ungewöhnlich, aber ob sie sich halten wird in der Musikwelt ist meiner Meinung nach fraglich.
Dennoch, ich wünsche Lena für den heutigen Abend ALLES GUTE und drücke ihr selbstverständlich pflichtbewußt beide Daumen, auch wenn sie nicht meine Wahl für den Grand Prix gewesen wäre. Noch ein Wort zur Polarisierung. Lena polarisiert schon innerhalb meiner Familie, mein Mann und meine Töchter finden sie großartig, mein jüngerer Sohn mag sie nicht, mein älterer enthält sich und ich denke wie schon erwähnt, dass ich mit ihrer Musik nicht lange glücklich sein werde, weil ich das Gefühl habe, mich schnell daran satt hören zu können und die CD dann bei Annett Lousian bleiben wird.
DVD als Bonus: Hier werden wir mit den besten 5 Auftritten von Lena bei der Show zum Star für Oslo beglückt. Nun ja, ich muss ehrlich sagen, wir haben sie uns einmal angesehen und danach nicht wieder. Ebenso gibt es eine Fotostrecke. Doch auch das ist für mich kein berauschender Bonus. Zielgruppe: Ich denke, man kann hier die Zielgruppe schon fast pauschalisieren. Denn das sind alle die, die sich für den Grand Prix heute noch interessieren. Diese Menschen werden die CD kaufen, Lena die Daumen drücken und wahrscheinlich dann auch wieder vergessen... Ansonsten denke ich, dass sich Menschen mit dem Album anfreunden können, die gern jazzige Musik mögen und sich mit Lenas neuartigem Stil anfreunden können.
Qualität: Die Qualität der Aufnahmen ist gut. Darüber gibt es nichts zu klagen. Fazit: Ich wünsche Lena alles GLÜCK FÜR OSLO heute abend, stehe als deutsche Bürgerin hinter ihr und denke auch, dass es seit Jahren mal wieder ein Song ist, der Chancen haben könnte unter die ersten 5 zu kommen, schon allein von meinem Gefühl her. Aber ansonsten glaube ich nicht, dass mich Lena als Interpretin lange interessieren könnte. Vieles ist mir einfach zu ähnlich,kennst Du ein Lied, kennst Du alle. Die Überraschung fehlt mir bei ihr, ihr Debütalbum betreffend und damit leider nur drei Sterne für unser Sternchen in Oslo.
Update: Ps. LENA HAT AM 29.05.2010 NACH 28 JAHREN (NICOLE´s SIEG MIT "EIN BISSCHEN FRIEDEN") DEN SIEG BEIM GRAND PRIX NACH DEUTSCHLAND GEBRACHT. MEINE GRATULATION!
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04.06.2010 06:20
Höchstnote für deinen Bericht. LG und ein schönes Wochenende ...
03.06.2010 22:52
Ja Lena hat schon etwas besonderes an sich.
03.06.2010 21:33
Bin wieder da, und bringe das verdiente BH (ړײ) Glg Nadine