Der musikalische Weg des Ian Brown
07.01.2011
Pro:
abwechslungsreiche Musik
Kontra:
nicht alle Titel gefallen hundertprozentig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Sydneysider47
Über sich:
Nach fast 4 Wo. im Krankenhaus und 2 OPs ist mein Mann wieder zu Hause. - Keine Leserunden! Kein Int...
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, als ich Ende 2009 den Song „Stellify“ im Radio hörte, war ich sofort hingerissen – und musste wissen, von wem der Song ist. So stieß ich auf den britischen Musiker Ian Brown, von dem ich bisher noch nie gehört hatte, und machte mich auf die Suche nach seinem Album „My Way“.
My Way Interpret: Ian Brown Plattenfirma: Fiction (Universal) Gesamtlaufzeit: 43 Minuten, 14 Sekunden Erscheinungsdatum in Deutschland: 29.09.2009 Musikgenre: Rock/Pop
Die Musik von Ian Brown würde ich als “Rock/Pop” bezeichnen. Wer hier – aufgrund des Albumtitels „My Way“ an Musik von Frank Sinatra denkt, irrt sich! Ich habe dieses CD-Album über einen Verkäufer bei Ebay für circa 12 Euro erworben – besitze dieses Album seit Dezember 2009, und seitdem findet es sich immer wieder in meinem CD-Spieler. So wird es also Zeit, darüber einen Bericht zu schreiben,
Wer ist der Musiker Ian Brown? Ian Brown war lange Mitglied der britischen Band Stone Roses. Er ist Jahrgang 1963 und stammt aus Großbritannien. Seit Auflösung der Stone Roses ist Ian Brown als Solokünstler tätig.
In Großbritannien ist er sehr bekannt – zwei seiner Singles kamen sogar unter die „Top 10“ der britischen Single-Charts, und auch seine Alben erzielen hohe Verkaufszahlen. Folgende Alben hat er bisher veröffentlicht: • Unfinished Monkey Business (1998) • Golden Greats (1999) • Music of the Spheres (2001) • Remixes of the Spheres (2002) • Solarized (2004) • The Greatest (Best Of, 2005) • The World Is Yours (2007) • My Way (2009)
(Quelle: Wikipedia – mit meinen eigenen Worten wiedergegeben) „My Way“ ist also sein achtes Album – durch das ich seine Musik erst kennen lernte – vorher kannte ich weder ihn noch seine Musik, und auch die Band „Stone Roses“ war mir nur vom Namen her ein Begriff. Mit ihrer Musik habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt.
Folgende Titel befinden sich auf dem Album „My Way“ 1) Stellify 2) Crowning Of The Poor 3) Just Like You 4) In The Year 2525 5) Always Remember Me 6) Vanity Kills 7) For The Glory 8) Marathon Man 9) Own Brain 10) Laugh Now 11) By All Means Necessary 12) So High
Die Songs Nummer 1, 2, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 wurden von Ian Brown und diversen Mit-Musikern geschrieben. So unterstützte ihn beim Schreiben der Songs 1, 2, 8, 9, 10 und 11 ausschließlich Dave Mc Cracken. Beim Song Nummer 5 unterstützte Naoto Hiroyama Ian Brown. Das
Bilder von My Way - Ian Brown
sind nur einige Beispiele. Der Song Nummer 4 wurde erstmalig von Zager und Evans veröffentlicht. Der Komponist hier ist Rick Evans.
Die Namen einiger Mit-Musiker, die Ian Brown auf diesem Album unterstützten Hier möchte ich einige Beispiele nennen: Schlagzeug spielten Inder Goldfinger, Maxi & Tim Hutton bei fast allen Songs – außer während der Songs 4, 8 und 12. Da betätigte Dimitri Tikovoi das Schlagzeug. Keyboard spielte Dave McCracken.
Die einzelnen Titel und meine Meinung dazu
Titel 1 – Stellify Der absolute „Renner“ auf diesem Album – ein Song, der durch einen speziellen Schlagzeug- und Klavier-Rhythmus an Dramatik gewinnt. Eine wunderbare Popnummer, sehr rasant und eingängig – also ein regelrechter Ohrwurm. Ich kann den Song mehrfach hintereinander hören, ohne dass er mir langweilig wird oder auf die Nerven geht.
Interessant ist hier auch, dass Ian Brown das Wort „love“ (für Liebe) nicht so ausspricht, wie man es im Englischunterricht lernt – also nicht „lav“ – sondern „lov“. Genauso singt er nicht „abav“ (beim englischen Wort „above“), sondern „abov“. Ob das ein britischer Dialekt sein soll – oder ein Gag von Ian Brown, weiß ich nicht. Das ist mein absoluter Lieblingstitel auf diesem Album – der Text handelt von einer Liebesgeschichte, und Ian Brown hat den Song auch selbst geschrieben.
Titel 2 – Crowning Of The Poor Wieder ein Song aus der Feder von Ian Brown. Der Anfang des Songs erinnert mich an einen Rummelplatz – zumindest klingt die Kombination aus Keyboard und Schlagzeug irgendwie nach Jahrmarkt. Der Song wird „gewürzt“ durch Blasinstrumente – und der Rhythmus erinnert mich an ein Karussell, das mit einer Handkurbel angetrieben wird – und nicht durch Strom. Also irgendwie ein Rhythmus, der mich an die 1920er-Jahre erinnert. Die Stimme von Ian Brown klingt hier auch oft verfremdet. Der Song endet mit Vogelgezwitscher. Mein Favorit Nummer 4 auf dem Album.
Titel 3 – Just Like You Hier werde ich beim Hören ebenfalls an einen Jahrmarkt oder auch Rummelplatz erinnert. Die Keyboardklänge sind daran schuld. Der Titel ist schnell, für Partys und/oder Diskotheken durchaus geeignet – auch angereichert durch einen stetigen Stampfsound. Zwischendrin höre ich auch immer wieder Töne, die sich so anhören, als ob jemand an einem Gummiband zupft. Das Klavier ist in diesem Song sehr dominant.
Titel 4 – In The Year 2525 Hier höre ich den bekannten Welthit von „Zager und Evans“ in der Version von Ian Brown. Für mich klingt der Titel befremdlich – auch nach einem Jahr ständigem Hören. Meinem Mann gefällt diese Version. In dem Song geht es um eine Zukunftsvision – was wird sein im Jahre 2525? Auch Ian Brown hat daraus eine schnelle Nummer gemacht – er wird begleitet vom Schlagzeug, Keyboard – und ab und zu höre ich auch eine Trompete. Der Gesang von Ian Brown ist ebenfalls in Ordnung. Jedoch finde ich das Original von Zager und Evans eben doch noch besser…
Titel 5 – Always Remember Me Langsam, getragen und irgendwie schwerfällig klingen Schlagzeug und ein Blasinstrument. Wenn ich den Song höre, sehe ich im Geiste eine Person, die eine schwere Last hinter sich herzieht. Ian Brown singt hier leicht und irgendwie „schwerelos“ – was durch diverse Echo-Effekte am PC ausgelöst wird. Begleitet wird er durch ein Schlagzeug, Keyboard und ein – meiner Meinung nach – irgendwie schwerfälliges Blasinstrument. Leise und sanft – fast schon sphärisch – klingt der Titel mit Keyboardklängen aus.
Titel 6 – Vanity Kills Eine ruhige Popnummer – dominiert durch leichte Keyboardklänge und Schlagzeug. Die Melodie erinnert mich immer wieder an einen Marsch. Auch ein Klavier kommt ab und zu vor. Es bestimmt zusammen mit dem „Marschier-Schlagzeug-Sound“ den Takt. Super finde ich auch den Backgroundgesang, der – laut Booklet – von Amanda Ghost praktiziert wird.
Titel 7 – For The Glory Langsam fängt die Nummer an mit Keyboardklängen – und das dann einsetzende Schlagzeug erinnert mich an einen Herzschlag. Wieder werden hier durch Hall- und Echo-Effekte die Stimme von Ian Brown sanfter gestaltet. Eine ruhige schöne Popnummer ist das, die für mich entspannend ist. Und eine schöne Melodie auch, die allerdings ziemlich experimentell gestaltet ist und deswegen nur schwer ins Ohr geht. Trotzdem gefällt mir der Titel so gut, dass es mein Favorit Nummer 2 auf dem Album ist.
Titel 8 – Marathon Man Ein sehr keyboardorientierter Titel. Ich mag die Stimme von Ian Brown hier besonders – aber mir gefallen in diesem Titel oft die Keyboardeffekte nicht. Sie klingen, als ob man die Musik zu laut gedreht hätte – was einen bestimmten „Bollerton“ verursacht. Insgesamt ist mir dieser Song sowieso „zu technisch“, also mit zu vielen Keyboard- und Schlagzeugeffekten, die mit dem PC bearbeitet wurden.
Titel 9 – Own Brain Dieses Musikstück beginnt ziemlich abrupt und laut – zugleich setzen Gesang, Keyboard und Schlagzeug ein. Der Song bleibt auch laut, schnell und poppig. Er ist fast eine Tanznummer. Die Stimme von Ian Brown hallt während des Gesangs.
Titel 10 – Laugh Now Eine schnelle Popnummer – Ian Browns Stimme klingt oft so, als sei sie ein Echo, aber ich denke, hier wurden „technische Effekte“ angewandt, um die Stimme zu bearbeiten. Für mich ist der Song eine stampfende – irgendwie „schwerfällige“ – aber doch schnelle Popnummer, auch discothekentauglich. Dominant ist hier der sphärische Klang eines Keyboards, und in der Mitte höre ich ein Klavier, das den Song für einige Sekunden verlangsamt. Sobald jedoch wieder Keyboard und Schlagzeug einsetzen, wird der Song schneller.
Titel 11 – By All Means Neccessary Ein Titel, dessen Anfang mich an Folkmusik erinnert. Das Keyboard spielt nämlich „irgendwie irisch“, bevor Ian Browns Gesang einsetzt. Keyboardklänge und Schlagzeug treiben auch den Song voran – sie machen ihn dramatisch. Irisch klingende und schrille Keyboardklänge machen den Song auch interessant. Das ist kein eingängiger Popsong – eher experimentell, dadurch ist er auch kein Ohrwurm. Das macht aber nichts, ich mag den Song trotzdem.
Titel 12 – So High Ein Abschiedslied. Gerade ein richtiger Song, um die CD zu beschließen. Ian Brown singt „bye bye“. Der Titel ist langsam, schön „sphärisch“ klingend, er wirkt beruhigend, entspannend. Ich mag die Keyboardklänge, die zuerst wie eine Orgel, später aber wie Streichinstrumente klingen. Das Schlagzeug gibt langsam den Takt an. Der Song ist mein Favorit Nummer 3 auf dem Album.
Das Booklet Das Booklet umfasst 12 Seiten und ist – in meinen Augen – ziemlich schlicht. Nur das Coverbild ist bunt. Es zeigt Ian Brown im Jogginganzug. Ein bisschen gelangweilt schaut er aus, finde ich. Er steht inmitten eines Parks, vor einem Weiher, ich sehe Blumen und Steine, die am Ufer des Weihers sind.
Im Booklet selbst – auf den Seiten 2 bis 10 – finde ich die Texte zu allen, auf dem Album enthaltenen, Songs. Schwarze Schrift auf weißem Grund, ziemlich schlicht also. Jedoch ist der weiße Hintergrund durch hellgraue Punkte und Streifen „aufgepeppt“ worden, was dem Ganzen eine interessante Note verleiht. Auf Seite 11 finde ich Danksagungen, Informationen darüber, wer welche Songs schrieb, wo das Album produziert wurde, wem man wofür bei der Produktion des Albums dankt. Die Seite 12 ist wieder schwarz – in weißer Schrift lese ich: Ian Brown, My Way.
Warum ich diese Musik höre – oder: meine Erfahrung/Meinung damit Wie ich schon eingangs erwähnte: da hörte ich den Song „Stellify“ gegen Ende 2009 im Radio und musste wissen a) von wem der Song ist und b) wo ich ihn bekommen kann und c) was die Single oder auch die dazugehörige Album-CD kostet.
Eine fieberhafte Suche begann – und schon bald wurde ich fündig. Der Sänger hieß Ian Brown, sagte mir bisher gar nichts – aber den Song musste ich haben! Bei einem Ebay-Händler konnte ich das Album für mich einen akzeptablen Preis von circa 12 Euro, inklusive Versandkosten erwerben. Und so hielt ich Ende Dezember 2009 das Album „My Way“ von Ian Brown in der Hand – und seitdem landet es oft in meinem CD-Spieler. Selbst mein Mann, der sich nicht immer für die Musik interessiert, die ich höre, hat schon gefragt: „Wer singt da?“
Natürlich war es ein Risiko von mir, ein ganzes CD-Album mit 12 Songs zu kaufen, wenn ich nur einen Song davon kenne. Es kann bei solchen Spontankäufen durchaus passieren, dass der Rest des Albums nicht gefällt. Jedoch hat mich das Album „My Way“ von Ian Brown durchaus überrascht. Die Songs kann ich alle anhören (auch wenn „In the year 2525“ in der Version von Ian Brown für mich weiterhin gewöhnungsbedürftig bleiben wird). Das Album ist abwechslungsreich – Ian Brown überrascht mich mit seiner Musik. Da gibt es Ohrwürmer, entspannende Songs, einen Song mit Folkelementen, Songs, die „technisch aufgepeppt“ wurden und so weiter. Ich höre dieses Album oft. Während irgendwelcher Tätigkeiten (zum Beispiel beim Bügeln) oder auch konzentriert. Ich mag die Stimme von Ian Brown. Auch der Klang des Albums ist einwandfrei und klingt in jedem unserer CD-Spieler einfach perfekt.
Mein Fazit Das Album „My Way“ von Ian Brown bietet abwechslungsreiche Musik aus dem Genre Rock und Pop. Ich vergebe vier Sterne (ein Fünf-Sterne-Album ist es für mich nicht) und eine Hör-/Kaufempfehlung!
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
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21.02.2011 08:24
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