Ich war von Anfang an Nutzer des Reaktorvorgängers Generator. Dabei war für mich entscheidend,die Einschränkungen bei Hardwaresynthesizern zu umgehen,denn Generator/Reaktor lassen jede erdenkliche Klangmanipulation zu. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und wer nicht beruflich täglich ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Anna_Nass über Native Instruments Reaktor 2.3 28.06.2001
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Alles,was man braucht
Kontra:
Firmenpolitik
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich war von Anfang an Nutzer des Reaktorvorgängers Generator. Dabei war für mich entscheidend,die Einschränkungen bei Hardwaresynthesizern zu umgehen,denn Generator/Reaktor lassen jede erdenkliche Klangmanipulation zu. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und wer nicht beruflich täglich 8 Stunden damit beschäftigt ist,wird wohl nie das ganze Potential ergründen können. Klar,entscheidend ist,was hinten rauskommt und das soll Musik sein,was immer der Einzelne darunter versteht. Das zu bewerten steht an anderer Stelle. Reaktor ist eine Software,die einzelne Bausteine eines Synthesizers beinhaltet und zusätzlich einen Sampler als weitere Klangquelle. Ein Synthie besteht im wesentlichen aus einem Tonerzeuger-meist als Oszillator bezeichnet-also eine Schaltung,die periodische Schwingungen im gesamten Freqenzbereich erzeugt, und Manipulatoren, im Wesentlichen Klangfilter,VErstärker sowie Modulatoren zur BEeinflussung der Tonhöhen,Filterfrequenzen sowie der zeitlichen Klangverläufe. All diese Module können sich gegenseitig beeinflussen,also z.B. kann ein Frequenzgenerator (Oscillator) einen anderen Osci manipulieren,was vom langsamen vibrieren bis hin zu metallischem schwirren des Tones führt,je nachdem,in welchem Frequenzbereich der Manipulator schwingt und mit welcher Intensität man die Manipulation ausführt. Dies kann über eine VErstärkerschaltung geregelt werden,die wiederum frei definiert werden kann und somit bspw. in Abhängigkeit von der Anschlagsposition auf einem Keyboard oder der Anschlagsdynamik oder per Modulationsrad gesteuert oder wiederum durch einen weiteren periodisch oder unperiodisch schwingenden Osci stattfinden kann. Man sieht schon,es wird unübersichtlich und man muss sich schon sehr mit den verschiedenen Möglichkeiten der Klangentstehung und -beeinflussung befasssen,um überhaupt nur einen Teil der Möglichkeiten eines solchen Systems sinnvoll nutzen zu können. Der Sampler dient nun wie eine Art Tonband zur Aufnahme bestehender Klangereignisse und kann wie die anderen Tonerzeuger eingesetzt und manipuliert werden. Dies kann im einfachen Fall ein GEräusch sein,das bspw.später als Percussionsinstrument dienen soll.Oder man nimmt den Klang eines Orchesterinstruments-z.B. Geige- auf(sampelt),und verbiegt oder verfeinert ihn. Der Phantasie sind (vermutl.) keine Grenzen gesetzt. Wer noch nie mit einem Synthesizer gearbeitet hat,wir mglw. erschlagen von der Vielfalt der Möglichkeiten,aber der kann auf ein riesiges Potential bereits vorgefertigter klassischer sowie neuartiger Synthesizermodule zurückgreifen, die als Ensembles im Lieferumfang von Reaktor enthalten sind. FErner gibt es auf der Homepage von NI Downloads mit Ensembles anderer Reaktornutzer,auf die man per Passwort,das man bei der Registrierung erhält,Zugang hat. Es ist einfach unmöglich,das ganze Potential dieser genialen Software dazulegen,insbesondere, wenn man versucht,ohne Fachbegriffe für die ganz Unbedarften auszukommen. Wie lange Reaktor allerdings noch gepflegt wird, ist bei dem Wachstum, das NI erfahren hat, schwierig zu beurteilen. Der Vorgänger GEnerator wurde jedenfalls ohne Vorwarnung eingestellt und die eilends eingestellten Mitarbeiter zeigen wenig Verständnis für die Nutzer ihrer Produkte.Fallen sie doch als zahlende Kunden i.d.R. weg und sind somit nicht als umsatzsteigernd anzusehen,ausser bei Updates wie jetzt auf Version 3.O. Wird mglw. fortgesetzt. Anna Nass