"HEOOW, HEOOW, HEOOOW, YEAAAAAAH!"
09.07.2011
Pro:
zerfahren, ungehobelt, grenzüberschreitend, wuchtig, abgründig, kraftvoll, rumorend, hysterisch
Kontra:
SO FUCKING WHAT? ! !
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 logan
Über sich:
Twilight held us in her palm as we walked along / And we make it up as we go along / How did it go s...
Mitglied seit:21.02.2000
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Vertrauende:117
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Schweres Schlagzeug und dunkles, laszives Bassspiel umschlingen den Hörer, und zähe, schroff psychedelische Gitarrenriffs ziehen ihn träge und einlullend in einen hypnotisierten Zustand unruhiger Erwartung. Roh und zugleich verführerisch geht ihn Kat Bjellands Stimme an: "I know somewhere we could go..." Wenn "Nemesisters" zwar schon heavy und düster, aber eben auch noch eher gemächlich rockend beginnt, so ist das bloß ein sirenenhafter Lockruf; denn schon 'Oh Yeah!' entwickelt einen wild strudelnden Sog, in dem das Gespann aus Lori Barberos treibendem Drumsound und Maureen Hermans grummelndem Bass es tüchtig brodeln lässt. Überhaupt tragen Hermans Bassläufe mit ihrer hintergründig groovenden, unruhigen Schwüle so einiges zur unterschwellig bedrohlichen Atmosphäre des Albums bei, sei es im monotonen, schmirgelnd rhythmischen 'Drivin´', im von ihr selbst gesungenen, sich nur langsam im verhaltene Wut hineinsteigernden 'Killer On The Road' oder im treibenden, dröhnenden 'Sweet 69', wo Kat Bjelland ihre Gitarre wie einen Hummelschwarm surren und ihre Harpyienstimme mal entrückt in höchste Extase sich aufschwingen und dann wieder gierig im Sturzflug herniederrauschen lässt.
Grungig, zäh, sperrig und schwer, bisweilen monoton, aber auch druckvoll und von einer unberechenbaren, untergründigen Spannung durchzogen klingt "Nemesisters" vor allem eigensinnig: Mystisch nebulös anmutende Songungetüme wie das schwindelerregende, schwefeldunstig verrauchte und abgründig faszinierende '22' stehen neben schwerfälligen, uneingängigen Stücken wie 'Surd' oder dem fast schon doomig zu nennenden, entrückt vor sich hin mäandernden 'Ariel'. Düster verhangene Stimmungen dominieren das Album, obschon nicht immer auf so bedrückende Weise wie im depressiven 'Middle Man'. Stilistisch sind die BABES IN TOYLAND kaum zu schubladisieren. Wo sollte man einen Trip wie 'Memory' auch einordnen? - Heavy Rock? Rhythm and Blues? Zeitlupen-Rockabilly? Grunge? - Statt sich darüber den Kopf zu zerbrechen lausche man lieber dem erfrischend dynamischen 'S.F.W.' oder merkwürdigen Coverversionen wie dem sturmgebeutelten 'All By Myself', dem von Kat Bjelland a capella vorgetragenen 'Deep Song' oder dem von den "Nemesisters" schön schräg dargebotenen Rausschmeißer 'We Are Family'.
Bilder von Nemesisters - Babes In Toyland
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12.08.2011 20:23
;-)
20.07.2011 18:00
Mittlerweile machst Du ja zumindest schon mal Absätze! :oD LG, Jens
11.07.2011 07:33
Ja doch, die kenn ich ja auch, zumindest ein bißchen. Fand ich zwar nie so prall, aber vielleicht hab ich auch einfach immer die falschen Songs von denen gehört. Oder es ging mir damals nicht so ab, vielleicht wär das heut ja anders. Nach wochenlangem Opeth-Konsum ist mir zumindest nix auf dieser Welt mehr zu hart ;) Grüße, Sabine