Nena pur und live - Pur und Nena
21.01.2012
Pro:
Kult, Spaß
Kontra:
unbekannter Songs, nicht das eigene Publikum
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 satibaer
Über sich:
Mitglied seit:21.04.2011
Erfahrungsberichte:59
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 81 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
>>> Die Einleitung Die 90er waren nicht unbedingt das erfolgreichste Jahrzehnt für Nena – aber durchaus eins der produktivsten. Unter anderem erschien 1998 eine Live-CD, die auf der Pur-Open-Air-Tournee entstand, bei der Nena als Support-Act (ja, sie musste damals als „Vorgruppe“ auftreten, um ein größeres Publikum zu erreichen) auftrat.
Auf der CD ist das komplette etwa einstündige Programm enthalten, das überwiegend Songs aus den Alben der 90er enthalten sind. Aber auch die Nena-Klassiker fehlen nicht. Ich habe das Konzert damals live in Hameln erlebt und war – wie immer – begeistert. Die CD durfte daher in meiner Sammlung nicht fehlen. >>> Die CD
Die CD erschien 1998 als Einzel-CD. Hinweis des Herstellers (Aufkleber auf dem Cover): „In Bestform rockte sie vor 40.000 Menschen ihre größten Hits“. Es sind 14 Tracks enthalten, davon ein Bonustracke, nämlich das Duett mit Pur aus dem Hauptprogramm des Open-Air-Konzerts „Lena“. Die Aufnahme erfolgt auf dem Konzert in Düsseldorf. >>> Die technischen Daten
Audio CD (16. November 1998) Anzahl Disks: 1 Label: Polydor (Universal) >>> Das Zubehör
1 Faltbooklet mit 8 Seiten Davon - 4 Seiten mit (zusammenhängendem) schwarz/weiß-Foto, auf dem aus der rückwärtigen Perspektive Nena vor ihrem Publikum gezeigt wird. - 1 Seite Coverfoto (dreifarbig) - 2 Seiten mit Trackinfos (dreifarbig) - 1 Seite mit schwarz/weiß-Abbildung >>> Der Preis
Neu € 12,98 (amazon.de), gebraucht auf dem amazon-marketplace schon ab € 2,49 zzgl. € 3,00 Versand erhältlich. >>> Die Gestaltung
>> Das Cover Das Cover zeigt auf der Vorderseite auf weißem Hintergrund im rechten Bereich eine schwarz/weiß-Abbildung von Nenas Gesicht und im linken Bereich den Aufdruck „nena“ in schwarzer Schrift und „live“ in roter Schrift. Zudem ist auf der Plastikhülle selber ein runder Aufkleber mit dem Text „In Bestform rockte sie vor 40.000 Menschen ihre größten Hits“, der in Kreisform am Rand aufgedruckt ist, sowie mit einer kurzen Liste mit den wichtigsten enthaltenen Songs. Die Rückseite nimmt größtenteils eine schwarz/weiß-Abbildung des Publikums, das ein „Nena“-Banner hochhält, ein. Am rechten Rand ist in roter und schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund quer die Trackliste aufgeführt. Auf der Innenseite hinter der CD sind noch 48 schwarz/weiß-Schnappschüsse als Miniaturbilder zu sehen. >> Die CD Die CD ist weiß mit silbernem Rand. Im oberen Bereich ist der Aufdruck „nena“ in schwarz und „live“ in rot zu sehen. Außerdem sind die üblichen rechtlichen Hinweise und Informationen in kleiner Schrift aufgeführt.
>> Das Booklet Auf der Rückseite des Faltbooklets ist über 4 Seiten eine rückwärtige schwarz/weiß-Aufnahme von Nena vor ihrem Publikum abgebildet. Es handelt sich wohl um die Gesamtaufnahme, von der ein Teil auch auf der Rückseite des Covers zu sehen ist. Im Übrigen ist neben dem Cover-Foto eine schwarz-weiß-Aufnahmen von (vermutlich) Nenas Beinen enthalten und eben die üblichen Texte: Credits, Trackliste, Danksagungen. >>> Die Trackliste (mit Beschreibung und Bewertung)
01 Leuchtturm 3:27 Eröffnet wird die Show von einem Nena-Klassiker aus dem Jahr 1983 im rockigen Gewand mit Gitarrenriffs und dem typischen Echolot „Plopp“. Etwas nervös, aber vom Publikum angefeuert präsentiert Nena den Song. Gleich zu Beginn scheint das Publikum voll mitzugehen. Im Großen und Ganzen bleibt die Livepräsentation ganz nah am Original. Natürlich wird das Publikum zum Mitsingen aufgefordert… etwas zögerlich wird dem Aufruf auch gefolgt. 02 Jamma nich 2:32 Nena begrüßt ihr Publikum herzlich und macht weiter mit dem Titelsong des 1997er Albums „Jamma nich“ (ich darf hierzu auch auf meinen Testbericht „Schöne Songs mit frechen Texten“ verweisen), den sie in etwas flotterer, abgewandelter Version präsentiert. Da die Nummer nicht so bekannt ist, geht das Publikum nicht wirklich mit. Nena muss um ihr Publikum kämpfen.
03 Was hast du in meinem Traum gemacht 4:22 Die erste Singleauskopplung aus dem 1998er Album „Wenn alles richtig ist, dann stimmt was nich“ folgt (Ich darf hierzu auch auf meinen Testbericht „Nena rockt“ verweisen). Eine rockige, flotte Nummer mit etwas Countryeinflüssen, die pur mit Akustikgitarre und Mundharmonika präsentiert wird. Nenas Stimme klingt hier rauh und passt gut zum Live-Arrangement. Der Song wird mit viel Gefühl gesungen. Die Livepräsentation bleibt hier ganz nah an der Albumversion. Auch gesanglich sind kaum schiefe Töne zu hören ;-) 04 Wenn wenigstens Sommer wär 3:21 Aus dem gleichen Album wie die vorherige Nummer stammt dieser rockige Song, mit harten Gitarrenriffs und superschnellem Schlagzeug. Auch hier merkt man wieder, dass Nena um das Publikum kämpfen muss. Klar, da man ja eigentlich wegen Pur gekommen ist, aber irgendwie gelingt es ihr, einen größeren Teil einzufangen.
05 Dann fiel mir auf 4:54 Eine meiner Lieblingsballaden von Nena aus dem gleichen Album folgt. Eine wirklich tolle Nummer, die Nena mit viel Gefühl singt. Eigentlich ist es nicht wirklich ein Liebesballade, denn der Song handelt eher von Abschied und Trennung zu dem Zeitpunkt, wenn die Liebe schon gegangen ist. Auch hier kann Nena das Publikum zum Mitsingen bewegen. 06 Was immer du tust 4:11 Eine weitere Ballade folgt. Diesmal eine Popballade vom 1992er Album „Bongo Girl“, die live aber in einer Akustik-Version mit Gitarre und Mundharmonika präsentiert wird. Ein wirklich philosophischer und tiefgründiger Song über verschiedene Gefühle und das Leben, der mir außerordentlich gut gefällt! Live zeigt Nena hier durchaus stimmliche Qualitäten. Leider will das Publikum hier nicht so richtig mitschwingen.
07 Fragezeichen 4:39 Der Nena-Klassiker aus dem Jahr 1984 folgt. Zu Beginn weiter nur von der Akustikgitarre begleitet singt Nena sehr gefühlvoll die ersten beiden Strophe und den Refrain. Zum Ende des Songs setzen mit einem lauten „Yeah“ auch Schlagzeug und Bass etc. ein. Ein geniales Gitarresolo folgt und der Song wird zu Ende gerockt – wie in alten Zeiten… nur besser gesungen! 08 Das ist normal 4:18 Es folgt meine Lieblingsnummer vom Album „Wenn alles richtig ist dann stimmt was nich“ (siehe auch mein Bericht „Nena rockt“). Rockige Gitarrenriffs und Nenas rauhe rockige Röhre zeichnen diese Nummer aus. Aber auch gefühlvolle Zwischentöne sind zu hören. Zum Schluss wird’s allerdings etwas quhietschig… Trotzdem auch live für mich einer ihrer besten Songs – vielleicht sollte sie ihn wieder in ihre Live-Shows aufnehmen… Das Publikum ist jedenfalls mitgegangen, obwohl der Song nicht so bekannt ist.
09 Es ist in Ordnung 5:05 Es wird weiter gerockt – wieder aus dem gleichen Album. Harte Gitarrenriffs und abgehackte Strophen sind zu hören. Eine schnelle Spaßnummer, die einfach nur Lebensfreude ausdrückt – egal, was man tut, man mache sich nicht zu viel Gedanken, denn „Es ist in Ordnung… Lalala…“ Auch kein allzu bekannter Song und das Publikum reagiert eher verhalten. Daher Nenas Aufruf „Hey, Düsseldorf wo seid ihr denn? Singt mit!!!“ Und das Publikum macht tatsächlich mit. 10 Nur geträumt 5:16 Dieser Klassiker darf nicht fehlen und den Song kennt ja nun fast jeder. Jedenfalls kocht die Stimmung jetzt richtig auf. Die rockige, schlicht gehaltene Version macht jedenfalls gut Spaß. Nena fordert das Publikum zum mit rocken auf. Hier kann jetzt auch jeder mitsingen.
11 Irgendwie, irgendwo, irgendwann 6:45 Auch die Nummer sorgt für super Stimmung – Die alten Songs sind eben nicht nur bekannter, sondern natürlich auch beliebter. Von „Nena, Nena“-Chören begleitet beginnt eine Rumba-Version des Klassikers – Nena tanzt vermutlich und fragt das Publikum „Ist das nicht gut, oder was“. Ganz leise und sanft wird auf dem Rumba-Rhythmus der Refrain gesungen – Dann geht’s mit den bekannten Akkorden über in die schnellere Originalversion – etwas rockiger präsentiert. Und die macht live wirklich großen Spaß! 12 99 Luftballons 4:58 Der Song darf nicht fehlen. Nena singt nur „Hast du…“ und das Publikum singt lautstark die komplette erste Strophe zu Ende. Diesen Effekt hat die Nummer (damals 15 Jahre alt) heute, nach 30 Jahren, immer wieder. Dann folgen die bekannten Gitarrenriffs und Nena rockt den Song in der Originalversion – die live immer noch am meisten Spaß macht. Leider singt Nena etwas schief, aber das kennt und erwartet man ja irgendwie von ihr ïŠ. Die letzte Strophe sing das Publikum jedenfalls wieder fast alleine… Mit den Worten „Ich liebe Euch, Danke!“ soll die Show beendet werden aber…
13 Abschied 6:06 … nach kurzem „Zugabe, Zugabe“-Rufen folgt dann der Abschieds-Blues aus dem Album „Wunder gescheh’n“ aus dem Jahr 1989. Zuvor wird das Publikum nochmals zur „Welle“ aufgefordert. „Nena, Nena“-Rufe zögern den Beginn der Nummer noch heraus und Nena bedankt sich mit „Düsseldorf, Düsseldorf“-Gesang. Es folgt schließlich der Song „Abschied“, der in der Album-Version präsentiert wird. Ich darf hierzu auch auf meinen Bericht „Start der Solokarriere“ verweisen. 14 Lena (mit Pur) 4:56 Im Hauptprogramm von Pur beginnen die Akkorde des Songs „Lena“, das Publikum geht schon mir, doch der Sänger von Pur (Hartmut Engler) kündigt an: „Nein, heute nicht Lena, sondern NENA“. Das Publikum ist begeistert. Nena und Hartmut Engler singen sich im Duett an. Der Pur-Klassiker macht sich gut als Duett und auch mit den kleinen Textänderungen… Hierzu kann ich übrigens auch die Live-DVD „Pur & friends“ empfehlen. Auf der ist der Auftritt auch enthalten und man sieht, wieviel Spaß Nena und Hartmut Engler zusammen auf der Bühne haben.
>>> Das Fazit Ein tolles Konzert, zu einer Zeit, in der Nena nicht so populär wie heute war. Eine klassiche Live-CD ohne große Extras oder Boni, wenn man mal von dem Duett mit Hartmut Engler absieht. Leider kommt oft das richtige Live-Feeling oder die Live-Begeisterung nicht rüber, da Nena hier letztlich ja nicht vor eigenem Publikum, sonder vor Pur-Fans aufgetreten ist. Dafür ziehe ich auch einen Stern ab, da der Spaßfaktor doch ein klein wenig darunter leidet. Da außerdem überwiegend eher unbekanntere Nena-Songs vertreten sind, kann ich die CD tendeziell nur Nena-Fans und Sammlern empfehlen. Dafür auch der eine Sternabzug.
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Toll geschrieben! LG Jan