... Wie peinlich wäre das denn?! Also nehme ich das Angebot meines Bosses an und pumpe mir seine Waggershausens-CD „So ist das Spiel“. Auch mein Großvater muss seinen Beitrag für diesen Bericht leisten. Ob er mag oder nicht, seinen Schaukelstuhl konfisziere ich fürs erste. Ja, noch schüttelt ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von knopfi.de über So ist das Spiel - Stefan Waggershausen 22.03.2011
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird bald langweilig
Pro:
teils nette Songs
Kontra:
wenig Abwechslung
Empfehlenswert?
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo Fans des Deutsch-Pops,
mein Chef, der ist nicht nur Fan von guter Küche, nein, er mag auch die Mucke von Stefan Waggershausen. Na ja, wieso auch nicht. Jeder soll sein musikalisches Highlight bekommen. „Schön im Schaukelstuhl sitzend mit Kopfhörern, genau das isses“ betont der Gute sein Auskommen mit den Waggershausen-Klängen. Reagierend auf meine skeptischen Blicke setzt er nach: „Sie wissen ja gar nicht, was gut ist!“
Ansichtssachen
Also gut, vielleicht bin ich ja wirklich ein Banause, der die zarten Klänge dieses recht renommierten Musikusses nicht zu schätzen weiß. Zudem ich das Sitzen im Schaukelstuhl als recht albern empfinde, erst recht mit Kopfhörern, dessen Kabelgewirr sich während des Hin- und Herschaukelns verfängt! Ich würde es eher meinem Großvater zuschreiben, der sich mit seinem Pfeifchen die neusten News der Tageszeitung reinzieht. Dies allerdings ohne Kopfhörer. Findet er blöd und unpraktisch! Siehste, ganz meiner Meinung!
Aber gut, man will ja mitreden können. Nicht dabei stehen müssen und von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, während sich wahrscheinlich die beiden dümmsten Kollegen mit meinem Chef über das wohl stärkste Werk des Jahrhunderts unterhalten. Wie peinlich wäre das denn?! Also nehme ich das Angebot meines Bosses an und pumpe mir seine Waggershausens-CD „So ist das Spiel“. Auch mein Großvater muss seinen Beitrag für diesen Bericht leisten. Ob er mag oder nicht, seinen Schaukelstuhl konfisziere ich fürs erste. Ja, noch schüttelt er den Kopf. Aber irgendwann wird er verstehen, dass durch sein ehrgeiziges, selbstloses Engagement die Welt über eine wichtige Entscheidung weniger hinwegblicken muss. Kopfhörer habe ich, sogar kabellose. Nun das Ganze noch harmonisch und sinnvoll im Wohnzimmer verteilen. Fertig. Wie würden wir Gastro-Freaks jetzt sagen? „Mein Mise-en-place steht!“
Würde ich selbst jetzt ins Wohnzimmer kommen, ich würde den Anblick wohl nie wieder aus meinem Hirn löschen können. Meinereiner sitzt tatsächlich in einem alternden, knarrenden Schaukelstuhl, die super moderne High-Fi-Anlage gleich anbei, mit gigantischem Funkkopfhörer auf den Ohren. Eine unglaubliche Szene, welche es wohl nur noch einmal in neunzig Jahren geben wird. Ich bin baff und muss dann doch innerlich grienen. Gut, dass es heute keine wirklichen Zeugen geben wird, die ein eventuelles Verbreiten dieser Ansicht an Nachbarn, Freunde und Verwandte zu Gute kommen könnten.
Lückenfüller
Während die einen sich hier nun auf einen zartbesaiteten Report über ihren Lieblingsproduzenten freuen, fragen sich die absolut konkreten Pop-Banausen um uns herum: „Von wem zum Geier schreibt er hier? Wer oder was is´n das?“ Ja, so unterschiedlich kann die Welt sein. Und damit auch die eben letztgenannte Spezies unserer Umgebung ihre letzte Wissenslücke stopfen können, hier der perfekte Link zum Nachschlagen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Waggershausen.
Damit ich hier nicht als Angeber und Poser dastehe möchte ich klarstellen, dass ich bisher kaum mit der Musik von Stefan Waggershausen in Berührung kam. Lediglich den Klängen des hiesigen Kartoffelsenders „NDR1 90,3“, denen zum Beispiel auch mein Chef verfallen ist, entnimmt der zufällige, gezwungene Mithörer dessen Rhythmen. Ab und an scharwenzeln die Töne von „Das erste Mal tats noch weh“ durch mein Gehör. Ein zugegebenermaßen durchweg hörbarer Ohrwurm, den Waggershausen mit Viktor Lazlo irgendwann Anfang der Neunziger in die Charts brachte. Achtern krächzt dann die Italo-Pop-Queen der Achtziger Alice „So nah am Feuer“ über den Äther, gefolgt vom Mega-Oldie „Hallo Engel“. Spätestens jetzt weiß ein jeder, mit welchen Gesängen Meister Waggershausen sich durch die Musikgeschichte trällert. Gewöhnungsbedürftig.
Aber gut, wenn mein Chef meint, diese Musik ist auch noch heutzutage hip, werde ich mich dem Druck des Ganzen beugen und mir mein eigenes Urteil darüber bilden. Es soll ja niemand behaupten, ich hätte es nicht versucht, geschweige denn mich nicht an die Regeln gehalten. Selbst die (hoffentlich) identische Voraussetzung einer schaukelnden Hintergrundatmosphäre, deren mein Geldgeber offenbar zwanghaft verfallen ist, ist vorhanden, damit auch gar nichts mehr schief gehen kann.
Oja, das Cover. Was bin ich doch nur für ein Schussel! Spätestens hier erkennt man den doch in die Jahre gekommenen Cool-Fred Stefan Waggershausen in reinem Format. Ganz in schwarz fläzt sich der Meister in einen roten Sessel, grient in die Kamera als möchte er sagen: „Ich bin fertig! Und die Gitarre hier, auf die ich mich gerade stütze ist mein bestes Stück! Begleitet mich durch alle Sphären meiner musikalischen Ära!“ Dank seiner dunklen Sonnenbrille wirkt das Bild noch skurriler. Gibt sich nicht noch so ein deutscher Pop-Rocker in diesem Outfit die Ehre? Ich werde das Gefühl nicht los, als würde gerade der Hut ein Stück des rheinischen Ruhrpott-Rockers Westernhagen kopieren. Doch wer war zuerst da? Etwas sympathischer wirkt das Rückenlabel, auf dem Stefan Waggershausen - immer noch mit Hut und Krampe- in die Kamera lächelt. Eine hübsche Frau wäre mir lieber gewesen, aber man kann ja nicht alles haben. Dabei spielen diese sogar eine kleine musikalische Rolle auf dem Album. Na ja, wer weiß, vielleicht konnte man deren Bildchen nicht korrekt neben das des Hauptstars platzieren. Schließlich muss ja noch Platz für die brav aufgelisteten zwölf Songs bleiben, natürlich mit Laufzeiten. Ordnung muss halt sein! Fazit Cover: Kein Meisterstück. Der Fan wird sich freuen, jeder andere langweilen.
Zumindest gewinnt man einen ersten Eindruck vom Meister. Meine Hoffnung, es möge bitte nicht das drin sein, was die Bilder versprechen und die Songtitel ausdrücken, kann ich mit Wohlwollen ausdrücken: Etwas Langatmiges, Abwechslungsreiches, vielleicht Rockiges. Gleich werden wir es wissen. Last but not least: Der berühmte Druck auf die Fernbedienung…
Starter
1) „Sonne im Westen“ (5:16)
Da ist sie ja, das gute Stück vom Cover: Die E-Gitarre. Eigentlich das dominierende Instrument des Liedes. Selbst Waggershausens typischer monotoner Gesang gerät in den Hintergrund. Was nicht unbedingt stört, lediglich ungewohnt erscheint. Aber es arrangiert sich dennoch. Ein leises Schlagzeug bringt den Takt, gefolgt von sandigen Rasseln. Die E-Gitarre setzt Akzente, während Waggershausen über seine Gedankengänge sinniert. Ein netter Text, der sich mit dem Verändern der eigenen Persönlichkeit beschäftigt. Guter Song, der allerdings ein genaues Hinhören verlangt, damit auch der letzte Textbaustein verstanden wird.
2) „Der alte Wolf wird langsam grau“ (4:22)
Ja, das Leben kann schon recht grausam sein. Gerade im Alter muss man sich mehr durchsetzen um respektiert zu werden; Beweise erbringen, denen man vielleicht gar nicht mehr gewachsen ist. Auch wenn Annett Louisan als „musikalischer Gast“ angepriesen wird, darf sie sich lediglich im Abschluss-Refrain einbringen. Was Louisan zu wenig darf, hat das Banjo-Gitarren-Komplott wieder zu viel. Beide Komponenten bringen sich zwar gut in den Song ein, doch würde ich mich netterweise auf etwas mehr weibliche Intuition freuen. Ansonsten ist „Der alte Wolf wird langsam grau“ eines der besten Stücke des Albums.
3) „Dein Lächeln beim Abschied“ (7:46)
Die erste Ballade auf dem Album, die mit fast acht derben Minuten zu Buche schlägt. Liebeskummer macht´s möglich. Auch wenn der Song nett gemacht ist und sogar weibliche Stimmen im Refrain beherbergt, kann ich dem Stück kaum etwas abgewinnen. Zumal die ewige vordergründige E-Gitarre mich langsam beginnt zu nerven. Spätestens jetzt wäre etwas Abwechslung angebracht. Lediglich der Takt ist in den langsamen Balladentakt gewechselt. Schlagzeug und Gesang bleiben den beiden Vorgängern ähnlich gesonnen. Ich denke, dass dieses Stück bestimmt an anderer Stelle des Albums mehr Freunde gefunden hätte.
4) „Was soll ich sagen“ (5:39)
Eine Trompete eröffnet das Stück und man bekommt den Eindruck, dass es jetzt jazzig wird. Das wäre die perfekte Variation. Wird es aber nicht, eher im Gegenteil: Den Rhythmus kennen wir, ebenso die vordergründige Gitarre und die leichten Takte von Schlagzeug und Rasseln. Die Abwechslung bringt der italienische Einsatz von Alice, die ähnlich wie vor Jahren bei „Zu nah am Feuer“ ihren Sprechgesang einbringt. Zwischendrin mal wieder die Trompete, später gesellt sich ein Akkordeon dazu. Somit bekommt der Song wenigstens ein halbes Wesen an Stil.
5) „Für Dich“ (4:50)
Es lebe der Cha-Cha-Cha. Wer nun ein wenig mittanzen mag, kann dies gerne tun. Für mich hier im Schaukelstuhl wohl eher unmöglich. Auch wenn der von Nena unterstütze Song kaum großartige Abwechslung bringt, wippen wenigstens die Füße im Takt. Tanzschulen können auf „Für Dich“ zählen. Definitiv. Etwas enttäuscht bin ich, gerade weil das Stück sich mal wieder als gitarrenlastig entpuppt und auch die beiden rauchigen Stimmen von Waggershausen und musikalischem Gast Nena keinen Pepp ins Spiel bringen können. Leider nichts Halbes und nichts Ganzes. Langsam aber sicher beginnt mich das Album zu langweilen…
6) „Ich will zurück zum Bodensee“ (4:41)
Es gibt Songs die die Liebe zu Städten, Ländern, Bratwürsten oder sonstigen Dingern beschreibt, wieso nicht auch mal vom Bodensee schwärmen? Es ist schön, wieder einmal einen taktische Alternative á la Westernstil zu hören. Ein Banjo trällert im Hintergrund, das typische Schlagzeug gibt die Takte an und sogar die E-Gitarre, welche sich der Gesangspause annimmt, hört auf zu nerven. Waggershausens Gesang arrangiert sich angenehm – Ja, alles passt eigentlich. Ein nettes Stück, welches man allerdings einmal gehört wieder vergisst.
Zwischenfazit: Hätte ich bisher auf die Empfehlung meines Chefs gehört und ihm denKauf der Scheibe gleichgetan, ich hätte mich bereits jetzt schon tot geärgert. Vonsechs Stücken blieb mir eines im Ohr und zwei ließen mich ein Okay ableihernund zumindest bei einem wippten meine Füße zum Takt. Magere Ausbeute füreinen solchen Helden wie Waggershausen.
Zieleinlauf
7) „Endloser Sommer“ (6:05)
Was hat mein Chef von diesem Stück geschwärmt. Dementsprechend erwarte ich von der ersten Singleauskopplung des Albums recht viel. Gerade auch weil die Starbesetzung sich durchweg gut liest: Jan-Josef Liefers, Sasha, Henning Wehland und Lily & the Homeboys. „Endloser Sommer“ entpuppt sich als Lied im Westernstyle in dem man den Sommer preist. Und tatsächlich. Dank der doch etwas schnelleren Takte, der abwechslungsreichen Instrumentenwahl und den Gesängen der musikalischen Gäste lässt sich dem Liedchen einiges abgewinnen. So bringt jeder einmal seine Gesangskünste in die Strophen ein, der Refrain wird zusammen gesungen. Teamwork á la Rednex. Dennoch: Auch bei diesem Stück vermisse ich den „Ich-Muss-Es-Einfach-Nochmal-Hören-Effekt“. Ich denke, dass „Endloser Sommer“ erst zum Ohrwurm mutiert, wenn man das Stück passenderweise auf einer Party spielt, womit ein Erinnerungseffekt erzielt wird.
8) „1000 Küsse leicht“ (6:19)
Eine akustische Gitarre ist nun der Hauptsponsor des Stückes. Balladenlike stopft man einen Weichmachertext in den Song. Waggershausen besingt die klassischen Probleme einer jungen Frau (34), die über ihr Leben sinniert, sich im Spiegel betrachtet und sich Vorwürfe macht, was hier wohl gerade schief läuft. Eine nette Ballade, die neben der wohl unverzichtbaren E-Gitarre von einer Violine begleitet wird und dem Stück etwas mehr Relevanz einverleiben.
9) „So ist das Spiel“ (5:35) Trennungsschmerz ist nie gut. Tja, „ So ist das Spiel“ eben, wenn man sich in einer Beziehung nicht mehr versteht und die letzten Versuche des Verstehens gestartet werden. Nette Gedanken entschweben dem Text. Womit es das auch war. Das Lied bringt keine Variation in den Hörgenuss eines schaukelnden Zuhörers. Ein Bla-Bla-Stück das kaum im Ohr bleibt. Schade, denn nach diesem Stück ist ja das komplette Album benannt worden, was meiner Ansicht nach eigentlich schon ein Burner sein sollte. Isses aber nicht.
10) „Die Zeit wartet niemals“ (7:02)
Bei diesem Stück musste ich genauer zuhören, da sich hier ein kleines Rätsel versteckt hält. Waggershausen ist in seinem Hotelzimmer, hört eine Stimme, niemand befindet sich aber im Raum. Somit ist die Refrain-Frage „Wer bin ich?“ absolut berechtigt. Man grübelt ein wenig mit. Die langsame musikalische Begleitung wirkt mystisch, überlegen, nachdenklich. Eine sehr gute Instrumentenabstimmung gibt den Stück das gewisse Etwas. Und sogar den Ohrwurm-Effekt!
11) „Und sie sahen sich nur an“ (4:36)
Im vorletzten Stück des Albums setzt man auf die Klänge eines Pianos, was sich als gute Entscheidung entpuppt und dem Song Stil und Eleganz verleiht. Am Schluss des Ganzen setzt die Violine ein und kann der Ballade den Tick an Traurigkeit geben, den sie benötigt. Wieder einmal ist von Trennung die Rede. Er trennt sich von ihr, weiß aber nicht die richtigen Worte. Doch offenbar versteht sie seinen Gesichtsausdruck mehr als gut. Demnach reicht ein „sich nur ansehen“. Kein Superstück, aber man kann es anhören.
12) „Babylon Avenue“ (8:08)
Ich bin froh, dass sich das Album nun endlich dem Ende zuneigt. Wieder einmal setzt Waggershausen mehr auf den Text als auf die musikalische Begleitung. Die nervtötende E-Gitarre pökelt sich teilweise mit arabischen Klängen durchs Lied, dem Schlagzeuger fällt auch nix Neues ein und die Rasseln wirbeln auch hier wieder ihren Inhalt durch das Stück. Ich bin echt gelangweilt. Der typische „Ich-Klick-Mal-Weiter-Song“.
Zwischenfazit II: Auch im zweiten Bereich komme ich nicht über ein nettes Lächeln hinweg.
Letzte Worte
Ende, aus, vorbei! Ojemine! Nur selten genoss ich diese Ruhe nach einem Album. Endlich kann ich mich aus Opas Schaukelstuhl erheben und erste Überlegungen anstellen, wie ich das gute Stück zurück bringe. Eigentlich blöd, dass man sich jetzt keine Gedanken mehr über das eben vollendete Werk macht, statt sich über den Rücktransport eines Schaukelstuhls zu sorgen. Aber so ist es nun einmal. Gab es das überhaupt schon einmal, dass ich von einem Instrument so genervt wurde wie dieses Mal? Dass man auf einem Album so vordergründig übertrieben eine E-Gitarre einsetzte? Ich weiß es wirklich nicht. Nein, nichts könnte mich zum Kauf des aktuellen Waggershausen-Werk „So ist das Spiel“ bewegen. Rein gar nichts.
Trotz der geschafften Umgebung, die man offenbar für dieses Album benötigt, konnte mich nicht mal die Hälfte der Stücke beeindrucken. Lediglich zwei Songs galten in mir als Ohrwurm, drei konnten durch gute Texte überzeugen. Mager Ausbeute. Vielleicht ist es ja wirklich nur der banale Waggershausen-Gesang der mich nicht wirklich anmacht. Der auf Dauer einfach nur langweilig wirkt, nichts sagend. Zumindest konnten diesbezüglich die musikalischen Gäste wie Nena, Annett Louisan oder Sasha ein wenig nachhelfen. Viel brachte es leider auch nicht. Aber: Man grübelt ein wenig nach, was man hätte besser machen können?
Wie schon erwähnt ist die Instrumentenwahl meines Erachtens nur mäßig gelungen. Die offensive E-Gitarre ist mal schön, aber auf Dauer stört sie einfach. Kaum gibt es Gelegenheit, sie nicht hören zu müssen. Nur wenig setzt man auf traditionelle Tonwerkzeuge wie Violine, Klavier oder Akkordeon. Schade eigentlich. Viele Musiker setzen somit Akzente. Gute Stimme hin oder her. Ebenso ist auch die taktische Anforderung nur gering haltbar. Balladen en gros, wenig freudige schnelle Rhythmen. Für mich einfach zu wenig abwechslungsreiche Kost.
Tja, lieber Chef. Wie soll ich es Ihnen beibringen? Ehrlich und offen? Ojemine. Na gut.
Wer Fan von der Waggershausen-Musik ist kann sich wohl auch an solchem Werke ereifern. Seiner traditionellen Stimme setzt man nichts entgegen. Nach zwölf Titeln allerdings ist für mich das Genug erreicht. Als begeisterter Autofahrer muss ein Album für mich auch diesbezüglich tauglich sein. „So ist das Spiel“ wäre absolut keine Musik dafür. Absolute Unfallgefahr! Genervte Überholmanöver, einschläfernde Risiken sowie durchweg schlechte Laune sind wohl die Folgen nach dem Hören. Somit kann ich dem Album leider nur eine mäßige Bewertung zukommen lassen. Es ist nicht grottenschlecht, aber auch kein Highlight. Somit vergebe ich gutgemeinte drei Sterne, sehe aber von einer Kaufempfehlung ab.
Tja, dann packe ich mal meine Utensilien wieder ein, lobe meinen Großvater und beichte meinem Chef. In diesem Sinne….