... Und zwar handelt es sich bei der CD "New Amerykah, Part One (4th World War)" von einer gewissen Erykah Badu, die jaros von seinem Sohn geschenkt (Amazon, 14,95 Euro) bekommen hat, bedauerlicherweise um die Aufnahme einer Probe-Session. Und dabei war das noch nicht mal die Generalprobe...
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Baduizm beschenkt Erykah Badu sich und ihre Hörer mit einem neuen Album: New Amerykah Part One (4th World War). Dass zehn Jahre sehr lang sein können, ist nirgend...
Baduizm beschenkt Erykah Badu sich und ihre Hörer mit einem neuen Album: New Amerykah Part One (4th World War). Dass zehn Jahre sehr lang sein können, ist nirgend...
Baduizm beschenkt Erykah Badu sich und ihre Hörer mit einem neuen Album: New Amerykah Part One (4th World War). Dass zehn Jahre sehr lang sein können, ist nirgends deutlicher zu hören, als auf diesem aktuellen Album. Ebenso, dass der Zuwachs an Lebenserfahrung nicht selbstverständlich dasselbe Maß musikalischer Entwicklung bedeutet. New Amerykah Part One (4th World War) hinterlässt ein wenig den zwiespältigen Nachgeschmack eines Wiedersehens mit der einstigen Klassenschönheit und Party-Queen aus Schulzeiten anlässlich des 10 jährigen Klassentreffens. Hat diese sich in ähnlicher Weise verändert, wie wir auch, taucht der wehmütige und zugleich ein wenig schadenfrohe Gedanke auf “Kaum zu glauben, dass wir für die allesamt mal geschwärmt haben!“ Verschleißt die einstige Lichtgestalt noch immer wöchentlich einen kompletten Kajal-Stift auf ihren Augenrändern, ist die Feststellung “Mensch, Du hast Dich aber überhaupt nicht verändert“ ebenfalls ein eher zweifelhaftes Kompliment. Fazit: In Würde älter zu werden, ist eben eine Kunst, die bereits in jüngeren Jahren erlernt sein möchte. Im übertragenen Sinne hätte Erykah Badu ihre Robin-Hood Stiefel aus Wildleder samt engen Röhrenjeans wohl besser im Schrank gelassen, auch wenn diese gerade wieder Renaissance feiern. Nicht dass sie schlecht darin aussähe, aber eben nicht mehr so unwiderstehlich wie einst. Was bedeutet das auf die Musik übertragen? Dass Vieles, was in jungen Jahren als Form von Verspieltheit Charme versprühte, in reiferen Jahren nur allzu leicht als alberne Spielerei daherkommt. Etwa das Unterlegen von Songs mit künstlichem Vinylknistern, wie bei “Honey“. Der Sound von Streichern und Drums kann noch so sehr der Philosophie legendärer Label wie Stax und Motown entlehnt sein: die Zeiten von Isaac Hayes' Shaft holt er dennoch nicht zurück. Insgesamt 10 Songs bemühen sich um die Gunst des Hörers, ohne dabei so recht in Schwung zu kommen: Lasziver Psychedelic Soul mit Versatzstücken aus den Glanzzeiten der Akustik gepaart mit elektronischem Gefrickele. Ein Blick in die Liste der Songwriter offenbart bis zu sechs (!) Namen pro Song, darunter auch prominente wie Roy Ayers (“Amerykahn Promise“) und Curtis Mayfield (“Master Teacher“). Letzterer lieferte zweifellos einer der besten Songs auf dem Album. Ein Sprichwort besagt, dass zu viele Köche den Brei verderben. Das könnte in Erykah Badus Giftküche gut der Fall gewesen sein, denn die Credits lesen sich mindestens so lang, wie die eines Hollywood-Films. Ihre Stimme hingegen hat sie nicht verloren, was man auf “Telephone“ noch immer bewundern kann. Warum nicht mehr davon? --Andreas Schultz
Baduizm beschenkt Erykah Badu sich und ihre Hörer mit einem neuen Album: New Amerykah Part One (4th World War). Dass zehn Jahre sehr lang sein können, ist nirgends deutlicher zu hören, als auf diesem aktuellen Album. Ebenso, dass der Zuwachs an Lebenserfahrung nicht selbstverständlich dasselbe Maß musikalischer Entwicklung bedeutet. New Amerykah Part One (4th World War) hinterlässt ein wenig den zwiespältigen Nachgeschmack eines Wiedersehens mit der einstigen Klassenschönheit und Party-Queen aus Schulzeiten anlässlich des 10 jährigen Klassentreffens. Hat diese sich in ähnlicher Weise verändert, wie wir auch, taucht der wehmütige und zugleich ein wenig schadenfrohe Gedanke auf “Kaum zu glauben, dass wir für die allesamt mal geschwärmt haben!“ Verschleißt die einstige Lichtgestalt noch immer wöchentlich einen kompletten Kajal-Stift auf ihren Augenrändern, ist die Feststellung “Mensch, Du hast Dich aber überhaupt nicht verändert“ ebenfalls ein eher zweifelhaftes Kompliment. Fazit: In Würde älter zu werden, ist eben eine Kunst, die bereits in jüngeren Jahren erlernt sein möchte. Im übertragenen Sinne hätte Erykah Badu ihre Robin-Hood Stiefel aus Wildleder samt engen Röhrenjeans wohl besser im Schrank gelassen, auch wenn diese gerade wieder Renaissance feiern. Nicht dass sie schlecht darin aussähe, aber eben nicht mehr so unwiderstehlich wie einst. Was bedeutet das auf die Musik übertragen? Dass Vieles, was in jungen Jahren als Form von Verspieltheit Charme versprühte, in reiferen Jahren nur allzu leicht als alberne Spielerei daherkommt. Etwa das Unterlegen von Songs mit künstlichem Vinylknistern, wie bei “Honey“. Der Sound von Streichern und Drums kann noch so sehr der Philosophie legendärer Label wie Stax und Motown entlehnt sein: die Zeiten von Isaac Hayes' Shaft holt er dennoch nicht zurück. Insgesamt 10 Songs bemühen sich um die Gunst des Hörers, ohne dabei so recht in Schwung zu kommen: Lasziver Psychedelic Soul mit Versatzstücken aus den Glanzzeiten der Akustik gepaart mit elektronischem Gefrickele. Ein Blick in die Liste der Songwriter offenbart bis zu sechs (!) Namen pro Song, darunter auch prominente wie Roy Ayers (“Amerykahn Promise“) und Curtis Mayfield (“Master Teacher“). Letzterer lieferte zweifellos einer der besten Songs auf dem Album. Ein Sprichwort besagt, dass zu viele Köche den Brei verderben. Das könnte in Erykah Badus Giftküche gut der Fall gewesen sein, denn die Credits lesen sich mindestens so lang, wie die eines Hollywood-Films. Ihre Stimme hingegen hat sie nicht verloren, was man auf “Telephone“ noch immer bewundern kann. Warum nicht mehr davon? --Andreas Schultz
Baduizm beschenkt Erykah Badu sich und ihre Hörer mit einem neuen Album: New Amerykah Part One (4th World War). Dass zehn Jahre sehr lang sein können, ist nirgends deutlicher zu hören, als auf diesem aktuellen Album. Ebenso, dass der Zuwachs an Lebenserfahrung nicht selbstverständlich dasselbe Maß musikalischer Entwicklung bedeutet. New Amerykah Part One (4th World War) hinterlässt ein wenig den zwiespältigen Nachgeschmack eines Wiedersehens mit der einstigen Klassenschönheit und Party-Queen aus Schulzeiten anlässlich des 10 jährigen Klassentreffens. Hat diese sich in ähnlicher Weise verändert, wie wir auch, taucht der wehmütige und zugleich ein wenig schadenfrohe Gedanke auf Kaum zu glauben, dass wir für die allesamt mal geschwärmt haben! Verschleißt die einstige Lichtgestalt noch immer wöchentlich einen kompletten Kajal-Stift auf ihren Augenrändern, ist die Feststellung Mensch, Du hast Dich aber überhaupt nicht verändert ebenfalls ein eher zweifelhaftes Kompliment. Fazit: In Würde älter zu werden, ist eben eine Kunst, die bereits in jüngeren Jahren erlernt sein möchte. Im übertragenen Sinne hätte Erykah Badu ihre Robin-Hood Stiefel aus Wildleder samt engen Röhrenjeans wohl besser im Schrank gelassen, auch wenn diese gerade wieder Renaissance feiern. Nicht dass sie schlecht darin aussähe, aber eben nicht mehr so unwiderstehlich wie einst. Was bedeutet das auf die Musik übertragen? Dass Vieles, was in jungen Jahren als Form von Verspieltheit Charme versprühte, in reiferen Jahren nur allzu leicht als alberne Spielerei daherkommt. Etwa das Unterlegen von Songs mit künstlichem Vinylknistern, wie bei Honey. Der Sound von Streichern und Drums kann noch so sehr der Philosophie legendärer Label wie Stax und Motown entlehnt sein: die Zeiten von Isaac Hayes Shaft holt er dennoch nicht zurück. Insgesamt 10 Songs bemühen sich um die Gunst des Hörers, ohne dabei so recht in Schwung zu kommen: Lasziver Psychedelic Soul mit Versatzstücken aus den Glanzzeiten der Akustik gepaart mit elektronischem Gefrickele. Ein Blick in die Liste der Songwriter offenbart bis zu sechs (!) Namen pro Song, darunter auch prominente wie Roy Ayers (Amerykahn Promise) und Curtis Mayfield (Master Teacher). Letzterer lieferte zweifellos einer der besten Songs auf dem Album. Ein Sprichwort besagt, dass zu viele Köche den Brei verderben. Das könnte in Erykah Badus Giftküche gut der Fall gewesen sein, denn die Credits lesen sich mindestens so lang, wie die eines HollywoodFilms. Ihre Stimme hingegen hat sie nicht verloren, was man auf Telephone noch immer bewundern kann. Warum nicht mehr davon? --Andreas Schultz
Erfahrungsbericht von jaros über New Amerykah Part One (4th World war) - Erykah Badu 23. März 2008
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
mittelmäßig
Pro:
etwas Neues von Erykah Badu
Kontra:
etwas Neues von Erykah Badu
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Aktion Rückruf
Ja, es stimmt: Menschen machen Fehler. So auch wir, die Chefetage von Universal Motown Records, die namentlich nicht genannt bleiben wollen, haben welche gemacht. Und zwar handelt es sich bei der CD "New Amerykah, Part One (4th World War)" von einer gewissen Erykah Badu, die jaros von seinem Sohn geschenkt (Amazon, 14,95 Euro) bekommen hat, bedauerlicherweise um die Aufnahme einer Probe-Session. Und dabei war das noch nicht mal die Generalprobe...
Aus diesem Grund können die Käufer, insbesondere der enttäuschte Musikkenner jaros, der uns auf dieses Versehen aufmerksam gemacht hat, von unserer Rückrufaktion besänftigt werden und bei Vorlage einer Kaufquittung und der CD selbst, eines des früheren wahren Kunstwerke erhalten. Zur Auswahl stehen bekanntlich WORLDWIDE UNDERGROUND aus dem Jahr 2003, MAMA'S GUN (2000), LIVE veröffentlicht im November 1997 sowie ihr Debütalbum BADUIZM aus 1997.
Außerdem bekommt jaros für seinen ausgebliebenen Hörgenuss eine Entschädigung in Höhe von….
An dieser Stelle wurde ich natürlich wach, und der Traum von einer imaginären Pressenkonferenz mit einem für mich so tollem Ausgang zerplatzte in viele Stücke. Genauso wie mein Traum von einer tollen Musik nach so langer vierjähriger Wartezeit auf eine neue Erykah.
Genau genommen platzte der Dream in 11 Stücke, auch Lieder genannt, von der CD, als da wären:
1. Amerykahn Promise (3:40) 2. The Healer (3:59) 3. Me (4:24) 4. My People (3:25) 5. Soldier (3:55) 6. The Cell (3:36) 7. Twinkle (4:02) 8. Master Teacher (3:37) 9. That Hump (5:19) 10. Telephone (6:53) 11. Honey (4:28)
Songs in der Einzelkritik
Amerykahn Promise
Das Leid, das heißt, das Lied fängt an wie eine Werbung für einen B - Movie: "More action, more excitement, more everything". Der Text wird ironisch mit Geräuschen von Faustschlägen und einer Schiesserei untermalt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Erykah - dieser Track ist schließlich ein Intro in 3:40 Minuten Länge - läuft eine Funky Nummer a la 70er Jahre. Das Ganze begleitet ein Gesang mit dem sich sehr oft wiederholenden Wort Promise. Das sind aber leider leeren Versprechungen…
Als ich das Lied zigmal gehört habe, dachte ich mir, eigentlich sind das keine leeren Versprechungen, sondern tatsächlich amerikanischen Promisses, was heißen will: Wir versprechen Demokratie, wollen aber tatsächlich dein Öl…
Nicht umsonst ist das Lied in dem beigefügten Booklet mit einem Uncle-Sam-Bildnis versehen, der statt mit einem Finger auf den Betrachter zu zeigen, mit einem 4-Lauf-Revolver auf ihn zielt. Wie blutig seine Augen unterlaufen sind, igitt. Diese Zeichnung könnte ruhig eine antiamerikanische Demo begleiten…
Tja, dass ich mehr zu dem Bildchen als zu dem Lied zu sagen habe, reicht wohl als Kommentar. Vielleicht noch das, dass es eine von zwei Nummern ist, die nicht von Erykah geschrieben wurde. Auffällig oft wiederholt sich der Name Shafiq Husayn bei der Auflistung der Autoren. Er wurde allerdings noch mit keinem Artikel bei Wikipedia honoriert, deswegen verzichte ich hier auf weitere Infos zu ihm.
The Healer
… hat einen orientalischen Touch. Ein Blick in die Infos bestätigt: Hier wurde als Sample ein Ausschnitt aus einem Song von D. Vangarde "Kono Samurai" verwendet. Das Einzige, was mir gefällt ist - außer der Stimme von Badu natürlich - der ein wenig unheimlich wirkende Chor.
Me
Hier habe ich mir gedacht, wow, das klingt wie die frühere Badu, die Souldiva, die mit dem hochgetürmten Badetuch auf dem Kopf. Die Aufnahme hört sich aber so an, als ob man eine schlechte illegale Mp3-Kopie bei eMule oder wie sie alle heißen erwischt hat. Und nach ca. 2/3 des Stückes kommt auf einmal der Jazz in den Sinn und sie swingt in Begleitung einer Trompete. Eigentlich nicht schlecht, passt aber nicht zum Rest des Liedes. Aber, wie ich schon gesagt habe, bei der CD handelt es sich um ein Missverständnis, irrtümlich veröffentlichte Studiojamsession *g*.
Meine Zweifel: Darf sich ein Künstler nicht weiter entwickeln, muss er immer Vorstellungen von sich selbst erfüllen, die sich ein jaros von ihm irgendwann gemacht hat. Ich nenne das Björk-Syndrom, da bei ihr der Trend immer mehr in Richtung einer Art Experimentmusik geht. Ich beantworte mir meine Frage selbst: natürlich darf sie das, muss das aber ausgerechnet jetzt schon sein? Bei Badu habe ich schon früher den Verdacht geschöpft (diese Redewendung wollte ich immer schon in einem meiner Berichte verwenden *g*), dass sie sich keine Hits wünscht. Sie hatte früher schon zahlreiche Lieder mit Hitpotential, das aber verpuffte, weil sie es sich zum Beispiel nach einigen Takten anders überlegte und auf einmal das Tempo änderte, oder ein Lied durch einen aufgesagten Text oder ein Vocalsolo unterbrach.
My People
… fängt mit einem typischen Rapspruch mit Motherf* als Leitmotiv. Und dann geht es los: Ein nerviges Gepiepse von einem keyboardartigen Instrument, dass mich stark an das uralte Ataritennisspiel erinnert und fast das ganze Lied lang zu hören ist, bewirkt, dass sich diese Nummer zu meinem absoluten Hassobjekt Nummer 1 auf dieser CD entwickelt hat. Und was macht Erykah? Sie wiederholt so um die 100-mal an der Zahl den Titel des Liedes. Und man fühlt sich wieder mal in eine katholische Kirche zurückversetzt, wo alte Frauen eine Litanei aufsagen…
Soldier
Und hier wieder mal ein Track wie aus den alten guten Badu-Zeiten. Das Lied beinhaltet aber Ausschnitte aus einem Song namens "Theme" von einigen in dem Booklet erwähnten Autoren. Das Lied hört sich so harmlos an, eine schöne Flöte ist fast die ganze Zeit zu hören, die Melodie fließt nur so dahin, flow, you know… *g*. Sie singt aber über das Soldatenleben in dem Irak - Krieg und den Weg dahin eines Underdogs.
Was mich aber stört, um nicht nervt zu sagen, sind die unqualifizierten Rap-Zwischenrufe a la früherer Moses P. (ihr wisst schon "Schwester, Schwester").
The Cell
…klingt wie eine gute Fusion Nummer, Jazzrock von Weather Report. Erykah singt Scat. Die Stimmung ist ziemlich gereizt, "nix chill-out" also. Der Text behandelt aber auch eine ziemlich ernste Angelegenheit, wie die genetische Vorbelastung eines Familienmitglieds. Das Bild zu dem Bild spielt mit der Doppeldeutigkeit des Wortes Cell - wir sind Gefangene unserer DNA, oder einfacher ausgedrückt, Desoxyribonukleinsäure.
Twinkle
Der Song lässt sich ganz schlecht zuordnen. Der Rhythmus so ziemlich gebrochen, das ganze pulsiert, vibriert. Der Song könnte in Deutschland seinen Beitrag zu dem Thema Integration, um nicht Assimilierung zu sagen:
"they don`t know their lanuage they don`t know their god (...) so they end up in prison they end up in blood"
Auch diesmal, mitten in dem Lied plötzlich eine Wortanlage (auf Klingonisch vielleicht?) gefolgt von einer Predigt Martin Luther King like.
Master Teacher
Eine weitere gebetsmühlenartig dargestellte Nummer mit stark ausgeprägten Bass und Schlagzeug. Und natürlich - unvermittelt wie gehabt nach 3:43 Min erklingt ein neues Lied mit gleichem Text. Auch hier kam mir der Gedanke, dass das nur eine Kladde des Liedes ist. Sie wollte sich später entscheiden, welche Aufnahme auf die CD drauf kommt… Die zweite Version ist mir auch ehrlich gesagt lieber mit ihrer ruhigen souligen Art. The good old Erykah halt…
Und zum Schluss des Liedes schoss mir durch den Kopf: Das ist es - der ultimative Beweis für meine idée fixe dieses Berichts, dass nämlich die CD nur eine unfertige Version ist. Zum Schluss des Liedes, was höre ich da? Sie sagt ganz deutlich: "Trust me, it`s only a test!". Das glaube ich dir gerne *g*.
That Hump
Was soll ich sagen, bei dem Lied könnte ich auf die mir von der Chefetage versprochene Entschädigung verzichten. Eine R&B - Nummer pur. Erykah singt mit voller Stimme, und sogar der Tempuswechsel nach den obligatorischen 2/3 des Liedes irritiert nicht, da nicht aus den Rahmen fallend.
Aber, aber, was lese ich da in dem Büchlein? "(unfinished) this song was born aut of a jam session (...). we did 15 songs in 45 min." Wow, ein Weltrekord? Und übrigens, Erykah, wo sind die restlichen Songs von der Session? Die Antwort ist: Wie gesagt, die CD heißt Part 1, also die Fortsetzung folgt…
Telephone
Die schöne Melodie täuscht. Textlich geht es um den Tod:
"just fly away to heaven brother, make a place for me brother..."
Nun mal langsam, Erykah Badu. Nur weil ich dich ein bisschen kritisiert habe, musst du mit deinen zarten 37 Jahren nicht sofort an so was denken, ok? Ich will dich noch für viele weitere Platten haben, die aber nicht unbedingt platt sein müssen, verstehst du das Wortspiel, sistaaa? Wer weißt, vielleicht wenn ich mir eine neue von dir gekauft habe, werde ich mit Sehnsucht die hier besprochene zurücksehnen und sagen, ja, das waren noch tolle Lieder auf der letzten CD *g*.
Muss ich sagen, dass auch das Lied mit dem Vermerk "unfinished" versehen ist? Honey
Eine Art Outro. Denkste, nur am Anfang. Später geht es weiter mit honigsüßem Honey. Ein Pflaster für meine enttäuschte musikalische Seele… Ich höre das immer und immer wieder… Jetzt auch, bitte nicht stören.
Die Nummer ist auf dieser CD aber mehr oder weniger illegal veröffentlicht worden, als bonus track, zählt also eigentlich nicht mehr zu der richtigen CD. Sie ist auch richtig griffig, vielleicht sogar zu leicht?
Das Cover
…könnte von einem Sprayer gemacht worden sein. Gehalten in viel Schwarz und Braun zeigt das martialische Gesicht von Badu, ihre Fäuste aber mit rot lackierten Fingernägeln. Die Fäuste bewaffnet mit Schlagringen, die aus dem Albumtitel bestehen. Aber die Krönung des Covers ist natürlich ihre imposante Afro - Frisur mit in die Haare integrierten zahllosen Icons, die für die Probleme der Gegenwart stehen könnten: Waffen, Drogenspritzen, Ketten von Gefangenen, Fabrikschloten, hungernde Babys. Die Haarspize sind zu dem Namen der Künstlerin stilisiert.
Beruhigend wirkt zum Glück, dass der zentrale Punkt der Frisur, eine Stimmgabel ist, deren Griff aus dem Logo der Künstlerin ist. Soll heißen: die Musik steht im Mittelpunkt, sie kann all diese Probleme besiegen. Schön wär's…
Das Booklet
Das sind 24 Seiten mit teilweise gelungenen Bildern und Lyrics. Als ich sie sah, dachte ich wieder mal, sogar das Booklet ist noch nicht fertig: Die Texte nur so dahingekritzelt, mit Durchstreichungen, Korrekturen usw. So eine Art Work at progress… Der nächste Blick belehrte mich eines Besseren: Daneben stehen ordentlich abgedruckte Texte. Die letzten zwei Seiten das sind nur lauter Danksagungen. An jaros hat Badu leider kein Wort verloren…
Über die Künstlerin
QUICK FACTS Real Name: Erica Abi Wright Birthday: February 26, 1971 Place of birth: Dallas, Texas, USA Astrological Sign: Pisces Lives in: Dallas, Texas, USA Nickname: MC Apples Education: Booker T. Washington High School for the Performing & Visual Arts. (Studied Dance & Theater) Occupation: Singer, songwriter, actress, teacher Nationality: American Height: 5' (1.52 m) Musical Influences: Stevie Wonder, Marvin Gaye, Chaka Khan, Roberta Flack Children: Seven Sirius born Nov. 18, 1997 at 2:07 p.m. in Dallas and Puma (July 5, 2004)
(Quelle: Ich empfehle die ultimative Badu-Page www.erykah-badu.com. Die lässt - wie man so schön sagt - keine Wünsche offen. Ich finde, es klingt irgendwie cooler, wenn man den Lebenslauf auf Englisch "rüberbringt".)
Ganz zum Schluss
…könnte mich ein Leser, oder sogar eine Leserin fragen: Watt nun jaros, gefällt dir diese Musik oder nicht. Meine Hand zittert nämlich unentschlossen zwischen der Bewertung "Besonders hilfreich" und nur "Sehr hilfreich".
Da sage ich ganz ehrlich und entschieden: teils, teils. Ich habe nämlich den Eindruck, dass die CD eigentlich aus zwei Seiten besteht. Die eine ist für die progressiven Hörer, die etwas Neues von Erykah Badu erwarten, oder für solche, die sie vorher noch nicht gekannt haben.
Die quasi zweite Scheibe ist für die Konservativen, wie mich gemacht, die nichts Neues erwarten, frei nach dem Motto: was neu ist, ist nicht gut, und was gut ist, ist nicht neu…
So, jetzt gehe ich schlafen, vielleicht kommt wieder der anfängliche Traum, aber diesmal vielleicht mit der Höhe der Entschädigung *g*.
weitere Erfahrungsberichte
Keine dieser Schlampen Bewertung fürNew Amerykah Part One (4th World war) - Erykah Baduvon
derDosch
Pro: Neuer Sound, gute Texte, diese Stimme! Kontra: braucht ein paar Durchläufe
...mal wieder was zu schreiben. NEW AMERYKAH PART ONE: 4TH WORLD WAR heißt das neue Stück. Der Titel gibt auch schon einen guten ersten Eindruck über das zu erwartende Klangerlebnis: Sperrig, politisch, neu. Wie der Sound aussieht, erfährt man nach dem vor funk triefenden Opener NEW AMERYKAH: THE HEALER. Stonesthrow's Madlib hat diesen Song produziert, in dem Erykah wie in einem Mantra singt: "Allah, Jehovah, Yahweh, Dios, Maat, Jah, Fire, Dance, Sex, ... ...neue Seiten, Details an diesem Album das letztendlich vor allem eins unterstreicht: Erykah Badu ist und bleibt das Maß aller Dinge moderner Soul Musik. Das Beste ist aber: In diesem Jahr sollen noch zwei weitere Longplayer folgen. Einmal die Fortsetzung zu NEW AMERYKAH und dann noch ein Live eingespieltes Album. ...
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...Badu mit ihrem Album " New Amerykah Part One: 4th World War". Wie der Name schon zeigt, ist das der erste Teil eines Doppelalbum, das bedeutet also, dass wir noch gespannt auf die Fortsetzung warten können
Zunächst erst einmal etwas über die Künstlerin:
Erykah Badu, Geburtsname Erica Abi Wright, kam 1972 in Dallas zur Welt und hatte schon im jungen Alter von 4 Jahren gemeinsam mit ihrer Mutter ihren ersten Bühnenauftritt. Später ermöglichten ihre ... ...Man, Arrested Development und Mobb Deep das Sprungbrett für ihre Karriere. Ihr Debüt Album "Baduizm", 1997 veröffentlicht, erreicht in Amerika Platinstatus und schenkt Erykah Badu so weltweiten Ruhm. "Mamas Gun" (2000) und "Worldwide Underground" (2003) verstärken nur ihre Berühmtheit und lassen sie als die Neo Soul Queen aufsteigen. Nun, nach ihrer Babypause, ist endlich ihr 4. Album erschienen. Das ungeduldige Warten hat also ein Ende genommen!
...
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Pro: Das Booklet, die Themen, die Vielseitigkeit, die Produzenten, die Künstlerin, die musikalische Verarbeitung Kontra: hmmm....
Tut mir leid, aber der Kritik kann ich in keinster WEise zustimmen. Ich sag es mal so: Wer so eine Kritik schreibt, hat keine Ahnung, wer Erykah Badu ist (als Mensch und als Künstlerin). Sie ist eine schwarze Amerikanerin (die Betonung liegt auf schwarz), die um die Missstände in der Black Community mehr als Bescheid weiß und sich darüber bewusst ist, wie Politik, Medien, etc. auf diese einwirken.
Wenn man sich mal ein bisschen mit den Texten auseinandersetzen ... ...zu lesen, der wird das Album und die Künstlerin verstehen und zu schätzen wissen. das Album ist eine Art RE-Brainwashing.
Jeder einzelne Track hat eine bestimmte Bedeutung; ob es in "Soldier" um das Leben der Afro-Amerikaner geht. oder My People ein Ausruf an diese ist ("Hold on, my People...!")
'"Telephone": Dieser Track ist ein Tribute an die ODB und J Dilla (in erster Linie Dilla).
In "That Hump" geht es um eine alleinerziehende Frau, die versucht, ...
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