Erfahrungsbericht über

New Era - Revolution Renaissance

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung New Era - Revolution Renaissance

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"New Era" oder "Back to the Roots"?

4  10.06.2008

Pro:
3 Hammersänger; ein paar gute Stücke, die an frühere Stratoalben erinnern

Kontra:
Langeweilefaktor; Dürftige Instrumentation; Ich vermisse TK als Sänger

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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zyankali777

Über sich: Ich nehme mir gerade die Zeit ein paar Berichte nachzuholen. Von hinten angefangen, also nicht wunde...

Mitglied seit:18.12.2004

Erfahrungsberichte:73

Vertrauende:53

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 242 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hi,
nach dem tragischen Verlust von Stratovarius, stelle ich euch nun vor, womit Tolkki nun sein Leben ausfüllt und seine Brötchen verdient.
Viel Spaß =)

Die Band
+++++++

Bio
~~~

Die Geschichte von Revolution Renaissance ist relativ schnell erzählt. Nachdem sich Stratovarius Mastermind Timo Tolkki von den anderen Bandmitgliedern vera***t gefühlt hat, gründete er 2007/08 eine neue Band mit neuen Namen, da er sich nicht in der Lage sah, Stratovarius ohne Kotipelto und Konsorten fortzuführen. Das erste Machtwerk der Band erschien am 6.6.08 mit dem Namen "New Era". Allerdings handelt es sich hier eher um ein "All-Star" Projekt, das schwer an Sammets Avantasia erinnert. Für die weiteren Klangträger und Live Auftritte, suchte sich Tolkki Mitglieder aus allen Teilen der Welt zusammen.

Gus Monsanto ~ Gesang
Timo Tolkki ~ Gitarre
Mike Khalilov ~ Keyboard
Bruno Agra ~ Schlagzeug

Ein Bassist wird noch gesucht.

Line-Up
~~~~~~

Michael Kiske ~ Gesang (2; 4; 8; 9; 10)
Tobias Sammet ~ Gesang (1; 6)
Pasi Rantanen ~ Gesang (3; 5; 7)
Timo Tolkki ~ Gitarre
Pasi Heikkilä ~ Bass
Joonas Puolakka ~ Keyboard
Mirka Rantanen ~ Schlagzeug

Webseite
~~~~~~~

http://www.myspace.com/revolutionrenaiss ance

Discographie
++++++++++

2008 - New Era (Album)

Songliste
+++++++

01. Heroes / Tollki / 04:20 / 8von10
02. I Did It My Way / Tollki / 04:22 / 7von10
03. We Are Magic / Tollki / 04:23 / 5von10
04. Angel / Tollki / 04:51 / 9von10
05. Eden Is Burning / Tollki / 05:16 / 8,5von10
06. Glorious and Divine / Tollki / 04:43 / 7von10
07. Born Upon the Cross / Tollki / 04:02 / 6von10
08. Keep the Flame Alive / Tollki / 04:32 / 8von10
09. Last Night on Earth / Tollki / 04:46 / 10von10
10. Revolution Renaissance / Tollki / 06:10 / 8von10

Höreindruck
+++++++++

Cd kaufen, aus der Plastikfolie befreien, aus dem Pappschober ziehen, aufmachen, Cd und Booklet entnehmen, CD in den Player schieben und Booklet danebenlegen. Viel Arbeit für die, welche sich noch Original CD kaufen ^^ Nun nach allem Vorgeplänkel fragt ihr euch natürlich: "Wie ist die CD denn?" Nun das gibt es jetzt.

1.
Wieder einmal dreht sich ne Scheibe in meinem Player, aber diesmal war ich gewappnet, denn einige Stücke und Samples waren schon unter anderen auf der Myspace Seite zu hören. Doch so einen Albumstart hätte ich nie und nimmer erwartet… verhaltene Keyakkorde und Computerbeats. ? . Du das faste ne Minute lang, wobei ich mich gefragt habe, worauf ich eigentlich warte.
Doch dann, urplötzlich, legt Tolkki los, ein Riff hinzuschmettern, das mich doch schon sehr an "Visions" erinnert. Doch als Sammet, und nicht Kotipelto, einsetzt, spürt man doch ganz deutlich einen neuen Abschnitt bei Revolution Renaissance. Ich sag eins, wer mit Sammet ein Problem hat, der kann es ruhig für sich behalten. Hier geht er an seine Grenzen und das hört man auch, in dieser, etwas rauen, aber powervollen Gesangsweise von Tobi, welche den mittlerweile rockigen Aspekt des Albums noch verstärkt.
Das Stück ist trotz des semiharten Rock relativ freundlich und mutmachend gehalten, was für einen Einsteiger, zumindest in diesem Subgenre, einen deutlichen Pluspunkt darstellt. Instrumental gesehen, kann hier wirklich Tolkki mit seinem abwechslungsreichen Spiel überzeugen. Bei den restlichen Instrumentalisten, fehlt wirklich eine Spur Einfallsreichtum und Spielpraxis… sicherlich auch durch Tolkkis Geschreibsel sehr unterdrückt.
Insgesamt ein ordentlicher Einsteiger, welcher auf mehr hoffen lässt.

2.
"I did it my Way" hat, schon mal vorab, nichts mit dem Sinatra Song zu tun, obwohl die Aussage des Songs relativ vergleichbar ist.

"I don't wanna do the things you say
I don't wanna play the game you play
I just wanna be myself and walk the road without pretending
I just wanna live my life, be true
So many things there are that I will do
When I'm looking back the road at least I can say:
I did it my way"

Hier wird, im Gegensatz zum Vorgänger, direkt mit dem langsamen Gitarren Rock eingestiegen. Allerdings auch wieder mit einem Riff, welches sich durch das gesamte Stück zieht. Diesmal ist auch die Instrumentierung besser, vor allem mein geliebter Bass ist deutlich herauszuhören, welcher das Stück noch eine Spur dunkler gestaltet als seinen Vorgänger. Aus den Strophen hält sich Tolkki so ziemlich raus, was er allerdings im Refrain mit dem Riff wieder wettmacht.
Diesmal übernimmt Ex-Kürbiskopf Kiske das Mikro und übertrifft noch seinen Vorgänger durch seine sehr klare und einigermaßen hohe Stimme. Nach meinem Dafürhalten konzentriert sich das Stück ein wenig zu sehr auf Michis Stimme, wobei auch hier die Band viel zu wenig zum Zuge kommt. Aber auch, wenn das Gitarrensolo im Mittelteil nicht wäre, wirkt das gesamte Stück ein wenig langweilig, da es auch wieder kaum Variationen enthält. Trotzdem noch 7 Punkte.

3.
Mit "We are Magic" haben wir den dritten Sängerwechsel. Nun übernimmt Pasi Rantanen (Ex-Thunderstone) die Melodieführung mit seiner sehr rauen, ja sogar irgendwie schon "räudigen" Stimme. Da ich ein paar Thunderstone Stücke schon kannte, wusste ich wie heavy Rantanen singen kann. Deswegen fragte ich mich ob wirklich Rantanen der richtige für das Stück war, nach dem ich schon die ersten, doch sehr freundlichen Gitarrenklänge vernahm. Und meine Zweifel wurden bestätigt. Pasis aggressive Stimme beißt sich hier ganz böse mit der lockeren Musik, welche den "Visions" Eindruck noch verstärkt. Daneben haben wir hier allerdings ein sehr schön herausgespieltes Gitarrensolo und aber auch wieder ein stupides Herumgespiele der anderen Instrumente.
Aber wie gesagt, der Charakter des Stücks geht durch Rantanens Stimme unter und so kommt das Stück nicht über 5 Punkte hinaus.

4.
Nun ist erstmal Schluss mit der bisherigen Rocklinie des Albums. "Angel" ist die erste ruhige Ballade auf "New Era." Sie beginnt nur mit Kiskes ruhiger Stimme und Keyboardklängen, was in der ersten Strophe später noch durch Bass und Schlagzeug komplettiert wird. Das Gesamtpaket kommt sehr locker und gefühlvoll rüber, in den Strophen aber irgendwie auch traurig.
Der Refrain ist richtig schön gestaltet und bringt auch die Gitarre zurück ins Geschehen, für die, die sie schon vermisst hatten. Auch Tollki spielt hier um den Refrain herum ein richtig gefühlvolles Solo, was mich zu der Auffassung bringt, dass alles irgendwie passt. Auf jeden Fall ist dieses Stück bisher das beste und bekommt von mir auch 9 Punkte.

5.
"Eden is burning" führt den Hörer wieder zurück zur langsamen Rocklinie des Albums. Auch wenn das Ganze auch wieder etwas dunkler gestaltet ist. Es lässt hoffen, dass Pasi hier seine stimmlichen Vorteile besser ausspielen kann, als bei "We are Magic." Auf jeden Fall, ist das Intro schon relativ vielversprechend, weicht aber einer ruhigen Athmosphäre weicht. Pasi singt in den Strophen sehr bedrückt und gequält, was im Zusammenhang mit der Musik, sich relativ gut anhört.
Zum Refrain hin baut sich die Rocklinie wieder auf und hier finde ich zum ersten Mal die Instrumentation, vor allem hinsichtlich des Keyboards, richtig gut gelungen.
Das Stück an sich ist sehr bedrückt und traurig, wobei hier Rantanens Stimme perfekt reinpasst. Zusammen mit einem richtig gelungenen Gitarrenspiel und dem Gesamteindruck ein tolles Stück, wobei aber noch ein wenig der Kick in den Lyrics fehlt.

6.
Nach einem kurzen Drumintermezzo und einem sehr stimmigen Gitarrenriff, hören wie in "Glorious and Divine" Sammet zum zweiten und auch schon zum letzten Mal. Hier wandelt sich allerdings zum ersten mal ein Stratovarius Stück in einen Edguy Song. Man merkt eben doch, dass die Sänger einen großen Anteil am Sound der einzelnen Songs haben.
Naja, jedenfalls bleibt die Stimmung im Stück relativ stimmig und rockig, vor allem der Refrain wirkt, im Gegensatz zum Vorgänger, recht aufgelockert und sorgt so für die nötige Abwechslung, jedoch haben wir hier auch wieder kaum Variationen zu den Grundkonzepten der anderen Songs auf dem Silberling, was auch dafür sorgt, dass "Glorious und Divine" relativ langweilig daherkommt und erst recht nicht aus der Masse heraussticht.

7.
"Born upon the Cross" startet auch wieder rockig, aber hier etwas dramatischer als die anderen Stücke, aufgrund des Einbezuges eines Chores, der an "S.O.S." vom Stratovarius Album Destiny erinnert. Auch hier verabschiedet sich wieder ein Sänger, nämlich Rantanen. Das Stück ist ähnlich gestaltet wie "Eden is burning"; die Strophe ruhig und bedrückt, der Refrain relativ frei und anklagend. Was einen sehr schönen Charakter bilden würde, wenn nicht hier auch wieder diese bedrückende Einfallslosigkeit Einzug halten würde.
Das Stück verweilt nach der Strophe nämlich in einem endlosen "Refrainwiederholwahn" (ich frag gar nicht erst woher Word dieses Wort kennt :-)), mit immer dem gleichen Riff, nur mal kurz durch ein Solo unterbrochen. Also alles schon mal gehört.


8.
Gegen Ende bleibt nur noch Kiske übrig, als Herr über den Gesang. Und er macht auch gleich da weiter wo er aufgehört hat, denn "Keep the Flame Alive" ist auch wieder zunächst ein sehr ruhiges Stück. Es beginnt ganz verträumt mit sanften Keyboard und akustischer Gitarre. Und natürlich Kiskes ruhiger Stimme, welche einen alles um sich herum vergessen lässt. Doch bald holen Bass und Drums den Hörer wieder auf den Boden und er weis ganz genau, gleich geht's wieder ab. Naja was heißt ab. Jedenfalls setzt im Refrain bald wieder die Gitarre ein und rückt den Song wieder ein Stück zum Rock hin. Jedoch endet das Stück genauso wie es aufgehört und verabschiedet sich dann auch, immer leiser werdend, schnell wieder…


9.
…um wohl dem Kracher des gesamten Albums Platz zu machen. "Last Night on Earth" wird wohl manchen Metalhead schon bekannt sein, obwohl viele nichts von RR wissen. Denn Stratovarius spielte diesen Song 2007 auf dem Wacken Open Air Festival, wenn auch nicht genau in dieser Form. So wich das Keyboardintro einem Gitarrenintro, welches dem Powermetalfan sofort mitbangen lässt. Schön ist hier eine selbstständige Spielweise aller Instrumente. Die Stimmung ist wieder aufgelockert und richtig schön rockig, mit vielen Variationen in der Melodieführung und Kiskes bombastischer Stimme. Ich hatte so gehofft, dass Michi diesen Song singt und dies gilt zum Glück mal in Erfüllung. Der Text behandelt inhaltlich die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft.

"What if everything would change and we would build a better world
Would you call that utopia, would you call that Paradise?
Yes the answer lies in questions that are simple but so true
What would you do….if it's your last night on earth?"

Zwar vermisse ich Timo auf diesem Stück stark, aber trotzdem ein durchaus schönes Stück, dem ich hier gerne volle Punktzahl gönne.

10.
So nun habt ihr es fast geschafft meinen Schreibstil zu ertragen, aber ein Lied ist noch offen, nämlich das längste in der Runde. Das gleichnamige Stück "Revolution Renaissance" auch wieder mit der ganzen Band, was den Hörer wieder auf die typisch langsame Rockvariante führt. Allerdings sind Strophen wieder eher ruhig gehalten und durch viele Effekte abwechslungsreich gestaltet. Der Charakter ist wieder anklagend und bedrückt.

"What you say to a child that has 2 days to live
When you play with your brand new computer?
Are you closing your your eyes? Saying what can I do?
Like the rest of the lambs on the leash?"

Der Refrain ist durch die Choreinbindungen sehr "Elements" geprägt, aber dennoch neu. Trotz der Länge ist das Stück nicht so langweilig wie manch anderes Stück. Auch das Intro, ist durch viele Elemente wenigstens etwas aufgelockert, obwohl es sich im Grunde genommen auch nur um das ständige Wiederholen des Refrains handelt.

---und Stopp---

Fazit
++++
"New Era" ist zusammenfassend sehr schwierig zu bewerten. Es wird mit Sicherheit das einzige "Revolution Renaissance" Album dieser Art sein, trotzdem muss ich was dazu sagen.
Wer mal was anderes hören will, für den ist das Album natürlich etwas. Hochkarätige Sänger und natürlich Tolkki als Brainchild, machen den Silberling doch schon zu einem Individuum. Dennoch hätte ich mir gerade von Timo ein Stückchen mehr erhofft. Streckenweise grausame Instrumentierung und wenig Lyrics lassen die Stücke nicht wirklich positiv erscheinen, jedoch gibt es einige Lichtblicke. Ich bin jedenfalls trotzdem schon mal aufs erste richtige Album dieser neuen Band gespannt.

Hiermit vergebe ich 4 Sterne und eine Empfehlung für alle die von "Avantasia" nicht genug bekommen können ^^ und natürlich auch für andere Powermetal und Rock Fans.

Vielen Dank schon mal fürs lesen und bewerten - EUer ZYan


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
manuelmama

manuelmama

19.05.2009 15:02

Ne, gar nicht meine Richtung. LG Sabine

ingoa09

ingoa09

03.09.2008 23:03

Eine sehr gute Vorstellung! Liebe Grüße, Ingo

The-Wishmaster

The-Wishmaster

10.07.2008 22:23

Nachdem ich Tolkki nicht so toll finde, hab ich das gar nicht mitbekommen. Aber allein gewisser Sänger wegen muss ich da mal reinlauschen.

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