Neues von den Scissor Sisters aus New York
07.10.2010 (11.10.2010)
Pro:
Muntermach - Pop - Musik, meistens party - oder discotauglich
Kontra:
nicht alle Titel gefallen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Sydneysider47
Über sich:
Nach fast 4 Wo. im Krankenhaus und 2 OPs ist mein Mann wieder zu Hause. - Keine Leserunden! Kein Int...
Mitglied seit:20.02.2005
Erfahrungsberichte:307
Vertrauende:150
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 169 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Leserinnen, liebe Leser, nachdem die „Scherenschwestern“ (Scissor Sisters) aus New York mit ihrer Anwesenheit die Sendung „Wetten, dass…?“ am 02.10.2010 bereichert haben, finde ich es an der Zeit, über ihr neuestes CD-Album „Night Work“ einen Bericht zu verfassen.
Night Work Interpreten: Scissor Sisters Spieldauer: 44 Minuten, 21 Sekunden (12 Titel) Plattenfirma: Polydor (Universal) Erscheinungsdatum: 25. Juni 2010
Ich bezahlte für das Album 12,99 Euro bei Saturn in Ludwigsburg.
Informationen über die „Scissor Sisters“ Die US-amerikanische Gruppe „Scissor Sisters“ wurde 2001 in New York gegründet. Wer jetzt – aufgrund des Bandnamens – denkt, es handle sich um eine reine Frauen-Band, liegt absolut falsch. Die Band besteht aus vier Mitgliedern – einer Frau und drei Männern: Jason Sellards – Gesang Scott Hoffman – Bassgitarre, Keyboard Ann Lynch – Gesang, Tamburin Derek Gruen – Gitarre
Die Musik der Scissor Sisters ist von Disco, Dance, Rock und Funk geprägt – das Auftreten der Band von der New Yorker Schwulenszene. Mit „I Don’t Feel Like Dancin’“ (aus dem Album „Ta Dah!“) gelang den Scissor Sisters ein Nummer-Eins-Hit in Deutschland im Jahre 2006, seitdem sind sie auch einem breiteren Publikum bei uns bekannt.
„Night Work“ ist nach den Alben „Scissor Sisters“ und „Ta Dah!“ das dritte CD-Album dieser Band (Quelle: Wikipedia und Amazon.de – mit meinen eigenen Worten wiedergegeben). Die Songs auf dem Album „Night Work“ haben die Scissor Sisters selbst komponiert und getextet.
Folgende Songs befinden sich auf dem Album 1. Night Work 2. Whole New Way 3. Fire With Fire 4. Any Which Way 5. Harder You Get 6. Running Out 7. Something Like This 8. Skin This Cat 9. Skin Tight 10. Sex And Violence 11. Night Life 12. Invisible Light
Die Songs im einzelnen und meine Meinung dazu
1) Night Work Eine schnelle Pop-Rock-Nummer mit Keyboard, E-Gitarren und Schlagzeug ist dieser Song über Arbeiten in der Nacht. Das Besondere ist hier, dass die Sängerin Ann Lynch fast den ganzen Song lang mit dem Sänger Jason Sellards
Bilder von Night Work - Scissor Sisters
im Duett singt. Ein bisschen erinnert mich diese Nummer an Rock’n’Roll-Titel aus den 50er- und 60er-Jahren.
2) Whole New Way Ein flotter Song, in dem E-Gitarren und Schlagzeug dominieren. Mich nervt hier die etwas quäkende Stimme des Sängers, die Stimme wird im Refrain allerdings dann wieder besser „anhörbar“. In dem Song geht es um jemanden, der eine neue Methode gefunden hat, seine Partnerin oder seinen Partner zu lieben. Interessant sind hier auch die Chorgesänge im Hintergrund – meiner Meinung nach ist dies ein discotauglicher Titel.
3) Fire With Fire Diese erste Single aus dem Album beginnt mit Klavier, der Sänger setzt ein, man hört Gitarren und Keyboard. Eine eher ruhige Nummer – verglichen mit den Titeln 1 und 2. Im Refrain wird „Fire With Fire“ schneller und rockiger – hier kommt dann auch ein Schlagzeug zum Einsatz. Dieser Titel ist mein Favorit Nummer 1 auf diesem Album, weil ich mich in diesen Titel dank diverser Radiosender (die ihn oft spielen) gut eingehört habe.
4) Any Which Way Dieser Song beginnt mit einer Sirene und geht schnell mit Klavier, Gitarre und Schlagzeug weiter. Witzig finde ich hier die hohe Stimme des Sängers – der Gesang erinnert mich an die Bee Gees oder auch an Modern Talking (an die hohe „Kopfstimme“ von Dieter Bohlen). Erwähnenswert ist hier noch ein Satz mitten im Song, offensichtlich gesprochen von der Sängerin – der so gesprochen wird, als ob er dem Song einen gewissen „erotischen Touch“ verleihen wolle.
5) Harder You Get Ein discotauglicher Song mit eintönigem Stampfsound (Gitarren, Schlagzeug, Keyboard) und verfremdeten Stimmen. Hier wurden viele technische Möglichkeiten genutzt, um aus dem Titel eine richtige „Discomucke“ zu machen. Die Stimme des Sängers erinnert mich hier oft an Stimmen von Aliens in Science-Fiction-Filmen.
6) Running Out Ein Song, der erst langsam beginnt mit E-Gitarren, allerdings dann, als das Schlagzeug, Keyboard und E-Gitarren einsetzen, schneller wird. Der Sänger Jason Sellards singt, und die Sängerin Ann Lynch ist wie sein Echo – da sie oft das, was er gesungen hat, nochmals wiederholt. Dieser Pop-Rock-Song eignet sich hervorragend zum „Abtanzen“ auf Partys oder in Discotheken.
7) Something Like This Nahtlos geht Song 6 über in diesen Song 7. Auch hier höre ich wieder eine tanzbare Nummer mit Keyboard und Schlagzeug, Stimmen werden verfremdet, der Song ist recht eingängig. Mir gefällt der Refrain gut – eine hohe Männerstimme singt zuerst, dann höre ich immer wieder ein dunkler klingendes „Go“ (ebenfalls von einem Mann gesungen) – mein Favorit Nummer 5 auf dem Album.
8) Skin This Cat Der Beginn dieses Titels klingt, als ob die CD defekt sei – aber nein, dieser „Klangeffekt“ ist so gewollt, hervorgerufen durch ein Keyboard. Dann jedoch pendelt sich der Song ein in eine getragene – aber dennoch nicht langsame – Popnummer mit Keyboard und Schlagzeug. Hauptsächlich singt hier die Sängerin Ann Lynch – oft erinnert mich der Songs an Disconummern der britischen Gruppe Texas.
9) Skin Tight Eine Disconummer mit Keyboard und Schlagzeug. Zu Beginn des Songs nervt mich die Stimme des Sängers (er klingt so, als habe sich Kaugummi in seinen Stimmbändern verfangen) – zum Glück wird die Stimme für mich im Laufe des Songs erträglicher. Der Song entwickelt sich noch zu einer richtig guten Popnummer.
10) Sex and Violence Eine Disco-Nummer, Song 9 geht nahtlos in diesen Song über. Ich höre Keyboard und Schlagzeug, die Stimme des Sängers klingt angenehm, da sie gedämpft wurde. Das ist ein eingängiger und melodiöser Song – mein Favorit Nummer 3 auf dem Album.
11) Night Life Der Song beginnt langsam mit Keyboardklängen – als das Schlagzeug einsetzt, wird der Song schneller. Auch hier gefällt mir die Stimme des Sängers, der im Duett mit der Sängerin Ann Lynch singt. Ein toller, eingängiger Song – mein Favorit Nummer 2. Hier stört mich auch die immer wieder einsetzende hohe Stimme (Kopfstimme) des Sängers nicht. Toll finde ich auch, dass eine gewisse Dramatik in Gesang, Melodie und Instrumentierung geboten wird – besonders im Refrain. Das ist keine pure „Abtanz-Nummer“ – das ist ein toller Popsong!
12) Invisible Light Der Anfang des Songs mit Schlagzeug und Keyboard erinnert mich an diverse Songs des Alan Parson’s Projects oder auch Pink Floyd. Der Sänger verleiht seinem Gesang eine gewisse Dramatik – und im Refrain ist die Sängerin Ann Lynch zu hören. Ein schneller und abwechslungsreicher Popsong, auf den man auch tanzen kann. Die „Scissor Sisters“ schaffen es hier sehr gut, Elemente der 70er- und 80er-Jahre-Musik mit moderner Musik zu verknüpfen – deswegen ist das mein Favorit Nummer 4 auf dem Album. Der Song dauert ungefähr 6 Minuten.
Einige Sätze über das Booklet Das Booklet umfasst 12 Seiten, die Coverseite zeigt ein Hinterteil, das in einer engen Stretchhose steckt. Sehr selbstbewusst sieht man zwei Hände, die sich darauf platziert haben.
Die Texte der CD bekomme ich auf den Seiten 2 bis 5 und 8 bis 11 geboten. Allerdings recht klein gedruckt – schwarze, kleine Buchstaben auf rotem Grund (dieser rote Hintergrund wird durch die Fotos zweier Bandmitglieder auf den Seiten 7 bis 11 etwas aufgelockert, zur besseren Lesbarkeit der Texte tragen diese Fotos allerdings nicht bei) – was für mich, selbst mit Lesebrille – meist nicht leicht entzifferbar ist. Hier bräuchte ich wohl eine gute Lupe… Die Doppelseite 6/7 ist mit Life-Fotos der Band bestückt – alle in Schwarz-Weiß-Qualität. Auf den Fotos sieht man einige Szenen aus Life-Konzerten.
Die Seite 12 schließlich gibt Angaben (in kleiner schwarzer Schrift auf rotem Grund) über die Bandmitglieder, die Mit-Musiker auf diesem Album sowie darüber, wer sonst noch daran mitwirkte, dass das Album auf den Markt kommen konnte.
Meine Erfahrungen mit dieser Musik Obwohl ich das Album „Ta-Dah!“ von den Scissor Sisters sensationell finde, da die einzelnen Titel dort sehr abwechslungsreich sind, wartete ich beim neuesten Album „Night Work“ erst mal ab, bevor ich es kaufte. Schließlich habe auch ich keinen Goldesel herumstehen – und die Ausgabe von durchschnittlich 14,95 bis 17,95 für das Album wollte ich erst mal nicht tätigen. Also wartete ich auf das geeignete Sonderangebot – das kam auch schon im Juli 2010. Bei Saturn in Ludwigsburg fand ich die CD für 12,99 Euro – der Preis war okay für mich, und im Rahmen einer „Du-musst-dir-auch-wieder-mal-was-gönnen“-Aktion meinerseits war der Kauf auch schnell getätigt.
Der Hörgenuss zu Hause war jedoch erst mal ernüchternd. Beim ersten Hören klang für mich alles gleich – außer der Single „Fire With Fire“, die sich dank diverser Radiopräsenzen schon stark eingeprägt hatte. Ab dem dritten Hören kristallisierten sich schon einige Favoriten heraus – und gerade deswegen findet das Album immer wieder den Weg in meinen CD-Spieler. Die Klangqualität ist grandios, die Scissor Sisters haben alle technischen Möglichkeiten ausgeschöpft, um hier eine klanglich glasklare Produktion hinzulegen. Über die musikalische Qualität der Songs lässt sich streiten. Meine Favoriten sind auf jeden Fall nicht die „reinen Discomucken“, die drohen, in die Eintönigkeit abzusacken – nein, es sind die kreativeren Songs, wie beispielsweise „Invisible Light“ oder auch der Single-Titel „Fire With Fire“.
Gerade die Discotitel lassen sich nebenher hören, wenn man Hausarbeit macht oder vor dem Computer hockt – aber bei Songs wie „Fire With Fire“, „Night Life“ und „Invisible Light“ empfehle ich das genauere Hinhören. Entspannungsmusik ist diese neue CD der „Scissor Sisters“ nicht – es ist eher „Muntermach-Musik“.
Mein FazitAuch wenn die Songs 5 bis 7 in die „Disco-Eintönigkeit“ abzusinken scheinen, so gibt es doch einige Songs auf dem Album, die den Gesamthöreindruck retten, weil ich sie wirklich gerne höre. Ich vergebe hier also 4 Sterne und eine Hör-/Kaufempfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
Preisvergleich
sortiert nach Preis
|
NIGHT WORK
Audio CD, UNIVERSAL MUSIC
|
€ 2,47
Händler kann Preis erhöht haben |
149 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden...
|
zum Shop
Amazon.de Marketplace Musik
|
|
Scissor Sisters - Night Work (Polydor) CD Album
Release: 25.06.2010, Format: CD Album, Neuware, Inhalt: 1, Label/ Hersteller: ...
|
€ 2,79
Händler kann Preis erhöht haben |
19 Bewertungen
|
Versandkosten: weltweit: 2.00 Euro. ab 20.00 Bestellwert versandkostenf...
Verfügbarkeit: Versandfertig in 2-4 Werktagen...
|
zum Shop
Grooves-inc.com
|
|
Night Work - Scissor Sisters
Ausgabedatum: 2010-06-25, Audio CD, Polydor (Universal)
|
€ 6,97
Händler kann Preis erhöht haben |
3335 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden...
|
zum Shop
Amazon Musik
|
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Das könnte Sie interessieren
|
|
05.11.2011 17:53
BH nachgereicht
03.11.2011 18:17
Wusste echt nicht, dass die aus der Schwulenszene kommen ;)
12.11.2010 17:09
Da kann ich mich Sendorra nur anschließen :o) BH und LG!