RIGHT IN THE NUTS!
15.11.2003 (17.11.2003)
Pro:
just feels so right
Kontra:
[unpassende Kategorien werden ignoriert]
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
mehr
 logan
Über sich:
ROSE KEMP 'Flawless', TORI AMOS 'Raining Blood', LED ZEPPELIN 'Dazed And Confused', MOTÖRHEAD 'Back ...
Mitglied seit:21.02.2000
Erfahrungsberichte:805
Vertrauende:116
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 55 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Leserschaft, aufgepasst! Ich stelle hier das beste Album einer Band vor, die nicht umsonst zu den lebenden Legenden des Rock gehört. In "No Surprise" besingen Aerosmith die Anfangstage ihrer Karriere. Ein geradliniger Rhythmus, volltönend schnurrende Bässe, blues- und benzin- und psychedelica- getränkte E-Gitarrenriffs und Steven Tylers energische Rockröhre ziehen alle an einem melodischen Strang und bringen den Song auf mitreißende Weise nach vorne. Der perfekte Einstieg in ein perfektes Album.
"Chiquita" hat einen richtig satten Groove. Pumpende Schlagzeugrhythmen, volltönende Bassspuren und sich psychedelisch umrankende, schwere Gitarrenriffs ziehen eine dichte Klangwand mit teils verschachteltem Rhyhtmusgefüge auf, die mit fett schnarrenden Bläsern bemalt wird. Der leidenschaftliche Gesang lässt Funken bis zum Himmel stieben, der Song vermittelt den Eindruck eines wild auflodernden Feuers. Hardrock vom Feinsten, der fett aber nicht träge, vollgepackt aber nicht bombastisch ist. "Remember (Walking In The Sand)" ist eine Coverversion [G. Morton], die in schleppender Bluesform vorgetragen wird; seine äußerst deftige Instrumentierung (leidende E-Gitarrensoli ziehen sich wie Käsefäden, schwerste Bässe, ein packend harter Schlagzeugrhythmus und ein eindringlich wabernder Frauenchor) tritt allerdings gegen den eindringlichen, aufopferungsvollen Gesang beinahe in den Hintergrund.
"Cheese Cake" treibt das dreckige Bluesgefühl weiter auf die äußerste Spitze: Halb wachsen, halb rutschen die Töne der Saiteninstrumente ineinander, jegliche Grenzen verschwimmen. Einzig das blechern und wie aus der Ferne herüberhallende, doch präzise Schlagzeug sorgt für Sicherheit. Organischer kann Hardrock gar nicht klingen. "Three Mile Smile" schafft es nicht ganz, den aufgewühlten Rhythmus und die psychedelisch ausufernden Gitarrenlinien zusammenzubringen. So entsteht eine ganz besondere Spannung, die dem Song einen eigentümlichen Charakter verleiht, ihn aber auch anstrengend macht. Außerdem geht das Stück ziemlich schnell voran, ist mithin auch das "härteste" der Platte.
"Reefer Head Woman" hat so einen furchtbar schleppenden Groove (Schlagzeug und Bass), den man im Geiste immer beschleunigen möchte. Joes Leadgitarre heult denn auch mit verzweifeltem Heroismus dagegen an, aber die Haschzigarettenfrau ist unbeirrbar. Auch Stevens herzzerreissende Mundharmonikasoli ändern nichts daran, und so bleibt ihm nur, mit bluesgetränkter, schmerzverzerrter Stimme sein Leid zu klagen. "Bone To Bone (Coney Island White Fish Boy)" rockt am krassesten ab: Ein simpler Rhythmus schiebt hart angeschlagene Bassriffs und rotierende Gitarrenlicks mit mächtig Dampf voran, und Mr. Tyler kreischt und krächzt, dass es eine wahre Freude ist.
"Think About It" ist höllisch treibend, wenn auch in gemäßigtem Tempo. Dieses ist nach der vorangegangenen Verausgabung auch dringend nötig - außerdem bietet es mehr Spielraum für die infernalisch röhrenden Psychedelia-Gittarrenläufe und die kehligen Artikulationen des schlichtweg prächtigen Gesangs. Melodisch zelebrierte Strudelfahrten und hart überkrischene Rhythmusexzesse leiten ein grandioses Finale ein. "Mia" setzt dem Album einen verträumten, romantisch dahinfließenden Schlußstein, wie man ihn nicht zu wünschen gewagt hätte; sehnsüchtig-gutmütige E-Gitarrenläufe und romantisch-melancholische Klavierbegleitung halten sich die Waage; Steven Tyler aber singt so schön und in sich gekehrt, wie man ihn zuvor noch nicht gehört hat. Da vergisst man jedesmal wieder all die halbherzigen Balladen, die diese Band später abgeliefert hat. So, wie man alles um sich herum vergisst...
Das Album lässt mich in einem ähnlichen Schwebezustand aus Stille, Glück und Leere zurück, wie ich ihn auch nach dem Lesen eines guten Romans verspüre. [Für Kyria]
Preisvergleich
sortiert nach Preis
|
Night in the Ruts - Aerosmith
Ausgabedatum: 1993-10-29, Audio CD, Col (Sony Music)
|
€ 4,22
Händler kann Preis erhöht haben |
149 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen...
|
zum Shop
Amazon.de Marketplace Musik
|
|
Aerosmith - Night In The Ruts (Col) CD Album
Release: 29.10.1993, Format: CD Album, Neuware, Inhalt: 1, Label/ Hersteller: ...
|
€ 5,19
Händler kann Preis erhöht haben |
19 Bewertungen
|
Versandkosten: weltweit: 2.00 Euro. ab 20.00 Bestellwert versandkostenf...
Verfügbarkeit: Versandfertig in 3-4 Werktagen...
|
zum Shop
Grooves-inc.com
|
|
Night In The Ruts - Aerosmith
...
|
€ 5,99
Händler kann Preis erhöht haben |
202 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 3,00
Verfügbarkeit: Sofort lieferbar
|
zum Shop
Buch. de
|
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
24.07.2004 00:23
http://www.aerosmithfans.com/cd/07.html
14.05.2004 23:17
Unübersichtlicher geht's nicht! Warum behälst Du nicht den Stil von Deinem Musterbericht zu Soundgarden's Superunknown bei? Bei Verbesserungen und Änderungen bewerte ich gern um! MFG Mario
20.11.2003 15:48
Ooooch, für mich??? Das ist aber lieb mein Süßer, vielen Dank!!! :) ich kenn die überhaupt nicht. Hätte ja schon gedacht, dass ich mich betreffs Luftschmieden ein wenig auskenn, aber datt hier sacht mir überhaupt nischd. ? Von wann is die denn? Außerdem dachte ich bei Night in the ruts (GENIAAALER Titel hat dein Bericht übrigens *g*) an eine Live-CD. Hm. Bin ich überfrahcht, bin ich überfrahcht ... aber schön isses immer wieder. Ach ja, Äroschmidt. Die sind eindeutig ne Klasse für sich.