*kreisch* *schrill* *jaul* = t. A. T. u.
20.05.2003
Pro:
nette Melodie, netter Rhythmus
Kontra:
der "Gesang", fehlendes Video zum Song, die Remixe (davon nur einer von dem Haupttitel)
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Beavi
Über sich:
Ich schau hier wieder öfter rein :-) Liebe Grüße an alle meine Vertrauten und CIS-LeserInnen!
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 113 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vor ein paar Tagen lief bei uns im Großraumbüroauf der Arbeit wieder mal in irgendeiner Ecke ein Radio, und plötzlich kamen so schrille, hohe Schreie aus der Richtung, in der das Radio stand. Ich hörte etwas genauer hin, konnte aber nicht die Musik an sich erkennen, sondern nur das hohe schrille Gekreische. Aber ich wusste sofort, dass das nur „t. A. T. u.“ sein konnten, die angeblichen lesbischen Mädels aus Russland. Die haben schon in ihrer ersten Single „All The Things She Said“ so unglaublich gekreischt, und aus dem Radio kamen sehr ähnliche Töne heraus. Dann hörte ich das Kreischen bei mir im Auto... tatsächlich: es waren „t. A. T. u.“ mit ihrer neuen Single „Not Gonna Get Us“, die meine Trommelfelle unangenehm vibrieren ließen. Nun habe ich die Maxi-CD als Geschenk für meine Schwester gekauft, die demnächst Geburtstag hat, aber bevor ich sie ihr gebe, musste ich doch in die CD reinhören und – natürlich – meine Meinung in Form eines Berichtes hier aufschreiben...
>>> Die Single: „Not Gonna Get Us“ ist die zweite Singleauskopplung aus dem Album „200 km/h In The Wrong Lane“ und wurde am 5. Mai 2003 veröffentlicht. Auf Platz 15 sind sie neu in die Charts eingestiegen. Allgemeiner Aufbau: Erst der Liedtitel, dahinter dann die Länge des Liedes (laut Booklet), dann mein Bericht/Erfahrung zu dem Lied und zum Schluss gibt es meine Punktevergabe (x von höchstens 10 Punkten)…
1. Radio Version – 3:38 – Das Lied beginnt mit einem brummenden Ton, dann setzende bumpernde Drums ein, im Hintergrund das tiefe Brummen, dazu metallische Keyboardtöne – dann kreischt eine schrille, hohe Stimme ein paar Mal den Songtitel, mit Echo-Effekten... kleines Break mittendrin... Nach ca. 45 Sekunden klingt dieses Schreien mit der letzten Wort des Titels immer höher werdend aus, die erste Strophe wird gesungen, im Hintergrund dazu nur leichte Gitarrenklänge, bevor dann wieder die Drums und die anderen Instrumente mit Power dazukommen. Das zieht sich bis zum Ende des Songs hin: abwechselnd schnelle Passagen, dann mal etwas ruhigere, langsame Phasen. Das Lied ist vom Rhythmus sehr schnell und wirkt einfach zu gehetzt auf mich. Die Melodie ist recht rockig, was mir wiederum gut gefällt. Dazu aber dann noch diese gepitchten Stimmen [d. h. die Stimmen werden am PC so verändert, dass sie höher klingen, aber noch den gleichen Takt oder Rhythmus beibehalten]... das hört sich alles einfach zu sehr nach schrillem Gekreische an. Die Melodie ist sehr gut, aber der Gesang ist einfach schrecklich - einfach unnatürlich und nervig. Dazu klingen die Stimmen der Mädchen ziemlich durchschnittlich, ohne viel Power und Volumen. Auch die Strophen, die ja einigermaßen in normalen Tonhöhen gesungen werden, klingen als ob ihnen beim Singen die Luft ausgehen würde, nur so dahingehaucht, ohne Kraft. Da kann ich nur folgende Punkte vergeben: 3/10
2. Dave Aude’s Extension 119 Vocal Edit – 3:54 – Mit harten, sehr schnellen elektrischen Beats beginnt dieser Song. Danach folgt eine ruhige, träumerische Passage, der Gesang setzt ein. Diese Version unterscheidet sich aber im Großen und Ganzen nicht sehr von der Radio Version. Dieser Mix ist meiner Meinung nach nur etwas mehr auf Discopop getrimmt, mit klareren Beats, und somit etwas besser tanzbar (in Discos). Den langen Namen dieses Tracks finde ich etwas merkwürdig, aber na ja, um aufzufallen, muss man heute wohl zu den komischsten Mitteln greifen – und auch hier wieder zuviel Gekreische und Gejaule für meinen Geschmack. 3/10 3. All The Things She Said [dj MONK After Skool Special] – 6:04 – Ein Remix vom ersten in Deutschland veröffentlichten Song der zwei Mädels. Allerdings so dermaßen „vermixt“ – ich kann beim besten Willen nicht das ursprüngliche Lied erkennen, nicht mal ansatzweise. Sehr technomäßig, recht schnelle, dumpfe Beats, metallische Klänge, unnatürliche Stimmen, die einen kaum verständlichen Text dahernuscheln... Mir geht dieser „Song“ schon nach wenigen Sekunden tierisch auf die Nerven. Das hört sich grauslich an. Oh, oh neeee, diesen Track hätten sich die Produzenten wirklich sparen können. 0/10
4. All The Things She Said [Blackpulke Remix] – 4:13 – Und noch ein Remix von „All The Things She Said“. Diesmal kann man wenigstens erkennen, welches Lied hier als Vorlage bzw. Grundlage genommen wurde. Der Track beginnt mit den Vocals, dann setzt der Beat ein, der wirklich sehr nach der Musikrichtung „Beat“ Anfang der 70er Jahre klingt. Aber irgendwie passt hier der Gesang von der Tonlage her nicht sehr zu dem Rhythmus. Nach einem Break in der zweiten Minuten der Version kommt eine etwas eine Minute lange Passage, die absolut daneben ist: Gestöhne wie in einem billigen Pornofilmchen ertönt da aus meinen Lautsprecherboxen. Ich frage mich, was das soll? Haben die beiden es so nötig? 3/10 >>> Text: Textlich handelt das Lied von der Liebe, dass niemand sie aufhalten, niemand sie auseinanderzerren kann. Egal, was passiert, sie halten zusammen und stehen zu ihrer Liebe zueinander.
Der Text soll wohl provozierend sein, schließlich werden die beiden als lesbisches und sich liebendes Pop-Duo dargestellt. Ob sie sich nun wirklich lieben, glaube ich allerdings nicht, für mich ist das nur eine PR-Masche. >>> Das Cover: Das Titelbild der Maxi-Cd ist langweilig und einfaltslos. Farbliche Grundtöne sind schmutzige Blaugrauvariationen. Dazu sieht man Julia und Lenas Köpfe. Sie sind beide recht stark geschminkt und machen auf mich einen recht... sagen wir mal... nicht ganz wachen Eindruck.
Auf der Innenseite des Inlets sind neben den Credits auch noch einige Bildausschnitte aus dem Video zur Single abgebildet. Auf dieser Seite ist der Hintergrundton ein leicht gräuliches Mint. Insgesamt macht das Cover einen kalten Eindruck auf mich, so ganz passt es nicht zum Inhalt des Liedes.
Vielleicht stellt ciao ja bald das Bild ein, dann seht Ihr, was ich meine... >>> Die Band: Julia Volkova (18 Jahre alt) und Lena Katina (18 Jahre alt) stammen aus Moskau und kennen sich (angeblich) schon mehrere Jahre. Schließlich wurden sie die Band „t. A. T. u.“ – wie das nun genau vonstatten ging (wohl per Casting-Wettbewerb...), kann ich nicht sagen, da ich absolut kein Fan von den beiden bin.
In Russland sind „t. A. T. u.“ sehr erfolgreich, und die Produzenten dachten sich, diesen Erfolg könne man doch auch international machen... ein bisschen Promotion in Form von „Sex sells“ (Geknutsche auf der Bühne, Gesten bei Auftritten) – und schon läuft die Sache. Mit der ersten Single „All The Things She Said“ schlugen „t. A. T. u.“ auch gleich wie eine Bombe in den deutschen Top 100 ein...
Beim kommenden „European Songcontest“ am 24. Mai treten die beiden Mädels für Russland an – da bin ich ja mal gespannt, ob das auch so ein schrilles Gekreische werden wird, mit Tatschereien und Knutschereien... >>> Fazit: Von der Bewertung macht das 9 von 40 möglichen Punkten (entspricht 22,5 %), also ganz knappe zwei Sterne. Und keine Empfehlung, natürlich.
Von der Melodie her spricht mich der Song „Not Gonna Get Us“ sehr an. Sie ist interessant und abwechslungsreich, der Rhythmus ist mitreißend. Allerdings gibt es da noch diesen schrecklichen „Gesang“, der sich eher wie ein Schrei-Wettbewerb anhört. Zu übertrieben, zu theatralisch – ich nehm’ das den beiden einfach nicht ab, was sie damit ausdrücken wollen – wenn sie überhaupt etwas sagen wollen... ich bezweifle, dass sie es machen, um damit eine Botschaft rüberzubringen – eher soll dieser „Kreischstil“ die Aufmerksamkeit auf sie ziehen. Die Maxi-CD ist recht armselig ausgestattet. Der Haupttitel, davon zwei unterschiedliche Versionen, dazu dann noch zwei neue Remixe von der ersten, alten Single... das bringt es irgendwie nicht. Noch nicht einmal das Video ist als Extrabonbon mit drauf. Als ganz jugendfrei empfinde ich die Single auch nicht, bei dem Gestöhne im letzten Track – das würde ich als Mutter nicht aus dem Kinderzimmer hören wollen (wenn ich denn Kinder hätte).
>>> Preis: Ich hab für diese Maxi-CD bei real 5,99 Euro bezahlt. Bei Amazon kostet sie genauso viel. Viel zu viel Geld für so einen gesanglichen Schrill-Müll...
Schrill gekreischte Grüße *grins* von Beavi
Bremen, 20.05.03 PS: Ich habe beschlossen, meiner Schwester diese Maxi-CD nicht zu schenken: 1. hat sie eine siebenmonate alte Tochter, die von dem Gekreische sicherlich einen seelischen Schaden davontragen würde und 2. will ich auch keine ohrgeschädigte Schwester haben, sie wohnt nämlich bei mir mit im Haus - und das gäbe nur nervige Konsequenzen für mich, wenn sie gehörlos werden würde *lach* - Also wird die Maxi-CD zur Versteigerung bei ebay angeboten...
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05.10.2003 15:16
Dein Bericht ist einfach genial!Ich finde t.A.T.u. auch bescheuert,weil die außer rumkreischen,gegenseitig an sich rumfummeln und nerven nix können.
01.06.2003 12:40
Hätten die das Lied nicht "Not gonna give us" (any points in Riga) nennen können?! ;-) Das war wirklich keine Verbesserung. Ciao Marco
27.05.2003 11:51
2 arrogante Möchtegernstars schreien ein Liedchen mit wenig Text, da sie nicht singen können und schiefer klingen als Daniel Kübelböck je klang. Dazu eine Musik, die im ersten Song noch ganz witzig war, nu aber einfach für Song 2-x kopiert wurde. Ich finde 2 Sterne noch deutlich zu viel. tatu kennt in 2 Jahren niemand mehr.