Nothing Else Matters (Single) - Metallica

Erfahrungsbericht über

Nothing Else Matters (Single) - Metallica

Gesamtbewertung (34): Gesamtbewertung Nothing Else Matters (Single) - Metallica

 

Alle Nothing Else Matters (Single) - Metallica Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


|3| Nothing else Metallica

5  04.04.2004

Pro:
Anspruchsvolle Ballade, mit faszienierenden Klängen, aussagekräftigen Lyrics und einem sympathischen Video .  Ein Song für jeden, der Musik liebt !

Kontra:
Nicht so hart, schnell, laut wie vorangegangene Metallica - Songs .  Aber muss das?

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

mehr


LeAdeR-of-LuSCHen

Über sich: Danke fürs Reinschauen, meldet euch ruhig! <kleiner-Deng@gmx.net>

Mitglied seit:06.12.2003

Erfahrungsberichte:32

Vertrauende:12

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 82 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

|Intro|
Mein erster Bericht im neuen Ciao soll meine alte Serie fortführen und sie gleichsam in eine neue Ära geleiten. Dabei handelt es sich um die größten Hits Metallicas, die ich nach „One“ und „Whiskey In The Jar“ nun mit dem Kracher „Nothing Else Matters“ ergänzen möchte. Diese Ballade, welche mit einer unglaublichen Verkaufszahl von fünfzehn Millionen Mal auch den kommerziellen Durchbruch der Band 1992 bedeutete, sollte zwar jedem noch irgendwie im Gedächtnis sein, doch ebenso lohnen, sich noch einmal vom Neuen mit ihr zu beschäftigen.

Da meine Absichten zuletzt wohl etwas missverstanden und fehl interpretiert wurden, möchte ich an dieser Stelle erst noch einmal etwas weiter ausholen, um jeden meine Beweggründe sowie die Intention meines Berichte näher zu bringen.
Zwar setze ich diesen in die Kategorie der Singles, werde ihn aber allein auf den allein stehenden Song samt der Lyrics, seiner musikalische Umsetzung, dem dazugehörigen Video sowie einem Interpretationsansatz zum Gesamtwerk untersuchen. Aus diesem Grunde geh ich auch nicht groß auf die Single an sich ein, da für mich allein „Nothing Else Matters“ im Mittelpunkt dieses Berichtes steht.
Darüber hinaus bin ich jedoch gewillt meinen Bericht möglichst übersichtlich zu gestalten, damit jeder nur das liest, was ihn interessiert und andere Teile bequem überspringen kann. Schließlich ist es mir schon bewusst, dass sich nicht jeder, schier unzählige Seiten zu Metallica zu Gemüte führen möchte. Also bitte ich euch abschließend mein Vorhaben zu respektieren und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.


|Band|
James Hetfield | 03.08.1963, Los Angeles | Vocals, Guitar
Kirk Hammet | 18.11.1962, San Francisco | Guitar
Jason Newstead | 04.03.1963, Battle Creek | Bass
<- mittlerweile durch Robert Trujillo ersetzt
Lars Ullrich | 26.12.1963, Gentofte (Dänemark) | Drums

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der Metaller im Dezember 1981, als die Schulfreunde Hetfield und Ulrich beschließen die Band "Norwalk", dessen Name später nach einem Heavy-Metal-Magazin in Metallica geändert wurde, zu gründen. Ihr Debutalbum "Kill Em All" wurde noch mit Hilfe von Gitarrist Dave Mustaine und Cliff Burton eingespielt. Egozentriker Dave Mustaine verlässt jedoch kurze Zeit darauf die Band und wird durch Kirk Hammet ersetzt. Auch muss man sich 1986, nach dem Erscheinen ihres Hitalbums "Master Of Puppets", von Bass-Legende Cliff Burton verabschieden, als dieser bei ihrer ersten Europa-Tour als Headliner mit dem Tourbus tödlich verunglückt. Seinen Platz nimmt zwei Monate später der talentierte Jason Newstead ein.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten sorgte spätestens ihr Chartbreaker "Nothing Else Matters" auf dem 1991 erschienenem schwarzen "Metallica" Album für den endgültigen kommerziellen Durchbruch. Nach den weiteren heavy Scheiben "Load" und "Reload" schlugen sie jedoch mit dem Coveralbum "Garage
Bilder von Nothing Else Matters (Single) - Metallica
  • Nothing Else Matters (Single) - Metallica Bild 10744 tb
  • Nothing Else Matters (Single) - Metallica Bild 10747 tb
  • Nothing Else Matters (Single) - Metallica Bild 10748 tb
Nothing Else Matters (Single) - Metallica Bild 10744 tb
Metallica
Inc." und dem 1999er entstandenem "S&M", das komplett mit dem 108-köpfigen San Francisco Symphony Orchestra aufgenommen wurde, eher ruhigere Töne an..
Doch anstatt, dass nun Ruhe einkehrt stehen weitere Krisenzeiten Metallica ins Haus, als Newstead im Januar 2001 nach 14 Jahren, 6 Alben und 55 Millionen verkaufter Tonträger sowie etlichen Querelen seinen Ausstieg verkünden lässt. Darüber hinaus macht die zunehmende Alkoholsucht Hetfields ein Arbeiten am neuen Studioalbum unmöglich, worauf es zu einer Pause auf ungewisse Zeit kommt. Zu dem Zeitpunkt sah es nicht gut um diese Metalband aus, bis vier Monate darauf der vollkommen genesene Hetfield zurückkommt und die Band durch den hervorragenden Robert Trujillo, der zuvor für Ozzy den Bass gezupft hatte, ergänzt wird. Die Arbeiten werden fortgesetzt und finden am 5. Juni 2003 mit "St. Anger" ihren Abschluss, das sogleich das brachiale Comeback von METALLICA darstellt.

1983 – Kill Em All
1984 – Ride The Lightning
1986 – Master Of Puppets
1988 – And Justice For All
1991 – Metallica
1996 – Load
1997 – Reload
1998 – Garage Inc.
1999 – S&M
2003 – St. Anger

www.metallica.com
www.metallica.de/Metallica.html


|Song|
„Nothing Else Matters“ war Metallicas erste und bis heute noch beeindruckenste Ballade. Erstmals weichen sie hiermit von ihren „Schneller, Härter, Lauter“ Ambitionen der vorangegangenen Werke ab, um einen Song voller Gefühl und Stimmung zu inszenieren. Gerade dadurch wurde das Black Album auch zu einem solchen Megaerfolg und Metallica zum festen Bestandteil eines jeden Mental-Liebhabers. Einige Jahre später, sprich 1999, fand die Single auch ihren Platz auf dem legendären S&M Album. Hier wurden einige Songs noch mal zusammen mit dem San Francisco Symphony Orchestra eingespielt und erhielten einen neuen Glanz. Doch jetzt erstmal zum eigentlichen Song:

Es beginnt mit einem langsamen und sanften Gitarrensolo in E-Moll, das gerade durch seine Einfachheit und Eingängigkeit besticht. Einmal im Sinn kann sich kaum einer dieser zarten Töne entziehen, die einen immer mehr in eine fremde Welt entführen. Man wird ruhiger, emotionaler und bereit für die ersten Worte.

Denn auch Hetfields Stimme klingt unerwartet sanft und einfühlsam, wenn er vor den Drums und Gitarren im Hintergrund fast nur zu sprechen scheint. So verbleibt der Rhythmus eine längere Zeit sehr monoton ruhig, bis Hetfield erstmals mit seiner Stimme ausbricht, um ihr zusätzliche Stärke und Intensität zu verleihen. Obwohl sich sein Gesang hier fast zu Schreien entwickelt bleibt seine Stimme idyllisch und leicht. Die Silben werden länger und die Musik kraftvoller.

Dann folgt ein Instrumental, welches das Lied aufschlüsselt. In diesem wird es wieder sehr besinnlich, indem man sich komplett den taktfesten Drums und exzellenten Akkorden hingeben kann. Aus dieser Tiefe taucht jedoch bald wieder Hetfields Stimme auf, die abermals an Ausdruckskraft gewonnen zu haben scheint. Zwar wiederholt sich der Text nun, was aber trotzdem nicht stumpfsinnig oder langatmig wirkt. Dafür sorgt schon Hetfields variable und feste Stimme, die nun immer mehr anschwillt, um sich letzten Endes zu einem fast brachialen „Yeahah“ hinreißen zu lassen. Dieser Ausruf bildet dann auch den Auftakt für ein weiteres Instrumental, welches nun weit stärker vorgetragen wird. Gerade die Gitarre geht hier in einen sehr hohen Part und überschwemmt den Zuhörer mit ihren gewaltigen Klängen. An dieser Stelle kann man besonders Metallicas Vergangenheit raushören, die Kraft mit Instrumentalbeherrschung geschickt zu verbinden wusste.

Doch wird es kurz darauf noch einmal besonders ruhig. Hetfield haucht ein letztes Mal die entscheidenden Zeilen des Chorus ins Mikro, bevor das bekannte Gitarrensolo ein immer leiser werdendes Outro zum Abschluss spielt.


|Lyrics|
In dieser traurigen und bedrückenden Stimmung stehen die eingängigen Lyrics an zentraler Stelle. Denn durch die vielen Wiederholungen bis zum Klimax hin wird einem schnell klar gemacht, welche Lebensphilosophie hinter dem Meisterwerk steht.

MetallicA – Nothing Else Matters [6:29]

So close no matter how far
Couldn't be much more from the heart
Forever trusting who we are
And nothing else matters

Never opened myself this way
Life is ours, we live it our way
All these words I don't just say
And nothing else matters

Trust I seek and I find in you
Every day for us something new
Open mind for a different view
And nothing else matters

Never cared for what they do
Never cared for what they know
But I know

So close no matter how far
Couldn't be much more from the heart
Forever trusting who we are
And nothing else matters

Never cared for what they do
Never cared for what they know
But I know

Never opened myself this way
Life is ours, we live it our way
All these words I don't just say
And nothing else matters

Trust I seek and I find in you
Every day for us something new
Open mind for a different view
And nothing else matters

Never cared for what they say
Never cared for games they play
Never cared for what they do
Never cared for what they know
And I know, yeahah

So close no matter how far
Couldn't be much more from the heart
Forever trusting who we are
No nothing else matters


|Intention|
Bin mir sicher, dass fast jeder diesen Song kennt, und ebenso überzeugt, dass auch viele ihn schon unzählige Male mitgeträllert haben. Klar, der Song ist einfach, der Rhythmus mitreißend und die Lyrics wiederholen sich so oft, dass man irgendwann mitsingen muss. Doch beim genaueren Hinhören drängt sich doch schnell eine gewisse und ausdrucksstarke Intention auf. Die erzeugte Stimmung wirkt gerade durch die langsamen und sanften Töne leicht traurig, melancholisch, aber auch nachdenklich. Und hierin besteht der gewünschte Ausgangspunkt, von dem aus die Lyrics wirken wollen.
Wenn die Zeiten schwer erscheinen und man von Problemen überrollt wird ist es wichtig man selbst zu bleiben. Man muss an sich selbst und seine Fähigkeiten glauben, auf seine Freunde vertrauen und sich nicht um die Aussagen oder gar Beschimpfungen Dritter scheren. Natürlich braucht es Mut man selbst zu bleiben, Kraft neue Wege zu suchen und sich selbst zu verwirklichen, doch es lohnt sich. Jeder hat es für sich in der Hand sein Leben so zu gestalten wie es ihm gefällt, und nicht wie es Andere gerne hätten: „Never cared for what they do - Never cared for what they know - But I know“
Es braucht seine Zeit bis man versteht, worauf es im Leben ankommt. Aber irgendwann sieht man hoffentlich ein, dass man sich selbst finden und verwirklichen muss. Anpassung macht einen nicht glücklich. Sei Du selbst „And nothing else matters“!!!
So verheißt immer wieder die Schlusszeile der Strophen und bringt bei diesem Lernprozess während des Songs immer deutlicher und lauter zum Vorscheinen, wofür auch Metallica selbst einstehen. Denn insbesondere mit dem „Black Album“ haben sie eine vollkommen neue Richtung eingeschlagen, die viele alteingesessene Fans nicht gutheißen konnten. Sie wollten Metallica hart und laut, nicht nachdenklich und sanft. Doch gehört das eben so zu ihnen wie der andere Teil „And nothing else matters“.


|Video|
Das Video ist ebenso schlicht wie der Song. Keine aufwendige Story, keine Specialfx wie man sie heute gerne sieht. Einfach nur Metallica, die zeigen wie sie sind. Dazu wurde einfach Material zusammengeschustert, das die damals noch langhaarigen Metaller bei Aufnahmen in ihrem damals noch kleinen Studio zeigt.

So beginnt er, passend zum dem Gitarrenintro, erstmal mit den Vorbereitungen. Man sieht wie das Equipment reingetragen, die Gitarre gestimmt oder Ulrichs Hände getapt werden. Dann kommt ein Schwenk über alle vier Bandmitglieder, bevor sie dann beim Erklingen der Stimme konzentriert ihre Instrumente spielen. Die Atmosphäre wirkt sehr locker, da der Aufnahmeraum absolut ungekünstelt und unaufgeräumt wirkt, doch ebenso angespannt durch die ernsten und konzentrierten Mienen.

Aufgelockert wird die Stimmung jedoch durch kleine Einschübe, die Metallica außerhalb der Musiziererei zeigen. So gibt Ulrich beispielsweise Autogramme und Newstead spielt mit Gitarre um den Hals ne Runde Basketball. Auch bleiben einem nicht weitere Einblicke hinter der Kulisse verwährt, da man sowohl das Scirpt zu „Nothing Else Matters“ als auch das riesige Mischpult zu sehen bekommt. Gerade durch ihre ungekünstelte Erscheinung machen sie einen sympathischen Eindruck, da sie sich weniger als die Gods of Metal als nur als einfache, junge und verrückte Männer darstellen.

Entsprechend dem Anfang wird der Song gegen Ende wieder leiser und alle lösen sich allmählich von ihren Instrumenten. Insgesamt bringt das Video damit ihre zwei Seiten zum Ausdruck. Einmal im Studio, in dem sie höchst konzentriert ihren Song einspielen und zum Anderen ihre verspielte, verrückte Seite außerhalb dessen. Es zeigt einfach wie Metallica ist und nicht, wie Andere sie vielleicht haben wollten und unterstreicht damit nochmals die Message ihres Songs.


|Outro|
Für mich ist „Nothing Else Matters“ die perfekte Ballade. Die Musik ist eingängig und stimmungsvoll, das Video authentisch und angemessen, und die Lyrics tiefsinnig und aussagekräftig. Auch Nicht-Metal-Fans können sich hier ganz diesem Meisterwerk hingeben, ohne Angst vor Schreiausbrüchen oder sinnlosen Instrumentquälereien haben zu müssen. Metallica hat hiermit außer Frage ein ganz großes Stück Musik geschaffen! Absolut hörens/sehens/empfehlenswert!


|by LeAdeR-of-LuSCHen – 4.04.04|

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Qwastaccia

Qwastaccia

23.08.2004 01:55

... das erste Mal, dass ich tatsächlich einen Beitrag nicht komplett gelesen habe; du lädst derart gekonnt dazu ein, wirklich NUR das zu lesen, das einen interessiert, dass ich es wirklich getan habe. Echt gekonnt und entsprechend übersichtlich gestaltet! .... Deine Interpretation des Stücks gefällt mir und spricht mich an! Nachvollziehbar rübergebracht! ... Stimmt: auch für mich als Nicht-Metal-Fan gehört diese Stück zu den 'perfekten Balladen': auch ich träller gerne mit; rspkt. höre gerne hin .....

PetitSoleil

PetitSoleil

25.07.2004 14:29

stehe nicht so auf metallica aber das lied ist einfach wudnerschön!!!! besonders die streicher machen das lied perfekt!

Doris_

Doris_

22.07.2004 22:19

Für diesen Bericht muss ich wirklich ein bh geben. LG, Doris

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Nothing Else Matters - Metallica Metallica - Nothing Else Matters, null Metallica (DVD) Nothing else matters [Single-CD] - Metallica
Nothing Else Matters -​ Metallica Metallica -​ Nothing Else Matters, null Metallica ​(DVD) Nothing else matters [Single-​CD] -​ Metallica
Amazon.de Marketplace Musik Weltbild Amazon.de Marketplace Musik
€ 44,79 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 32,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 17,95 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: Kostenlose Lieferung
mehr
Versandkosten: 3.​99
mehr
Versandkosten: 3.​00
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
Amazon.​de Marketplace Musik Weltbild Amazon.​de Marketplace Musik
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 4308 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (10%):
  1. PetitSoleil
  2. Doris_
  3. DJ_Skip
und weiteren 5 Mitgliedern

"sehr hilfreich" von (88%):
  1. SebiPokemon
  2. Qwastaccia
  3. Jonnylove
und weiteren 69 Mitgliedern

"hilfreich" von (2%):
  1. Stepnwolf
  2. helden_gesucht

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.