<< Lad’ dir mal von krezip I would stay und Fine. Klasse Balladen >>
Ja, so ungefähr hats angefangen. Ein guter Vertrauter (*zwinker*) hat mir ein paar Kazaatipps gegeben. Habe sie natürlich sofort runtergeladen und ich war wirklich hin und weg. Weitere Downloads folgten dann, wo ich dann feststellte, dass es ja eher Rock ist, der mir aber durchaus gefällt! Also machte ich mich auf, zu dem fernen amazon.de und bekam ein Exemplar für 12,99 €.
In dem Bericht werde ich auf die Musikstile der Songs eingehen und versuchen, die Texte etwas zu deuten (was wirklich nicht einfach war – ist wie gesagt „Meine Sichtweise“).
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Krezip – die Band
Die Band besteht aus dem Vocal Team: Jaqueline Govaert und Annelies Kuijsters
- dem Gitarrenteam: Anne Goveart und Annelies Kuijsters
- Bass: Joost van Haaren
- Drums: Thijs Romeijn
Ihre Songs bestehen aus simplen Texten, jedoch dafür selbst geschrieben von der Leadsängerin Jaqueline G. Teilweise wird sie von Annelies K. unterstützt. Bereits von mehreren Jahren haben sie ein privates Album „Run around“ aufgenommen, welches sie auch selbst produzierten. Als man dann auf die 5-köpfige Gruppe aufmerksam wurden, nahm sie unter Vertrag und bannte 13 Songs auf eine CD – „Nothing less“. Inzwischen haben sie ein weiteres Album auf den Markt gebracht, genannt „Days like this“. Sie zeichnen sich durch die vielfältigen Songs aus: von Poprock bis Rockballaden über Rock, alles dabei. Außerdem auffallend: die Stimme von Jaqueline. Sie ist wirklich kräftig und bezaubernd schön, kommt in die tiefsten und höchsten Ecken der Songs. Wo Gefühl her muss, bringt sie es mit in den Song ein. Bei Rocksongs ist es dann anders rum. Zur Grundausstattung der Musik gehören eigentlich die (E-)Gitarren und die Drums. Bei langsamen Liedern greift Jaqu. Öfters mal zum Klavier, was dann einfach nur noch traumhaft ist ^_^.
< Krezip – Nothing less >
1. All unsaid
In dem Song wird zunächst kräfitg aufs Schlagzeug gehauen. Danach setzen kräftige Gitarren Schläge ein. Der gesamte Song wird von einer Gitarre und Keyboard begleitet.
In dem Text geht es um eine Person, die sich an jemanden klammert, in der Regel unfähig ist, etwas selber auf die Beine zu stellen. Mit dieser Person war „man“ mal zusammen, „man“ hat alles versucht, aber die Beziehung war nicht zu retten. Ich denke mal aus dem angegeben Grund. Anderer seits hat „man“ auch wiederrum versucht, etwas zu retten, jedoch erfolglos.
„Did all I could but your heart is empty“ | “well I won’t let it come that far”
2. Won’t cry
Diesmal klangvollerer E-Gitarren leiten in diesen Up-Tempo Song ein. Diese sanfte Stimme macht das Stück fast zu einer Up-Tempo Ballade. Gesungen wird dieses Stück wieder mal alleine von der Leadsängerin. Hier wird ihre Stimme Refrain richtig gefördert.
Zum Textinhalt. Eine Person hat einen Fehler begangen, symbolisch legt er sich eine Bandage an, doch diese wird ihm nicht helfen, das zu vergessen. Die Person kann vor der Klärung des Problems nicht ewig weglaufen. Außerdem soll hier das getan werden, was man für richtig hält und nicht das tut, was die anderen sagen.
„You just can't keep gnashing your teeth forever“ | “It ain't the way it works”
3. Give my life
Die erste Strophe lang hört man ein leises Gitarrenspiel. Später setzt dann das Schlagzeug ein und alles wird wieder rockiger. Kurz vor dem Refrain steigert sich alles zu einem kleinen Trommelwirbel. Das macht das Tempo des ganzen Songs aus.
Besungen wird in diesem Song eine enge Freundschaft, die man auf keinen Fall aufgeben möchte. Wenn man sich dann vorstellt, wie es wäre, wenn diese wichtige Bezugsperson nicht mehr das Leben mit einem teilt, würde es sich alles verändern. Die Person hat einen positiv beeinflusst und gestärkt, man macht Dinge, die man sich vorher nie getraut hat.
„Keep on running before I hide with you“ | “I hope this is our best time”
4. I would stay
Leichtes Pianofeeling, ihre Stimme. Alles traumhaft. Zwei sich offenbar ergänzende Medien. Mehr braucht es in dieser Ballade nicht. Die Geige versüßt den Refrain leicht. Im letzten Teil des Songs kommt sogar ein weitere weiblicher Part zum Zug.
In diesem schwierigen Text geht es um Weiterentwicklung, nicht auf einem Punkt zu bleiben und dem Nacheifern. Man muss versuchen, lernen, weinen, herausfinden, dass man „sich“ selbst sein kann und sich auch selbst treu zu bleiben. Wegen dem mangelnden Selbstvertrauen und den Leuten, die einem im Wege stehen, hat man Angst, Schritte zu tun, die ins Ungewisse gehen. Jedoch täte man das nur für eine Person, weil diese die einzige, die man sieht, für die man so geworden ist.
„And if I could, I would stay, stay if they’re not, in my way“ | „I grow up to be just like you“
5. Protection
Wieder einmal harte rockige Klänge. Die E-Gitarren auf Höchstleistung, der Drummer in Rage. Dieser äußerst rockige Song beinhaltet einen für diesen Musikstil untypischen Text. Von Anfang bis Ende wird eigentlich ein und die selbe Tonlage gehalten. Gitarren und schneller Gesang bilden ein passendes Zusammenspiel.
Als ich den Text hierzu gelesen habe, wusste ich nicht so recht, ob das der richtige Songtext dazu ist. Denn das Thema ist eigentlich ein ernstes, und sowas erwartet man von einem Rocksong eher nicht. Eine Frau, die ihre Kinder weggegeben hat, weil sie Geld brauchte um zu überleben. Was immer der Text auch bedeutet, es werden hier viele ernste Themen angesprochen. Eine Frau, die in ihren jungen Jahren nicht leben konnte, wie sie durfte, heute ihre Kinder verkauft hat und nach eigenen Gesetzen lebt, die illegal sind.
„It was their mother, she made them scream“ | “she has to put on make-up again”
6. Why do I
Anfangs spricht die Frontfrau der Band nur den Text ins Mikro, langsam wird sie aber einer Gitarre unterstützt. Im Refrain sind einzelne Schlüsselworte durch erneutes Zupfen und Hämmern unterstützt.
Hier wird über eine gewisse Abhängigkeit einer Person gesungen. Entweder ist sie durch bestimmte Dinge abhängig, oder liebt ihn. Aber in Wahrheit ist diese Person nicht viel mehr als man selber, doch man baut viel auf sie. Man vertraut ihr alles an, sie bedeutet einem sehr viel.
„You are nothing more than me, but you mean too much to me“ | “I swear”
7. Thought that you would be
Keyboardklänge läuten ein nun wieder langsameres Lied ein. Die Stimme wirkt schlicht. Auch hier setzt das Schlagzeug erste gegen Refrain ein. Diese Töne sind aber gedämpfter. Im Chorus setzt manchmal noch eine zweite Stimme ein.
Der Songtext befasst sich mit der Täuschung in einer Person, welche einem viel bedeutet hat. „Er war mein König“, doch die Dinge die diese Person danach sagte, waren verletzend. Sie hat sich als jemand anderen ausgegeben und ein falsches Spiel gespielt. Nun hat man dieser Person gesagt, was „abgeht“, logischerweise steht man jetzt alleine da, ohne sie.
„I've always seen you like a saving angel“ | “and it hits me like a rock - you're gone”
8. Get it on
Auf der Gitarre werden nur zwei simple Saiten gespielt, der später einsetztende Beat ist ebenfalls eingeteilt. Wie gewohnt wird es im Refrain rockiger, das ganze nimmt dann danach etwas ab. Die Stimme(n) ist/sind mal wieder vorzüglich.
Die ersten Zeilen des Textes scheinen wie aus einer romatischen Nacht zu stammen. Er macht ihr Komplimente, beide genießen diese Nacht. Doch irgendwie bricht er ihr das Herz, und das weiß er auch. Manche sagen er soll es tun, manche halten ihn aber auch davon ab. „Sie“ ist naiv und leichtgläubig, sieht in ihm das Gute in Person, obwohl er teils nicht ist, sie schlecht behandelt etc.. . Er hat sie in seinen Händen und kann machen was er will.
„It worked again, you know how to get her this far“ | “break her heart - you can”
9. Everything and more
Ein Klavier, zwei Stimmen, Gänsehautgefühl. Dass diese Ballade im Laufe des Liedes noch ziemlich Schlagzeugunterstützung bekommt, ahnt man nicht.
Nach einer Trennung, wissen beide Betroffene nicht wie sie mit einander umgehen sollen. Der eine versetzt sich in den anderen herein, der andere trauert hinterher. Es wurden Fehler gemacht, Gespräche geführt und Schmerz erzeugt. Hier halten sich Verständnis und Einfühlsamkeit die Waage. Man erinnert sich an die alten Zeiten, wo man eins war.
„You're not the only one that gives a damn“ | “I'm now searching for a better way”
10. Happy now
Die anfänglichen Gitarrenschläge verpuffen leise und langsam, bis die altbekannte Stimme der Sängerin erklingt. Die Basstöne erzeugen eine atmosphärische Spannung im Hintergrund.
Happy now behandelt eine Art Zurückhaltung zwischen zwei Menschen. Jemand zieht sich von einem anderen zurück, wegen Meinungsverschiedenheiten. Man fragt sich aber trotzdem noch, wie es der Person geht. Ob nun weitere Gründe dahinter stecken weiß ich nicht, jedenfalls versucht man sich der Person wieder zu nähern. Und sie macht nun Dinge durch, die man vorher prophezeit hat.
„I just want to know are you happy now, by chance want to see, see you one more time“
11. I’ll be gone
Zärtliche Gitarrenzupfer leiten in diesen schönen ruhigen Song ein. Was sofort auffällt, sind die unterschiedlichen Stimmen der zwei Schwestern, welche direkt am Anfang zum Einsatz kommen. Ein brasilianisches Flaire wird durch die „Buschtrommeln“ vermittelt.
Der Text überrascht mit einem merkwürdigem Aufbau. Alleine gelassen von den Freunden oder anderen Personen steht man auf, und alles ist kalt. Jemand schmiert einem Honig um den Mund, sagt wir ähnlich er ihm doch sei, und dannach ist alles wieder anders, und man erkennt, dass man sich gar nicht verändert hat.
„I'm not likely to be you, everybody said I would, now I know I'm not“ | “I feel ripped”
12. Let it go
Das letzte schnellere Stück auf dieser CD ist “Let it go”. Was mir besonders gut gefällt, ist das Wegfallen der Instrumente im Refrain (teilweise), so dass die Frontfrau manchmal alleine singt. Trotz dessen, dass es ein Rocksong ist, hebt er sich erneut von den anderen Songs ab.
Hier dreht es sich um ein Mädchen, dass Probleme mit sich selbst hat. Sie ist alleine und kann keinem trauen. Das, was sie tat, ist für keinen von Bedeutung. Ob sie mit jem. Geschlafen hat kümmert keinen. Immer auf sich alleine gestellt, suchend nach der Nähe und Wärme zu anderen Personen, muss sie ihren Weg stets alleine gehen. Heute sagt man ihr, dass sie später zurück sehen soll, und sich jetzt einfach „befreien soll“.
„Being, alone, there is no one you can trust“ | “Try to see it all someday”
13. Fine (+ Run away)
Dieses Lied ist mein Lieblingslied auf der knapp 46 Minuten langen CD. Simple Klavierbegleitung unterstützt die kräftige Stimme samt den Streichern (Geige), welche ab Refrain zum Zuge kommen.
Fine beschäftigt sich erneut mit der Situation nach einer Beziehung. Das Aus kam aufgrund einer Veränderung. Unsicherheit und Angst davor, die falsche Entscheidung getroffen zu haben, sagt man nun, dass alles keinen Sinn mehr hat. Man fühlt sich wohl, obwohl man lieber mit seinem „Ex“ zusammen wäre, gibt ihm die Hand, um wieder das Vertrauen zu erlangen. Gleichzeitig stellt man aber auch fest, dass man ohne ihn schwächer ist. Das Interesse an einer Wiederauferstehung der Beziehung beruht jedoch nicht auf Gegenseitigkeit.
„I haven't got a clue If I'm handling this right” | “I decided not to be with you”
Lässt man die CD noch 1 Minute weiter laufen, ertönt auf einmal eine kurze acapella Version. „Run away“, heißt das Stück, in dem die Stimmen der beiden Schwestern am Ende so richtig zur Geltung kommen. Erstaunlich, wie schön Musik ohne Musik sein kann.
Cover / CD
Auf der Version die ich besitze, sind vorne die 5 Bandmitglieder abgebildet. Zusammen stehen sie vor alten Mehrstockhäusern und schauen in verschiedene Richtungen. In dem oberen roten Balken steht dann Krezip, etwas weiter rechts taucht der Albumtitel „Nothing less“ auf. Zieht man das Booklet aus der Hülle, kann man es 6 mal ausfalten (waagerecht). Von 1-13 sind alle Songtitel hier abzulesen. Die Texte sind alle klein geschrieben und durch Sternchen getrennt, falls sich der Refrain z.b. wiederholt. Der untere Rand des Songbooklets stellt eine Panoramaansicht der einzelnen Mitglieder dar, welche alle ein Bild ergeben (man muss jeweills 2 Seiten zusammenfügen). Natürlich stehen die Danksagungen und die Verweise auf die Webiste der Band auch am Ende des Heftchens. Die CD selbst ist mit weißen Mustern versehen. Entnimmt man sie aus der Halterung, steht der Text des Outros, auf roten Untergrund geschrieben, in zwei Zeilen da.
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Surf-Tipps:
www.krezip.com
www.krezip-theband.de
www.wea.de/media2/krezip/krezip_live_v_full.ram (Livekonzert, 1,03 Std.!!!)
Meine Meinung:
„Schade“ und „Juhu“, dass sie hier nicht so sehr bekannt sind. Schade, weil sie deshalb so selten zu sehen sind, und Juhu, weil sie dann weiterhin so tolle Musik machen. Würden sie bekannter sein, bekämen sie irgendwelche Texte auf den Tisch geknallt, die sie dann singen müssen. Und gerade diese Standhaftigkeit in der Musik zeichnet die Band aus den Niederlanden aus. Zwar sind die einfachen Texte schwer zu deuten, denn manchmal kommen wirklich nur 4 aussagekräftige und verschiedene Zeilen in einem Lied vor. Aber wenn man bedenkt, dass sie die Songs selber geschrieben hat und „Protection“ wirklich „ernst“ ist, sieht man darüber hinweg. Ein großer Traum wäre es, Krezip mal live zu sehen, im Publikum zu stehen und mitträllern. :-)
Musikalisch gefällt mir wirklich alles. Egal ob es vollkommener Rock ist oder eine schnulzige Ballade. Das Zusammenspiel zwischen Stimme und den Instrumenten ist perfekt ausgewogen und ergibt ins gesamt ein Album, auf dessen Besitz ich stolz sein kann ;o). 5 Sterne...
13.03.2004 21:02
Find ich ja cool das hier noch jemand Krezip kennt. Ich schreib demnächst auch mal einen Bericht. Deiner ist gut also sh! Gruß Besoin.
13.09.2003 22:33
*BriefkastenHungerhat*, freundlichst erinnere...
24.08.2003 01:49
So, datt sind die also von Deinen Musikwünschen :-). Grüßle Ralf