Ja was denn nun?
21.09.2005
Pro:
rockige Platte, gute Songmischung, geniale Stimme
Kontra:
kein richtiger Schwachpunkt, zwei Songs sind erst nach mehrmaligem Hören gut
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Jxxxxxxx
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:243
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 94 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich muss jetzt ganz einfach mal wieder über eine CD schreiben… (auch wenn mein letzter Musikbericht fast zwei Jahre her ist…) Dieses mal über eine Interpretin, die wohl die Geister scheiden mag… DAS ALBUM
1. I'll figure it out Tiefer Bass zu Beginn des Liedes, dann eine schnelle, rockige Melodie von Schlagzeug, Gitarre, Piano und eine leicht heiser klingende Lisa Marie Presley (LMP) singt heftig, ja fast aggressiv los - der Refrain "I'll took me all my life to finally figure out…" kommen ebenso heftig rüber. Nach dem zweiten Refrain eine leicht wehmütig klingende LMP, die die Bridge bevor eine instrumentale Bridge folgt und LMP nochmals zum Refrain ansetzt. => Cooler Opener 2. Turbulence Eine Keyboard-Melodie und ein sanftes Schlagzeug zum Intro, dann beginnt LMP sehnsüchtig zu singen - sie haucht teilweise den Text fast ins Mikro - beim Refrain kommen die Gitarren zum Zug und sie klagt äusserst wehmütig und sehnsüchtig die Lyrics des Refrains ins Mikro. Der Song geht zur zweiten Strophe über und die Gitarre kommt hier etwas stärker, der Text kommt hier auch weniger wehmütig, dafür umso trauriger rüber… => ein wunderschön melancholisches Lied.
3. Thanx Schlagzeug-Intro mit Gitarre und sanftem Piano und eine erstaunlich normal, ja fast frisch klingende LMP die begleitet von Gitarre und Bass die Lyrics der ersten Strophe. Im Refrain dann eine etwas aggressivere Melodie, während LMP anklagend die Stimme hebt. Danach geht's zurück zu der nomalen Stimme, die jetzt nicht mehr frisch sondern etwas heiser klingt, die Gitarre geht etwas zurück, dafür umso mehr Piano. => Ein schöner, wenn auch leicht wehmütiger Song. 4. Shine (Duett mit Pink) Keyboard, Schlagzeug und Gitarre zum Intro - und eine sehr sanfte und äusserst nüchterne LMP singt die Lyrics der ersten Strophe - in der Hälfte wird sie von Pink unterstützt, die ab jetzt gemeinsam die Lyrics singen - auch im Refrain, welcher in einem wunderschönen zweistimmigen "…but I'll blow your mind, I'll blow your mind…" endet. Dann geht's zur nächsten Strophe - wieder im Duett und im Hintergrund jammert die Gitarre heulend und wehmütig auf. => Gelungene Ballade und erstaunliches Duett der Ladies.
5. Dirty Laundry Ein bisschen Hektik zum Intro, dann Gitarre und Schlagzeug vermischt mit Bass und Keyboard und eine äussert klar und leicht anklagende LMP die die Lyrics ins Micro redet… Es handelt sich auch beim zweiten Teil der Strophe fast eher um Sprechgesang, bevor es dann mit "Kick'em when they're up, kick'em when they're down" und leicht rockiger Gitarre in die nächste Stufe geht. Danach singt LMP klar und anklagend die nächste Strophe. Die Melodie passt sich der jeweiligen Stimmung der Lyrics an. Äusserst strange die männlichen Background Lyrics - doch dann ein Gitarrensolo in bester Rockmanier und eine rockige LMP die die letzte Strophe singt => etwas gewöhnungsbedürftiger Song, der aber immer mit jedem Hören besser wird :-) 6. When you go Wehmütig heuelende Gitarre, sanft klingendes Schlagzeug und die traurig und eher melancholische Stimme von LMP, welche die Lyrics ins Mikro flüstert - im Refrain dann Wehmut pur - unterstützt von einer melancholischen Gitarre: "Wehn you go a feeling that chokes, when you go a fever that soaks…" - man glaubt den Schmerz fast zu spüren… In der zweiten Strophe etwas gute alte Hammond-Orgel im Hintergrund, das verleiht der Traurigkeit noch ein bisschen mehr Gewicht. => Absolute Hammerballade!
7. Idiot Ein sanftes Intro - ohne Instrumente - und man glaubt schon die nächste Ballade zu hören, doch dann, weit gefehlt: rockige Gitarre, klampfender Bass und ein schnelles Schlagzeug und eine äusserst aggressive LMP die anklagend Wort für Wort der Strophe ins Mikro singt - ja fast schreit…. Im Refrain wird sie ein Spürchen sanfter, kommt aber noch immer ziemlich heftig rüber - verstärkt durch die eingehende Melodie! =>guter, alter Rock! 8. High enough Fast sphärisches Keyboard-Intro, dann eine anklagende Gitarre und ein langsames Schlagzeug und LMP die die Lyrics ins Mikro nuschelt, so dass man schon ganz gut hinhören muss… sehr düster und melancholisch kommt die Strophe rüber und wechselt dann in einen noch immer düsteren Refrain, der von sphärischem Keyboard unterstützt wird - doch kommen die Lyrics klarer, allerdings noch wehmütiger als in allen zuvor gehörten Songs…. => nach mehrmaligem Hören entwickelt sich der Song in eine tolle Ballade…
9. Turned to black Gitarren-Intro, gefolgt von Schlagzeug und einem "Uuuh aaahhh" von LMP, bevor sie klar und deutlich die Lyrics der ersten Strophe hinjammt - immer wieder mal ein fast nicht dazu passendes Keyboard, das Akzente setzt, dann Background Lyrics die den Worten der Strophe mehr Gewicht geben - und dann ein kurzer aber markanter Refrain - unterstützt von starkem Keyboard. Hier singt LMP für einmal klar und deutlich, ohne zu viel in ihre Stimme hineinzugeben. => schönes Lied 10. Raven Eine Kinderstimme zu Beginn des Songes (scheinbar ist das LMP als Kind aufgenommen), dann eine sanfte Melodie und die sanfte, ja fast wieder kindlich klingende Stimme von LMP, die fast vorsichtig die Lyrics bringt und dann ein wunderschöner Refrain mit wieder etwas Wehmut, unterstrichen durch Gitarre und Keyboard. Der Song wird etwas lauter und rockiger, dennoch singt LMP die Lyrics weiter recht sanft und genau das gibt dem Song das gewisse Etwas. => gelungene Mischung aus Ballade und Popsong.
11. Now what Gitarren-Intro in Südstaaten-Romantik - eine heiser klingende LMP beginnt mit den Lyrics und im ersten Moment denke ich an Sheryl Crow… so ähnlich tönt nicht nur die Stimme, sondern auch der Song - im Refrain klagt LMP dann an, beziehungsweise rechnet sie ab (mit wem auch immer)…. Unterstützt wird diese Abrechnung von Keyboard und Streichern… => Eine wunderschöne, traurige Ballade zum Abschluss. Hidden Track: Nach knapp vier Minuten von "Now what" kommt ein Hidden Track, der sehr rockig daher kommt - und mit Sicherheit genau dieselbe Beachtung verdient wie alle anderen - LMP singt für einmal in normal klingender Manier die Lyrics - wenn man sich allerdings auf den Text konzentriert, ist es eine Abrechnung "….someone had to pay the price…." Besonders erwähnenswert: das Gitarrensolo…(wieder in bester Rockmanier)!
Gesamtspielzeit: 51 Minuten, kopiergeschützt DIE KÜNSTLERIN
Lisa Marie Presley wurde im Februar 1968 als einzige Tochter von Elvis und Priscilla Presley in Memphis geboren. Sie ist 9 Jahre alt, als ihr berühmter Vater stirbt. Nach seinem Tod wächst sie in Los Angeles auf - rebelliert auf allen Ebenen (inkl. Drogenmissbrauch). Sehr jung heiratet sie den Musiker Danny Keogh, mit welchem sie zwei Kinder hat (Tochter Riley ist inzwischen 15 Jahre alt und ein Nachwuchsmodel). 1994 lässt Lisa Marie sich von Keogh scheiden und heiratet Michael Jackson, welche nach ein paar Jahren ebenfalls in der Scheidung endet.
2002 heiratet Lisa Marie den Schauspieler Nicholas Cage, allerdings reicht sie bereits nach 3 ½ Monaten die Scheidung ein… 1997 entscheidet sich Lisa Marie Presley dazu, Musik zu machen - dass es hart werden wird, sich zu beweisen, war ihr von Anfang an klar - das Duett welches sie mit ihrem verstorbenen Vater einsingt "Don't cry Daddy" wird zwar nicht veröffentlicht, doch die Musikbranche horcht auf. Zusammen mit ihrem Ex-Mann Danny Keogh arbeitet sie an ihrem Debut Album "To whom it may concern", welches im März 2003 erscheint.
Ihr zweites Album "Now what" ist im Juni dieses Jahres erschienen. Mehr Infos zu Lisa Marie Presley gibt es auf ihrer Webseite: www.lisamariepresley.com
DAS COVER / BOOKLET / DER PREIS Lisa Marie Presley kauert auf dem Cover - ganz in Schwarz gekleidet, das einzig auffällige sind die schwarz-weissen Allstars Turnschuhe die sie trägt und der etwas böse Blick in die Kamera. In weissem Schriftzug steht ihr Name fett geschrieben, ebenso der Name des Albums "Now what" sowie ein Aufkleber für "Parental Advisory".
Das Booklet ist eher schlicht gehalten…in Schwarz/Weiss/Silber - die Lyrics sind zu finden, ein Foto von Lisa Marie und ihrer Band, dann ein kurzes "Special Thanks" darunter und auf der letzten Seite ihre persönlichen Dankesworte an alle möglichen Leute… Die CD kostet bei amazon.de € 16.99 während ich für das Teil bei Ex Libris CHF 29.10 bezahlt… nicht gerade billig das teil.
MEINE MEINUNG Nachdem ich vor zwei Jahren schon ihr Debut-Album "To whom it may concern" gekauft habe, stand es für mich ausser Frage, auch das neue Album von ihr zu kaufen. Und gleich vorweg: ich wurde nicht enttäuscht.
Klar, Lisa Marie Presley hat gegen ein schweres Erbe zu kämpfen und sie wurde von den meisten Musikkritikern absolut verrissen, als sie ihr erstes Album auf den Markt brachte. Verständlich, denn was hat die Tochter vom "King of Rock" schon im Musikbusiness verloren - Kohle hat sie ja auch so schon genug und durch ihre aufsehen erregenden Ehen hat sie ebenfalls genug Publicity… doch mutig steht Lisa Marie Presley ihren "Mann" und beweist allen, was sie drauf hat. Mit dem Album "Now what" rechnet sie ab und zeigt allen, was sie drauf hat. Sie legt mit der CD ein äusserst rockiges Album vor, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, halt zum einen weil sie von den Kritikern verpönt wird und wohl zum anderen, weil alle die, die die Kritiken nicht gelesen haben, denken, dass sie ausgerechnet von der nichts kaufen werden! Nun ja, vielleicht hört ihr nochmals in die CD rein und bildet euch ein richtiges Urteil.
Das Album ist nicht nur äusserst rockig, nein, es hat meiner Meinung nach elf tolle Songs (oder zwölf mit dem Hidden Track) und keiner ist schwächer als der andere - okay, zwei sind vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig (Dirty Laundry und High enough), dennoch passen auch diese beiden Songs hervorragend auf die CD. Die Mischung von rockigen Songs, Balladen und etwas Pop ist ebenfalls gelungen… Was mir besonders an Lisa Marie Presley gefällt ist, dass sie mit ihrer Stimme wirklich spielt - ich möchte sagen, dass in keinem der Songs die Stimme gleich klingt, mal singt sie heiser und traurig, dann wieder anklagend und nur um im nächsten Song so richtig roh und aggressiv daher zukommen… einfach genial. Zudem hat Lisa Marie Presley meiner Meinung nach keine sanfte Stimme und sie ist nicht dazu gemacht, sanfte Balladen zu singen… klar, sie hat Balladen auf der CD, aber diese sind genau auf sie zugeschnitten.
Bei den meisten Songs hat Lisa Marie Presley übrigens selbst mitgeschrieben und ein grosser Teil der Songs stammt aus der Feder von niemandem geringerem als Linda Perry (ja genau, die Sängerin von der Band "4 Non Blondes")… und Linda Perry gilt halt noch immer als ein Garant für gute und erstklassige Songs. Eine gelungene Zusammenarbeit der beiden Ladies. Meine Anspieltipps: "I'll figure it out", "When you go", "Idiot" und "Now what"… das sind meine Lieblingssongs… aber so richtige Lieblingssongs gibt's für mich gar nicht, denn das Album hört sich ganz einfach gut an und wird absolut nicht langweilig!
Ein dickes Empfehlenswert und satte fünf Sterne von mir! © Judith, 21. September 2005
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07.02.2006 17:44
Grandiose Rezension
12.12.2005 21:54
Hi, so, wie versprochen einen ergänzenden Kommentar ... Tja, da ich mir dessen nicht bewußt war, es gibt ja viele Songs mit gleichem Namen, so mußte ich erst den Titel 5 namens "Dirty Laundry" hören, und siehe da, wer hat's geschrieben ? Nicht LMP, sondern wohl Don Henley, der damit einen Welthit hatte ... Gruß, Sven P.S.: Anhören ? 1. hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000000OUU/qid=1134417167/sr=2-1/ref=sr_2_11_1/303-2999410-1293055 ... (Die Interpretenanzeige ist Blödsinn) ... 2. hier: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000002H0X/qid=1134417167/sr=1-4/ref=sr_1_11_4/303-2999410-1293055 ...
12.12.2005 00:14
Auch ich habe von ihr noch nie ein Lied gehört, jedoch kenne ich von ihrem Vater so einiges. "Jailhouse Rock" ist schon fast "Pflichtprogramm" auf unseren Uni-Partys (das Lied ist doppelt so alt wie der durchschnittliche Partygast, trotzdem kennt es jeder).