Numark iDJ3
07.10.2011
Pro:
Toll für Anfänger, übersichtlich, leicht, nettes Gimmick mit dem IPod Dock
Kontra:
(fast) alles aus Plastik, für Fortgeschrittene nicht zu empfehlen, Dock benötigt eigenen Ausgang
 ciaobella92
Über sich:
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Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 12 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Willkommen bei Ciaobella92! Ob es sich gelohnt hat? Definitiv. Ob ich ihn weiterempfehlen würde? Vorerst nicht.
Nachdem Ende 2010 mein alter Midicontroller den Geist aufgegeben hatte, musste ein neues Gerät angeschafft werden. Nach ausgiebiger Recherche stieß ich auf den iDJ3 von Numark, der Ipod-Dock erregte sofort meine Aufmerksamkeit, und der niedrige Preis war ein absolutes Verkaufsargument! Mittlerweile bin ich seit fast einem Jahr mit dem iDJ3 unterwegs.
Der iDJ3 kommt je nach Händler mit der VirtualDJ7LE oder der Traktor LE Software. Empfehlen würde ich einen Controller mit Traktor LE, da VirtualDJ im fortgeschrittenen Bereich doch recht limitiert ist. Ausser der CD, war noch ein Übersichtliches Handbuch und eine Schnellstartanleitung dabei, sowie ein Kabel für die Verbindung zum PC und ein Netzkabel, welches nicht notwendig ist, allerdings wird der IPod geladen wenn das Netzteil und der IPod eingesteckt sind. Dank der Schnellanleitung und etwas Vorerfahrung war der Controller in etwa 10 Minuten betriebsbereit. Was zuerst auffällt: Der Controller ist unglaublich leicht. Zum Transport sehr angenehm, was Bodenhaftung oder Stabilität angeht lässt er aber zu wünschen übrig. Doch Eins nach dem Anderen:
Funktionalität: Kann ich nur sagen, TOP ÜBERSICHTLICH. Hat mich noch nie im Stich gelassen, arbeitet sauber Verzögerungsfrei, die Buttons sind angenehm platziert und fühlen sich in der Handhabung sehr gut an. Man "merkt" dass man gedrückt hat, und dass ist für mich persönlich sehr wichtig. Die Jogwheels funktionieren einwandfrei, sind auch schön groß und Scratchen funktioniert ohne Probleme. Alle Fader, Volume sowie Pitch, sind leicht zu bewegen und liegen angenehm in der Hand. Drehknöpfe machen was sie sollen, werden aber etwas rutschig, sollte man bei einem Set etwas Schweiß an der Hand haben. Die Auswahl von Loops nach Takten gefällt mir sehr gut, auch die Mute/Kill Buttons sind präzise, wenn auch etwas eng an den Loopbuttons. Ausserdem besitzt der IDJ3 noch einen Reversebutton, der den Track rückwärts spielen lässt, nettes Feature, hat mir persönlich aber leider nicht zugesagt. Desweiteren ist noch ein Stutterbutton vorhanden, der den Track von vorn startet wenn man ihn drückt. Der Headphone Ausgang ist große Klasse, hatte viel Spaß mit ihm, der Knob für die Volume der Kopfhörer funktioniert wunderbar. Die integrierte Soundkarte liefert gute Dienste. Eher weniger nutzvoll ist der Mikrophon Ausgang. Nachdem ich schließlich und endlich ein Mikrophon mit Klinke gefunden hatte, habe ich es nicht zum laufen gebracht. Zumindest nicht über den PC, ich vermute dass es den Cinchausgang benutzt, zusammen mit dem IPod, gute Idee, mangelnde Umsetzung. Die Beleuchtung des iDJ hat mich Positiv überrascht, sie besteht aus roten, grünen und blauen LEDs und macht die Buttons deutlich erkennbar.
Leeeider leider hat der iDJ3 ein großes Manko welches ausgerechnet einer der größten Verkaufsgründe ist: der IPod Dock. Aus genau einem Grund: er braucht ein extra Cinchkabel, dass hinten im Controller eingesteckt wird, und somit auch einen extra Channel im Mixer. Da die meisten DJ's die einen Midicontroller benutzen keinen Mixer besitzen, ist der IPod Dock völlig wertlos. Ich habe ihn noch nie benutzt, kann deshalb leider nichts genaues dazu sagen. Der Dock hat seinen eigenen Fader, der IPod muss aber trotzdem über den eigenen Bildschirm gesteuert werden. Schade. Ausserdem muss man einen kleinen Hebel umlegen, um den IPod in den Kopfhörern zu hören, umständlich beim Mixen, nicht funktionell meiner Meinung nach. Beatmatchen praktisch unmöglich. Verarbeitung: Das geringe Gewicht des iDJ3 von rund 2 Kg hat seinen Grund. Im iDJ3 sind bis auf Anschlüsse und die Mitte der Jogwheels ausschließlich Plastikteile verbaut. Das lässt den Controller leider etwas billig wirken. Man muss allerdings auch sagen, dass alles am Controller bombenfest ist, der Fall, einen Knob in der Hand zu haben, oder am Ende einen Fader, existiert praktisch nicht. Durch diesen Umstand (Fader bestehen aus einem Stück) kommt aber ein anderes Problem zum tragen. Die Fader lassen sich selbst durch geringe Krafteinwirkung unglaublich schnell verbiegen, bei warmer Umgebung (zum Beispiel in einem Club) noch schneller, was für mich persönlich eine herbe Enttäuschung war. Das muss selbst für die 229€ die der Controller kostet, nicht sein.
Fazit: Alles in allem würde ich den iDJ3 nur Anfängern empfehlen. Wer in Clubs, Bars oder Discotheken auflegt findet hier nicht das was er sucht, aufgrund fehlender Effektbuttons und der Unmöglichkeit ihn auf ein anderes Programm zu mappen (bis dato kein Wechsel bin VDJ nach Traktor möglich). Für den Garagen-DJ, oder die Party daheim? Super Teil! Wenn man noch einen Mixer übrig hat um den IPod anzuschließen? Tolles Gimmick. Nur in der Hektik eines Sets vor größerem Publikum besteht der iDJ3 meiner Meinung nach nicht.
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07.10.2011 19:19
Danke :)
07.10.2011 17:57
Klingt ganz ok, toll beschrieben. LG :-)