Erfahrungsbericht über

Off the Record - Sweet

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Das ist Sweet!

5  04.10.2005

Pro:
3 klasse Singleauskopplungen, Sweet Klassiker, starke Riffs und Soli und Gesang sowieso

Kontra:
-  -  -

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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TJ-Hooker

Über sich: Hi Rock N Roll Freunde! Weiter geht's mit der Reihe "Best Of Best Of" u.a.!!! Long Live Ro...

Mitglied seit:18.04.2001

Erfahrungsberichte:60

Vertrauende:8

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hi Rock N Roll Freunde! Mit diesem Bericht geht es in der Reihe der Sweet Remasters Serie (von Sony/BMG) weiter! Heute ist das Album "Off The Record"(aus dem Jahre 1977) dran. Wenn ich das Album richtig übersetze, heißt es soviel wie "weg von der Aufnahme". Das war das Thema, mit dem sich Sweet zu dieser Zeit auseinandersetzten...
Sie kehrten nach 1974 wieder in das legendäre Studio in London zurück (da, wo Hits wie Blockbuster oder Ballroom Blitz aufgenommen wurden), um endlich wieder in ihrer Heimat erfolgreich zu sein (zuvor standen große Tourneen und Erfolge vor allem in der USA auf dem Plan). Nicht nur die englischen Charts waren wichtig, sondern dass Sweet auch in England live (erneut) anerkannt werden. Dafür musste ein Album her, dass wie man es von Sweet gewohnt ist, die verschiedensten Stile enthielt, natürlich auch den unverkennbaren Sweet Sound wie die großen Hits!
Meiner Meinung nach gelang ihnen mit diesem Album das vielleicht vielfältigste Werk! Es enthält radiotaugliche (zu dieser Zeit) Hits wie "Lost Angels", massenbegeisternde Konzertkracher wie "Fever of Love", dann auch mal was ganz anderes für ein noch breiteres Publikum: der Discohit "Funk It Up"! Das waren die kommerziell erfolgreichen Hits.
Doch auf keinen Fall kommt das künstlerische, aber auch songwriterische Können der Band zu kurz! Harte Nummern wie "Windy City" oder "She Gimme Lovin'" lassen das Herz eines jeden Rockers höher schlagen! Und auch "Live For Today" wurde zum absoluten Sweet Klassiker! Sweet können nicht nur harte Töne anschlagen, sondern auch wunderbare Balladen kreieren: mit "Laura Lee" wurde eine der großartigsten Balladen der Bandgeschichte geschaffen, schade nur, dass dieser Song relativ unbekannt ist.
Und was immer am Besten ist, bei einer remasterten Version eines Albums: es sind meist Bonustracks vorhanden! Hier sind es gleich Acht! Davon sind 3 Non-Album Tracks (B-Seiten von Singles) und der Rest sind alternative Versionen, bzw. unveröffentlichte Versionen, aber auch eine Demo Version. Und wer Sweet besonders mag, den wird freuen, dass viele Bilder und ein Kommentar zum Album von Mister Andy Scott persönlich enthalten sind!

Sweet --- Verpackung ---
Bilder von Off the Record - Sweet
Off the Record - Sweet Bild 5367355 tb
lost angels single
Sweet

Ein ziemlich komisches, schon bizarres Cover schmückt dieses Album! Und für diese Originalität gab es damals auch einen Preis. Ein besonderer Clou: wenn man alle Teile der Remasters Serie (von Sony/BMG) zusammen hat und die Alben in chronologischer Reihenfolge zusammenstellt, erhält man den Schriftzug "Sweet" und eine geordnete CD-Sammlung ;-). Dafür lohnt es sich ein Album nochmal zu kaufen (zumal auf den CDs Bonustracks enthalten sind, die es auf vorherigen CD Versionen nicht gab). Auch jede CD eines Albums hat eine bestimmte Farbe (hier grün). Das Booklet besticht wie schon erwähnt durch Bilder der Band und einen Kommentar von Andy Scott!

Sweet --- Die Band --- Sweet

Das legendäre Original-Lineup, im Jahre 1977, beinhaltete folgende grandiose Musiker und Sänger:

Brian Connolly --> Lead Vocals
Andy Scott --> Guitars, Vocals, Synthesizers, Keyboards
Steve Priest --> Bass Guitar, Vocals, Harmonica
Mick Tucker --> All Percussions, Vocals

Sweet --- Die Songs --- Sweet

Natürlich wurden alle Songs (heute natürlich nicht mehr natürlich ;-) ) von Sweet selbst geschrieben (Connolly, Priest, Scott, Tucker).

1 Fever Of Love 3.59 --> Zu Beginn schon die erfolgreiche Single! Doch wer denkt, dass sie damit alles schon verschossen haben, liegt sehr falsch! Ein Song im typischen Sweet Sound, vor allem viel Text und Spannungserzeugung (durch lange und mehrere Bridges). Einfach klasse gemacht! Sweet übertrafen sich mal wieder selber: vom starken, hymnischen Mitsing Refrain, über schöne melodische Gitarren Fill-Ins (und Soli), bishin zum tollen Groove von Drums und Bass!

2 Lost Angels 4.02 --> Die zweite erfolgreich Single an zweiter Stelle. Der Song ist etwas ruhiger, jedoch keineswegs lau. Hier hört man wieder die Vielfalt von Sweet: E-Gitarre, Akustikgitarre, Bass, Keyboard und ein perfekter Groove. Abwechslung gibt es sowieso durch wechselndes Spiel von Keyboard und Gitarre. Mick Tuckers Schlagzeugarbeit ist auch wieder raffiniert! Ein ebenfalls starker Mitsing-Refrain rundet die Sache wieder ab. Ein Klassiker!

3 Midnight To Daylight 3.30 --> Zu Beginn des Songs leiten bewegte Grooves und Sweets hoher Gesang ein, bis Brian mit seiner brillianten Stimme die ersten Vocals singt. Zwar auch ein typischer Sweet Song von Refrain her und Vocals, aber nach dem zweiten Refrain geht der Song dann in puren Rock N ROll über: Gitarre und Harmonica liefern sich ein Duell, es wird Spannung erzeugt bis der Refrain wiederholt wird. Danach wird nocheinmal das gesamt Können gezeigt auf Gitarre und Harmonica! "Midnight To Daylight" ist ein sehr guter, solider Rock Song mit allem möglichen, was da so hineingehört, vor allem liefert er mit seinem Ende (wiederholtes Endriff mit Echo) einen guten Ausgangspunkt für den nächsten Song:

4 Windy City 7.27 --> Mein absoluter Favorit und Höhpunkt auf dem Album! Was macht einen starken Rocksong aus? Natürlich, ein eingängiges aber auch verständliches Riff, dass einen nicht mehr loslässt! Und so eins gibt es hier! Hart und mit stampfendem Groove untermauert, liefert das Riff gleich am Anfang ein Grundlage für Brians genialen Gesang! Die Röhre Connollys passt hier wunderbar rein! Und der Mittelteil ist einfach eine Klasse für sich: Zusammenspiel von Drums und Gitarre a la Led Zeppelin (nur melodischer) und Brian mit seinem Schreigesang erst richtig los!!! Man ist sprachlos von diesem Song, perfekt gemacht, und ne ruhige Stelle gibt's trotzdem noch (mit Synthesizer). Ein unsterblicher Sweet Klassiker!

5 Live For Today 3.22 --> Sweet lassen nicht locker und hauen weiter auf die Pauke! "Live For Today", ein Rock N ROll Motto, dass sich auch Sweet zu Eigen gemacht haben! Und so klingt auch der Song: heiter, locker, schnell und macht einfach Spaß! Der Refrain ist regelrecht eine Aufforderung ("... you gotta throw your rules away"). Es stimmt auch hier alles: schöne Melodie, starker Rhythmus und auch Soli, einer toller Gesang, aber auch einiges an Abwechslung (vor allem wieder durch Andy wunderbare Soli)! Ganz klar ein Hit!

6 She Gimme Lovin' 4.04 --> Und weiter mit hartem Rock! She Gimme Lovin ist wie die vorherigen kein Durchhänger. Abwechslung sorgen hier verschiedene "Flanger" Effekte (Musiker werden wissen was gemeint ist) von Gitarre aber auch Drums (also so rauschende Effekte). Schnelles Tempo ist hier angesagt, wobei auch hier die Melodie auf keinen Fall zu kurz kommt! Aber Heavy Metal Soli erster Güteklasse, sowie Brians Heavy Metal Geschrei geben den Song extra noch Würze (wie immer überraschender Mittelteil).

7 Laura Lee 4.16 --> Nach den ganzen anstrengen Songs müssen unsere Beine und Arme und alles Andere auch mal wieder beruhigt werden! Und zwar mit dieser wunderbaren Ballade! Der Gruppengesang in den verschiedenen Lagen ist wieder hevorragend gelungen! Akustikgitarren spielen sehr gefühlvoll! Und was für ein Refrain: es leiten die Drums ein und es ertönt ein absolut bombastischer Refrain! Solche Songs werden einfach niemals wieder geschrieben! Gefühlvoll und bombastisch zugleich, eine perfekte Mischung um eine perkekte Rockballade zu erschaffen! Und das wars immer noch nicht: das Ende ist sowas von Geil: zuerst spielt eine Akustikgitarre, Bass kommt hinzu um mehr und mehr Spannung zu erzeugen, bis es dann zu einem der Besten (wenngleich auch einfachem) Outro-Riffs kommt! Einfach phänomenal gemacht! Am Rande erwähnt: das Outro Riff wurde bei einem späteren Song aufgegriffen ("Show Me The Way"), bei dem das Riff aber nur die Hälfte der Wirkung hat, man muss es einfach (wie hier) an die richtige Stelle setzen ;-).

8 Hard Times 4.00 --> "Hard Times" ist nocheinmal das brachiale Finale. Mick Tucker hat es einfach nur drauf, Schlagzeug zu spielen! Seine Timings, seine Rhythmik, es stimmt alles bei ihm! Und hier darf er nochmal so richtig zeigen, wie er in die Felle donnert! Steve mimt hier den Lead Sänger. Der Song rockt nochmal richtig los. Die Gewalt an Riffs und Timing ist einfach nur klasse! Somit bildet "Hard Times" noch einmal einen grandiosen Rock-Abschluss.

9 Funk It Up 3.33 --> Zum Schluss noch ein Song zum Ausklingen. "Funk It Up" ist, wie der Titel es schon schagt, ein Funk-Song. Und auch das können Sweet (schließlich war der Hit auch in den Discotheken erfolgreich). Schön groovig, und SChwerpunkt liegt hier auf dem Gesang, was diesen Song zum Party Hit machen dürfte, weil er in der Gruppe so richtig abgeht. Ein ungewönhlicher Abschluss von Sweet, aber dennoch gelungen!

Die Bonustracks: A Distinct Lack Of Ancient (B-Seite Fever Of Love) ist ein tolles Instrumental, Funk It Up in der Discoversion ist 2 Minuten länger und groovt somit noch mehr, Stairway To The Stars ist ebenfalls ein sehr bekannter Hit gewesen (jedoch ein Non-Album Track), Why Don't You Do It To Me war die B-Seite von Stairway To The Stars, Midnight To Daylight (Extended Version), Lost Angels (Demo Version, lohnt sich mal den rohen, unbearbeiteten Sound zu hören!), She Gimme Lovin (Alternative Version) und letztendlich noch Hard Times in der alternativen Version! Die Bonustracks sind alle sehr gelungen!

Sweet --- Fazit --- Sweet

Ein weiteres Album, deren Hits man kennt, aber von dem Album nie was gehört hat. Aber die Leute haben echt was verpasst! Sweet in verschiedenen Formen, Rhythmen und mit einer großartigen Palette an unvergesslichen Riffs, sowie Refrains. "Off The Record" aus dem Jahre '77 ist zwar vielleicht kein Meilenstein der Rockgeschichte (denn irgendwie gab es ja alles schonmal in irgendeiner Form, vor allem von Sweet), aber dafür ein absolutes Schmuckstück! Sweet zeigen einmal mehr, was sie drauf haben und ihren Erfolg konnten sie in England und Europa weiter festigen! Gesamturteil: SEHR GUT!!!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mozarteum

mozarteum

22.11.2005 23:18

leider sind die jungs zum schluss auf oldie festivals verheizt worden ... :-) ... lg mozarteum

mongerbino

mongerbino

07.10.2005 10:30

... macht Geschmack auf das Album. Ich werde es mal wieder ziehen müssen. Die Platte (sogar als CD) steht auch in meinem Schrank. Ich habe sie allerdings lange nicht gehört. Nach meiner Meinung fiel sie im Vergleich zum Nachfolger „Level headed“ deutlich ab. Aber das werde ich jetzt noch mal nachhören. Sweets Kreativität war neben dem musikalischen Können der Harmonie-Gesang, der in dieser Qualität sonst eigentlich nur von (kein Witz) Queen und Abba geboten wurde.

morla59

morla59

06.10.2005 00:41

finde ich gut, sehr hilfreich

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