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Mit „On The Way To“ präsentieren Orange But Green bereits Ihr zweites Album, welches sie Anfang März diesen Jahres erfolgreich im Club Synchron in der ehemaligen Stifts-Brauerei zu Dortmund vorstellten und zahlreiche Fans in Hochstimmung versetzten.
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Erfahrungsbericht von mario.priss über On The Way To - Orange But Green 25.05.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Eine CD mit Musik und Songs komplett aus eigener Schöpfung !
Kontra:
Keine Songtexte im Booklet
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
So ungefähr gegen Ende der 90er Jahre gründete sich eine vierköpfige Band in Holzwickede, einer Kleinstadt im Kreis Unna östlich von Dortmund im Herzen Westfalens.
Wie sie zu ihrem Namen ORANGE BUT GREEN fanden, ist mir jetzt selbst leider nicht bekannt, aber fest steht: Ihre Musik zeichnet sich durch ein abwechslungsreiches Programm mit ausschließlich eigenen Stücken aus. Ihre Wurzeln liegen im Punk und flottem Grunge. Heute bezeichnen sie ihren Stil als neuen und modernen Rock'N'Roll. Ihre melodischen Songs werden durch eine klare, emotionale Stimme unterstrichen und ergeben so eine Spritze purer Lebenslust und guter Laune!
Zur Band gehören Oliver Walter (Gesang/Gitarre), Jörn Tebbel (Bass/Gesang), Moritz Hilburg (Keyboard/Synthesizer) und Kai Bünseler (Schlagzeug).
Orange But Green haben mittlerweile reichlich Bühnen- und Studioerfahrung. So lieferte die Band bereits Songs zu drei erfolgreichen Kurzfilmen und den Kinofilmen "Bang Boom Bang - ein todsicheres Ding" (1999) und "Was nicht passt, wird passend gemacht" (2002) des Regisseurs Peter Thorwarth aus München. Während der Soundtrack-Aufnahmen zum Film "Bang Boom Bang" arbeiteten Orange But Green sogar eng mit der seit 1994 bekannten Band H-Blockx aus Münster zusammen. Nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch in Polen konnten die vier Sommer-Rocker bei zahlreichen Konzerten immer wieder durch ihre mitreißende Musik, in der sich alles um Liebe und Beziehungen sowie auch der Leidenschaft am Leben selbst und Kanusport dreht sowie durch ihr nettes natürliches Auftreten überzeugen.
Mit „On The Way To“ präsentieren Orange But Green bereits Ihr zweites Album, welches sie Anfang März diesen Jahres erfolgreich im Club Synchron in der ehemaligen Stifts-Brauerei zu Dortmund vorstellten und zahlreiche Fans in Hochstimmung versetzten.
Nicht nur das Cover, sondern die komplette Aufmachung wirkt absichtlich wie eine alte gebrauchte LP-Hülle. Auf der schwarzen Vorder- und Rückseite sind absichtlich Knicke und Risse aufgedruckt, was typische Merkmale häufig genutzter Schallplattenhüllen darstellt.
Die CD, selbst halbseitig jeweils in weiß und rot bedruckt, erinnert mich an meine Kindheit. Wer seine Kindheit wie ich in den 80ern verbrachte, bekam zu Weihnachten Märchenschallplatten, welche vom Label-Logo ähnlich aussahen. Klingelt es unter einigen Lesern von Euch vielleicht, wenn ich jetzt den Namen EUROPA oder „Hui-Buh – das Schlossgespenst“ erwähne?
Zusätzlich befinden sich auf der Rückseite auch solche Scherze wie: „33 1/3 Umdrehungen – Stereo – auch mono abspielbar“ und was sonst so an Hinweisen auf typischen Platten deutscher Produktion zu lesen war: “Diese Schallplatte kann mit jedem modernen Leichtgewichttonabnehmer abgespielt werden. Tonabnehmer behutsam aufsetzen und...bla, bla, bla....“!
Keine Sorge! Es handelt sich hierbei immer noch um eine handelsübliche CD, auch wenn die Trackliste mit Seite 1 angeführt wird und durch Seite 2 unterbrochen wird! Wer nach dem Ende des fünften Songs tatsächlich auf die Idee kommt, die CD gewendet ins Laufwerk zu legen, hat’s jetzt nicht verstanden :-)
Zu den Songs:
Track 1 – She Smiles– 3:08 (Anspieltipp)
Das Lächeln der Frauen!
Eingeleitet mit einem Synthesizer untermalten Riff starten Orange But Green voll durch. Melodisch und abwechslungsreich geht es durchweg zur Sache.
Das Lächeln der Frauen, darum geht es in diesem in diesem Song. Mal ist es echt, mal falsch und erzählt denen, die es lesen können eine Menge Geschichten...ach hört es Euch einfach mal selbst an! Dazu empfehle ich Euch, die MP3-Datei zu diesem Song auf der Homepage der Band bei www.orangebutgreen.de down zu loaden.
Track 2 – Discord – 3:30 (Anspieltipp)
Rock mit fettem Druck und reichlich Synthesizer-Effekten!
Die CD enthält leider keine Texte im Booklet. Dem Gesang zuzuhören ist in den „heftigeren“ Passagen etwas schwierig, auch wenn die Qualität der Aufnahme überhaupt nichts zu wünschen übrig lässt. So viel höre ich aber deutlich heraus, dass Oli aus der Sicht eines schlecht gelaunten, weil überforderten Verehrers singt, der seine Angebetete trotz aller Mühe nicht erreicht.
Mit kräftigen, druckvollen Riffen und einer aggressiven abstrakten Keyboard-Melodie eingeleitet, fortgesetzt mit einem Bass-Solo und Gesang. In den Hauptteilen hört man druckvolle Gitarren und einen kräftigen Bass in denen Olis Gesang etwas in den Hintergrund gerät.
Track 3 – Rockin’ – 4:15 (Anspieltipp)
Keep on rockin’!
Ruhig eingeleitet langsam im Lautstärke und Druck gesteigert überzeugt dieser Song wieder einmal den Hörer mit einer abwechslungsreichen, farbigen Melodie durch klare Gitarren- und Keyboradsounds. Irgendwie erzeugt das Lied Freude und wirkt gemütlich ohne dabei irgendwo kitschig zu wirken.
Track 4 – California – 2:53 (Anspieltipp)
Dreams come true in California!
Das hört man deutlich in diesem Song und sonst auch vermitteln OBG viel Lebensfreude und bringen Sonne und gute Laune auf die Konzertbühne. Eine gute Gelegenheit dem Stress, evetuellen Sorgen und Problemen einfach mal „Fuck you!“ zu sagen. Wem dieser Ausdruck übel aufstößt, kann sich beruhigen. Er ist nur am Ende zweimal zu hören und bisher nicht üblich für diese Band.
Die Musik an sich? Hört Euch auch dazu einfach mal die MP3 auf der Homepage www.orangebutgreen.de an.
Track 5 – This Time – 3:11 (Anspieltipp)
Rock this time!
Nun zu meinem Favoriten auf diesem Album. Eine gewaltige rifflastige Einleitung, ein dramatisch gespielter Synthesizer, ein agressiver Gesang, kräftige Gitarrenmelodien mit feiner, sauberer Power und einem ordentlichen tiefen Bass...einfach Spitzen Teamwork . So muss das sein. Hört es Euch an!
Message: In aktuelle Zeit der großen Arbeitslosigkeit und der schlechten wirtschaftlichen Lage kann allein niemand etwas ändern. Es lohnt aber nicht den Kopf hängen zu lassen. Richten wir unsere Gedanken auf etwas positives, auf Rock'N'Roll!
Track 6 – Promise –3:26 (Anspieltipp)
Erinnerungen an die erste Liebe!
Dieses Stück wirkt auf mich verträumt und verspielt. Letzteres nicht im negativen Sinne. Denn Orange But Green beherrschen ihre Instrumente. Und wieder beeindrucken Orange But Green mit Melodien und einem sympathischen Text. Der Song wirkt im ganzen etwas ruhiger als die anderen Songs.
Track 7 – Believe – 3:01 (Anspieltipp)
Klingt’s jetzt ähnlich oder nicht?
Beim siebten oder achten Song eines Albums eines Künstlers kommen mir die Songs oft den anderen etwas ähnlich vor. Ein Phänomen das ich bei fast allen Künstlern finden kann. Auch hier fallen mir für Orange But Green typische Merkmale ihrer Musik auf. Eine leisere Einleitung, kräftige Hauptparts unterbrochen durch ruhige langsame Parts und doch ist trotzdem auch bei ihnen kein Song eine Kopie eines anderen. Auch die Thematiken in den Songtexten sind auf keinem Album doppelt zu finden.
Glücklicherweise kommt trotz dieser Feststellung bei Orange But Green keine Langeweile auf. Ihr kennt das Phänomen auch? Ja? Believe ist OBG’s Beweis, dass mit genug Kreativität es nicht gleichartig klingen muss!
Track 8 – I Know – 2:53
Orange But Green drehen noch einmal richtig auf!
Jetzt machen sie noch einmal richtig Druck und Tempo und überzeugen durch ihre musikalischen Fähigkeiten. Anfangs klingt der Song fast ein wenig monoton. Aber zum Glück wissen wir beim Hören spätestens jetzt, dass wir es hier mit OBG zu tun haben!
Track 9 – Waterfall Kick – 3:46 (Anspieltipp)
Schon von ihrem ersten Album AIRPLAY bekannt!
Als Bonuszugabe bescheren Orange But Green diesem Album den bei Live-Konzerten sehr beliebten Song Waterfall Kick. Ausführliche Details habe ich hierzu in meinem Bericht „Und ab durch die Mitte – hier kommen ORANGE BUT GREEN!“ über Airplay, dem ersten Album von OBG aufgeführt.
Mit diesem Song lieferten Orange But Green im in der Einleitung erwähnten Club Synchron mit extrem beeindruckenden Wildwasser-Videoaufnahmen aus dem Kanusport eine sensationelle Show. Schon allein deshalb kann ich jedem ein Konzert dieser Band empfehlen.
Track 10 – Kurwa – 4:15
Moment mal, hier klingt’s ja polnisch!
Eine musikalische Kooperation zwischen Orange But Green, der Band Cho-Jin aus Düsseldorf und der polnischen Hardcore-Combo Wu-Hae aus Krakau. Musikalisch und auch im Text wird es jetzt ernster und etwas grauer, aber nicht hoffnungslos.
Manchmal geht alles schief und man hat dann auch schon mal den Eindruck, dass alles sich gegen einen selbst verschwört. Doch zum Glück ist das meistens ein Irrtum, so die Handlung des Songs der in das Genre des Crossover-Rocks gehört.
Nicht Orange But Green, sondern Cho-Jin sorgen hier für die Musik. Oliver Walter und der „Frontmann“ von Wu-Hae sorgen jeweils rappend und singend für die Vocals.
Fazit Auch mit diesem Album überzeugen Orange But Green mit eigenen Ideen, Melodien und Songtexten auf der ganzen Linie bereits zum zweiten mal.
ON THE WAY TO - ein Album, das man getrost allen empfehlen kann, die schon lange etwas stilistisch Neues und Frisches in einem klassischen Genre suchen.
Orange But Green fallen durch ihre freie Kreativität in ihrem Songwriting und ihrer eigenen Melodien auf. Das Cover-Artwork, die Musik, die Songs, der gesamte Umfang auch diesen Albums stammt aus kompletter Eigenregie einer fabelhaften Band des östlichen Ruhpotts und ist jeden Euro wert.
Lust bekommen? Dann macht euch im Internet surfend auf den Weg zu www.orangebutgreen.de!
Nachwort Hier habe ich bei einigen Songs auf meine übliche knappe Erläuterung des Textinhaltes verzichtet, da leider die Songtexte im Booklet nicht nachzulesen waren und mir es nicht immer leicht fällt, Texte direkt beim Hören fehlerfrei zu verstehen.
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