One Second - Paradise Lost

One Second - Paradise Lost

von Paradise Lost

Heavy Metal - 1 - CD - Label: Pinnacle I - Vertrieb: Rough Trade - Veröffentlicht am: 14. Juli 1997 - EAN: 5016583122225 mehr

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1-6 von 8 Erfahrungsberichten    
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Melancholie auf allerhöchster Ebene!
Erfahrungsbericht von Zatzeck über One Second - Paradise Lost
24.02.2009


Produktbewertung des Autors:   

Cover-Design: gut 
Klangqualität: ausgezeichnet 
Langzeithörspaß: wird nicht schnell langweilig 
Häufigkeit der Nutzung selten 
Dieser Tonträger ist: einer der besseren des Künstlers 

Pro: Der drittbeste Nachlass der Band; Rock meets Elektronika .
Kontra: nein

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

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In diesem Bericht geht es schon mal wieder um ein weiteres schön rockiges Album (mit etwas mehr elektronischen Klängen als je zuvor bei dieser Band);

ich schreibe nun über das Album

One Second

der Band Paradise Lost!

Ich hoffe, der Bericht fällt mehr als eine Sekunde unter Eure Aufmerksamkeit.


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Inhalte:

1.) Einleitung
2.) Die Songs des Albums "One Second" im Überblick
3.) Weitere Informationen zu diesem Album und nen bisschen mehr
4.) Wie bin ich zu dieser Musik gekommen bzw. zu diesem Album?
5.) Wirkung des Albums
6.) Mein Fazit


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1.) Einleitung:

Der Werdegang ist bekannt und mein Empfinden zum Werdegang der Band bis zu diesem Album:
In den Neunziger Jahren war diese Band ganz klar eine meiner Favoriten. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass sie mit dem dezenten Ableben der vorherigen Elemente aus Gothic-/Death-Metal einen richtigen Schritt gemacht haben. Die ersten drei Alben der Band, "Lost Paradise" (Death Metal), "Gothic" und auch "Shades Of God" (Gothic/Doom Metal) hatten noch eine ganz andere Stilrichtung im Angebot. Mit "Icon" verliess die Band den Pfad der erwähnten Stilrichtungen, wurden nun etwas sanfter, der Gesang wandelte sich vom markanten Geschrei zu einer verständlichen Untermalung der Songs.

Noch immer im "Gothic"-Bereich angesiedelt, ging man nun eher rockige Wege. Im dann folgenden Album "Draconian Times" wurde der Weg in noch etwas sanfterer Form im direkten Vergleich zum Vorgängeralbum untermauert (->siehe Bericht DRAKONISCHE ZEITEN!)! Bei "One Second" wurde es noch eletronischer, nicht mehr so düsterlich, aber noch melancholischer vom Gesamteindruck her mit sehr eindrucksvollen Ideen und Melodien.


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2.) Die Songs des Albums "One Second" mit der jeweiligen Spieldauer im Überblick:

# 1 One Second 00:03:32

# 2 Say Just Words 00:04:02

# 3 Lydia 00:03:31

# 4 Mercy 00:04:25

# 5 Soul Courageous 00:02:58

# 6 Another Day 00:04:44

# 7 The Sufferer 00:04:30

# 8 This Cold Life 00:04:29

# 9 Blood Of Another 00:04:01

# 10 Disappear 00:04:30

# 11 Sane 00:04:00

# 12 Take Me Down 00:05:27


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3.) Weitere Informationen zu diesem Album und nen bisschen mehr:
  • Genre: Gothic / Dark Rock (dominantes Element bei diesem Album)
  • Format: Audio CD; 1 Datenträger
  • Label: Sony BMG Music Entertainment GmbH / Zomba
  • Die CD ist in einem schön aufgemachten Digipack enthalten
  • erschienen ist dieses Album am 14. Juli1997
    - - - - - - - - -
  • Die Gründung der erfolgte Band im Jahr 1988

* Internetauftritt: http://www.paradiselost.co.uk/

Die aktuelle Besetzung:
- Gesang Nick Holmes
- Gitarre Greg Mackintosh
- Gitarre Aaron Aedy
- Bass Steve Edmondson

Ehemalige Mitglieder:
- Schlagzeug Lee Morris
- Schlagzeug Matthew Archer
- Schlagzeug Jeff Singer


* Die Alben, die ich kenne, sind diese Releases gewesen:

1990: Lost Paradise
1991: Gothic
1992: Shades of God
1993: Icon
1995: Draconian Times
1997: One Second

Diese sind eben die, mit denen ich mich gern befasst habe, den weiteren Weg der Band habe ich dann nicht mehr verfolgen müssen, weil mir der weitere eingeschlagene Weg nicht mehr gefiel. Das habe ich mir dann ersparen wollen.


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4.) Wie bin ich zu dieser Musik gekommen bzw. zu diesem Album?

Den ersten noch härteren metallischen Weg der ersten drei Alben hatte ich ebenso verfolgt, mit den Tapes bin ich Gott sei Dank regelmäßig von Schulkameraden versorgt worden.


"Icon", dass Werk, dass sich durch den besonderen Stil von den Vorgängeralben abgehoben hatte, bekam ich als CD von einem damaligen Nachbarn. Dieses Werk hatte ich dann schon bewundert und sehr gemocht. Die ersten drei Alben waren gut, aber die beiden anderen Werke, insbesondere "Draconian Times", aufgrund des nun dargestellten Potentials einfach herausragend! Da mochte ich im Nachhinein denken, warum nicht gleich so, warum musste man so lange darauf warten... Mit "One Second" haben sie sich dann weiterentwickelt, das Album an sich ist nicht unbedingt schlechter, aber insgesamt haben die vorherigen irgendwie noch ein wenig mehr...

Das Album "One Second" hatte ich mir vor 11 Jahren gleich am Erscheinungstag geholt. Ich kann mich vor allem daran so erinnern, weil ich in dem Jahr Trauriges erlebte. Meine Großmutter starb nach kurzer, aber sehr schwerer Krankheit. Somit hat dieses Album, welches ich mir in der nächstgrößeren Kleinstadt für damals 29,95 DM angeschafft hatte, immer diesen traurigen Effekt, wenn ich es mal höre. Aber gleichzeitig, neben den traurigen Erinnerungen, dient es auch als Mutmacher. Das Album ist gewissermaßen ein dazugehöriger Soundtrack (lässt sich eigenartig lesen, so ist aber meine Einordnung dazu)...


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5.) Wirkung des Albums:

Der metallische Gedanke weicht in einem stärkeren Maße, markant sind hier nun in besonderer Form die elektronischen Klänge. Diese widerum formen in Verbindung mit rockigen Tönen eine wunderbare melancholische Klanglandschaft. Eigentlich zu schön, um wahr zu sein. Wenn diese Verbindung zum Tode meiner Großmutter wäre, würde ich es mir bestimmt noch regelmäßiger anhören als ca. 4-5 x / Jahr.

Dabei wirkt das Album vom Gesamteindruck her nicht nur melancholisch, sondern im Gegensatz zu den Vorgängern auch etwas harmonischer (gerade in Bezug auf "Icon" und "Draconian Times", die noch sehr metallisch sind).
- - - - - - - -
Man kann es böse gemeint als Stilbruch beschreiben, ich sehe es anders: ich erkenne eine weitere Entwicklung an, die leider mit den folgenden Alben widerum an Qualität eingebüßt haben sollte.

Das schleppende Tempo ist auch auf diesem Album dominant vorherrschend, die Attacke, die Geschwindigkeit findet nur selten Anwendung in den Songs. Wenn sie erfolgt, wie in "Say just words", dann aber meiner Meinung nach sehr eindrucksvoll.

Es ist, salopp eingeordnet, eine Soundeinordnung von den älteren "Paradise Lost"-Alben enthalten, ebenso erkenne ich in dem Alben Stilelemente von rockigen Vertretern wie "sisters of Mercy", aber zum Teil auch "Depeche Mode" wieder. Man hört diese Stilelemente wirklich heraus.

Hier dominieren ganz klar die ruhigeren Töne. Das war gewissermaßen noch das beste Album einer neuen Ära, der Band, die Nachfolger widerum fand ich auf schwachem Niveau. Aus meiner Sicht ist dieses eine exellent produzierte Scheibe, die ganz klare Strukturen aufgreift. Immer noch im Düsterrock angesiedelt, aber mit freundlicher Begleitung der elektronischen Instrumente. Mitunter geht es sogar bei den schnelleren Songs in den eher poppigen Bereich, zum Beispiel bei "Say Just Words", aber auch bei "One Second".

Neuorientierung, Stilbruch hin oder her - das Album bleibt makellos.

- - - - - - - -

Insgesamt ist auch bei diesem Album von "Paradise Lost" kein wirklicher Ausfall von meiner Seite aus zu melden. Auf diesem 6. Studio-Album befinden sich sehr gefühlvolle Songs mit mit guten bis sehr guten Melodien, dieses Mal zwar in rockiger Form und einem noch besserem Gesang von Nick Holmes, der hier ein um´s andere Mal beweist, dass er richtig gut singen kann. Fans älterer Stunde werden mitunter nicht so schnell diese Lieder mögen, wenn übetrhaupt. Ich für meinen Teil habe alle bisherigen Alben bis eben zu diesem bewundert, jedes auf eigene Art und Weise...


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6.) Mein Fazit:

- Dieses Album ist auch immer noch hoch angesehen bei mir (ebenso wie "Icon" und "Draconian Times". In meiner Plattensammlung spielt dieses Album noch eine eine gute Rolle. Ich höre es ab und an noch gern an. Manchmal kommt halt direkt noch Wehmut auf wegen der schlechten Erlebnisse aus dem Veröffentlichungsjahr...

Es ist aus meiner Sicht das drittbeste Album der Band, aber immer noch ein sehr gutes. Alle anderen Alben, das streite ich nicht ab, habe ich zumindest bis diesem Werke "One Second" angehört, danach war diese schöne Ausdrucksfähigkeit dahin und ich verfolgte den Weg der Band nicht mehr.

Die Texte sind auch hier sehr ehrlich, sehr herzlich mitunter...

Dieses Album sprüht voller Ausdrucksfähigkeit und schön-trauriger Melodien.
Dieses Album vermittelt sehr schöne Melodien, lässt mich mitunter fallen. In machen Zeiten kann ich mich diesen tollen Melodien ganz hingeben. Wunderbare Stücke, die sich hier auf dem Album befinden. Die Sounds klingen recht frisch, aber sind am ganz schmalen Grad zur Melancholie.

Das ist aus meiner Sicht ebenso wie die bisher beschriebenen CDs der Band eine wirklich ganz starke Scheibe, die ich hier bedenkenlos empfehlen möchte.

Für meine Bewertung sind nun * 5 Sterne * fällig, ohne schlechtes Gewissen.

Aus meiner Sicht ist das der drittbeste Nachlass der Band >Paradise Lost<, dass mit sehr guter, gefühlvoller Musik glänzt.
- - - - - - - - - -


Herzlichen Dank für das Lesen, Kommentieren und / oder das Bewerten von Eurer Seite aus :-)! Insgeheim hoffe ich natürlich, dass Euch mein Bericht gefallen hat.

Gruss,

®ene´

(PS: Der Bericht ist ebenso auf Dooyoo erschienen.)
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