Erfahrungsbericht über

Oops! I Did It Again - Britney Spears

Gesamtbewertung (484): Gesamtbewertung Oops! I Did It Again - Britney Spears

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OOOPS WHAT DID THAT SHIT MEAN AGAIN

2  10.03.2002

Pro:
Stronger, Lucky, Dear Diary

Kontra:
die anderen Tracks wirken zu simpel und einfach viel zu gleich

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Headhuntaz

Über sich: Mein erster eigener Roman ist erschienen :D käuflich überall zu erwerben. "Der letzte Sommer de...

Mitglied seit:17.03.2001

Erfahrungsberichte:220

Vertrauende:37

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 124 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ooookay, ich gebs zu, ich hab mir das Album schon ein zweites Mal gekauft, aber nur, weil ich dachte, ein paar gute Nummern sind ja auch mit drauf, und für 3 € ist es ja kein Beinbruch, oder? Außerdem wollte ich unbedingt mal über dieses Album bei Ciao schreiben und alles aus meiner Erinnerung puhlen wollte ich dann nun auch wieder nicht. So here we go!
  • +*+*+*
    Einleitung
  • +*+*+*
    Es war ein verdammt heißer Tag, das weiß ich noch. Wie immer lag ich wie nasse Wäsche faul und schlapp auf meinem Bett, meine Tante versuchte seit 2 Monaten, den Krebs zu besiegen und ich versuchte, mein Leben in den Griff zu kriegen. Zwischen MTV und RTL vergingen nur wenige Sekunden und so zappte ich durch die Kanalgänge in der Hoffnung, wenigstens EINMAL ein gescheites Lied auf MTV zu sehen/hören und nicht den ganzen Mist von French Affair und so weiter. Auf einmal tat sich vor mir im Fernseher großes auf. Die Zeit war reif für einen Soundtrack von „Mission To Mars“, aber wie kann man denn einen Soundtrack in Videoclip-Form pressen?

Ich sah da auf die Mattscheibe und erkannte als neuen Videoclip einen jungen Burschen, der auf der Oberfläche des Mars spazieren ging und zwar in einem Raumanzug. Ich dachte, ich seh nicht recht, als er plötzlich vor einer großen Tanzfläche stand und da kam jemand herunter, den ich schon kannte... BRITNEY SPEARS! (Sie dürfen schreien, wenn Sie mögen)Meinen Gesichtsausdruck hätte ich gerne gesehen. Ich kannte den Song nicht, ich wusste nicht, dass sie vorhatte, ein neues Album zu veröffentlichen – aber irgendwie zog mich das Lied in seinen Bann und von da an wartete ich nur noch auf das Datum Mitte Mai 2000 – das Erscheinungsdatum des so vielversprechenden Albums „Oops... I Did It Again“ (wer sich den Titel ausgedacht hat, gehört gestiefelt).
  • +*+*+*
    Über das Album
  • +*+*+*
    Oops... beinhaltet 13 Songs und hat eine Gesamtspieldauer von 48:16 Minuten. Erschienen sind aus dem Album mehrere Single-Auskopplungen, und zwar wie folgt:

Mai 2000: Oops... I Did It Again
August 2000: Lucky
November 2000: Stronger
März 2001: Don’t Let Me Be The Last To KnowDavon war wahrscheinlich „Lucky“ die erfolgreichste Single. Die Mischung aus sanfter Ballade und hübschen, poppigen Beats verzückte die Fangemeinde und selbst Britney-Gegner machten so den einen oder andren Kauf gegen ihre Gesinnung. Im März 2001 erschien DLMBTLTK und war ein ziemlicher kommerzieller Reinfall. Denn auch wenn sich Britty-Baby im Video mit einem hübschen Jüngling halbnackt auf einer Insel räkelt, der Sound, falls es den überhaupt gibt, war nicht überzeugend. Also nahm sich Britney eine Auszeit und tauchte erst im September des gleichen Jahres mit ihrem ersten Song aus dem so tollen, neuen Album „Britney“ wieder auf:
„I’m A Slave For You“. Ob das so toll und neu ist, darüber lässt sich streiten. Aber wir wollen ja heute über Oops... und so weiter labern.
  • +*+*+*
    Die Songs
  • +*+*+*

1) Oops... I Did It Again
Nein, es hämmert keiner mit Ihrem Piano gegen die Türe. Der Anfang haut im wahrsten Sinne des Wortes rein. Es hört sich so an, als ob jemand mit voller Wut irgendwelche Tasten auf dem Flügel zerschlägt. Die Strophen bei diesem Lied sind nichts anderes als hübsche, aber schon oft dagewesene Pop-Ströphchen ohne Hintergrund, mit VIEL Computer gemacht und ohne rechte (oder linke – buaahaaha losprust) Instrumente. Doch der Refrain ist ein wenig anders. Gestrickt aus dem altbewährten Muster von Akkordzusammenstellungen hört man trotzdem einen eigenen Sound heraus. Trotzdem, vom musikalischen her gesehen ist Oops... ein simpler Popsong ohne Höhen oder Tiefen, mit einer durchschnittlichen Stimme. Dazu wird Britney begleitet von einem Gesangschor, der für die nötige Stimme mit Nachdruck sorgt. Aber alles zusammen passt perfekt zusammen und verschmilzt zu einem Ohrwurm.Es gibt einen magischen Moment in diesem Song, bei der Abspielzeit von 1:22 die Zeile „I cry watching the days“

2) Stronger
Und dieses Mal möchte keiner mit einem elektrischen Rasierer zu Ihnen in die Wohnung. Leider hört sich der Anfang an als ob jemand gerade Musik mit seinen elektrischen Instrumenten macht. Richtig heftig ist der Titel, zu dem man schön abtanzen kann. Mit fast nie wechselnden Instrumenten begleitet hat Britney bei diesem Song schon ein paar Höhepunkte in Bezug auf die Stimme. Der Refrain geht richtig gut ins Ohr und hat auch so seine Mitziehwirkung auf den Hörer, so dass dieser langsam die Zweifel darüber verliert, ob Pop aus dem PC was schlechtes ist.
Nach ein paar Strophen ist ein kleiner Einschnitt, ein ruhiger, wabernder Part, nur um dann mit umgedrehten Akkorden den Refrain noch einmal aufleben zu lassen. Ich finde, Stronger ist ein treibendes Lied mit dem typischen Brit(ney)-Pop Gedüdel, aber ein Höhepunkt auf der Scheibe, weil er ganz nett klingt und auch eine richtig gute Melodie bietet.

3) Don’t Go Knocking My Door
Sind wir hier im R’n’B Biz? Das Strickmuster ist hier R’n’Biger Pop mit genau den Versatzstücken. Aber Britney kann nicht gut R’n’B singen, echt nicht. Ihre „süße, säuselnde“ Stimme passt einfach nicht zu den elektronisch erzeugten 2Step-Beats und den Backvocals, die immer wieder stimmlich passend sind. Irgendwie weiß man bei dem Titel nie, wo Anfang und Schluss von einem Takt sind. Und nach den beiden einfachen Pop-Liederchen wirkt DGKMY wie ein Einkaufszentrum auf dem Bauernhof. Kein guter Song, vor allem, weil er wieder Melodie Light bietet und nur einzeln eingestreute Riffs bietet.

Und dann am Schluss kommt auch noch als Überleitung ein ewig dümmliches „Gespräch“ von Britney und ihrer „Freundin“, wo man wieder richtig hören kann, wie dumm manchmal die amerikanische Sprache klingt.

4) Satisfaction
Tötet den Typen, der diese Idee hatte, ein so klasse Stück von Britney verhunzen zu lassen. Obwohl die ersten Sekunden richtig hübsch sind, da denkt man, da kommt jetzt ein sexy Ohrwurmlied, das ein bißchen ruhiger und musikalischer zugeht, aber was passiert? Nach einer halben Minute etwa kommt der PC wieder auf Hochturen und hämmert so seine Akkorde rein und ab da wird Satisfaction eine lächerliche Kopie des Originals mit den typischen Pop-Stücken (elektronische Musik) und ohne gute Stimme von Britney. Da helfen auch leichte Stöhner als Leckerli nix. In die Tonne kloppen.

5)Don’t Let Me Be The Last To Know
Bitte lasst mich darüber schnell schreiben, wenn ich das Lied noch länger hören muss, werde ich wohl kotzen müssen. Der Song ist eine Ballade und beginnt wie die Hintergrund eines Pornos, dazu passen auch die eher gehauchten und gestöhnten Vocals von Britney nicht. Der Song hat weder Höhepunkte noch musikalische Rafinesse, ist schmalzig und langweilig. Nur des Video dazu ist goil.

6) What u see is what u get
Anarchie im Britney-Land. Auf einmal klingt alles gedämpft und wütend. Aber ehrlich gesagt, da hör ich doch lieber Linkin Park, als so eine süße, verwöhnte Popmieze zu hören, die vom PC auf stimmliche Höhenflüge getrimmt wird. Die Melodie ist ganz nett. Kennt man eins, kennt man alle, nach dem Motto geht dieses Album anscheinend vor. Denn die Hintermelodie ist eigentlich gar keine, sondern nur stumpfes Akkord-Gehämmer. Von den andren hebt sich der Titel nur durch einzeln eingestreute Riffs ab und dass der Text anders ist. Aber so wie immer wird Britney beim Refrain von einem Hintergrundchor gepusht. Und so etwas hasse ich. Und wieder wird nach einer langsameren Stelle der Refrain ein wenig anders hingestellt. Ich hätte den Song Oops...I am stronger again II oder so genannt.

7) Lucky
Das ist mal ein hübsches Lied. Irgendwie gefällt es mir einfach. Es ist ein wenig langsamer, ruhiger. Eine Melodie kann man auch erkennen und die Stimme passt endlich mal zur Musik. Außerdem bietet uns Lucky eine wirklich nachdenklich stimmende Stimme von einem Superstar, der nie genug bekommen kann, und der einsam ist. Der Refrain ist auch anders als die andren Songs, zwar wieder gestrickt von den typischen Versatzstücken, aber das alles fügt sich einfach besser und individueller in ein Gesamtmuster von Melodie, Stimme und Drums. Britney singt endlich mal kraftvoll, aber wird wieder von einem Chor unterstützt. :-( Trotzdem ist Lucky hübsch, ohrwürmig und ganz nett anzuhören. Ein Highlight auf der CD.

8) One Kiss From You
Und schon geht’s genau so mies weiter. Mit typischen Popbeats ist der Song eingebettet in ruhige Vocals und treibenden Beats, man wartet eigentlich auf den Refrain, um etwas andres zu hören, als man eh schon seit 8 Titeln auf der Scheibe gehört hat. Und der Chorus von OKFY rettet alles wieder aus dem Matsch. Denn der Refrain bietet traurige Instrumentebespielung und innerliche Zerreißung. Dennoch – Pop, Pop, Pop, und zwar so, wie wir es schon tausendmal gehört haben von Britney. Wer einen Chor sucht, ist allerdings bei OKFY relativ fehl am Platz – das ist ganz gut.

9) Where Are You Now?
Hit, where are you?
Melody, where are you?
Music, where are you now?

10) Can’t Make You Love Me
Jaja, ufftata ufftata. So schlimm treibend war noch kein Song auf dem Album. Und so aufgezwungen hat sich die Tanzfläche musikalisch noch nie. Aber so ein Song wie „Can’t Make You Love Me“ entsteht vielleicht auf der Toilettenpause der Produzenten. Man hat sich eben gedacht, man soll die Masse mit Mainstream unterhalten und die merken das eh nicht, ob was anders klingt oder gleich. Ich brauch endlich mal wieder ne Abwechslung anstatt solche dümmlichen Platzhalter ohne richtige Melodie. Ist aber ganz okay der Song. Wem’s halt gefällt.

11) When Your Eyes Say It
Oh Gott, nein! ! Nicht schon wieder so ein Tränenzieher, der durch Geflüster und Gehauche unterstützt wird. Wo sind wir denn hier? In einem Pornoschuppen? Diese Ballade ist der größte Schund, den man auf der CD finden kann. Melodisch ist hier soviel am Laufen wie bei Onkel Hempel unterm Dachboden. Da helfen auch die verdammten Chöre nichts!!! Britney wird nie zu einer Musicalsängerin, auch wenn dieser simple Balladenpopsong dahin gestrickt wurde. Das einzig gute an diesem Song ist, dass es die Forwardtaste gibt.

12) Girl In The Mirror
AUS! Schluss!!! Weg damit! Eine Ballade ohne Höhen und ohne Melodie mit einer säuselnden Britney, die ihre Stimme so gut nach oben bringen kann wie ein Schlumpf einen Amboss! Igitt! Weg, sonst kotz ich echt noch!13)Dear Diary
Eigentlich kein schlechter Song, der ist sogar richtig schmusig, aber irgendwie schläft man eh schon nach Titel 11 und 12...
  • +*+*+*
    Meine Meinung
  • +*+*+*
    Ich weiß schon, warum ich dieses Album verkauft habe. Die Anzahl von Platzfüllern auf der Scheibe ist ungefähr 8 oder 9. Außer Lucky, Stronger und vielleicht noch Can’t Make You Love Me ist jeder Song gleich, sogar die Balladen ähneln sich nach dem musikalischen Strickmuster wie ein Ei dem andren. Dann wird immer wieder abgewechselt zwischen Eierei von Balladen und brachialen „Ich-hau-dir-jetzt-die-Melodie-in-die-Ohren-Gehämmer“. Die ersten paar Titel machen wirklich Lust auf mehr aber zum Schluss merkt man richtig, wie sehr die Produzenten darauf bedacht waren, möglichst schnell ein Album fertig zu kriegen. Nur Dear Diary rettet noch vor dem absoluten Absturz dann. Also, wäre das Album eine EP geworden mit den guten Titeln und würde nicht so viel kosten in Echt (ich hab ja 3 € dafür bezahlt, weil die Hülle gefehlt hat), dann wäre es ein ganz passables Stück Musik. So simpel manche Bestseller der CD sind, soviel Spaß machen sie auch irgendwie. Trotzdem überwiegt einfach die Anzahl von Tränenziehern und musikalischen Auffahrunfällen.

Nachdem das erste Album wirklich noch frischer, eigener Sound von Britney war (ich glaub darüber schreib ich auch mal), so fällt Oops... schon in die Sparte Alben, die die Welt nicht braucht. Von stimmlichen Höhenflügen ist keine Spur zu hören auf der Tracklist. Eine Nachmittagsarbeit im Studio der Produzenten mit der Absicht, alles schnell und möglichst gewinnlich zu verscheffeln. Oops... ist da ein trauriges Beispiel an Belanglosigkeit, Liebesliedern ohne Liebe und Popsongs ohne Pepp.
  • +*+*+*
    Fazit
  • +*+*+*
    Oops... wird dem ersten Album, das wirklich noch in Ordnung war in der Hinsicht gerecht, dass es fast genau dasselbe ist. Die Akkorde kennt jeder nach dem ersten Mal und umstellen kann auch jeder. Die Texte bieten nichts außer dümmliches Liebesgelaber ohne richtigen Anspruch und die Stimme von Britney, sofern sie nicht eh größtenteils am Computer entsteht, bringt auch nicht sehr viel.

© by Headhuntaz
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Daverigger

Daverigger

04.05.2002 21:12

Hrrr, ich kann die kleine Tittenmaus auf den Tod nicht ausstehen!

ReneS74

ReneS74

09.04.2002 19:53

Die mag zwar ne schöne Stimme haben, dennoch möchte ich mir die Hohlbirne nicht auch noch als Schauspielerin antun. Cya, Rene.

re-skintbody

re-skintbody

02.04.2002 16:46

ach herje...und auch noch gleich zweimal gekauft *lol* warum denn das?würde einmal nicht reichen? *g* Ciaoi re-skintbody

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