Erfahrungsbericht über

Origin of the Feces - Type O Negative

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Origin of the Feces - Type O Negative

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Express yourself - Make suicide!

3  06.06.2003

Pro:
Hardcore - Fans haben eine Freude daran, Kreativität der Band, witzig !

Kontra:
Alle anderen eben nicht .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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HowlingNightwolf

Über sich: 03.08.2008 Dank The-Wishmaster war ich wieder kurz hier! ;)

Mitglied seit:06.05.2000

Erfahrungsberichte:109

Vertrauende:32

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 157 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nur noch wenige Tage und das neue Album von „Type 0 Negative“ mit dem Titel „Life is killing me“ wird erscheinen. Ich finde, dass es jetzt die beste Zeit ist, mal ein Album dieser Band zu besprechen, welches bei „Ciao.com“ noch keine Beachtung gefunden hat, nämlich „The origin of the feces“.

„Type 0 Negative“ - Kaum eine andere Band hat in der Vergangenheit die Hörerschaft polarisiert, wie eben diese. In den USA wurde die Band als rassistisch beschimpft, so suchte und erlangte sie den Erfolg zuerst in Europa. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit dieser Band und ihrer Geschichte, doch konnte ich in ihrer Vergangenheit nichts Auffälliges finden, außer das besondere Auftreten, was ein Image als „bitterböse“ Gothicrocker mit sich bringt.

Weshalb „Type 0 Negative“ als rassistisch bezeichnet wird, kann ich mir nur schwer erklären. Vielleicht liegt es an dem Sänger der Band Peter Steele, der vorher bei der Band „Carnivore“ tätig war und auch diese war in ihrer Haltung umstritten.

Aber was hat das mit „Type 0“ zu tun?

Andererseits könnte die ironische Sprache in den Liedern bei den Kritikern Verwirrung hervorrufen. Doch dann scheinen mir, dass diese nur begrenzt in ihrer Denkleistung flexibel sind.

„The origin of the feces“ hatte ich mir nachträglich zugelegt, um zu hören, wie die Anfänge von „Type 0 Negative“ klangen. So besitze ich nun die überarbeitete Version von 1994. Das eigentliche Album war bereits 1992 als Nachfolger von „Slow, deep and hard“ erschienen.

Das Cover ist in dem giftgrünen Farbton gehalten, der so typisch für diese Band wurde. Es zeigt den Abdruck eines Holzschnittes, in dem man Skelette wie besessen tanzen sieht. Das Booklett besteht aus ganzen vier Seiten. Es beinhaltet zwar keine Texte, aber dafür ein Bandfoto, zwei Holzschnittabdrucke, bei denen ich einen als „Die Apokalyptischen Reiter“ von Abrecht Dürer erkennen kann. Auf der letzten Seite findet man die Thanx und ein Porträtphoto vom Sänger und Frontmann Peter Steele.

Doch nun meine Empfindungen zu den acht Songs aus den frühen „Type 0“-Zeiten:


1. „I know you’re fucking someone else“: Der

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Origin of the Feces - Type O Negative Bild 1633 tb
Peter Steele (Vocals, Bass)
erste Song ist auch definitiv der längste Track dieses Albums. Nämlich ganze 15 Minuten! Jedoch ist in der gesamten Länge nicht nur Musik enthalten. Bei meinem ersten Hören war ich zugleich etwas irritiert, denn zu Beginn klingt es so, als würde man eine Live-Aufnahme eines Konzerts hören. Nach einer düsteren und langsamen Einleitung wechselt das Tempo von langsam auf rasend schnell. Die Gitarristen schruppen, als gäbe es keinen neuen Morgen mehr und der Schlagzeuger verprügelt die Felle nach Strich und Faden. Peter Steele klingt unheimlich wild und gar nicht mal so tief, wie es auf den späteren Alben zu hören ist. Doch der Höllenritt hält nur kurz und weicht schließlich einem kleinen Zwischenspiel, dass der Einleitung sehr ähnelt. Gerade als man sich an das langsame Tempo wieder gewöhnt hat, geht es ohne Vorwarnung gnadenlos und rasend schnell weiter. Plötzlich scheint es so, als würde der Song enden. Stattdessen hört man wieder das Publikum und Peter Steele, wie er beginnt einen Song a cappella vorzutragen. Das Publikum ist wenig begeistert und zeigt das auch. Schließlich schreiten die Gitarren ein und mit gemäßigtem Tempo weiter und einem anderen musikalischen Thema, dass Steele ruhig, aber zornig klingend begleitet. Ein weiteres Zwischenspiel beendet auch diesen Teil. Nun hört man zu der Musik noch das lustvolle Stöhnen einer Frau, die sich dem Orgasmus nähert. Mittlerweile sind schon sieben Minuten und dreißig Sekunden vergangen. Die Musik wird immer langsam, bis es wieder zu einem Wechsel im Thema kommt und endlich hört man auch das eigentliche Lied „I know you’re fucking someone else“. Die Musik klingt flott und irgendwie fröhlich. Im krassen Gegensatz steht Peter Steels zorniger Gesang. Besonders der letzte Part gefällt mir an diesem Track besonders gut. Auffällig ist, dass die Band bei der Komposition stark auf ihre Hardcore-Wurzeln zurückgegriffen haben. Bei diesem Titel würde man nicht denken, dass diese Band zu den Gothicrockern schlechthin wurde. Bis auf die teilweise langatmigen Zwischenpassagen finde ich dieses Stück ziemlich genial. Auf www.typeonegative.net findet man eine Version dieses Songs, wie er von einem amerikanischen Radiosender ausgestrahlt wurde. Man hört in der Version sehr schön heraus, wie oft das Wort „Fuck“ in dem Song Verwendung gefunden hatte.

2. „Are you afraid“: Mit diesem Song nähert sich die Band eher dem Gothic. Keyboardklänge unterstützen zunächst Peters Gesang, der sich wieder in den tiefsten Regionen der Stimmbänder bewegt. Es wird eine Spannung aufgebaut, die er mit einem markerschütternden Schrei löst. Endlich finden auch die Gitarren und das Schlagzeug Zugang zur Musik. Der Song ist zwar recht kurz, aber auch hier erkennt man wieder deutlich die Hardcore-Wurzeln.

3. „Gravity“: Nahtlos schließt sich dieser Titel an „Are you afraid“ an. Mit gemäßigtem Tempo geht es weiter und der Gesang klingt fast wie gerappt. Der Schlagzeuger spielt sich mit seinem mitreisenden Rhythmus stark in den Vordergrund. Leider findet man auch hier wieder ein paar gewöhnungsbedürftige Zwischenspiele, auf die man hätte verzichten können. Der Song endet ziemlich abrupt und man findet sich in der Konzertatmosphäre wieder.

4. „Pain“: „Pain“ beginnt wie der vorherige Song geendet hatte, mit reichlich Konzertatmosphäre. Von einer Sekunde zur nächsten wird wieder ein unglaubliches Tempo vorgelegt und es verwundert mich, dass überhaupt ein Sänger dem Geschrubbe und Geknüppel folgen kann. Langsam vermute ich, dass die langsamen Zwischenspiele die logische Folge des unglaublichen Tempos sind, denn auch hier sind diese zu finden.

5. „Kill you tonight“: Diesmal geht es sofort zur Sache. Da der Song nicht besonders lang ist, wird das Tempo fast bis zum Schluss durchgehalten. Der Gitarrist scheint sich bisher benachteiligt gefühlt zu haben, jedenfalls spielt er sich gelungen in den Vordergrund. Auch dieses Lied ist absolut dem Hardcore denn zum Gothic zu zählen.

6. „Hey Pete“: Das Grinsen konnte ich mir beim ersten Hören dieses Liedes nicht verkneifen. Es handelt sich um die Adaption von Jimi Hendrix „Hey Joe“. Die Melodie wurde fast vollständig übernommen, jedoch an manchen Stellen wurde das Tempo etwas gedrosselt. Peter singt auch diesmal nicht allein, sondern bekommt Unterstützung vom Gitarristen Kenny Hickey. Die beiden singen einfach genial im Duett.

7. „Kill you tonight (Reprise)“: Ja, dieser Song stand schon einmal auf der Trackliste, doch ich kann jedem versichern, dass nichts, außer natürlich dem Titel, sich ähnlich ist. Mit einer kurzen, aber gemächlichen Einleitung setzt der Schlagzeuger ein, der mit seinem Rhythmus zu überzeigen weiß. Mit Einsatz der Gitarren beginnt auch der zornige Gesang von Peter, der immer wieder Unterstützung von Kenny bekommt. Dieser Song ist reinrassiger Hardcore und erinnert mich an meine vergangenen Punkzeiten. Track sieben ist also unbedingt hörenswert! Zum Ende darf man sich aber nicht über die längeranhaltende Stille wundern.

8. „Paranoid“: Der gute Ozzy hatte wohl diesen Song nur für „Type 0 Negative“ geschrieben. So dachte sich es wohl die Band und adaptierte „Paranoid“. Dieser Track zeigte bereits, in welche Richtung die Entwicklung der Band voranschreiten würde. Und in der Tat, man könnte diesen Song unter die neueren Alben mischen, so gut passt dieser. Die markant tiefe Stimme von Peter weiß zu überzeugen. Dazu kommt der ruhige und melancholische Klang der Melodie. Dieser Song ist nur auf der überarbeiten Albumversion zu finden und da diese erst 1994 herausgebracht wurde, verwundert dieser Song nicht wirklich. 1992 hatte die Band eben noch viel mehr mit Hardcore zu tun, als zwei Jahre später. Jedenfalls ist „Paranoid“ ein sehr gelungenes Stück, dass ebenfalls angespielt werden müsste.

Auf diesem Album befinden sich zwar nur acht Songs, die aber mit einer Laufzeit von fast einer Stunde sehr angemessen sind. Dieses Album wird den meisten „Type 0 Negative“-Fans nicht gefallen, da es bis auf „Paranoid“ eine völlig andere Musikrichtung ist, als die neueren Alben. Ich persönlich kann mit diesem Album leben und höre es hin und wieder, aber sicher auch nur aus dem Grund, dass ich früher hauptsächlich Hardcore gehört hatte. Ansonsten gefällt mir die energiereiche Spielweise des Vierers sehr gut. Hinzukommt die Kreativität bei der Umsetzung der Song, von den Wortspielerein mal ganz zu schweigen.
Auch wenn man ständig vermuten könnte, dass es sich um ein Livealbum handelt, ist dem nicht so. Die Liveszenen wurden nachträglich eingearbeitet. Warum? Das ist wohl der spezielle Humor der Band.

Dieses Album werden wahrscheinlich noch nicht mal sonderlich viele „Type 0“-Fans besitzen. Schande über euch! ;) Alle anderen werden auch ohne dieses Album leben können, genau so, wie sie auch über diesen Bericht gescrollt haben und nicht gestorben sind. Im übrigen bin ich der Meinung, Karthago hätte nicht zerstört werden dürfen!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
logan

logan

13.02.2007 05:12

http://typeonegative.net/images/discog-orgin-of-the-feces.jpg

annonymus

annonymus

20.07.2003 10:54

Sag mal nicht daß es wichtig wäre, aber der Titel dieser CD ist doch eine Anlehnung an Darwin 'The Origin Of The Species'? Weiß das zufällig jemand... nur so aufgefallen grade...ansonsten weiter so... Grüße, anno

Greifenklaue

Greifenklaue

16.06.2003 21:22

Hmpff, die ist wirklich nur 8höchstens) durchschnitt, auf die neue kann man hingegen richtig gespannt sein!!!

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