Millencolin mit ihrem Geniestreich
21.08.2001 (13.12.2001)
Pro:
gute Melodien
Kontra:
Right about now und Pepper sind nich ganz so dolle
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 TeenageSucker
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:114
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 71 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ähem, ein paar Fehler im Bericht musste ich wohl korrigieren: Der neue (hoffentlich fehlerlose) Bericht: --------- Millencolin werden auch die schwedischen NoFX genannt, was ich für Schwachsinn halte: Diesen Vergleich würde ich NoFX gar nicht zutrauen - Millencolin sind um Längen besser. Nicht zuletzt, weil man die CD's nach hundertmal Hören immer noch nicht langweilig findet! Natürlich war Pennybridge Pioneers da ein Pflichtkauf. Ob sich dieser gelohnt hat? Mehr als das! Ich habe einen neuen Dauerspielkameraden für meine Anlage und den Discman gefunden. Die ganze Musik, der Gesang, die Produktion - ich liebe alles an dieser CD. Melodieverliebt ist es, und doch wird es nie zu poppig.
"No Cigar" handelt davon, dass man die Menschen in Schubladen steckt und sie nach dem beurteilt, wo sie aufgewachsen und zur Schule gegangen sind. Musikalisch ziemlich gut und rockend. "Fox" gefiel mir erst nach längerer Zeit ziemlich gut - es ist wohl das poppigste Stück der CD, aber ein sehr gutes. Sänger Nikola singt über seinen Roller wie über eine Frau - er liebt ihn ja so sehr!
"Material Boy" rockt sofort sauber ab, es wird nicht lange gefackelt, man kommt schnell zum Refrain und die Melodien sind sehr gut. Es geht um jemanden, der alles neue kaufen will. "Duckpond" hat eine sehr gute und eingängige Gitarrenmelodie, dann ist man zunächst zwar etwas enttäuscht, dass die Strophe nicht so abgeht, doch der melodieverliebte Refrain ist vielleicht einer der besten auf dieser CD - ganz große Klasse. Es geht um jemanden, der in seiner Stadt festsitzt und nicht weg kann, dabei würde er eine Veränderung so sehr brauchen.
"Right about now" ist erst ska-anmutend, doch später geht es dann doch wieder einfach in Melodie-Core über, rockt irgendwie nicht wirklich, ist aber auch nicht schlecht. Beim Durchhören fügt es sich gut in die CD ein und fällt gar nicht groß auf, was aber auch daran liegen mag, dass es nur 1:48 dauert. Dann kommt der große Kracher: "Penguins & Polarbears"! Man merkt gleich am Anfang, wie es gleich abgehen wird. Die Leadgitarrenstimme ist unglaublich super - wie das Lied an sich. In der Strophe kommen wieder die gerne eingesetzten abgedämpften Gitarrenklänge mit hohem Basseinschlag. Im Refrain jedoch ist alles schier unübertrefflich - Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Bass - alles perfekt. Die Bridge hält die Spannung, die im Finale dann nochmal vollkommen explodiert - suuuuupertraumhaft!
"Hellman" beginnt ruhig, bleibt es eigentlich auch. Man würde zunächst vermuten, es würde sich um andere Themen handeln, aber es geht darum, dass jemand Angst davor hat, seinem Gegenüber zu sagen, was er von ihm denkt. "Devil me" beginnt auch recht ruhig, aber das es hier noch beginnen wird zu rocken, merkt man sofort. Passiert dann auch ziemlich schnell - Refrain...der Hammer. Sänger/Bassist Nikola Sarcevic singt hier wohl ein Lied über sich selbst. Sehr gut!
"Stop to think" ist am Anfang und der Bridge ziemlich destruktiv, doch später kommen wieder die auf dieser CD gewohnten eingängig-fröhlichen Melodien, die hier zu 80% überzeugen. Endet absolut unerwartet. "The Mayfly" erinnert schon ein bisschen an den Rest des Albums, was aber eher ein positives Merkmal ist, da die CD sehr viele Höhepunkte hat. Trotz Midtempo rockt es trotzdem ganz gut.
"Highway Donkey" handelt davon, dass jemand (wahrscheinlich meint Sänger Nikola hier sich selbst) früher alles nachgemacht hat, was um ihn rum passierte, ohne darüber nachzudenken, hat quasi seine eigenen Gedanken unterdrückt. Alleine der Text macht mir das Lied schon zu einem Leckerbissen, die Melodie kommt dazu und fertig ein ganz schön guter Song. "A-Ten" hat eher einen traurigen Grundton, der auch das ganze Lied hindurch bleibt, was hier aber auch am besten passt - schließlich geht es darum, dass man jemanden verloren hat, den man liebt.
"Pepper" ist kurz und knackig - 1:48 min. Rockt zwar auch nicht total ab, hat aber eine gute und tanzbare Melodie, und gerade die Kürze dieses Liedes macht es so gut. Wovon es handelt, kapier ich nicht - sorry! "The Ballad" hält das, was der Titel verspricht - es ist eine Ballade (erster Klasse). Es geht um einen Jungen, mit dem niemand etwas zu tun haben möchten. Wirklich befreundet ist er nur mit seiner Mutter. Er wird von anderen Menschen völlig allein gelassen, doch seine Mutter sagt ihm, dass es allen in Zukunft leid tun wird und dass sie zu ihm aufsehen werden. Im letzten Refrain kommt dann mehr Energie in die Musik, die vorher sehr ruhig war. Jetzt scheint es so, als würde die Musik Hoffnung geben. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, als man bemerkt, dass das Lied plötzlich schnell wird, wo man es schon zu Ende geglaubt hat und es schon ausgeblendet wird. Ein eindeutiger Höhepunkt dieser CD, der auch zum Nachdenken anregt.
Einzelbewertung (1-12): 1. No Cigar 9 2. Fox 10 3. Material Boy 10 4. Duckpond 12 5. Right about now 7 6. Penguins & Polarbears 12 7. Hellman 12 8. Devil me 11 9. Stop to think 9 10. The Mayfly 8 11. Highway Donkey 10 12. A-Ten 11 13. Pepper 7 14. The Ballad 11 Also, die Punkteverteilung dürfte klar belegen, dass ich das Album klasse finde. Für Leute, die es rockend wollen mit guter Melodie und Punk mit drin, die sollten diese CD haben.
Anspieltipps: Zuerst einmal alles mit 11 und 12 Punkten. Greetz, ©teenagesucker
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16.09.2002 22:22
sehr guter bericht
22.08.2002 15:38
genial ... ein jahr und einen tag nach dem erscheinen dieses berichtes nochma nen kleiner kommentar meinerseits: GEILLLLL!!!!!! *lol* dein bericht und die band. grüße >> TERA-HGW <<
28.04.2002 13:39
Einfach die Beste CD von Millencolin!