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Abermals unter der Regie von O.L.A.F. Opal, der schon das Debütalbum produzierte, hatten Stefan Schulte-Holthaus, Wolle Maier, Wolfgang Schrödl und Tim Eiermann diesmal knapp vier Monate zur Verfügung, um an einem guten Dutzend neuer Songs zu arbeiten. Reichlich Zeit also, um einen angemessenen Nachfolger auf die Beine zu stellen, und schon der erste Song, den es zu hören gibt, überrascht: „Tired“ beginnt wie eine zurückgelehnte, Leonard Cohen-eske Pianoballade, bis sich der knapp siebenminütige Song immer weiter steigert und in einen furios-pompösen Drama-Part mündet, der etwas an eine von Wolfgangs Lieblingsbands, nämlich Queen, gemahnt. „The Joke Is On You“ wiederum verzichtet fast ausschließlich auf Keyboards, rockt ziemlich straight und erinnert an die Pop-Punker Blink 182, während „Suzanna“ es sich in der Emorock-Ecke neben Samiam bequem macht. Mit „Play Some Rock“ gibt’s dann ein hochgradig mitsingkompatibles Stück mit sehr einprägsamen Keyboardlines, das auch locker auf das erste Album gepasst hätte und am ehesten zum „Narcotic“-Nachfolger taugen dürfte. Und da der Band des öfteren vorgeworfen wurde, man mache Kindermusik, hat man sich gleich eine Rasselbande 10- bis 12jähriger ins Studio geholt, um den Refrain einzusingen. Das (in diesem Hause recht zwiespältig begutachtete) Ergebnis wird übrigens am 5. Juni als Single veröffentlicht. Insgesamt fällt auf, dass sich die Band auf jeden Fall Mühe gemacht hat, die Sache spannend zu halten - wozu unter anderem auch die ausgefuchstere und vielschichtigere Produktion beigetragen hat. „Wir wollten diesmal richtig konsequent sein“, meint Tim. „Wenn es krachen soll, dann kracht es, und wenn es poppig sein soll, dann ist es das auch.“ Das Album, das „At The Rocks“ heißen wird, erscheint am 1. August.