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HipHop aus dem französischen Sprachraum genießt in Deutschland noch immer eher einen Insider-Status, schließlich erfordert jede textlastige Musik entsprechende Sprachkenntnisse zum tieferen Verständnis der Songs. Das hinderte jedoch zum Beispiel die großen Chansonniers der letzten Jahrzehnte nicht daran, in Deutschland stattliche Plattenmengen abzusetzen - und auch Sens Unik erfreuen sich hierzulande nach vier hervorragenden Alben einer großen Fanschar. Bei "Pole Position" ist das fehlende Sprachverständnis vielleicht sogar ein kleiner Vorteil, denn die Combo aus Lausanne thematisiert primär den kommenden Jahrtausendwechsel aus der Perspektive der klassischen Marvel-Comic-Superhelden. Das ist nicht besonders aufregend, weil dieses Konzept allenfalls drei oder vier Tracks weit trägt, sicher aber kein ganzes Album lang. Macht aber nichts, denn musikalisch gehört "Pole Position" zu den eher spannenden HipHop-Produktionen aus dem EU-Raum. Sens Unik basteln ihre Tracks aus dem Groove-Schubladenschrank der Pop-Geschichte: Reggae, Jazz, Soul und Old School bilden die Grundlage für raffinierte Songstrukturen und unerwartete Soundcollagen, bei denen auch Violinen, Klaviere und chansoneske Hooklines keine Fremdkörper sind.