Erfahrungsbericht über

Purplexed - Deep Purple

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Purplexed - Deep Purple

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Purplexed - DEEP PURPLE in Hochform

5  02.01.2010

Pro:
ALLES  !  !

Kontra:
leider kein Doppelalbum  :  - (

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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tommynews

Über sich: So, es wird Zeit für einen neuen Text: Schluss mit den Zahlenspielchen, bis Bronze sind es noch um d...

Mitglied seit:30.07.2005

Erfahrungsberichte:142

Vertrauende:47

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich stelle die Band vor:
Deep Purple, das ist die Band mit den richtig alten Leuten, die, neben den Stones, immer noch nicht aufgeben und ihrem Publikum aus mindestens 2 Generationen nebeneinander eine tolle Show bieten. Vor 40 Jahren gründete sich die Band. Die wesentlichen Mitglieder der ersten Jahre, die den Hardrock so richtig weltweit in Fahrt brachten, waren Jon Lord, ein ausgebildeter klassischer Konzertorganist, am Keyboard, Ritchie Blackmore an der Leadgitarre, Roger Glover am Bass, Ian Paice an den Drums und Ian Gillan Gesang. An ihrem Album: Deep Purple - In Rock" kommt keiner vorbei, der Hardrock spielen will. Nach einigen "Irrungen und Wirrungen" löste sich die Band 1976 auf, um sich 1984 wieder zu vereinigen, teils in der Originalbesetzung teils auch mit anderen Mitgliedern. Heute sind von der "Originalbesetzung", die es so auch nur für wenige Jahre gab, die aber "Deep Purple" zu einer unverwechselbaren Marke machten und ihren eigenen Stil entwickelte, noch der Drummer, der Bassist und der Sänger dabei. Mehr als 100 Millionen Alben hat die Band weltweit verkauft und ich stelle jetzt einen Sampler vor:

Purplexed von Deep Purple
Das Cover zeigt eine Frau mit nackten Oberkörper (im Schatten verborgen), die sich mit einem Skelett "unterhält". Sie stehen vor einem Säulengang oder griechischem Tempel, im Hintergrund steht ein weiterer, davor kauern zwei nackte Gestalten, in der Ferne sieht man Berge aufragen.
Das kleine gefaltete Booklet im Innern erzählt auf Englisch die Bandgeschichte bis in die frühen 90er und enthält die ausführliche Tracklist, mit den beteiligten Musikern.
Nimmt man die CD heraus, sieht man die Köpfe aller beteiligten Künstler, also auch der "Ersatzmusiker".
Das Album ist für 6,90 bei Amazon erhältlich und bei Ebay "Sofort und Neu" noch etwas günstiger. Bei beiden Anbietern muss man die Versandkosten beachten, die man bei Amazon durch Kauf weitere Produkte auf Null schrauben kann.
Das Album enthält zwar nur 11 Songs, aber da sind
Bilder von Purplexed - Deep Purple
  • Purplexed - Deep Purple Puplexed-1 (1) - Purplexed - Deep Purple
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Purplexed - Deep Purple Puplexed-1 (1) - Purplexed - Deep Purple
Purplexed - Deep Purple, Cover
richtig lange Titel dabei. So kommt man auf über 70 Minuten Musik, weniger als 10 Cent pro Minute, wenn man das Album nur ein einziges Mal hört.


Der Tommy und Deep Purple
Da gibt es viel zu berichten, aber ich beschränke mich auf die zwei wesentlichen Ereignisse, die mich mit der Band verbinden.
No 1: Im zarten Teenager-Alter von 10+ war ich musikalisch noch ein völlig weißes Blatt. Beatclub? ohne mich! Heintje? schon eher! Und dann passiert es: ich höre bei einem Freund "Child in time" und von diesem Moment an war ein bekennender Hardrocker geboren. Laut, lauter, besser, schnell, schneller noch besser, hart, härter, am besten!
No 2: Im fortgeschrittenen Alter von 40+ lasse ich mir zum Geburtstag eine Konzertkarte für Deep Purple in der Alsterdorfer Sporthalle schenken und mache mich auf den Weg. Die U-Bahn füllt sich mit immer mehr grimmig aussehenden, langbärtigen, langmähnigen Typen meines Alters und älter - und wir haben alle nur ein Ziel. Trotz alter Jeans und Parka fühlte ich mich wie der letzte Spießer, aber egal, es wurde ein super Konzert, die Eintrittskarte hat einen Ehrenplatz in meinem Arbeitszimmer. 2008 waren sie wieder hier, ohne mich. Von daher weiß ich nicht, wie sie sich ohne Jon Lord und Ritchie Blackmore anhören.


Die kommentierte Tracklist


Nach so viel Einleitung muss jetzt aber endlich der Hauptteil folgen:

Track 01: Highway Star - live - Über 6.48 Minuten geht hier nach verhaltenen Auftakt mit hintergründigen Donnergetöse so richtig die Post ab. Sowie das Publikum den Titel erkennt, brandet frenetischer Beifall auf. Das Lied wird "studionah" gespielt, hart, schnell. Ein längeres Gitarrensolo leitet den Schluss ein.

Track 02: The Battle Rages On - Fast 6 Minuten lang (5.57) beginnt es mit den Drums, zu denen wenig später die anderen Instrumente stoßen. Zu den Gesangspassagen wird die Härte aus der Instrumentalisierung etwas herausgenommen. Jon Lord spielt einfache Akkorde im Hintergrund. Das Gitarrensolo darf nicht fehlen, das dann von den Keyboards übernommen wird, die später auch das Ende des Titels einleiten.

Track 03: King of Dreams - Dieser Titel (5.30 lang) beginnt hintergründig, und wird am Anfang ausschließlich vom Gesang getragen. Die Musiker erhalten nur einmal Gelegenheit, ihre Klasse unter Beweis zu stellen.

Track 04: Speed King - eine live-Version, wie ich sie noch nie gehört habe: sie beginnt mit der deutschen Nationalhymne (!), die übergangslos in den Start von Speed King überleitet. Über 7.36 wird man hin und hergerissen. Es rockt, dass die Fetzen fliegen und immer wieder Ausflüge zu anderen Melodien. Schon nach knapp 2 Minuten duellieren sich Ritchie Blackmore und Jon Lord. Einer legt etwas vor, der andere kontert. Ein ganz ruhiger, verhaltener Part, der anfangs entfernt an Child in Time erinnert, wird hineingenommen, dann wird es wieder schneller, um plötzlich mit albernen bekannten Melodien das Publikum zu verwirren. Nach weiteren 3 Minuten knallt dann wieder das Original urplötzlich los, um genauso schnell abzubrechen und "zum Tanz aufzufordern" oder zum Mitsingen von "Na -Nanana". Doch daraus wird nichts, es wird angespielt und schon wieder ist der Speed King da und beendet das Stück unter tosendem (leider viel zu schnell ausgeblendetem Beifall).

Track 05: The Aviator - hier macht Deep Purple mal für 5.20 auf "happy music". Das ist schon fast mit Partnerin tanzbar, haedbanging klappt nicht. Anklänge an irische Volksmusik sind unverkennbar, es wird viel im Chor gesungen.

Track 06: Love Conquers All - der kürzeste Titel dieses Albums mit nur 3.47 Länge, ist erneut noch eine schöne, vom Gesang getragene Ballade, die von einer im Hintergrund weinenden Gitarre begleitet wird. Das Stück ist sehr langsam, sogar das Gitarrensolo bleibt ruhig.

Track 07: Anya - Nach einem Beginn mit akustischer Gitarre rockt es hier wieder richtig los, das Keyboard und die Gitarren treiben das Stück voran. 6.35 wird hier das Zigeunermädchen Anya besungen und "bespielt". Ein eingängiger Grundrhythmus lädt zu Varianten ein. Ein hartes Gitarrensolo wird vom Keyboard wieder in den Rhythmus zurückgeholt.

Track 08: Loosen my Strings - Dieses Stück beginnt mit einem leisen Intro auf den Keyboard, dem sich dann die Drums und der Bass anschließen, von der Gitarre ist in den ersten knapp 40 Sekunden nichts zu hören. Für lange Zeit bleibt der Leadgitarre (ohne Ritchie Blackmore - der sich das bestimmt gefallen gelassen hätte) nur eine begleitende Rolle. Dann ein Solo, in dem aber "nur" das Thema gespielt wird, die Varianten sind dem Keyboard vorbehalten.

Track 09: Solitare - das zweitkürzeste Stück rockt dumpf und untergründig 4.35 Minuten. Rhythmus, Gesang und musikalische Begleitung haben einen fordernden Ton, dem man sich kaum entziehen kann. Man möchte mitstampfen und dabei die Fäuste ballen.

Track 10: Child in Time - eine Live-Version, die mit 10.41 das längste Stück dieses Albums ist. Wer das Stück noch nicht gehört hat, wird sich anfangs wundern: so langsam, Orgel, Gesang, etwas Drums, wo bleibt der Rock? Das Publikum singt das "U - U - U" mit, doch daraus wird dann der bekannte Schrei und mit einem Mal rocken sie alle, sie treiben sich gegenseitig an, zunächst der Sänger und dann die Musiker, jeder einerseits für sich und doch mit den anderen. Keiner gibt sich nicht mit einem einfachen Nachspielen des Originaltitels zufrieden. Ein Solo jagt das nächste, die Gitarrenriffs sind schon für Luftgitarren an der Grenze der Spielbarkeit, natürlich zeigt auch Jon Lord, was er an den Tasten drauf hat. Keine Frage, dass es fulminant endet.

Track 11: Smoke on the Water - dieses Stück MUSS auf einen Sampler, es ist der bekannteste Titel der Gruppe überhaupt und darf auf Konzerten nicht fehlen. Erneut haben die Produzenten einen guten Griff getan und eine Live-Version ausgewählt. Über fast 10 Minuten wird dieses Stück ausgespielt. Es beginnt ganz leise mit einem Gitarrensolo, das noch nicht verrät, wohin es gehen wird. Das Publikum wird zum Mitklatschen aufgefordert, weiß aber noch nicht, was ihm gleich blüht. Erst nach 2 Minuten knallen die typischen Anfangsakkorde durch die Halle. Das Publikum wird in das Stück integriert, sie singen den Refrain für eine volle Minute wieder und wieder, auch ganz allein, ohne Band. Der Sänger bedankt sich artig dafür. Danach geht es gemeinsam weiter und dem Ende entgegen. Vorher hat das Publikum natürlich die Soli der Gitarre und des Keybordes genießen dürfen, da kann man ruhig mal was zurückgeben. Mit "You are fantastic!" (leider schon fast ausgeblendet) verabschiedet sich die Band.
Und das Album ist hier auch zuende.


Kurzes Schlusswort und Fazit
Dieses Album zeigt das Können der Band, live ebenso wie im Studio. Wer sich einen Überblick verschaffen will, ist mit dieser Scheibe bestens bedient. Man hätte sie auch leicht: "Best of" nennen können. Ich würde ja gerne mehr als 5 Sterne vergeben, aber das geht hier nicht.




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tommynews

tommynews

05.11.2011 00:49

1140 in Sicht

Finetta12

Finetta12

15.01.2011 19:22

das rockt

SiggiWidder

SiggiWidder

16.03.2010 21:20

Das waren Zeiten :-)))

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